Marstall Ahrensburg: Stadtverordneten-Versammlung mit „den Stadtverordneten Lutz Wendler“

Am vergangenen Montag haben sie nach langer Sommerpause wieder einmal getagt, unsere Damen und Herren Stadtverordneten. Von den 31 Mitgliedern der Stadtverordneten-Versammlung waren allerdings nur 24 präsent, was bedeutet: 20% aller Stadtvertreter haben geglänzt, und zwar durch Abwesenheit. Genauso wie ich.

Ich empfehle Ihnen, mal auf ahrensburgTV zu schalten und sich dort den ersten Wortbeitrag anzuhören. Er stammt von Thomas Bellizzi (FDP), der Stellung nimmt zum vorgelegten Einzelhandelskonzept der Stadt und festhält, dass das Gutachten der Firma Dr. Lademann & Partner für die blaue Tonne ist. Denn: Innerhalb von 2 Tagen wurden dafür gerade mal 125 Personen gefragt. Danach lassen sich in der Tat keine sinnvollen Entscheidungen treffen, wie Bellizzi betont. Und falsche Entscheidungen wären fatal für den Einzelhandel und damit auch für uns Bürger.

Ahrensburg hat rund 34.000 Einwohner, wobei Kinder natürlich nicht in de Befragung einbezogen werden. Aber selbstverständlich muss auch das Ahrensburger Umland befragt werden. Und insgesamt muss sich eine fundamentale Stichprobe ergeben, die man natürlich nicht willkürlich innerhalb von zwei Tagen interviewen kann – womöglich noch allein auf  Rondeel und Rathausplatz. Wenn die Stadt also ein Gutachten erstellen lässt, das weder Hand noch Fuß hat, dann fragt man sich als Bürger ernsthaft, ob man unsere Verwaltung noch ernst nehmen kann. Zumal solche Gutachten Schlechtachten auch noch viel Geld kosten. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. September 2016

3. Buch Abendblatt präsentiert: Hitler in Großhansdorf

Um es gleich zu sagen: Ja, ich weiß, dass es einen Film gibt mit dem Titel „Er ist wieder da“ nach dem gleichnamigen Roman des deutschen Autors Timur Vermes. Und ich weiß auch, dass es sich bei „Er ist wieder da“ um eine Satire handelt, wo Adolf Hitler im Jahr 2011 auf einer grünen Wiese in Berlin wieder zum Leben erwacht. Und nun kommt Adolf Hitler im Theaterstück nach Großhansdorf auf die Bühne.

aus: Hamburger Abendblatt

aus: Hamburger Abendblatt

Nein, ich habe weder das Buch gelesen, noch habe ich den Film gesehen. Aber den Trailer sah ich im Kino zwangsläufig mehrmals. Und dieser Trailer hat meine Meinung bekräftigt: Obwohl Hitler in den Film verarscht wird, erscheint der Massenmörder eher lustig als verbrecherisch.

Ich unterstreiche an dieser Stelle eine Kritik, die Cornelia Fiedler in in der „Süddeutschen Zeitung“ geschrieben hat, wo sie u. a. feststellt:

Die literarische Qualität des Romans, so viel steht schnell fest, kann für den enormen Verkaufserfolg von ‚Er ist wieder da‘ kaum verantwortlich sein. … Diese Fokussierung auf Hitler – wahlweise als komische Figur oder aber als Inkarnation des Bösen – läuft Gefahr, die geschichtlichen Fakten verblassen zu lassen. … Allzu oft lässt sich der Autor dazu hinreißen, seinen Hitler als humorigen Gesellen zu zeichnen und das wirkt letztlich verharmlosend.“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. September 2016

Wenn Ihnen die Niederdeutsche Bühne Ahrensburg Freude gemacht hat, dann können Sie der Niederdeutschen Bühne Ahrensburg jetzt auch eine Freude machen!

