Was kann Bargteheide, was Ahrensburg nicht kann?

Heute in einer Woche ist wieder verkaufsoffener Sonntag in Ahrensburg. Und wenn die Läden dann geöffnet sind, dann ist die Große Straße voll blockiert durch das Oktoberfest,  An anderen verkaufsoffenen Sonntagen stehen in der Straße alte Autos, sprich: Oldtimer. Oder rollende Fressstände, die man als „Food-Trucks“ bezeichnet. Mein Rat, dass bei einem verkaufsoffenen Sonntag die Läden der Stadt im Mittelpunkt des Geschehens stehen sollten, wird vom Stadtforum negiert.

aus: MARKT

Ganz anders funktioniert das in Bargteheide. Wie kürzlich im MARKT gezeigt wurde, geht ein verkaufsoffener Sonntag in unserer Nachbarstadt durch die Läden. Ohne Oldtimer, ohne Food-Trucks, ohne Oktober- oder Weinfest – siehe die Abbildung links!

Natürlich macht das mehr Arbeit als bei einem Veranstalter anzurufen mit dem Auftrag, die Große Straße vollzustellen. Außerdem muss man denken. Und wie sagte doch schon Henry Ford dazu? Er sagte: „Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenig Leute damit beschäftigen.“ Und genau das denke ich auch. 😉 Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. September 2018

Achtung! In einem Vierteljahr ist Weihnachten…

…haben Sie schon Lebkuchen, Dominosteine und Christstolle eingekauft? Sie kennen ja den alten Spruch von Weihnachten, das immer so plötzlich kommt. Und da ist es gut, wenn Sie schon heute, also ein Vierteljahr vor dem Fest, gut darauf vorbereitet sind.  

In einem Ahrensburger Supermarkt habe ich heute „Aktionsware“ gesehen. Und bei der Aktion handelt es sich zweifelsohne um die Adventszeit. Also kommen wir jetzt schon in vorweihnachtliche Stimmung mit weihnachtlichem Gebäck. Und wer es partout möchte: In den Gärtnereien gibt es auch schon Weihnachtsbäume – allerdings sollte man zweckmäßiger Weise eine Tanne mit Wurzeln wählen! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. September 2018

Was hat Glinde, was Ahrensburg nicht hat?

Glinde liegt im Kreis Stormarn, Ahrensburg auch. Glinde hat einen Golfplatz. Ahrensburg ebenso. Am Golfplatz in Glinde wird eine Wellness Oase für 45 Millionen Euro gebaut. In Ahrensburg nicht. Der Bürgermeister von Glinde heißt Rainhard Zug. Der Bürgermeister von Ahrensburg heißt Michael Sarach.

aus: Hamburger Abendblatt

Heute berichtet das 3. Buch Abendblatt erneut über das Projekt in Glinde, wo ein Spa mit Hotel gebaut werden soll, in dem man bis zu 500 Gäste täglich erwartet. Der Investor sagt: „Wir glauben, dass die Kombination von Golf, hochwertiger Wellnessanlage und Hotel sehr gut funktionieren wird.“ Und der Glinder Bürgermeister frohlockt, dass seine Stadt damit einen potenten Gewerbesteuerzahler bekommt.

Da könnte natürlich die Frage aufkommen: Warum entsteht so ein Projekt ausgerechnet in der Stadt Glinde, die nur halb soviel Einwohner hat wie Ahrensburg? Die Antwort können Sie dem Beitrag im heutigen Abendblatt entnehmen, wo wir lesen: „Für Glindes Bürgermeister Rainhard Zug ist das Spa ein ‚ganz wichtiges Projekt’ für die Stadt: ‚Uns ist bewusst, dass wir einen Magneten bekommen, der eine Veränderung der Straßenführung und der Straßenqualität erfordert.’“ Und: „Dass der Verkehr, verursacht durch 400 bis 500 erwartete Tagesgäste, dann vernünftig abgewickelt werden kann, hat ein Gutachten ergeben.“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. September 2018

Großer Erfolg für die Stormarn-Redaktion vom 3. Buch Abendblatt: Lesen Sie, wie die Gewerbeaufsicht gegen ein Ahrensburger Reisebüro tätig geworden ist!

