Archiv für den Monat: Mai 2018

Unfallgefahr: Der Muschelläufer hat seine Bestimmung verloren und kann nun endlich weg

Der Muschelläufer aka Blaumann ist ein „bespielbares Kunstwerk“. Und vor dem Bespielen – vor allem durch Kinder – warne ich seit Ewigkeiten. Zum einen, weil der TÜV die Kunstofffigur nicht als Spielgerät akzeptiert hat, zum anderen, weil die Stadtverwaltung so rücksichtslos ist, um die Figur herum keinen Gummiteppich zu verlegen, wie das bei anderen Spielgeräten ja auch geschehen ist.


Nun scheint möglicherweise etwas passiert zu sein, denn ganz aktuell wurden auf dem Pflaster vor und hinter der Plastik zwei Warnhinweise angebracht – siehe die Abbildungen!

Damit dürften nun wohl auch die Stimmen der Leute verstummen, die der Kritik am Blaumann so gern entgegnet haben: „Aber die Kinder spielen doch immer so schön darauf herum!“

Nun ist der Muschelläufer kein „bespielbares Kunstwerk“ mehr. Wobei die Kunst an diesem Werk ohnehin nur der Kunst-Stoff ist. Und deshalb kann diese Schießbudenfigur jetzt endlich abgebaut und beim Bauhof eingelagert werden, damit Hersteller Wolke sie sich dort abholen kann.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. Mai 2018

Was will uns der Dichter damit sagen…?

Genauso wie ich, meine lieben Mitbürger, werden auch Sie die Frage aus dem Deutschunterricht Ihrer Schulzeit in Erinnerung haben, die da gelautet hat: „Was will uns der Dichter damit sagen?“ Und wenn Sie heute statt „Dichter“ mal „Politiker“ setzen, dann stellt sich die Frage ständig: Was will uns der Politiker damit sagen…?

aus: MARKT

Genau diese Frage habe ich mir gerade gestellt, nachdem ich gelesen habe, was Peter Egan (WAB) im MARKT geschrieben hat – siehe die Abbildung links! Meine Erkenntnis nach zweimaliger Lektüre: Der WABler sagt hier mit vielen Worten nichts.

Was  seine Fraktion betrifft, so hätte Egan als neuer Vorsitzender folgende Informationen geben können und also lautend: „Wir haben Ihnen zwei Nachrichten zu erzählen, eine gute und eine schlechte. Beginnen wir mit der guten: Hinrich Schmick ist nicht mehr Mitglied der WAB-Fraktion. Und die schlechte Nachricht: Karen Schmick ist immer noch Mitglied der WAB-Fraktion.“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. Mai 2018

Wegwerfgesellschaft: Warum gibt es Bügelverschlüsse an Flaschen, die man nicht zurückgeben kann?!

In meiner Kindheit, als ich für unseren Vater immer drei Flaschen Astra in einer alten Aktentasche von Peemöller in Schmalenbeck holen musste, da gab es das Bier nur in Bürgelflaschen. Und Export-Bier hatte einen Kronkorken. Der besagte Bügelverschluss war dann mit der Zeit total verschwinden, ist heute aber schon lange wieder zu sehen, wurde in den Handel gebracht von der Flensburger Brauerei. Und weil Nostalgie sich gerade bei Bier gut verkauft, sind auch andere Brauereien auf den Bügelverschluss zurückgekommen.

Die geleerten Bierflaschen kann man in den Laden zurückbringen und bekommt sein Pfandgeld dafür zurück. 

Inzwischen gibt es auch andere Getränke, die Tradition suggerieren wollen durch Flaschen mit Bügelverschluss – siehe Abbildung! Das Dumme daran ist nur: Der Handel nimmt diese Flaschen nicht zurück. Was bedeutet: Der Kunde bezahlt nicht nur den Inhalt der Flasche, sondern auch die Flasche selber inklusive Bügelverschluss.

Zuerst denkt man: Solche Flaschen kann man doch im Haushalt immer gebrauchen, sie werden sogar leer vom Handel angeboten. Aber irgendwann hat man genug davon herumstehen und wirft die geleerten in den Glascontainer. Samt Bügelverschluss, den man gekauft und bezahlt hat. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. Mai 2018

Presseschau: Lob und Tadel für das 3. Buch Abendblatt

Die regelmäßigen Leser von Szene Ahrensburg wissen, dass es nicht allzu häufig vorkommt, dass ich auf lesenswerte Beiträge im 3. Buch Abendblatt hinweise. Heute aber steht dort ein Kommentar von Hinnerk Blombach, der sich mit der Stadtverordneten-Versammlung am vergangenen Montag beschäftigt. Hintergrund: So voll war es auf den Zuschauerstühlen schon lange nicht mehr. Die Ursache waren drei Klassen aus dem Eric-Kandel-Gymnasium, die ein Stück unserer Kommunalpolitik live erleben wollten/sollten.

aus: Hamburger Abendblatt

Ich war in der Veranstaltung und kann bestätigen, was Blombach berichtet, nämlich dass das Prozedere keinen guten Eindruck auf die Jugendlichen gemacht haben kann. Das war wirklich „keine Werbung für die Ahrensburger Politik“, schreibt der Redaktionsleiter. Die meisten der Schüler waren darum auch schon aufgestanden und vorzeitig gegangen.

