Archiv für den Monat: Juli 2018

Gibt es eine moralische (?) Pflicht, mit Menschen aus fremder Kultur Wand an Wand zusammenleben zu müssen?

Großer Wirbel im 3. Buch Stormarn wurde in der vergangenen Woche gemacht, weil ein Ahrensburger Wohnungsvermieter nach Zusage dann doch nicht mehr an eine Migranten-Familie vermieten wollte, obwohl die Agentur für Arbeit die Kosten für die Miete übernommen hätte. Der Grund: Andere Bewohner des Hauses wollten keine fremde Kultur in ihrem Wohnhaus haben. Die Meinungen von nichtbetroffenen Bürgern darüber waren geteilt, von Verständnis bis zum Protest reichten die Kommentare. Und der Protest gegen die Entscheidung des Wohnungseigentümers im 3. Buch Stormarn kam hauptsächlich von Vertretern der politischen Parteien und vom Bürgermeister persönlich. Fazit: Wer nicht Tür an Tür mit Migranten aus fremder Kultur leben möchte, der wird kurzerhand als Rassist abgestempelt.

aus: Hamburger Abendblatt

„Ahrensburger schockiert über den Umgang mit Flüchtlingen“, schrieb die Redaktion vom 3. Buch Abendblatt, wo ich noch nie einen Beitrag gelesen habe unter der Überschrift: „Ahrensburger schockiert über den Umgang von Flüchtlingen mit Ahrensburgern“. Warum erscheinen solche Beiträge eigentlich nicht…? Weil die Redaktion dann damit rechnen muss, in eine rassistische Ecke gestellt zu werden…?

Auch auf einem sozialen Netzwerk wurde über den Wohnungsfall pro und kontra diskutiert, nicht zuletzt von Politikern wie Ali Haydar Mercan (Die Linke) und den Grünen Jörg Hansen und Christian Schmidt, die alle drei die Absage des Vermieters verurteilen. Und: Es steht dort auch eine Aussage, dass die betroffene Familie inzwischen statt der Wohnung ein Haus in Ahrensburg beziehen kann. Das kann aber nicht sein, denn dann hätte die Redaktion vom 3. Buch Stormarn darüber spätestens heute groß berichtet. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. Juli 2018

Presseschau: Harald Klix verschweigt das Wesentliche

Ganz wichtige Mitteilung auf der ersten Seite vom 3. Buch Abendblatt: „Bau der S4: Bund und Land noch uneins über die Kosten“. Diese Meldung interessiert die Menschen im Kreis Stormarn natürlich wahnsinning. Genauso wie die Meldung, dass es nachts kälter ist als draußen.

aus: Hamburger Abendblatt, Montage: HDZ

Reporter Harry Fix Harald Klix schreibt: „2024 soll die S4 bis Hamburg-Rahlstedt fahren, 2027/2018 auf der gesamten Strecke bis Bad Oldesloe. Dann soll auch der Fehmarnbelttunnel fertig sein, was zu mehr Güterverkehr auf der Strecke Hamburg-Lübeck führt.“

Reporter Klix verschweigt: Bei dem Güterverkehr handelt es sich um Fernzüge, die durch Ahrensburg rasen werden. Und: Die S4 wird einzig und allein gebaut, damit diese gewaltig langen Güterfernzüge durch die Stadt Ahrensburg rasen können. Davon, dass die Stadtverwaltung mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln versucht, dieses zu verhindern, habe ich nichts mehr gehört. Genau so wenig, wie ein möglicher Lärmschutz passieren soll, der ja nicht für die S-Bahn nötig ist, sondern für den Güterfernverkehr. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. Juli 2018

Rathaus-Sanierung: Was Marokko mit einem kranken Darm in Ahrensburg zu tun hat

Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann soll die Sanierung unseres denkmalgeschützten Rathauses noch in diesem Jahr starten. Doch bereits heute weiß man in der Verwaltung unserer Stadt, dass dieser Termin nicht eingehalten wird. Weil das abzulesen ist aus Marokko.