Wenn Ihnen die Aufführungen der Norddeutsche Bühne Ahrensburg gefallen haben, liebe Theaterfreunde, dann können Sie sich jetzt bei der Bühne revanchieren. Denn „die Niederdeutsche Bühne Ahrensburg ist im Rennen um den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises 2016″, berichtet Bühnenleiterin Nina Eggars und informiert: „Bis zum 31. Oktober können Sie für uns abstimmen! Mit Ihrer Unterstützung haben wir die Chance auf den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis und auf einen Platz in einem kostenfreien Weiterbildungsseminar!“

Hier kommen Sie auf den direkten Weg zur Abstimmung. Nach der Abstimmung erhalten Sie eine Email. Nur wenn Sie den darin enthaltenen Link anklicken, wird Ihre Stimme auch gezählt.

Nina Eggers: „Also fleißig voten und gerne die Mail an Kollegen, Freunde, Bekannte, Nachbarn und Verwandte weiterleiten. Danke!“

Wozu ich nur noch anfüge: Einfach einen Link auf diesen Blog-Eintrag an Freunde und Bekannte schicken – falls Sie welche haben. 😉 Und: Statt zu „voten“ können Sie natürlich auch die Niederdeutsche Bühne Ahrensburg erkiesen. Oder einfach wählen oder abstimmen – ganz wie Sie wollen!  smileygarden_tanz_018

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. September 2016

Statt blauer Fähnchen auf der Schlosswiese: Klartext auf der Mönckebergstraße

Ich komme noch einmal zurück auf das Thema „Kinderarmut in Stormarn“. Damit diese ein Ende haben soll, ließ die örtliche Vertretung vom Deutschen Kinderschutzbund von Ahrensburger Schülern 7000 blaue Fähnchen in die Wiese vorm Schloss stecken. Mit dieser Kinderarbeit wollte man dem Bürgermeister von Ahrensburg und den Politikern klar machen, dass sie endlich etwas tun müssen. Und was tat Michael Sarach, der Bürgermeister von Ahrensburg? Er tat das, was er in jedem Jahr tut, wenn die blauen Fähnchen gesteckt werden: Er steht daneben und lächelt freundlich in die Kameras der Medienvertreter.

Dr. Max Schulz-Stellenfleth

Dr. Max Schulz-Stellenfleth

Auf die Aktion komme ich deshalb zurück, weil ich am Wochenende in Hamburg einen Mann mit einem Plakat gesehen habe. Dieser Mann stand in der Hamburger Mönckebergstraße mit seinem Transparent, auf dem zu lesen war: „Kinderarmut = schlechte Chancen für’s ganze Leben. Schande für unser reiches Land!“ – siehe die Abbildung!

Der Mann heißt Dr. Max Schulz-Stellenfleth. Und auf einem Handzettel, den er verteilt, wird deutlich dargestellt, dass Kinderarmut zu schlechteren Bildungschancen dieser Kinder rührt, weil es dadurch keine Chancengleichheit gibt. Dazu stellt der Mann klare Forderungen an Politik und Gesellschaft. Und er steht dort nicht als Eiferer, sondern still und bescheiden. Das ist schon bemerkenswert, finden Sie nicht? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. September 2016

Ahrensburg: Drei Geschäftsinhaber geben ihre Läden auf

Für uns Ahrensburger, die wir in dieser Stadt aufgewachsen sind bzw. schon länger hier leben, sind es traurige Nachrichten, wenn vertraute Geschäfte von einem auf den anderen Tag von ihren Inhabern verlassen werden. Aktuell sind es Delikatessen-Boy in der Manhagener Allee sowie La Galoche, der Schuhladen  in der Rathausstraße, und der Second-Hand-Laden Intermezzo am Rathausplatz neben dem Friseur Modern Cut, der dort schon vor längerer Zeit seine Ladentür für immer verschlossen hat.

Während es für La Galoche und Intermezzo keinen Nachfolger gibt, wird Delikatessen-Boy wohl bestehen bleiben. Wie ich hörte, soll der Ahrensburger Unternehmer Christopher Kroschke den Laden samt Gebäude von der Familie Boy gekauft haben in der Absicht, das Geschäft weiterzuführen. Kroschke, der auch vor gar nicht langer Zeit das Hotel am Schloss gekauft und dort mit dem Restaurant Söbentein gezeigt hat, dass er durchaus kreativ ins Gastgewerbe eingreift, übernimmt wohl die Mitarbeiter von Delikatessen-Boy, während das Ehepaar Boy selber unsere Stadt in Richtung Süden verlassen wird. Und ich erinnere mich noch an meine Kindheit, wo Boy mit dem Slogan geworben hatte: „Bei Otto Boy Dein Herz erfreu‘!“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. September 2016