Schon seit einiger Zeit berichtet die Redaktion vom 3. Buch Abendblatt über Betrügereien von Angela Langeloh, die ein Reisebüro gegenüber dem Regionalbahnhof in Ahrensburg betreibt. Genauer: betrieben hat, denn jetzt hat die Inhaberin den Betrieb eingestellt. Und viele Kunden hoffen darauf, ihr Geld zurückzubekommen.

aus: Abendblatt

Kunden des Reisebüros haben berichtet, dass sie dort betrogen und um viele 1000 Euro geprellt worden sind. Deshalb ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Inhaberin. Und das Amtsgericht Ahrensburg hat bereits vor Wochen geurteilt, dass Langeloh für einen kassierten Flug, den sie nicht bezahlt hat, Schadenersatz leisten muss.

So, liebe Mitbürger, und nun zur Erfolgsmeldung der Stormarn-Redaktion, die von Reporter Marc R. Hofmann übermittelt wird: „Nachdem das Abendblatt bei der Gewerbeaufsicht nachgehakt hat, ist die Ahrensburger Behörde tätig geworden.“ Und wenn Sie sich fragen: Wie ist die Gewerbeaufsicht denn tätig geworden, hat sie den Laden vielleicht schließen lassen, nachdem das Abendblatt nachgehakt hat? – dann erfahren Sie: Nein, hat sie nicht. Die Inhaberin hat ihren Betrieb selber eingestellt, berichtet sie. Wie also ist die Gewerbeaufsichtsbehörde dann tätig geworden? Der Leser erfährt: Die Ahrensburger Behörde hat die angebotenen Belege bei dem ehemaligen Reisebüro-Kunden Alfried Hasse angefordert, wie er bestätigte“. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. September 2018

Blaue Fähnchen statt harte Fragen an Bürgermeister und Politiker

Schon seit Jahren steckt der Kinderschutzbund am Weltkindertag blaue Fähnchen in die Schlosswiese, damit diese den Bürgermeister und die Stadtverordneten daran erinnern sollen, dass über 7.000 Kinder in Stormarn in Armut leben. Danach werden die Fähnchen dann wieder hübsch wieder eigesammelt und für das nächste Jahr eingemottet. Und: Seitdem diese Fähnchen-Aktion auf der Schlosswiese in Ahrensburg läuft, ist die Kinderarmut deutlich gestiegen. Sehen Sie da einen Zusammenhang…?

aus: Hamburger Abendblatt

Ich habe schon mehrfach über diese Aktion berichtet, zum Beispiel hier und hier und hier und hier und anderswo. Und wenn ich für den Deutschen Kinderschutzbund arbeiten würde, dann hätte ich meinen regelmäßigen Auftritt, und zwar in jeder Einwohnerfragestunde in jeder Stadtverordneten-Versammlung. Und dort würde ich sehr deutliche Fragen stellen, die der Bürgermeister und/oder die Politiker dann beantworten müssten.

Eigentlich ist es Aufgabe vom Hamburger Abendblatt, im 3. Buch darauf hinzuweisen, dass die Blaue-Fähnchen-Aktion ein jährlicher Humbug ist. Aber dort begreift man eh keine Zusammenhänge. Und ich kann über den Fähnchen-Witz gar nicht nicht lachen. Oder finden Sie es vielleicht erheiternd, dass Ahrensburg das zweite Luxus-Klo für nunmehr 150.000 Euro bauen will mit jährlichen Folgekosten von 15.000 Euro und die Alte Reitbahn völlig unsinnig verschleudern will und den Alten Speicher für eine Million Euro kauft, der seitdem vor sich hin gammelt? Wir brauchen kein Kino, meine lieben Mitbürger, wir brauchen Hilfe für diejenigen, die Hilfe benötigen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. September 2018

Mathematik in der Grundschule: Hilfe, ich bin überfordert!