Genauer: Die Stadt Ahrensburg zeigt auf ihrer Homepage an, dass am 5. Februar 2019 im Rathaus (!!!)  ein Dia-Abend stattfinden soll mit dem Titel „40 Tage Wohnmobilrundtour durch Marokko“. Und das ist mehrfach ungewöhnlich, meine lieben Mitbürger.

Ungewöhnlich ist zum Beispiel, dass dieser Vortrag ausgerechnet in unserem Rathaus stattfinden soll, obwohl keine Stadt in Marokko zu den Partnerstädten von Ahrensburg gehört. Und ungewöhnlich ist auch, dass der Vortrag bereits heute – also rund ein halbes Jahr vorher – auf der städtischen Homepage angezeigt wird. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. Juli 2018

Verschwendung von Ressourcen: Nicht Bestelltes im Briefkasten

An jedem Wochenende hole ich aus meinem Briefkasten ein Päckchen mit Werbeprospekten, die in eine Kunststofffolie eingeschweißt sind. An jedem Wochenende öffne ich dieses Päckchen, trenne Kunstoff von Papier und entsorge beides in den dafür vorgesehenen Containern. An jedem Wochenende, also 52 mal im Jahr. Und wenn das jedes Mal auch nur rund zwei, drei Minuten dauert, so habe ich dafür am Ende des Jahres rund  zwei Stunden wertvolle Lebenszeit verschwendet.

Ich habe vor langer Zeit mal versucht, dieses nicht bestellte Prospekte-Konvolut abzubestellen – vergeblich. Es hieß damals, dann müsste ich beantragen, überhaupt keine Werbung mehr per Post zugestellt zu bekommen. Das aber will ich nicht; alles, was ich will, ist, dass mir die Zwangsarbeit des allwöchentlichen Sortierens endlich abgenommen wird.

Beim MARKT ist das Entsorgen einfacher; da genügt allein die blaue Tonne, weil die Prospekte in dem Werbeblatt zum Glück nicht eingeschweißt sind. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Juli 2018

Elementare Beobachtungen und Erkenntnisse vom Bahnhof

Wenn wir nach Hamburg fahren, dann tun wir das so gut wie immer mit der Bahn. Und möglichst mit der Regionalbahn, die in 14 Minuten am Hamburger Hauptbahnhof ist. Aber auch die U-Bahn benutzen wir immer wieder gern, denn die ist einfach super! Zum einen ist sie zumeist pünktlich, zum anderen glänzt sie innen und außen. Und auch die Bahnsteige sind attraktiv. Kompliment an die Geschäftsführung des HVV!

 Lokschuppen: Farbe blättert

Dass die geplante S-Bahn für Ahrensburg mehr Nach- als Vorteile bringt, kann sich jeder selbst denken, wenn er mal ernsthaft darüber nachdenkt. Das einzige Manko der heutigen Regionalbahn: Sie fährt unzuverlässig, sprich: unpünktlich. So ist auch vorgestern Nacht wieder ein Zug von Hamburg nach Bad Oldesloe total ausgefallen. Das geht gar nicht! Und die Regionalzüge könnten auch in den Hauptverkehrszeiten öfter verkehren, um den Bahnkunden gerecht zu werden.

Und wo ich gerade bei der Regionalbahn bin: Im Parkhaus Alter Lokschuppen blättert der neue Wandanstrich ab – siehe Fotos! Vielleicht liegt das an der ungewöhnlichen Hitze, aber wenn eine Farbe der nicht standhält, dann hat der Maler etwas falsch gemacht. Und nun wollen wir mal abwarten und im Blick behalten, wie lange es wohl dauern wird, bis diese Schäden beseitigt werden, denn es sieht jetzt nicht besser aus aus die Schmierereien, die es früher im Alten Lokschuppen gegeben hat, bevor dieser saniert wurde.

Auch in der U-Bahn haben wir gestern Nacht etwas erlebt, das ich festgehalten haben, und zwar ein Beispiel dafür, wie wichtig eine Elementarerziehung in der Kita für kleine Jungen ist. Beispiel: An der Fensterscheibe der U-Bahn klebt ein Plakat, mit dem die Evangelische Kirche in Hamburg für zwei Kitas nach Mitarbeitern sucht. Und unter diesem Plakat sitzt ein Mann und legt seine Füße in Schuhen auf die Sitzbänke der Bahn – siehe die Abbildung!