kyBoot-Shop: Reklame mit falschem Testimonial

Dass die Reklame vom kyBoot Shop Ahrensburg schon immer etwas schräge gewesen ist, mag man sich in Erinnerung rufen aus der Aktion „kyBoot für Flüchtlinge“, wo die Migranten bei einer Veranstaltung von Felizitas Thuneke einen Abend lang gratis in Schuhen der Marke kyBoot herumlaufen durften. Schuhe, die in dem Laden um die 300 Euro kosten. Und dann wieder brachte man in einer Anzeige die Heilung eines Leidens durch eben diese Schuhe zum Ausdruck, was in der Werbung nicht gestattet ist.

aus: MARKT

aus: MARKT

Und nun erleben wir wieder ein dickes Ding: Im Bilde einer kyBoot-Annonce sehen wir an diesem Wochenende Robert Block mit der Angabe: „Erlebnisgastronomie ‚Ramrob‘, Hagener Alle Ahrensburg, ist den ganzen Tag auf den Füßen.“ Dazu die wörtliche Aussage: „Ich habe keine Fußschmerzen mehr, danke!“

Warum hat Robert Block keine Fußschmerzen mehr? Vielleicht, weil er inzwischen kalte Füße bekommen hat? Tatsache ist jedenfalls, dass der Mann mit dem Ramrob in der Hagener Allee schon lange nichts mehr zu tun hat, sodass er dort auch nicht „den ganzen Tag auf den Füßen“ ist, wie in dem Inserat behauptet wird.

Und immer wieder erstaunlich ist es zu sehen, dass man in kyBoot-Schuhen nicht nur gehen, sondern auch liegen und sitzen kann – siehe am Fuß der Annonce! Dass man beim Tragen dieser Schuhe auch denken kann, wird in der Reklame ausdrücklich nicht erwähnt.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. September 2016

Yoshi im Alsterhaus: ½ Liter offenes Wasser für 5,50 Euro

Ich bin ein Fan der japanischen Küche und esse in den Restaurants auch gern Sushi und Sashimi. Leider gibt es in Ahrensburg kein japanisches Restaurant, aber der Weg nach Großhansdorf ist ja auch nicht so weit. Und dort gibt es ein empfehlenswertes Sushi.

Japanisches Restaurant Yoshi im Alsterhaus, von Gault&Millau empfohlen

Japanisches Restaurant Yoshi im Alsterhaus, von Gault&Millau empfohlen

Kürzlich habe ich gelesen, dass das japanische Restaurant Yoshi im Alsterhaus, wo ich noch nie gegessen habe, vom Gault&Millau belobigt worden ist.

Der Gault&Millau, das werden Sie sicher wissen, ist ein Restaurantführer, der Gaststätten auszeichnet und Punkte vergibt, die zu Kochmützen führen. Genauso wie der Michelin, der Sterne verteilt. Die höchste Auszeichnung beim Gault&Millau sind 20 Punkte, wovon das japanische Restaurant Yoshi im Aldterhaus in Hamburg immerhin 14 bekommen hat, was umgerechnet eine Kochmütze ergeben hat. Das bedeutet: Gault&Millau empfiehlt das japanische Restaurant. Und dort ist man stolz und hängt die Urkunde an den Eingang , um Werbung mit der Auszeichnung zu machen.

So bin ich denn gestern in Begleitung ins Yoshi gegangen, um zu erkunden, was dort in Sachen Sushi und Sashimi auf den Tisch kommt und die 14 Punkte vom Gault&Millau rechtfertigt. Der Einfachheit halber habe ich die angebotene Platte für zwei Personen zum Preise von 85,00 Euro geordert. Und dazu einen grünen Tee bestellt, eine Cola-light und: „ein Mineralwasser ohne Kohlensäure“. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. September 2016

Ahrensburg: Kommerzieller Sex auf dem Kuckucksberg

Es gibt so gut wie nix, das man nicht online bekommen kann. Es gibt sogar Männer, die haben eine Frau online gefunden, weil sie in unserer Stadt nicht fündig geworden sind. Was umgekehrt natürlich auch für Frauen gilt. Von A wie Auto bis R wie Rollator und von S wie Sex bis Z wie Zitronenbonbons kann man alles googeln und finden.