Mögen Sie Sudoku? Ich kann mit diesen Zahlenkästchen absolut nichts anfangen, während meine Frau sie liebt. In meinen Augen ist Sudoku verschwendete Lebenszeit. Da sind mir Kreuzworträtsel lieber, wenn ich mal Langeweile habe. Aber ehrlich gesagt: Ich habe nie Langeweile. Und dafür sorgt nicht zuletzt auch unsere Tochter, die acht Jahre alt ist und in die 3. Klasse der Grundschule geht. Und nach dieser Einleitung komme ich zum Thema des heutigen Blog-Eintrages:

aus: Flex und Flo

Schauen Sie sich die nebenstehende Abbildung an! Sie stammt aus dem Heft „Flex und Flo“, nach dem die Schüler der 3. Klasse die Mathematik lernen sollen. Meine Tochter kam heute zu mir, zeigte mir die Seite und fragte mich, ob ich ihr erklären könne, was sie bei 4 b) machen soll, wo die Aufgabenstellung lautet: „Welche Beschreibung passt zu welchem Päckchen? Trage den Buchstaben ein.“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. September 2018

„Ahrensburgs Kino kommt“: Wie Ralph Klingel-Domdey mit Fake-News die Politiker unter Druck gesetzt hat

Am 27.11.2017 konnten die Leser vom Hamburger Abendblatt im 3. Buch die Tatsachenbehauptung lesen: „Ahrensburgs Kino kommt – aber erst 2022“. Diese Meldung stammt von Ralph Klingel-Domdey, der früher mal Redaktionsleiter in Ahrensburg gewesen ist und heute dort nur noch als Gelegenheitsschreiber auftritt, vermutlich als Urlaubsvertretung für einen der Praktikanten. Und im Bilde sahen die Leser damals, wie das für Ahrensburg beschlossene Kino im Jahre 2022 aussehen wird – siehe die Abbildung rechts!

Diesen Tatsachenbericht haben die Insassen im Rathaus natürlich genauso gelesen wie die Politiker in den Fraktionen. Und vermutlich sagten sie sich: „Wenn Ralph Klingel-Domdey den Bürgern etwas vorgegaukelt fest versprochen hat, dann haben wir die verdammte Pflicht und Schuldigkeit,  dieses Versprechen auch wohl oder übel einzulösen! Denn täten wir es nicht, dann würden wir womöglich bei der Redaktion in der Großen Straße in große Ungnade fallen!“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. September 2018

Wie der MARKT unsere Stadt kulinarisch illustriert hat

Der aktuelle MARKT bringt eine ganze Seite „Ahrensburg kulinarisch“. In diesem Beitrag wird über die Vielfalt der Gastronomie in der Schlossstadt berichtet. Als Inserenten konnte man dazu nur drei gewinnen, nämlich Milljöh, Söbentein und die neue Pizzeria Mundfein. So weit, so gut. Oder schlecht für den MARKT, denn sicherlich hatte man sich hier ein paar Millimeter mehr Anzeigenraum zu verkaufen gewünscht.

aus: Wochenblatt MARKT

Und nun etwas zum Schmunzeln: Von den vier abgebildeten Speisen stammen drei aus dem Restaurant Kroatien, das vierte und größte Foto kommt aus einem Bilderarchiv. Und im Foto sehen wir einen Kellner, der dort aus einem kulinarischen Tempel in der Großen Straße kommt, und zwar aus dem dortigen Eiscafé. Und der redaktionelle Text ist so geschmacksneutral gehalten wie eine Soße ohne Gewürze.

