Der Zulauf zur Ahrensburger Tafel ist größer geworden. Und damit auch die Probleme mit der Örtlichkeit.

Eine positive Einrichtung sind die “Tafeln”, wo Menschen, die ihr tägliches Brot nicht selber erarbeiten können, mit Nahrung versorgt werden, die aus dem “Überschuss” des Warenangebotes von Supermärkten gesponsert wird. Dazu gibt es viele Spenden für die Tafeln, genauso, wie in Ahrensburg auch die Stadt für diese private Einrichtung einen öffentlichen Zuschuss zahlt.

IMG_0998Vor längerer Zeit habe ich im Zusammenwirken mit der Stadt und Bürgermeister Michael Sarach mal eine Kunstauktion im Rathaus gemacht, um den Erlös der Ahrensburger Tafel zu spenden. Inzwischen habe ich gesehen, dass der Zulauf von Bedürftigen, die an jedem Dienstag und Donnerstag vor dem Haus An der Alten Kate stehen, sehr viel größer geworden ist als damals. Und damit komme ich zum Kernpunkt des Themas.

So, wie es jetzt mit der Tafel in Ahrensburg geht, so kann es nicht weiter gehen. Ich zähle auf: Es gibt vor dem Haus keine Fahrradständer, sodass die Räder die Gehwege blockieren und die Hauswände der Läden vollgestellt werden. Es gibt keine Container, um Abfälle zu entsorgen, sodass z. B. das Grünkraut von Karotten auch schon mal am Wegrand landet. Es gibt keine Toiletten, sodass die Menschen gezwungen sind, hinter die Häuser zu pinkeln. Und es gibt keine Unterstellmöglichkeiten, sodass die Menschen im Regen stehen müssen oder sich in die Eingänge der Läden stellen. Und wie ich hörte, haben Anwohner das Ordnungsamt auch schon auf fette Ratten hingewiesen, die dort gesichtet wurden.

Von Parkplätzen für Autos, die hier die Straße verstopfen, will ich nicht reden. Natürlich gibt es auch Sozialschnorrer. So habe ich einen Audi und einen Mercedes gesehen, wo die Fahrer am Steuer auf ihre Beifahrerin gewartet haben, die sich in die Schlange gestellt hat.

Kurz gesagt: Die Menschen leiden. Die Bedürftigen genauso wie die Bewohner rund um das Gebäude, in dem die Tafel untergebracht ist. Die ehrenamtlichen Helfer der Tafel glauben zwar, dass sie das Problem “im Griff” haben, aber danach sieht es nicht aus. Der Bürgermeister, der für schöngeistige Angelegenheiten in der Stadt gern in Erscheinung tritt, war auch bei der Tafel vor Ort und will sich um das Problem kümmern. Warten wir’s also ab.

Tafel

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 14. März 2015

Ein Gedanke zu „Der Zulauf zur Ahrensburger Tafel ist größer geworden. Und damit auch die Probleme mit der Örtlichkeit.

  1. Jens-Peter L.

    Könnte man die Tafel nicht im CCA unterbringen, dort, wo früher der Fisch-Eingang gewesen ist? Hier hätte man alles: Parkplätze vor der Tür, Toiletten im Haus, Frischkühltheke und Warteplätze. Und der Eingang sähe dann etwas belebter aus und nicht mehr so tot wie zur Zeit. Ich denke, mit ein bisschen gutem Willen ließe sich das machen.

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