Früher, bevor es Szene Ahrensburg gab, da war die Kommunikation in Ahrensburg sehr viel einseitiger, nämlich von oben herab. Verwaltung und Politik verkündeten, und die örtliche Presse berichtete pflichtschuldig. Kritik an der Obrigkeit gab es so gut wie gar nicht. Und über Mauscheleien erfuhren die Bürger erst, wenn irgendwo an einer Stelle in Ahrensburg etwas passiert war, was nicht mit rechten Dingen zugegangen sein konnte.
Früher konnte der Bürger seine Meinung höchstens in Leserbriefen zum Ausdruck bringen. Diese allerdings wurden abgedruckt nach Gutdünken der Redaktion, nämlich entweder gar nicht oder in gekürzter und damit häufig entstellter Form. Und nicht selten lagerten Leserbriefe erst mal längere Zeit in der Redaktion ab, wenn sie dann endlich gebracht wurden, weil der Leserbriefschreiber es bereits reklamiert hatte.
Mit anderen Worten: Die Stimme des Bürgers wurde unterdrückt oder war zu schwach, um in der Stadt gehört zu werden. Die Folge: Mehr und mehr Bürger zogen sich aus dem politischen Leben der Stadt zurück. Kaum noch jemand geht heute noch in die Versammlungen der Stadtverordneten oder in die Einwohnerversammlungen. Die „Fragestunde“ für Einwohner wurde mehr und mehr zur Farce, weil die Antworten meistens ausblieben. Und in Wahlen zeigt sich, dass der Bürger kein Interesse daran hat, seine Stimme abzugeben, weil er erkannt hat, dass er ohnehin keine Stimme in der Stadt hat. Weiterlesen









