Archiv für den Monat: November 2023

Stadtverordnete entscheiden über Millionen Euro wie aus dem Füllhorn. Und dann fehlen plötzlich 85.000 Euro für Schulen!

Vorab bemerkt: Wenn ich mich ärgern will, dann stelle ich mich am Abend vor den U-Bahnhof Ahrensburg-West. Dort sehe ich dann, wie ein großer Wagen mit Chauffeur vor dem Eingang parkt. Nein, ich meine keinen Bus mit Fahrer, sondern ich meine hvv hop. Und gestern Abend sah ich es wieder: Die U-Bahn fährt ein, ein junger Mann kommt aus dem Bahnhof, geht beschwingt auf das parkende Auto und lässt sich nach Hause kutschieren. Für 1 Euro. Und die Kosten für diesen Schnorrer übernimmt der Steuerzahler: insgesamt 1,26 Millionen Euro.

Und damit komme ich zum eigentlichen Thema: Heute berichtet die Stormarn-Redaktion vom Abendblatt: “Schulleiter warnt: Ahrensburg will Digital-Mittel streichen”. Die Zeitung schreibt: “Die Verwaltung möchte den Schulen deshalb einen Teil der Digital-Mittel streichen. Die vier weiterführenden Bildungseinrichtungen haben 180.000 Euro beantragt, um 2024 jeweils einen Jahrgang mit digitalen Endgeräten auszustatten. Die Verwaltung hat den Ansatz auf 95.000 Euro fast halbiert.”

Und noch ein Zitat: „’Für die Stadt ergibt sich eine erhebliche, dauerhafte finanzielle Belastung’, sagt Tanja Eicher, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Familie und Kultur. ‘Die angeschafften Geräte müssen nicht nur regelmäßig gewartet, sondern auch nach einigen Jahren ersetzt werden.’ Tablet-PCs seien nicht nur in der Anschaffung teurer, sondern hätten auch eine deutlich kürzere Lebensdauer als Bücher.” Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. November 2023

Lokaljournalismus im Zeitalter von Social Media: Non audiatur et altera pars!

Leser der Lübecker Nachrichten werden sich heute gewundert haben, als sie im Stormarn-Teil des Blattes die Überschrift gelesen haben: “Fotografieren nur mit Erlaubnis”. Und weil sie in ihrer Verwunderung wissen wollten, wo denn im Kreise Stormarn ein Fotografieren nur mit wessen Erlaubnis möglich ist, da lasen sie die Unterzeile und also lautend: “In Ahrensburg besteht Foto-Verbot – Das hat der Bürgervorsteher jetzt klargestellt und juristische Begründung.” Hä…?

Der unbefangene Leser denkt: Darf ich in Ahrensburg jetzt nicht mehr das Schloss fotografieren oder die Gottesbuden beiderseits der Schlosskirche oder vielleicht die Abfallcontainer auf dem Rondeel…?

Doch, liebe Leute, all das dürfen Sie auch weiterhin fotografieren. Bettina Albrod, die Schreiberin des Artikels, erklärt im Kleingedruckten, dass wir nur noch in der Ahrensburger Stadtverordneten-Versammlung fotografieren dürfen, wenn der Bürgervorsteher es erlaubt.

Hintergrund: Bettina Albrod war in der Stadtverordneten-Versammlung am vergangenen Montag in der Reithalle vom Marstall. Und in ihrem heutigen Beitrag in der Zeitung ist kein Foto von dieser öffentlichen Veranstaltung abgedruckt. Weil die Besucherin vermutlich dem Bürgervorsteher Benjamin Stukenberg geglaubt hat, dass sie dort nicht mehr fotografieren darf. *lol* Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. November 2023

Die Ministerin aus Kiel und der Pate aus Ahrensburg: Aminata Touré & Michael Eckstein – ein Paar wie Zweifel & Haft

“Passt wie Arsch auf Eimer”, spricht es der Volksmund drastisch aus. Und damit komme ich auf zwei Personen zu sprechen, die in der Öffentlichkeit stehen und zusammenpassen wie – siehe Eingangssatz! Es sind dieses Aminata Touré, Grüne Ministerin in der Landesregierung von Schleswig-Holstein für Soziales, Jugend, Familie, Senioren (!), Integration und Gleichstellung; und  Michael Eckstein, der Pate von Ahrensburg mit seinem dubiosen Ukraine-Spendenfonds im Rahmen der BürgerStiftung Region Ahrensburg.

