Peinlich: Peter Egan (WAB) auf Ahrensburg-Portal

Dass das Ahrensburg-Portal von einem IT-Fachmann unterhalten wird, der dort hauptsächlich Pressemitteilungen redigiert, Reklame in eigener Sache macht und unlautere Werbung veröffentlicht, ist klar. Aber heute hat der Mann wirklich den Vogel der Peinlichkeit abgeschossen:

Ahrensburg-Portal veröffentlicht ein Foto vom grinsenden Peter Egan, Fraktionsvorsitzender der WAB, und schreibt darüber: „Ehemaliger WAB-Stadtverordneter verstorben“ – siehe die Abbildung links!

Aber nicht Peter Egan ist verstorben, sondern Wolfgang König. Sein Foto erscheint jedoch nicht, und sein Name taucht nur klein im Fließtext auf. Dazu werden Aussagen von Peter Egan zitiert, die so einfühlsam und menschlich sind wie eine ausgefüllte Steuererklärung.  Echt zum Fremdschämen. Und genau das spiegelt das Bild von der WAB wider, das der Bürger schon seit Monaten hat. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 12. November 2019

Zwei Genossen im Marstall zum Thema Rechtspopulismus

Im 3. Buch Abendblatt informiert uns Harald Klix, dass morgen ein „Experte“ nach Ahrensburg in den Marstall kommt und den Bürgern erklären will, „warum die Rechten stark sind“. Der Experte ist Prof. Frank Decker, der ein Buch geschrieben hat mit dem Titel: „Rechtspopulismus in Europa“, das aber noch nicht erschienen ist, sodass die Promotion für das Buch vor seiner Veröffentlichung erfolgt.

Betrag aus 3. Buch Abendblatt in Ölfarbe nachgemalt

Wer den Artikel in der Stormarn-Beilage liest, der erfährt, dass der Mann als Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bonn lehrt. Ich wollte mir deshalb den Termin schon notieren, doch als ich die Information bis zum Ende gelesen hatte, erfuhr ich: „Die frühere Bürgermeisterin Ursula Pepper moderiert den Abend“. Und da sah ich sofort ein rotes Tuch, denn es ist kein Geheimnis, dass die Blaufrau der SPD angehört und als Bürgermeisterin von Ahrensburg keine guten Erinnerungen bei mir hinterlassen hat.

Ich googelte daraufhin Professor Frank Decker und erfuhr: Der Mann ist nicht nur SPD-Mitglied sondern auch Wahlhelfer gewesen bei der Europawahl 2004 für den damaligen Spitzenkandidaten Martin Schulz (SPD). Und schon war mein Interesse an seinem Vortrag auf dem Nullpunkt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 12. November 2019

Wolfgang König: Begegnungen mit Dr. Alfred Rust

Am 5. November 2019 ist Wolfgang König von uns gegangen. Ich habe keinen Bürger in Ahrensburg kennengelernt, der soviel über unsere Stadt gewusst hat wie er,  der „König von Ahrensburg“, wie ich ihn oft genannt habe. Eines seiner Lieblingsthemen war das Tunneltal und Dr. Alfred Rust, der Ehrenbürger von Ahrensburg, der die Schlossstadt über die Grenzen des Landes hinaus berühmt gemacht hat und posthum von Verwaltung und Politik schäbig behandelt wurde, was sein Andenken betrifft. Nur der Alfred-Rust-Saal erinnert noch an ihn und ein Wanderweg. Seine Büste in Bronze steht im 1. Stock des Rathauses statt in der Eingangshalle.

Wolfgang König, ehemaliger Stadtverordneter der WAB und Ahrensburger Zeitzeuge, hat an Alfred Rust erinnert in einem Aufsatz, den er vor Jahren geschrieben hat. Jürgen Siemers, BGV Waldgut Hagen e.V., war so freundlich, mir den Text zu schicken für einen Abdruck auf Szene Ahrensburg. Dafür bedanke ich mich bei ihm und bei der Familie von Wolfgang König für die Erlaubnis zur Veröffentlichung.