Sex? Natürlich, denn dafür gibt es Portale, wo man Sex finden kann. Kommerziellen Sex, meine ich, denn wo jedes Gewerbe im Internet vertreten ist, kann auch das älteste der Welt nicht fehlen. Und wenn Sie bei Ihrer Suchmaschine „Sex, Ahrensburg“ eingeben, dann landen Sie auf einem Berg, nämlich den Kuckucksberg. Und dort gibt es bei der Hausnummer 19 die Arina und die Diana, die ihre Gunst gewerblich geilbieten.

So, und dann suchen Sie mal den Kuckucksberg in Ahrensburg, Kreis Stormarn! Sie werden diese Straße nicht finden. Was daran liegt: Wie der Kuckuck seine Eier gern in fremde Nester legt, so werben die Damen auch mit einer fremden Stadt. Warum? Vermutlich, weil Ahrensburg den Ruf hat, so unerhört sexy zu sein…? 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. September 2016

Das geht gar nicht: Buddenhagen will uns mit einer albernen Reklame auf den Arm nehmen

Bei der Firma Buddenhagen in Ahrensburg war ich auch mal Kunde, habe dort das eine und andere Großgerät gekauft. Dann aber bin ich dort nicht mehr hingegangen. Weil Buddenhagen uns mit seiner Reklame so richtig unschön auf den Arm nehmen, um nicht zu sagen: verarschen will.

In meinem Briefkasten fand ich einen Umschlag mit einer „Persönlichen Einladung zum Lagerverkauf“ bei Buddenhagen. „Persönliche“? Diese Einladung ist genauso persönlich wie eine Aldi-Anzeige in der BILD-Zeitung für jeden Leser persönlich geschaltet ist, denn der Flyer von Buddenhagen ist in Wahrheit eine unpersönliche Massendrucksache. Was also soll dieser Quatsch mit der „persönlichen Einladung“…?!

Und dann erklärt Buddenhagen, dass man den Lagerverkauf verlängert. Warum? Vermutlich, weil der Verkauf so schleppend gewesen ist, dass das Lager immer noch reichlich gefüllt hat.

Nein, sagt Buggenhagen, sondern der Lagerverkauf wird verlängert „wegen großer Nachfrage“. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. September 2016

Ein Protest, der zwei Jahre zu spät kommt

Im 3. Buch Abendblatt steht heute ein Bericht darüber, dass ein „Protest gegen Baumfällung am Lindenhof-Parktplatz“ erhoben wird. Wozu die Redaktion in merkwürdigem Deutsch schreibt: „Unbekannten hängen Transparente in Ahrensburg auf“. Und der Beitrag wirft eine Reihe von Fragen auf.

aus: Hamburger Abendblatt

aus: Hamburger Abendblatt

Zum einen erklärt der Wendler, dass er nicht weiß, wer die Transparente an den Linden am Lindenhof angebracht hat. Im selben Satz spricht er jedoch von mehreren Personen.

Aber zum Protest gegen die Fällung der Linden: Wieso ist dieser Protest anonym? Und warum kommt er erst jetzt, also am Ende des ganzen Prozesses? (Ich habe bereits am 4. November 2014. auf die Fällung der Bäume hingewiesen.) Und warum war/en der/die Protestant/en mit seinen/ihren Plakaten nicht in den Versammlungen der Stadtverordneten und hat/haben sich dort geäußert? Zu feige, eine Meinung öffentlich zu äußern? Und warum ist niemand bei den Grünen vorstellig geworden, die für die Fällig dieser alten Bäume gestimmt haben? Oder haben die Umweltschützer nicht mit sich reden lassen…?

Merkwürdig ist auch der Hinweis vom Wendler, dass ein Umweltgutachten festgestellt habe, dass die Bäume gar nicht zu retten gewesen wären. Warum nicht? Sie sind angeblich „durch die Parkplatznutzung erheblich geschädigt“ worden. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. September 2016