Ein Corpus Delicti dafür, dass dieser junge Mann als Kind nicht ausreichend von Erziehern umsorgt worden ist und seine Eltern eine vernünftige Erziehung offensichtlich auch nicht fertiggebracht haben. Leidtragende ist die nächste Frau, die sich dort mit weißem Rock bzw. Hose hinsetzen wird. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. Juli 2018

Was erwartet Erzieher/innen eigentlich Besonderes in Ahrensburg?

Es ist Ferienzeit. Und Ferienzeit ist Reisezeit. Das sind auch die Ahrensburger in den wohlverdienten Urlaub gefahren, und die Stadt wird nicht regiert, weil auch die Politiker eine Arbeitspause einlegen. Nur die Verwaltung der Stadt macht keine Pause, die arbeitet durch. 

Ein Beispiel für die Arbeit der städtischen Verwaltung ist die Homepage von Ahrensburg! Wer dort draufklickt, der landet unmittelbar bei einem zentralen Problem der Stadt, nämlich beim Mangel an Fachkräften für die Ahrensburger Kindertagesstätten. Und deshalb wird die Homepage der Stadt Ahrensburg mit diesem Mangel aufgemacht – wenn Sie mal auf die nebenstehende Abbildung klicken wollen!

Das ist in meinen Augen eine ziemlich dümmliche Personalanzeige. Keine Silbe wird dort verraten, was potentielle Fachkräfte in Sachen Erziehung in der Schlossstadt erwartet, was diese Erzieher eben anderswo nicht bekommen. Und so wird sich der Ansturm der Bewerber bei Frau Beckmann wohl in Grenzen halten.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. Juli 2018

Historische Presseschau im Sommerloch: 30-jähriger Krieg und Jugend im Rathaus

Werfen wir heute einen Blick in die örtlichen Medien, dann erkennen wir: Das Sommerloch wird gefüllt mit Beiträgen aus dem Archiv der Vergangenheit. Klar, wenn die Politiker von heute in den Sommerferien weilen, dann muss man eben ein wenig zurückgehen im Zeitgeschehen. Zum Beispiel zurück zum 30-jährigen Krieg, der – welch ein Glück! – natürlich auch in Stormarn stattgefunden hat.

aus: Hamburger Abendblatt + MARKT

Mehr noch: Im 3. Buch Abendblatt können wir heute nicht nur lesen gucken, dass der Feldherr Tilly in der Schlacht bei Breitenfeld 1631 gegen die siegreichen Schweden verwundet wurde, sondern wir sehen auch in Wort und Bild, was was wir ahnen: „Vero estratto di carne Liebig“ – siehe die Abbildung! Und das bedeutet: Echter Liebig Fleischextrakt

Ob  dieses eine bezahlte Werbung der Firma Liebig ist, weiß ich natürlich nicht. Aber warum diese Werbung dort steht, weiß ich genauso wenig, denn die Redaktion der Stormarn-Beilage verrät es ihren Lesern mit keiner einzigen Silbe. Und genau das hätte mich als Leser interessiert! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. Juli 2018

Wiedervorlage: Auflagenentwicklung 3. Buch Abendblatt

Nachdem ich gestern der Redaktion vom 3. Buch Abendblatt ein paar Tipps für Wiedervorlagen gegeben habe, bringe ich heute mal eine Wiedervorlage in Sachen 3. Buch Abendblatt, welches auch als Stormarn-Beilage bekannt ist.

Ein Redaktionsleiter bei der Arbeit (Foto: Mama Razzo)

Alle Quartale wieder informiert die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) über die Aufagenentwicklung der Presse. Und hier ist es für einen „Blogwart“ (Zitat: Hamburger Abendblatt über Menschen, die in einem Blog kommentieren) natürlich sehr aufschlussreich zu verfolgen, wie sich die Auflage vom Hamburger Abendblatt inkl. Stormarn-Beilage so entwickelt hat.