Wolfgang König: Meine Begegnungen mit Dr. Alfred Rust

Schon in meiner frühen Jugend nahm mich mein Großvater immer mit zum Stoppeln auf die Felder, zum Rasensensen in der Nachbarschaft, zum Stubbenroden in den Wald, zum Klöhnen bei Bekannten, zum Pilzesuchen usw..

So waren wir an einem Spätsommertag oder frühen Herbsttag ab Morgengrauen wieder im Wald zum Pilzesuchen. Wie schon oft kehrten wir bei den Kiesgrubenarbeitern in deren Baracke am Fuß der Wartenberge ein, um uns aufzuwärmen. Eigentlich ging es meinem Großvater mehr um einen netten Klöhnschnack und einen heißen Kaffee dazu. Bei der Baracke handelte es sich um ein winterfestes Ley-Haus, ein Importschlager aus Finnland. So etwas hatten wir gleich zweifach auf unserem Grundstück stehen. Frau Semmelhack betrieb ihren kleinen Tante-Emma-Laden gegenüber der Arbeiterbaracke ebenfalls in so einem Ley-Haus. In dem großen Raum verkaufte sie und in dem kleinen Raum hatte sie ihr Lager. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 12. November 2019

Ihr Kinderlein kommet, es gibt schon Adventskalender im Supermarkt!

Eingangs dieses Blog-Eintrages muss ich Grundsätzliches klarstellen, und zwar: Ich bin Hetero. Ich liebe Frauen. Ich mag auch Frauen, die sexy bekleidet sind und sich in der Werbung und in den Medien präsentieren. Ich habe auch nichts gegen nackte Frauen im „Playboy“; immerhin war ich dermaleinst viele Jahre lang Werbeleiter des Magazins und habe auch bei einigen Shootings die Regie geführt. Das vorab.

Was ich aber partout nicht leiden kann, das sind Adventskalender der nebenstehenden Art. Auch deshalb nicht, weil ich „Xmas“ für „Christmas“ als unpassend empfinde, denn hier wird Jesus Christ als X bezeichnet. Und X ist nicht nur ein Buchstabe, sondern die römische Ziffer mit dem Dezimalwert 10. Und apropos Adventskalender: „Advent“ ist die Kurzform von  adventus Domini und meint die Ankunft des Herrn. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 11. November 2019

Kastanienallee: Die Milchmädchenrechnung der Stadt

Das stadteigene Grundstück in der Kastanienallee soll verkauft und bebaut werden, und zwar mit Sozialwohnungen. Das ist auch gut so. Doch heute berichtet das 3. Buch Abendblatt, dass man keinen örtlichen Investor gefunden hat, weshalb die Verwaltung das Bauprojekt jetzt europaweit ausschreibt. Und wobei man klaren Menschenverstand mal wieder aus dem Spiel gelassen hat.

Zitat: Abendblatt, Symbodbild: Szene Ahrensburg

Die Zeitung berichtet, dass der Ahrensburger Verein Heimat mit der Baufirma Otto Wulff das Projekt übernehmen wollte. Aber der von der Stadt festgestellte Marktwert von 375 Euro pro Quadratmeter und zusätzliche Kosten für den Lärmschutz ließen sich für den Verein nicht finanzieren.

Ich denke da etwas prakmatischer als Stadt und Politik: Statt dass die Stadt das Angebot an den Ahrensburger (!!!) Verein Heimat korrigiert, damit dieser das Projekt übernehmen kann, durchforstet man nun ganz Europa. Und hat schon festgestellt, dass interessierte Unternehmen lediglich 70 Prozent an öffentlich geförderten Wohnungen erstellen wollen. Und das ist es doch, was man nicht will, weil es 30 Prozent zu wenig sind. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 11. November 2019

Wer den falschen Zug nimmt, kann ewig im Tunnel fahren

Ich sah kürzlich ein City-Light-Poster von Lucky Strike in der Großen Straße. Unter der abgebildeten Zigarettenpackung war zu lesen: „Nehmen. Den falschen Zug. Mit Absicht… #einfachmalmachen#“ – siehe die Abbildung! Was will uns der Hersteller damit sagen?

