Oh Wunder: Der neue Seniorenbeirat von Ahrensburg ist plötzlich wieder der alte!

Die Damen und Herren auf dem nebenstehenden Foto auf der Homepage von Ahrensburg sind angeblich der neue Seniorenbeirat von Ahrensburg, der sich dort zusammen mit dem Bürgervorsteher vorgestellt hat. Und der Seniorenbeirat hat gerade eine „Informationsbroschüre (nicht nur) für Senioren“ erstellt. Wie gesagt: „nicht nur“. Und wenn Sie wissen wollen, was mit „nicht nur“ gemeint ist, so ergänze ich: „Informationsbroschüre nicht nur für Senioren, sondern auch für die blaue Tonne“.

Zur Erläuterung: Bei der besagten Informationsbroschüre handelt es sich laut Impressum um die „4. Auflage, Ausgabe 2017/2018“. Und dort stellt sich der Seniorenbeirat auf der Seite 3 vor… Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. März 2017

Wahlwerbung auf der Homepage der Stadt Ahrensburg – geht das?

Die Eingangsfrage ist schnell beantwortet, wenn Sie sich die Abbildung anschauen: Es geht. Wir sehen einen Werbeflyer der SPD mit dem Hinweis, dass der SPD-Kandidat Torten A. nach Ahrensburg kommt, um in unserer Stadt eine Wahlrede zu halten darüber, was in Schleswig-Holstein alles schlecht läuft, und dass natürlich die CDU daran Schuld trägt, wenn ich das mal ironisch festhalten darf.

Ich kenne mich in den Paragraphen vom Kommunalrecht nicht aus, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass der Bürgermeister auf unserer Stadtpage munter Werbung machen darf für seinen Parteigenossen aus Kiel. Und wenn das legal ist, dann ist mir das egal, ich find’s trotzdem unmöglich.

Wer mehr dazu sagen kann, darf gern einen Kommentar abgeben.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. März 2017

Ein kurzes Wort zum Sonntag

Das Hamburger Abendblatt druckt an diesem Wochenende den Text einer Predigt von Bischöfin Kirsten Fehrs. In der Überschrift wird sie zitiert mit dem Ausspruch: „Ohne Wahrheit werden wir irre“. Ein Wort, das ich nur bestätigen kann. Und weshalb ich auch versuche, immer die Wahrheit zu verbreiten, sofern ich sie selber kenne.

aus: Hamburger Abendblatt

Das Wort der Bischöfin bestätigen werden auch die Opfer des kirchlichen Missbrauchsskandals in Ahrensburg, der inzwischen schon fast in Vergessenheit geraten ist. Und wenn ich über den Satz „Ohne Wahrheit werden wir irre“ nachdenke, dann fällt mir dazu ein: Wahrheit ist Wissen. Der Glaube allein ist nicht Wissen. Darum meine Frage: Hilft der Glaube uns dabei, nicht irre zu werden…?

In der Unterzeile zur Überschrift lesen wir: „Bischöfin Kirsten Fehrs warnt vor Vernebelung von Fakten und falscher hanseatischer Zurückhaltung“. Eine Warnung, die man hoffentlich auch in einer der Lokalredaktionen vom Hamburger Abendblatt vernehmen wird, wo Nebel über den Fakten und falsche Zurückhaltung an der Tagesordnung sind!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. März 2017

Warum ich auf einen Ahrensburger richtig neidisch bin :-(

Soeben erhielt ich per E-Mail ein Angebot vom Kunsthaus ARTES. Ich gebe es Ihnen an dieser Stelle deshalb zur Kenntnis, weil es sich um ein Werk von Jonathan Meese handelt, der bekanntlich nicht nur aus Tokyo stammt, sondern auch aus Ahrensburg.

Das Bild besteht aus einem Foto. Auf dieses Foto hat Jonathan Meese im Jahre 2013 drei Farbtuben ausgedrückt. Als die Acrylfarben getrocknet waren, gab JM dem Produkt den Namen: „Claudia (Rosa)“. Und er stellte es in eine Serie, welche er nannte: „Shake – beer de Scarlettoz, VOOMARSHMEÉ“ – siehe die Abbildung!