Dabei wurden durchaus wichtige Entscheidungen für die Zukunft gefällt. Und damit komme ich zum Tadel der Stormarn-Redaktion vom HA. Wir lesen, was Janina Dietrich schreibt, nämlich: „Ahrensburg: Politiker beschließen Rathaus-Anbau“. So ein Beschluss wäre aber absoluter Unfug. Und genau deshalb haben die Stadtverordneten auch keinen Rathaus-Anbau beschlossen. Denn das können sie gar nicht beschließen, die Ahrensburger Politiker. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. Mai 2018

Stadtverordneten-Versammlung mit wundersamen Statements

Gestern war die letzte Stadtverordneten-Versammlung in der bisherigen Zusammensetzung ihrer Vertreter. Im nächsten Monat kommen dann die neu besetzten Fraktionen in den Marstall. Und so wurden denn am gestrigen Abend noch rund 30 Punkte durchgezogen, zu denen die Fraktionsvorsitzenden anschließend ihre Statements auf AhrensburgTV von Martin Hoefling abgegeben haben.

Wenn Sie sich bei AhrensburgTV einschalten, dann werden Sie dort Sonderbares vernehmen. Zum Beispiel von Hinrich Schmick, dem Fraktionsvorsitzenden der WAB, der behauptet, dass gestern eine „Grundsatzentscheidung für einen Anbau Rathaus“ gefallen ist. Was natürlich Mumpitz ist, denn ein Gebäude, das unter Denkmalschutz ist – auch wenn es Thomas Bellizzi (FDP) nicht gefällt – kann nicht so ohne weiteres angebaut werden. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. Mai 2018

Nein, ich lasse nicht locker: Wo sind die 500.000 Euro für die Ersatzparkplätze aus dem Lindenhof-Verkauf abgeblieben?

Der Parkplatz Lindenhof ist schon lange zum Bauplatz Blindenhof geworden, weil die Stadt das Gelände verkauft hat. Zum Kaufpreis hat die Verwaltung 500.000 Euro mehr verlangt und bekommen, weil für dieses Geld entsprechend Ersatzparkplätze geschaffen werden sollten, die der Investor sich geweigert hat, auf dem Grundstück zu schaffen. Und nun…?

Bauplatz Blindenhof

Nun wächst der Blindenhof in die Höhe und Breite; und die Autofahrer, die früher dort geparkt haben, stellen ihre Autos in den Wohnstraßen der Innenstadt ab. Oder auf den Parkplätzen von aldi, Lidl, Futterhaus und dm, wo mehr Autos parken als Kunden in den Läden anwesend sind.

Bei der Ahrensburger Musiknacht zum Beispiel konnte man an den Nummernschildern vieler Autos auf dem Lidl-Parkplatz erkennen, dass das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Kunden des Marktes gewesen sind sondern Musiknacht-Gäste bzw. Akteure, der der Parkplatz vom Holzland Wulff kann nicht die Fahrzeuge von 1000 Besuchern aufnehmen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. Mai 2018

Autobahn kaputt, Scheffes strahlen um die Wette!

aus: Hamburger Abendblatt

Auf der A1 in Richtung Süden sind erhebliche Fahrbahnschäden zwischen Bad Oldesloe und Bargteheide aufgetreten, weshalb die Fahrbahnspuren stillgelegt wurden. Darüber informiert das 3. Buch Abendblatt heute in Wort und Bildern – siehe die Abbildung!

Im Foto sehen wir den Chef der Baubahnmeisterei Bad Oldesloe und den Direktor des LBV-SH, die beide so tun, als hätten sie soeben höchstpersönlich die Löcher in der Fahrbahn entdeckt. Und aus ihren Gesichtern ist abzulesen, dass sie sich diebisch darüber freuen. Warum? Vermutlich, weil sie auf diese Weise mal wieder in die Zeitung kommen.

Natürlich hätte man auch die Arbeiter vor Ort mit den Schadstellen knipsen können, aber solche Fotos sind natürlich Chefsache. Und dafür legt der Krawattenträger schon gern mal die Warnweste an und geht beim Shooting in die Knie vor der Fotografin Dorothea Benedikt. Schließlich hat man hier die Verantwortung gegenüber den Autofahrern. Und die kennen die Autobahn zwischen Ahrensburg und Ostsee schon seit Jahren nicht mehr ohne längere Baustellen, auf denen selten Arbeiter zu sehen sind. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. Mai 2018

Anregung für Verwaltung & Politik: Einfach mal über den eigenen Tellerrand hinwegblicken, meine Damen und Herren!