Ich verstehe die Botschaft wie folgt: Wir sollen nicht mit dem richtigen Zug fahren, sondern den falschen Zug nehmen. Und was ist der falsche Zug? Das ist natürlich ein Zug aus der Zigarette, den wir mit Absicht nehmen sollen. Und weil Rauchen tödlich sein kann, könnte man bei dieser Reklame von einer Aufforderung zum Suizid sprechen. Ergo: Gehen wir lieber zum Bahnhof und nehmen den richtigen Zug!

Fußnote: „Rauchen kann tödlich sein“. Fazit: Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 120.000 Menschen, weil sie den falschen Zug genommen haben. Deshalb ist die Bundesregierung kurz davor, die Werbung für Zigaretten komplett zu verbieten. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 10. November 2019

Newsletter Wirtschaftswerbung mit September-Terminen

Die Stadt Ahrensburg hat auch eine Wirtschaftsförderung, die nicht zu verwechseln ist mit einem Stadtmarketing, das wir nicht haben. Und die Ahrensburger Wirtschaftsförderung gibt einen Newsletter heraus, der AHRENSBURG360° heißt, was meint: In unserer Stadt dreht sich alles im Kreis. Und wer ins Internet geht und auf der Homepage der Wirtschaftsförderung auf das Download für den NEWSLETTER 5/2019 klickt, der müsste eigentlich auf dem aktuellsten Stand sein, denn ein NEWSLETTER 6/2019 wird dort nicht angezeigt.

Der Newsletter öffnet sich. Und schon im Vorwort berichtet Anja Gust, was am 7. September ab 10.00 Uhr in Ahrensburg passiert, also in zehn Monaten. Und genauso am 25. September. Klar, dass der Leser sich über eine so frühe Terminbekanntgabe wundert.

Schaut er dann genauer hin, so erkennt er, dass er den NEWSLETTER 4/2019 geöffnet hat. „Nun“, denkt er, „habe ich mich wohl verklickt.“ Also noch einmal die Maus mit Sorgfalt auf den NEWSLETTER 5/2019 bewegt und draufgeklickt. Und wieder bekommt der Leser das Download NEWSLETTER 4/2019 mit den Informationen aus der Vergangenheit. (Wenn Sie das nicht glauben wollen, dann schauen Sie bitte unten rechts auf die Abbildung!) Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. November 2019

Tausendsassa: Ein fest angestellter Mitarbeiter des NDR in Hamburg betreibt parallel zu seinem Job zwei Stiftungen in Ahrensburg und eine Firma für Veranstaltungen

Aufmerksame Leser von Szene Ahrensburg haben es vielleicht bemerkt, dass ich mein Augenmerk in letzter Zeit verstärkt auf Dr. Michael Eckstein gerichtet habe, den Vorstand der BürgerStiftung Region Ahrensburg, der gleichzeitig auch Betreiber der Stiftung Mensch und Zukunft ist. Im Hauptberuf jedoch ist der Mann angestellt beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) in Hamburg. Hier arbeitet er als IT-Abteilungsleiter und das vermutlich in Vollzeit.

Weiß man beim NDR eigentlich, dass der Angestellte Dr. Eckstein parallel zu seiner Anstellung beim öffentlich-rechtlichen Sender privat auch noch ein Büro und eine Firma in Ahrensburg hat? Dieses Unternehmen heißt Stifter-Service Ahrensburg und ist eine GmbH & Co KG. Das Unternehmen betreibt Dienstleistungen für Stifter, Projektmanagement, Veranstaltungen, Verwaltung, Beratung und muss demzufolge auch auf Gewinnerwirtschaftung angelegt sein, um beim Finanzamt Stormarn nicht als Hobby des Inhabers gesehen zu werden. Und die Adresse dieser Firma ist identisch mit der Adresse der beiden eingangs genannten Stiftungen, wobei natürlich die Frage naheliegt, wer die Miete für dieses Büro An der Reitbahn 1 bezahlt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. November 2019

Eine Frau wird um einen fünfstelligen Geldbetrag betrogen. Und eine Bank hat dabei mitgeholfen.