ARTES möchte das Bild nun verkaufen. Für 5.500,00 EUR. Es ist „sofort lieferbar“.

Warum ich Ihnen davon berichte? Ganz einfach: Neid! Aus mir spricht der gelbe Neid, weil Menschen, die einfach besser sind als ich, Gold aus Stroh spinnen.

Das Einzige, was mich tröstet: Wenn Meese wirklich das Geld wert wäre, dann wäre dieses Bild längst verkauft. 😉

Ich habe ARTES geantwortet: „Falls Sie das Bild nicht verkaufen, und bevor Sie es dann entsorgen, würde ich gern den Rahmen für 20 EUR erwerben!“

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. März 2017

Blues and Boogie Night statt Ahrensburger Musiknacht

Wollen Sie wissen, warum ich keine Ahrensburger Musiknacht brauche…? Ganz einfach: Wenn ich in ein Konzert gehe, dann gehe ich allein wegen eines Künstlers bzw. einer Band dort hin . Und ich freue mich, wenn ich dazu noch ein gutes Vorprogramm bekomme und den Abend entspannt genießen kann. 

Wenn aber in 18 (!) Locations 27 (!) Konzerte mehr oder weniger gleichzeitig (!) die Musik spielt, dann renne ich doch nicht wie ein Bekloppter von einer Spielstätte zur nächsten, um die Töne minutenweise als Klangfetzen zu konsumieren, weil ich schon wieder zum nächsten Ort rennen muss aus Angst, ich könnte dort was verpassen. Das ist eine Beleidigung der Musiker. Und wenn ich dabei auch noch stehen muss, dann bleibe ich lieber daheim und lege eine CD ein. Oder ich gehe in Ahrensburg zur Blues and Boogie Night!

Boogie-King Guy Weber live im Casa Rossa

Ich liebe Boogie-Woogie. Und gestern Abend war Blues and Boogie Night im Casa Rossa. Am Piano: Guy Weber. Den habe ich zum ersten Mal gehört im August 2011 – ebenfalls im Casa Rossa bei der „Sterne-für-Ahrensburg“-Veranstaltung vom Stadtforum. Damals  war Guy Weber dort nur zu Gast und griff dabei ein bisschen in die Tasten an der Seite von Gottfried Böttger. Auf Szene Ahrensburg schrieb ich damals: „Toll, dass es im traditionellen Jazz so begabten Nachwuchs gibt!“

Und gestern erlebte ich Guy Weber wieder im Casa Rossa und kann Ihnen berichten: Der Mann ist inzwischen etabliert, spielt in der gleichen Liga wie die Ahrensburger Boogie-Woogie-Titanen Gottfried Böttger und Axel Zwingenberger. Drei Stunden wundervolle Musik, mit der Weber u. a. auch an den unsterblichen Chuck Berry erinnerte, der leider gerade von uns gegangen ist. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. März 2017

Warnung vor dubiosen Haussammlungen!

Immer wieder landen in unseren Briefkästen irgendwelche Flyer, mit denen zu Sachspenden aufgefordert wird. „Große Schuhe-, Kleidung- & Geschirr-Sammlung“ lesen wir dort. Und dazu der Köder: „Auch mit Unterstützung für den Verein Kinder-Kranken-Hife e. V“ und: „gewerbliche Sammlung“ – siehe die nebenstehende Abbildung!

Wenn Sie so einen Zettel in Ihrem Briefkasten gefunden haben: wegwerfen! Und wenn Sie sehen, dass einer Ihrer Nachbarn am Abholtag etwas rausgestellt hat: Sprechen Sie ihn an, dass er damit kein gutes Werk tut, wie er vielleicht meinen könnte. Und das Unternehmen hört erst dann auf, wenn niemand mehr etwas an die Straße stellt.