Und nun verkündet Eckstein auf seinem privaten Werbeportal, welches er sich hat finanzieren lassen von der BürgerStiftung Region Ahrensburg, dass Aminata Touré nach Bargteheide kommt, um dort PR zu machen für Eckstein, nachdem sie zuvor schon Reklame im Boxclub eines mutmaßlichen Neonazis gemacht hat – wenn Sie bitte mal einen Blick auf das abgebildete Sündenregister der Ministerin werfen wollen!

Eckstein & Co. haben fünf potentielle “Preisträger” nominiert. Ehrenwerte Menschen und Organisationen, die sich für die Menschen aus der Ukraine eingesetzt haben. Aber: Hat die BürgerStiftung Region Ahrensburg diese Nominierten vielleicht aus dem Ukraine-Spendenfonds unterstützt oder will das endlich tun? Tatsache: Unterstützt hat Eckstein mit dem Spendengeld der Bürger jedenfalls laut eigener Angabe die Volkshochsschule in Großhansdorf. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. November 2023

Lachnummer: Die Stadt Ahrensburg verzichtet auf Einnahmen für das Stadtfest, die sie ohne das Stadtfest garnicht gehabt hätte!

Die positive Meldung aus dem 3. Buch Abendblatt von heute: “Ahrensburg feiert auch im kommenden Jahr ein Stadtfest”. Dazu beigetragen haben alle Einwohner der Stadt, die in Ahrensburg brav ihre Steuern zahlen, denn davon geht ein Zuschuss an die Agentur E wie Event, die das Stadtfest ausrichten wird.

Und damit komme ich zur Lachnummer: Die Stadt hat beim Stadtfest einen “Verzicht auf Sondernutzungsgebühren für die öffentlichen Flächen beschlossen.” Das ist vergleichbar mit: Bei einem Feuer in der Innenstadt verzichtet die Stadt auf die Parkgebühren für die Löschfahrzeuge der Feuerwehr! Und auch die Einsatzfahrzeuge der Polizei dürfen kostenlos parken.

Und das Lachen geht weiter: Nachdem der Citymanager in diesem Jahr außer Wassernäpfen für Hunde so gut wie garnichts auf die Reihe gekriegt hat, erklärt die Verwaltung schon jetzt, dass der Citymanager auch im nächsten Jahr so gut wie garnichts auf die Reihe kriegen wird, weshalb sein Budget in 2024 für das Stadtfest verwendet werden könnte – wenn das Stadtforum einen Antrag dafür stellen würde – siehe die Abbildung oben! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. November 2023

Was hätte wohl Johann Wolfgang von Goethe gesagt zur “rechtlichen Prüfung zur Fertigung von Lichtaufnahmen während der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung” ?

In meinem Blog-Eintrag vom 15. November 2023 habe ich mich ausführlich geäußert über die “Rechtliche Prüfung zur Fertigung von Lichtaufnahmen während der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung” durch die Stadt Ahrensburg “gez. Reuter”. Und gestern Abend hat Bürgervorsteher Benjamin Stukenberg (Grüne) in der Stadtverordnetenversammlung das zweiseitige Schriftstück allen Anwesenden vorgelesen, allerdings ohne zu verraten, welcher Jurist Winkeladvokat für diese “rechtliche Prüfung” verantwortlich zeichnet.

Goethe-Symbolbild von Paul Wunderlich: “In der Campagna”

Ich bleibe bei meiner Meinung über das Schriftstück aus dem Rathaus. Und ich schließe mich dabei auch noch der Meinung von Johann Wolfgang von Goethe an, der geschrieben hat: „Getretener Quark wird breit, nicht stark.“

Bürgervorsteher Stukenberg argumentiert, dass die Ahrensburger Politiker ehrenamtlich tätig sind, weshalb er sie vor den Kameras von Presseleuten schützen muss. Er vergisst dabei aber, dass die Stadtverordneten allesamt Personen des Öffentlichen Lebens sind, die für die Stadt Ahrensburg ständig Entscheidungen treffen, die Millionen und Abermillionen Euro aus Steuergeld beinhalten. Ob die Damen und Herren diese Arbeit hauptberuflich oder ehrenamtlich tun, spielt dabei überhaupt keine Rolle.

