Am 23. Oktober 2020 habe ich in einem Blog-Eintrag berichtet, warum Ahrensburg mal wieder ein Fall ist für die NDR-Satire-Sendung „extra 3“. Der Grund: Die Verwaltung macht eine Umfrage bei Bürgern und Geschäftsleuten zum Thema Parken. Die Ergebnisse dieser Umfrage dürfen allerdings nicht veröffentlicht werden, denn Bauamtsdirektor Peter Kania hatte schon im Vorwege erklärt, dass es sich nicht um eine repräsentative Umfrage handelt. Was bedeutet: Ein Fall für den Abfall. Denn eine Untersuchung, die nicht repräsentativ ist, ist vergleichbar mit einer Untersuchung durch einen Arzt, der seiner Patientin erklärt, dass sie nur ein bisschen schwanger sei.
Umso erstaunter ist der Blogger, heute im 3. Buch Abendblatt zu lesen, dass ein Mitarbeiter vom Ingenieurbüro SBI seine Resultate tatsächlich im Bau- und Planungsausschuss vorgestellt hat. Und on top der Hammer:
„Ahrensburg: Viele Parkplätze leer“, überschreibt die Zeitung ihren Beitrag. Und online versteigt sich der Reporter zur Überschrift: „Ahrensburg hat genug Parkplätze – aber viele bleiben leer“. Klar. Leer bleiben die hochpreisigen Parkhäuser von Theodor Hoffmann, die von der Stormarn-Redaktion schon seit Ewigkeiten wie sauer Bier angepriesen werden, sodass ich vermute, dass die Redaktionsmitglieder dort als Gegenleistung gratis parken dürfen.
Das besagte Ingenieurbüro berichtet, dass man sich die Parksituation vor Ort „an einem Wochentag und einem Sonnabend“ angesehen hat, und zwar stündlich. Ob dieser Wochentag oder Samstag in die Zeit von Pandemie und Lockdown gefallen sind, wo viele Menschen im Homeoffice waren und viele Läden geschlossen hatten, das erfährt der Leser nicht. Wozu auch, denn wäre dem so, dann würde das ja bedeuten, dass hier von der Stadtverwaltung bewusst manipuliert wird, was durchaus als ein krimineller Verwaltungsakt gesehen werden könnte, der Folgen haben müsste. Weiterlesen →