Ich bin Abonnent vom Hamburger Abendblatt. Für dieses Abo löhne ich pro Jahr 685,20 Euro. Das ist eine ganze Menge Geld. Und dafür erwarte ich auch eine Leistung der Redaktion. Und diese Leistung lässt zu wünschen übrig, wenn ich speziell an die Stormarn-Redaktion denke, die in Ahrensburg in der Großen Straße residiert.
Ein aktuelles Beispiel für meine Unzufriedenheit: Der nebenstehende Artikel stand am 1. Juli 2021 im Blatt. Reporterin Janina Dietrich erklärt hier: „Ahrensburg: Politik entscheidet über Trasse für Radschnellweg“. Und wenn man dazu liest, dass Umbaukosten in Höhe von 13,6 Millionen Euro im Raume stehen, dann wundert man sich, warum das der Redaktion gerade mal 23 Zeilen im Fließtext wert war.
„Experten haben in einer Machbarkeitsstudie eine knapp zehn Kilometer lange Trasse durch das Stadtgebiet empfohlen“, erfährt der Leser. Und wenn er dazu Szene Ahrensburg gelesen hat, dann hat er erfahren: Diese Experten haben Bullshit als machbar empfohlen, denn der Radschnellweg durch die Schimmelmannstraße ist absoluter Unfug. Ein Projekt, wie man es nicht mal in Schilda bauen würde.
Wie gesagt: Am 1. Juni 2021 stand die Meldung im 3. Buch Abendblatt. Und was erfuhr der Leser danach? Dass die Politiker im Bau- und Planungsausschuss erkannt haben, dann die besagte „Machbarkeitsstudie“ für den Reißwolf ist? Oder – was schlimm wäre – sie haben der Verschwendung von 13,6 Millionen Euro zugestimmt wie die „Experten“ es empfohlen haben, und der Bürger soll es erst erfahren, wenn wenn die Bagger kommen und zugreifen…? Weiterlesen