Diese Sammlung dient keinem guten Zweck; und falls doch, dann ist es nur ein Bruchteil des Wertes. Mehr darüber finden Sie in einem Bericht der Fuldaer Zeitung. Es gibt also keinen erkennbaren Grund, diese Schnorrer, die auf Mitleidbasis akquirieren, auch nur mit einer ausrangierten alten Unterhose zu unterstützen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. März 2017

Was hat EDEKA mit dem Hamburger Abendblatt gemeinsam? Antwort: gar nichts.

Stellen Sie sich vor, liebe Leser, die Handelskette EDEKA würde folgende Aktion machen: Es hängt ein Plakat im Supermarkt aus mit dem Aufruf an EDEKA-Kunden: „Helfen Sie unseren Kindern: Werden Sie Essen-Pate“. Dazu die Erklärung: „Ihre persönliche Spendenaktion für Familien, Alleinerziehende und Kinder in Ihrer Nachbarschaft“. Und auf die danach gestellte Frage: „Wie wird gespendet?“ kommt die Antwort: „Sie spenden Lebensmittel von EDEKA für ein Jahr im Wert von € 526,80.“

aus: Hamburger Abendblatt

Im weiteren Text der Anzeige wird gefragt: „Was haben die Empfänger davon?“ Die Antwort: „täglich eine gesunde Nahrungsquelle, gestärkte Körperkräfte, mehr Chancen für ihr weiteres Leben“.

Auf die Frage: „Wer kann spenden?“ erfolgt die Antwort: „Einzelpersonen, Familien, Stiftungen, Ungernehmen – Jeder, der junge Menschen fördern will.“

Danach dann die Frage: „Was haben die Spender davon?“ Hierzu die Antwort: „gesellschaftlicher Beitrag mit Vorbildfunktion, aktive Integration von Kindern aller Kulturkreise, mehr Perspektive für den Nachwuchs in Ihrer Region“. Am Ende dann der Text: „Essen-Paten – Lieblings-Aktion EDEKA“. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. März 2017

Das Haupt-Gesprächsthema des Tages im gesamten Kreis Stormarn: Schlaglöcher in der Gemeinde Pölitz

Der Aufmacher auf der Titelseite einer Lokalzeitung ist im Allgemeinen das Thema, über das alle Leser sprechen. Im Allgemeinen, wie gesagt. Im Besonderen ist das nicht immer der Fall. Zum Beispiel heute nicht beim Aufmacher vom 3. Buch Abendblatt, wo wir eine Straße mit Schlaglöchern erkennen mit der Schlagzeile: „Das ist eine Landstraße – hier dürf(t)en Sie 100 fahren“ – siehe die Abbildung!

aus: Hamburger Abenblatt

Und was denken wir auf den ersten Blick? Wir denken: Gott sei Dank, dass man dort keine 100 fahren kann! Denn schon an der nächsten Kurve könnte das zu einer Katastophe führen. Insofern ist es gut, dass die Geschwindigkeit auf dieser Landstraße durch Schlaglöcher begrenzt wird.

(Notabene: Auf anderen Straßen stehen zur Geschwindigkeitsbegrenzung diverse Pflanzenkübel. Oder parkende Autos wie z. B. in der Straße Wulfsdorfer Weg mit Verlängerung in die Fritz-Reuter-Straße, wo die Autofahrt zum Stopp&Go führt.)

Wer dann das Kleingedruckte liest, der erfährt: Die abgebildete Straße befindet sich in – Pölitz! Ich kann mich nicht erinnern, jemals in diesem Ort gewesen zu sein. Doch die Gemeinde ist heute der Aufmacher vom 3. Buch Abendblatt, also das Gesprächsthema im gesamten Kreis Stormarn. Und beim Anblick dieses Bildes sagen wir Ahrensburger uns: Toll, dass wir so gute Straßen in unserer Stadt haben! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. März 2017

Unsaubere Werbewäsche: Wer Persil bei Metro kauft statt Ariel, der macht sich schuldig am Tod von Kindern

Werbung dient dazu, den Konsumenten zu beeinflussen, damit dieser eine bestimmte Ware kaufen soll. Die werbliche Ansprache an die Rezipienten kann dabei mit unterschiedlicher Stärke erfolgen, vom Soft- bis hin zum Hardselling. Und dann gibt es die gefühlsbetonte Werbung. Das ist ein emotionsgeladener Kaufappell, die sogenannte Suggestivwerbung. Grundsätzlich ist gefühlsbetonte Werbung nicht wettbewerbswidrig.