Notabene: Personen des Öffentlichen Lebens sind Personen mit einem besonderen Bekanntheitsgrad. Durch die Einstufung als Person des Öffentlichen Lebens wird das Recht auf Privatsphäre, das Recht am eigenen Bild und die Zulässigkeit von Äußerungen in Berichterstattungen deutlich geändert. Meine Frage: Wenn die Politiker am Mikrofon in einer Versammlung der Stadtverordneten stehen, sollen die Redaktionen dann einen Pressezeichner dort hinschicken statt einen Fotografen, damit die Leser sich aus der Berichterstattung ein Bild der betreffenden Person machen können? Oder vielleicht einen Karikaturisten…?! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. November 2023

BIOBABA parkt nicht mehr in der Friedrich-Hebbel-Straße!

Am 6. November 2023 habe ich eine E-Mail an die Verwaltung der Stadt Ahrensburg geschrieben, und zwar an Arno Land, Fachdienst  II.3 – Verkehrsaufsicht. Der Text: “Sehr geehrter Herr Land, auf dem Parkplatz Friedrich-Hebbel-Straße parkt seit über einem Jahrzehnt an derselben Stelle bei Tag und Nacht und von Januar bis Dezember ein Firmenfahrzeug mit der Aufschrift „BIOBABA“. Aus dem beigefügten Foto können Sie erkennen, dass das Fahrzeug auf den Bürgersteig ragt und genauso über die Grünfläche. Wenn eine Hecke in Ahrensburg auch nur 2 cm auf den Bürgersteig ragt, dann kommen die Kontrolleure der Stadt und mahnen die Hauseigentümer ab. Meine Frage: Warum wird die Halterin des betreffenden Fahrzeugs nicht von Ihnen abgemahnt? Vielleicht weil sie Mieterin der Stadt ist und von Ihnen eine Sondererlaubnis für das Parken in der Friedrich-Hebbel-Straße hat? Und wenn Sie diese Sondererlaubnis erteilt haben, dann bitte ich um eine amtliche Auskunft, mit welcher Begründung Sie das getan haben. Mit der Bitte um eine zeitnahe Antwort verbleibe ich mit freundlichem Gruß Harald Dzubilla.

Schon zwei Tage später erhielt ich aus dem Rathaus die folgende Antwort:  “Sehr geehrter Herr Dzubilla, vielen Dank für Ihren Hinweis mit dem Dauerparker. Ich habe ihn an meine Kollegen/innen vom Aussendienst weitergeleitet. Einen Mietvertrag oder Sondernutzung zum Parken in der Friedrich-Hebbel-Straße gibt es seitens der Stadt Ahrensburg nicht. Mit freundlichen Grüßen im Auftrag Arno Land”

Heute war ich in der Friedrich-Hebbel-Straße. Und was habe ich dort auf dem Parkplatz mit eigenen Augen gesehen? Sie werden es nicht für möglich halten: “BIOBABA” war verschwunden. Und zum Beweis habe ich ein Foto geschossen.  Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. November 2023

Weihnachten auf dem Rondeel in der Stadt Ahrensburg

Das Rondeel ist ein historischer Platz in der City von Ahrensburg und der Mittelpunkt der Stadt. Und was tut die Stadtverwaltung, um eben diesen Platz so attraktiv wie möglich zu machen? Meine Antwort: nix. Da dürfen Cafés und ein Schnellimbiss im Frühling ihr Gestühl und die Tische aufbauen, was die Bürger auf dem Rondeel verweilen lässt, aber optisch wirkt auch das nicht gerade attraktiv, weil es irgendwie nach Kraut und Rüben ausschaut.

Schlimmer noch: Verwaltung und Politik haben beschlossen, dass über das Rondeel eine Veloschnellroute gelegt wurde, sodass rasende Radler die Fußgänger belästigen dürfen. Echt supi. Und dazu passt das optische Highlight: Mitten auf dem Platz stehen zwei Abfallcontainer – siehe die Abbildung links!

Die Dinger wurden dort vor Jahren abgestellt, weil der Blaumann, der früher mal an dieser Stelle gestanden hat, ein Loch im Pflaster hinterlassen hat. Aber anstatt dass die Stadt dieses Loch schließt, stellte man die Abfallcontainer mit Warnstreifen dort hin. Und die stehen seitdem dort, und keine Sau interessiert dieser hässliche Anblick auf dem historischen Platz – siehe Foto links! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. November 2023

Morgen ist Stadtverordneten-Versammlung. Und wer schützt uns Bürger vor ehrenamtlichen Politikern?