Auf meinem Abreißkalender steht am heutigen Tage ein Spruch, der zu einem Bericht im 3. Buch Abendblatt passt, welcher überschrieben ist: „’Wunderheilerinnen’ in Glinde“, wobei der Plural nicht korrekt ist. Und der Kalenderspruch dazu lautet: „Wir wissen meist recht genau, was wir tun, aber nicht immer, was wir anrichten.“ (Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger)

Bericht: Hamburger Abendblatt; Zitat: Klages Tagesspruch-Kalender 2019

Der Fall ist schnell erklärt: Eine Betrügerin gab sich als Wunderheilerin aus und hat mit Hilfe einer Helfershelferin eine 65jährige Frau in Glinde reingelegt. Die Frau war zur Bank gegangen, um der angeblichen Wunderheilerin einen fünfstelligen Geldbetrag – also mindestens 10.000 Euro in bar – zu geben, den die Betrügerin in ein „heiliges Handtuch“ gewickelt hat, um die Frau damit von einer Krankheit zu befreien. Erst am nächsten Tag, als die Frau ihr Vermögen wieder zurück zur Bank bringen wollte, stellte die Dame fest, dass ihr Geld nicht mehr in dem Tuch gewesen ist, sondern nur Falschgeld.

Ich kenne die Geschädigte nicht, habe also keine Ahnung, ob sie möglicherweise gar nicht geschäftsfähig ist oder sich bloß naiv und dumm gezeigt hat. Ich weiß aber, dass Trickbetrüger ihr schräges Handwerk verstehen; und wenn ein Mensch im Alter ernsthaft krank ist, dann greift er nicht selten nach jedem Strohhalm. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 8. November 2019

36 weitere Parkplätze in der Innenstadt sollen verschwinden. Werden viele Autofahrer unsere Stadt bald umfahren…?

Im Bau- und Planungsausschuss wurde vorgestern ein Teil des neuen Innenstadtkonzepts für Ahrensburg vorgestellt. Kernpunkt der Präsentation: In der Hamburger Straße sollen Parkplätze für Autos weitgehend verschwinden, damit Radfahrer und Fußgänger sich dort breit machen können. Was bedeutet: Weitere 36 Parkplätze in der Innenstadt sollen wegfallen. Und Ladeninhaber warnen Stadt und Politiker vor den Folgen mangelnder Parkmöglichkeiten in der Ahrensburger Innenstadt.

 INRIX  analysierte die Parkplatzsituation in zehn Städten, wo Kunden wegen potenzieller Parkprobleme ihre Fahrten in die City meiden

In dem Konzept von Stadt- und Verkehrsplaner Stefan Luft (Firma Urbanus, Lübeck) kommt  nicht zum Ausdruck, wie viele Kunden nach Beseitigung der Parkplätze die Ahrensburger Innenstadt umfahren und wie viele Läden schließen werden, wie es in der Hagener Allee nach Bebauung des Parkplatzes Lindenhof ja schon deutlich erkennbar geworden ist. Zu diesem Thema ein Auszug aus einer INRIX-Analyse – wenn Sie bitte auf die Abbildung links klicken wollen!

 An dieser Stelle trotzdem etwas Heiteres, auch wenn Sie wahrscheinlich nicht darüber lachen können. Heute nämlich zitiert die Redaktion vom 3. Buch Abendblatt einen Stadtverordneten mit der Aussage: „Wir werden uns mittelfristig daran gewöhnen müssen, die Innenstadt vom motorisierten Verkehr zu befreien. Ahrensburg wäre nicht die erste Stadt, und in anderen Orten haben die Einzelhändler den Schritt auch überlebt.“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 8. November 2019