„Die Grenze zur Wettbewerbswidrigkeit ist dann überschritten, wenn in der Werbung ohne sachliche Bezugnahme auf die angebotene Ware oder Leistung, ihre Eigenschaften, Qualität, Preiswürdigkeit oder sonstige Besonderheiten zielbewusst bei dem Umworbenen Mitleid erregt wird, um dieses Gefühl im eigenen wirtschaftlichen Interesse als entscheidendes Kaufmotiv auszunutzen.“ (Wirtschaftslexikon24.com) 

Und damit komme ich zum Casus Belli meines Beitrages, nämlich zur Reklame von Procter & Gamble, die hier vom Großmarkt METRO verbreitet wird. Wir lesen, was dort der „Top-Hit“ ist, und zwar: „Ariel oder Pampers kaufen und Leben retten!“. Was meint: „Kaufe Produkte der Marken Ariel oder Pampers und spende 1 Tag sauberes Trinkwasser!“

Genauer: „1 Packung = 1 Tag sauberes Trinkwasser“. Was in der Fußnote wie folgt erklärt wird: „Mit jedem Kauf von Produkten der Marken Ariel oder Pampers bei METRO im Aktionszeitraum (16. – 22. März 2017) spendet P&G 1 Tag sauberes Trinkwasser (entspricht 2 Liter mit Gegenwert $ 0,02) an den Children’s Safe Drinking Water Fund.“

Was bedeutet: Wenn der METRO-Kunde eine Packung Ariel Vollwaschmittel für € 16,79 kauft, dann bekommt ein Kind davon ganze $ 0,02 Wassergeld. Und im Bilde sehen wir ein glückliches Kind aus Afrika mit einem Plastikbecher in der Hand, bedruckt mit „P&G“ –*kotz!*.

Und jeder METRO-Kunde, der auf dieses unmoralische Angebot nicht eingeht, sondern ein anderes Waschmittel und keine Pampers kauft, der muss sich sagen lassen, dass er kein Leben gerettet hat, was bedeutet: Ein Kind musste seinetwegen sterben. Geht es eigentlich noch perfider?!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. März 2017

Blicke ins 3. Buch Abendblatt und in den MARKT

aus: HA

Am 9. März 2017 – also vor zwei Wochen – konnten Sie auf Szene Ahrensburg lesen, dass die neue App der Stadt den Namen „Ahrenburg2go“ tragen soll. Und heute – also 14 (vierzehn) Tage danach – hat man man diese Botschaft auch in der Stormarn-Redaktion vom 3. Buch Abendblatt vernommen und verkündet sie heute im Blatt – siehe die nebenstehende Abbildung!

Positiv dagegen ist mir der Kommentar von Thomas Bellizzi (FDP) im MARKT aufgefallen, wo der Ahrensburger Stadtverordnete meine Kritik an der Sparkasse Holstein verlängert, die ich hier auf Szene Ahrensburg am 3. März 2017 geäußert habe.

Dieser Beitrag von Bellizzi in der Rubrik „Politiker und Parteien haben das Wort“ ist für mich ein echter Pluspunkt in dieser Kolumne, wo Politiker sich sonst nur selbst beweihräuchern. Diesmal nimmt ein Stadtverordneter hier kein Blatt vor den Mund, sondern spricht Klartext über die Unart der Sparkasse Holstein. (Man stelle sich mal vor, Tobias Koch (CDU) hätte den Mut gehabt, sich derart zu äußern – unvorstellbar!) Und deshalb empfehle ich Ihnen die Lektüre der Bellizzi-Kolumne, liebe Mitbürger/innen!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. März 2017