Die Lübecker Nachrichten fragen: “Ahrensburg: Kommt das Fotoverbot bei politischen Sitzungen?” Was bedeutet: Die Redaktion sieht es genauso wie ich: Es gibt in Ahrensburg kein Fotoverbot bei politischen Sitzungen. Und die Redaktion ergänzt im Konjunktiv: “Keine Fotos mehr: In Ahrensburg könnte das Fotografieren in öffentlichen Sitzungen künftig verboten sein. Dadurch sollen ehrenamtliche Politiker geschützt werden.”

Hierzu fällt mir folgende Metapher ein: Keine Fotos mehr bei karnevalistischen Prunksitzungen. Dadurch sollen die ehrenamtlichen Narren geschützt werden – siehe Symbolbild links!

Ich halte fest: Ehrenamtliche Politiker (Stadtverordnete) sind Personen des öffentlichen Lebens. Sie entscheiden in Ahrensburg über Millionen und Abermillionen Euro, ohne dass sie dafür eine persönliche Verantwortung übernehmen müssen. Und niemand hat die Damen und Herren mit Gewalt gezwungen, sich politisch zu betätigen und ihre Köpfe auf Wahlplakaten in der ganzen Stadt aufhängen zu lassen. Und keine dieser Personen steht für sich allein, sie gehören alle einer Partei oder einer Wählergemeinschaft an. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. November 2023

Wollen Sie Ihre Angehörigen in Ihrem Testament vielleicht bestrafen? Fachanwalt Stefan Dehns gibt Tipps!

Nachdem die BürgerStiftung Region Ahrensburg hierorts die Bürger darauf hingewiesen hat, dass sie bei der Abfassung ihres Testaments auch eine “gemeinnützige Organisation” bedenken könnten, so erfahren MARKT-Leser an diesem Wochenende, dass “der Fachanwalt Stefan Dehns” nun in Bargteheide als Testamentsberater auftritt. Und am Ende des Artikels ist zu erfahren: “Die Teilnahme ist kostenloos. Anmeldungen sind auf der Internetseite www.buergerstiftung.ahrensburg.de möglich”. Was aber nur die halbe Wahrheit ist.

Richtig ist: Dr. Michael Eckstein weist auf dem Werbeportal seiner kommerziellen Firma Stifter-Service Ahrensburg GmbH & Co. KG ausdrücklich daraufhin: “Die Teilnahme ist nach bestätigter Anmeldung kostenlos.” Außerdem: “Spenden sind erbeten – für wen oder was diese Spenden auch immer sein mögen. Und ob es sich dabei um Geldspenden handeln muss, oder ob auch Sachspenden möglich sind wie zum Beispiel ein Apfel oder eine Banane, das geht aus der Ansage von Spenden-Doc Eckstein nicht hervor – siehe auch das nachstehende Symbolbild mit dem Titel: “Der Testamentsvollstrecker als Spendensammler”!  Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. November 2023

Glosse am Samstag: Ist Türkischer Honig, der in Deutschland hergestellt wird, kein echter deutscher Honig?

Bei REWE habe ich einen “Blütenhonig” gekauft, der nicht nur eine “Spitzenqualität vom Imker” ist, sondern dieser Blütenhonig ist zugleich auch “ECHTER DEUTSCHER HONIG”. Und so frage sich der Konsument: Was will uns der Hersteller mit diesem seinem Etikett-Aufdruck sagen?

Ich lese daraus ab: Ein Honig, der nicht aus Blüten stammt, ist auch kein Blütenhonig. Und wenn es “ECHTER DEUTSCHER HONIG” ist, dann muss der Verbraucher davon ausgehen, dass auch falscher deutscher Honig im Handel zu finden ist. Was in einem solchen Fall bedeuten würde: Weder die Bienen, die diesen Honig produziert haben, sind deutsch noch sind es die Blüten!

Aaaber: Woher weiß ich eigentlich, ob die Bienen, die den deutschen Honig produziert haben, tatsächlich deutsche Bienen sind? Möglicherweise hat sich dort auch eine weit entfernte Artgenossin von der Biene Maja eingeschlichen, die über eine nahe Grenze aus dem benachbarten Ausland herbeigeflogen kam? Kann man dann immer noch genauso von “echtem deutschen Honig” sprechen wie von echten “Deutschländer”-Würstchen…?

Ich achte natürlich bei Honig genauso wie beim Kauf von Bananen darauf, dass beide Produkte echt deutschen Ursprungs sind. Türkischer Honig beispielsweise kommt bei mir nicht auf die Stulle. Und bei Bananen, die bei uns im Handel sind, weiß der aufgeklärte Konsument natürlich, dass sie in Deutschland gereift sind und nicht in Alaska. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. November 2023