Im Rathaus von Ahrensburg ist es zu eng geworden, denn genauso, wie die Einwohnerzahl der Stadt unaufhörlich gewachsen ist, so mussten analog dazu auch neue Planstellen in der Verwaltung geschaffen werden. Das hätte nicht nur der Bürgermeister voraussehen müssen, sondern auch jeder Politiker, der Entscheidungen trifft für die Stadt. Die Folge der allgemeinen Nichtvoraussehung: Mitarbeiter der Verwaltung müssen seit Monaten in Containern auf der Wiese untergebracht werden, was auf Dauer natürlich eine Zumutung für diese Menschen ist.

Daraufhin wurde der Gedanke in die Diskussion gebracht, dass man doch bitte schön das Rathaus einfach anbauen sollte. Dass dieses so ohne weiteres nicht möglich ist, konnten die Verantwortlichen dann voller Erstaunen auf Szene Ahrensburg lesen, wo ich am 16. Mai 2018 gefragt habe: “Kann man ein Denkmal so ohne weiteres anbauen…?“

Nein, das kann man natürlich nicht, jedenfalls nicht so ohne weiteres. Und deshalb kamen Politiker im Hauptausschuss jetzt auf die tolle Idee, man könne ja einen Antrag in Kiel stellen, um den Denkmalschutz wieder aufzuheben. Klar könnte man das. Man könnte auch den Mond vom Himmel holen, um ihn mal richtig zu putzen. Oder den Denkmalschutz für das Schloss aufheben lassen, um dieses dann als Rathaus in Betrieb zu nehmen! 😉 Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Mai 2018

Sind Sie nur Mittelmaß, lieber Leser? Dann seien Sie doch froh darüber! ;–)

Wer an der Spitze steht, muss diesen seinen Spitzenplatz ständig verteidigen – sei es im Sport, in der Politik oder im gewöhnlichen Alltagsleben. Und wer am Schluss kommt, der hat ständig zu kämpfen, weil den Letzten bekanntlich die Hunde beißen.

Zu dieser Thematik hat Hans Reimann (1889–1969) ein Gedicht verfasst, das eine Fabel ist. Und hier werden drei Stachelschweine beschrieben – siehe unten!

Apropos Stachelschwein: Dieses war der Name einer Zeitschrift, die der Schriftsteller und Kabarettist Hans Reimann im Jahre 1924 gegründet und als Chefredakteur bis 1929 herausgegeben hat. Große Autoren jener Zeit schrieben in „Das Stachelschwein“, u. a. erstmals Erich Kästner, der von Hans Reimann als Autor entdeckt worden war.

Übrigens: Nach der Zeitschrift „Das Stachelschwein“ wurde später das berühmte Berliner Kabarett „Die Stachelschweine“ benannt.

Aber nun zu dem eingangs erwähnten Gedicht: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. Mai 2018

AWO: Ladenschließung in der Manhagener Allee, Büroeröffnung in staatlicher Schule

Kürzlich hatte ich in einem Blog-Eintrag darüber berichtet, dass die AWO mit ihrem Betrieb „SOS Camera“ von der Manhagener Allee umzieht in die Manfred-Samusch-Straße Nr. 1. Die Sachlage sieht inzwischen anders aus: Der AWO-Laden in der Manhagener Allee ist zwar tatsächlich geschlossen, aber die AWO hat sich von ihrem Geschäftszweig „SOS Camera“ und „Repair-Café“ offenbar getrennt. Der Laden in der Manfred-Samusch-Straße wird seit dem 1. Mai 2018 geführt von Said Kembouche. Und an der Tür steht: „Phonosophie“, an der Schaufensterscheibe liest man: „www.SOScamera.de“.

Manhagener Allee

Bemerkenswert finde ich, dass die AWO jetzt ein Büro im Neubau der Grundschule Am Reesenbüttel hat. Und im Schulgebäude ist die AWO-Kita untergebracht, die dort nach Schulschluss die Räume belegt.

Bemerkenswert finde ich diesen Zustand deshalb, weil damit ein Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege, der mit rund 145.000 hauptamtlichen Mitarbeitern einer der großen Arbeitgeber in Deutschland ist, einen Geschäftsbetrieb in eine staatliche Schule verlegen kann.  Das wäre in etwa vergleichbar, würde man im Rathaus nach Dienstschluss der Mitarbeiter die Räume für kommerzielle Musikveranstaltungen zur Verfügung stellen, wie das in Vergangenheit ja tatsächlich schon mal passiert ist und beendet wurde, nachdem ich über solches No-Go geschrieben hatte. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. Mai 2018