So viel zum Thema „Ahrensburg kulinarisch“. Und wer mehr über die Restaurants in Ahrensburg wissen möchte, der sollte mal bei Szene Ahrensburg nachlesen, wo ich kürzlich gerade meine vier Lieblingsrestaurants aufgeführt habe. Und die sind nur die Spitze des kulinarischen Speisberges in der Schlossstadt, denn in Ahrensburg gibt es Speisen und Getränke für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. September 2018

Mein Kopfkino: Ich wünsche mir Vernunft für Ahrensburg

Die Stadtverordnete Nadine Levenhagen (Grüne) berichtet uns heute im MARKT: „Wir wünschen uns ein Kino für Ahrensburg“. Damit ist die Wunschliste der Politikerin aber noch nicht am Ende, denn die junge Frau hat noch einen weiteren Wunsch und verrät ihn uns: „Ja zur Umsiedlung von Edeka“. Warum die Stadtverordnete sich wünscht, dass der Supermarkt Edeka seinen guten Standort am Bahnhof auf- und sich ins Abseits begeben soll, verrät uns Nadine Levenhagen allerdings nicht.

Nadine Levenhagen im MARKT, illustriert von Szene Ahrensburg

Auch kritisiert die Grüne nicht, dass ein Investor die Stadt nötigt mit der Forderung: „Entweder man verkauft mir das städtische Grundstück Alte Reitbahn zu meinen Bedingungen, oder ich baue kein Kino für 700 Besucher neben dem Parkhaus am Bahnhof, basta!“

Ich habe schon mehrfach über diesen schrägen Deal berichtet – wenn Sie bitte mal „Alte Reitbahn“ und „Kino“ in die Suchmaske eingeben wollen. Und ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass das angedachte Kino in Ahrensburg null Chancen hätte und darum auch nicht gebaut werden wird. Da hätte sogar der Bau eines Flughafens in Ahrensburg als Zubringer nach Fuhlsbüttel bessere Chancen. 😉

Die Grünen haben sich schon mit ihrer Zustimmung zum jetzigen Lindenhof-Komplex komplett ad absurdum geführt und bei ihren Wählern ziemlich blamiert. Und mir als gemeiner Bürger und erklärter Kino-Fan wäre zum Beispiel ein Politiker sehr viel sympathischer, der im MARKT schreiben würde: „Wir wünschen uns eine Klinik für Ahrensburg!“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. September 2018

Warum schreiben und sprechen viele Kinder und ihre Eltern heute schlechter Deutsch als ihre Großeltern?

Meine Schulzeit liegt schon eine ganze Weile zurück. Besonders lange natürlich die Grundschulzeit am Wöhrendamm in Großhansdorf. Damals war Herr Techen dort der Direktor. (Und sein Sohn war Torwart beim Sportverein Großhansdorf, weshalb ich ihn bewundert habe.) Meine erste Lehrerin war Frau Schilken, und anschließend kam Frau Kannabey. Ich habe diese Lehrinnen geliebt und war einmal richtig sauer, als ich wegen einer Woche Grippeferien nicht auf die Schulbank durfte.

Lernen mit „Flex und Flora“

Lang ist es her. Ich werde aber häufig an meine Schulzeit erinnert durch meine eigenen drei Kinder. Die gingen und gehen auf die Grundschule Am Reesenbüttel. Und während wir Schüler damals am Wöhrendamm noch eine Fibel hatten, und zwar die Dohrmann-Fibel „Willi und Dora“, mit der wir lesen und schreiben gelernt haben, bekommen die Kinder heute keine Fibel mehr. Sondern eine Handvoll Hefte „Flex und Flora“, in denen sie mit Farbe kennzeichnen sollen, und ausfüllen und ergänzen. Für mich sehen die Dinger aus wie Rätselhefte.

Gestern kam meine Tochter (3. Klasse Grundschule) zu mir und wollte wissen, was sie bei Aufgabe 1 machen soll – siehe Abbildung links! Ich las und verstand wenig. Kapieren Sie vielleicht, was die Aufgabenstellung soll: „Markiere die Buchstaben in der Kopfzeile über den Spalten“…? Das ist doch Vorschule, oder…? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. September 2018