Ich vergleiche dabei das 2. IVW-Quartal 2018, das soeben veröffentlicht wurde, mit dem 2. IVW-Quartal 2017, also von vor genau einem Jahr. Die nachfolgende Tabelle, die sich daraus ergeben hat, muss ich wohl nicht interpretieren, denn Sie werden selber erkennen, wie hoch die Verluste sind, die die Redaktion innerhalb von 12 Monaten gemacht hat.

Zu beachten ist: Es handelt sich nicht dabei nicht  um die Auflage, die in Ahrensburg verkauft wird, denn die verschweigt der Verlag. Sondern es ist die Auflage, die im gesamten Kreis Stormarn täglich verbreitet wird:

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Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. Juli 2018

Eine Zeitung von übermorgen mit Beiträgen von vorgestern

Heute habe ich das Hamburger Abendblatt gleich zweimal in meinem Briefkasten gehabt: 1 x die Ausgabe vom 23. Juli 2018, also mit dem heutigen Datum. Und ein zweites und sehr viel dünneres Exemplar trägt das Datum vom 25. Juli 2018, also von übermorgen. Und das Merkwürdige an der Zeitung von übermorgen: Die Beiträge standen schon in Vergangenheit im 3. Buch Abendblatt. Und unter einem Hinweis „Tour ins Grüne“ wird auf eine Radtour aufmerksam gemacht, die am Sonntag, dem 22. Juli 2018, stattgefunden hat.

Hamburger Abendblatt vom Mittwoch, 25. Juli 2018!

Des Rätsels Lösung: Das nebenstehend abgebildete Hamburger Abendblatt ist nur eine „Leseprobe Stormarn“, also ein kostenloses Werbeblättchen, das dazu gedruckt wurde, um neue Leser für das Hamburger Abendblatt zu werben. Und bezahlen ließ sich sich der Verlag diese Werbeaktion von Inserenten, die ihre Annoncen in der Leseprobe von gestern und übermorgen geschaltet haben. Sehr pfiffig – allerdings weniger von den Inserenten.

Als Verlagswerber bin ich mir sicher: Diese Aktion ist zur Gewinnung neuer Abonnenten so wirkungsvoll wie ein Schuss in den Ofen. Denn der Leser dieser Werbebeilage, der die Originalzeitung nicht kennt, weiß gar nicht, was er mit dem „Werbeblättchen Hamburger Abendblatt“ eigentlich anfangen soll – mit Ausnahme von Fischhändlern.  Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Juli 2018

Wiedervorlagen fürs Sommerloch im 3. Buch Abendblatt

Es herrscht die berühmte Zeit der Sauren Gurken, weshalb die Medien sich ihre Themen aus den Fingern saugen müssen. Die Redaktion vom 3. Buch Stormarn hat heute mit einer Serie (?) „Wiedervorlage“ begonnen, wo in der ersten Folge ein Tankstellenräuber im Mittelpunkt steht – siehe die Abbildung!

Hamburger Abendblatt: Wiedervorlage

Ich weiß natürlich nicht, welche Wiedervorlagen in den kommenden Ferienwochen im Stormarnteil vom Hamburger Abendblatt noch folgen werden. Meine Vermutungen sollen der Redaktion gleichzeitig als Anregungen dienen.

Wiedervorlage: Wann wird der Beschluss der Stadtverordneten umgesetzt und der „Muschelläufer“ aka Blaumann wieder vom Rondeel entfernt?

Wiedervorlage: Warum ist die Tiefgarage unter dem Rathausplatz wieder noch nicht vollständig geöffnet und was hat die Stadt bisher dagegen unternommen?

Wiedervorlage: Warum hat Ahrensburg immer noch keine/n tätige/n Leiter/in für das Stadtmarketing?

Wiedervorlage: Wo sind die 500.000 Euro geblieben, welche der Investor vom Lindenhof an die Stadt gezahlt hat, damit die Verwaltung unverzüglich Ersatzparkplätze schaffen kann? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Juli 2018