Nein, ich bin nicht zur Gemeindeversammlung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde von Ahrensburg gegangen. Zum einen hatte ich dazu keine Einladung bekommen, obwohl ich Mitglied dieser Gemeinde bin. Und zum anderen wollte ich mir dieses Trauerspiel nicht antun, über das ich in Vergangenheit schon wiederholt berichtet habe. Und heute berichtet die Stormarn-Beilage über die Versammlung der Gemeinde – siehe die Abbildung!
Ja, die Gräben, die von den Kirchenhäuptern gegraben wurden, sind tief. Auch der Verein zur Rettung der Sankt Johanneskirche begreift allmählich, dass die Kirche kein demokratischer Verein ist, mit dem man auf gleicher Augenhöhe reden kann. Im Gegenteil: Die Kirche hat ihre eigenen Gesetze, die deshalb auch Kirchengesetze heißen. Und Propst Buhl, der hier das unheilige Wort ergreift, ist nicht etwa demokratisch gewählt, sondern er ist von oben herab bestimmt worden, weil die Kirchenhäupter auf diese Position offenbar einen “harten Hund” haben wollten und keinen Gottesmann der Versöhnung, die es nicht geben soll.
Ich wiederhole zum wiederholten Mal in Wiederholung: Gegen die Hohen Priester unserer Kirche helfen weder Worte noch Gebete. Gegen diese Diktatoren helfen nur Taten, wie wir sie vom Kirchengründer Martin Luther kennen. Dazu gehört in erster Linie, dass alle Gemeindemitglieder sich solidarisch erklären mit ihren Glaubensbrüdern und -schwestern der Sankt Johannes-Gemeinde. So könnten alle gemeinsam aus der Kirche austreten, was vielen Gläubigen natürlich schwerfallen würde – mir auch. Aber wir Protestanten können auch anders protestieren, und zwar:
Kein Mitglied der Gemeinde betritt an Sonntagen die Schlosskirche oder den Kirchensaal am Hagen! (Hinweis: Es gibt auch Gottesdienste im näheren Umland!) Und die kirchlichen Stätten in Ahrensburg bleiben so lange leer, bis Botta, Buhl & Co von der Bühne verschwunden sind wie der Limburger Protz-Bischof aus seiner Residenz. Das wäre ein Signal, das im ganzen Lande gehört werden würde.