Schlagwort-Archiv: Ahrensburg

Trauerspiel um Sankt Johannes

Nein, ich bin nicht zur Gemeindeversammlung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde von Ahrensburg gegangen. Zum einen hatte ich dazu keine Einladung Bildschirmfoto 2013-10-28 um 09.20.04bekommen, obwohl ich Mitglied dieser Gemeinde bin. Und zum anderen wollte ich mir dieses Trauerspiel nicht antun, über das ich in Vergangenheit schon wiederholt berichtet habe. Und heute berichtet die Stormarn-Beilage über die Versammlung der Gemeinde – siehe die Abbildung!

Ja, die Gräben, die von den Kirchenhäuptern gegraben wurden, sind tief. Auch der Verein zur Rettung der Sankt Johanneskirche begreift allmählich, dass die Kirche kein demokratischer Verein ist, mit dem man auf gleicher Augenhöhe reden kann. Im Gegenteil: Die Kirche hat ihre eigenen Gesetze, die deshalb auch Kirchengesetze heißen. Und Propst Buhl, der hier das unheilige Wort ergreift, ist nicht etwa demokratisch gewählt, sondern er ist von oben herab bestimmt worden, weil die Kirchenhäupter auf diese Position offenbar einen “harten Hund” haben wollten und keinen Gottesmann der Versöhnung, die es nicht geben soll.

Ich wiederhole zum wiederholten Mal in Wiederholung: Gegen die Hohen Priester unserer Kirche helfen weder Worte noch Gebete. Gegen diese Diktatoren helfen nur Taten, wie wir sie vom Kirchengründer Martin Luther kennen. Dazu gehört in erster Linie, dass alle Gemeindemitglieder sich solidarisch erklären mit ihren Glaubensbrüdern und -schwestern der Sankt Johannes-Gemeinde. So könnten alle gemeinsam aus der Kirche austreten, was vielen Gläubigen natürlich schwerfallen würde – mir auch. Aber wir Protestanten können auch anders protestieren, und zwar:

Kein Mitglied der Gemeinde betritt an Sonntagen die Schlosskirche oder den Kirchensaal am Hagen! (Hinweis: Es gibt auch Gottesdienste im näheren Umland!) Und die kirchlichen Stätten in Ahrensburg bleiben so lange leer, bis Botta, Buhl & Co von der Bühne verschwunden sind wie der Limburger Protz-Bischof aus seiner Residenz. Das wäre ein Signal, das im ganzen Lande gehört werden würde.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Oktober 2013

Keiner weiß so viel wie alle

Keiner weiß so viel wie alle. Und alle zusammen sind klüger als einer allein. Zwei bekannte Tatsachen, die im Kopf meines Blogs stehen sollten. Denn Szene Ahrensburg ist zwar das öffentliche Tagebuch eines Einzelnen, aber dieser Einzelne lädt damit zur Diskussion mit vielen ein und freut sich über Zustimmung genauso wie über Widerspruch, Korrekturen und Ergänzungen. 

Bildschirmfoto 2013-10-27 um 12.09.50Was in meinen Augen ziemlich verwunderlich ist: Ich bekomme relativ wenig Widerspruch in den Kommentaren der Leser. Was mich irritiert, denn es kann ja wohl nicht sein, dass mir zum einen fast alle Leser zustimmen, und zum anderen, dass mich bei meinen Irrtümern niemand berichtigt, wobei ich speziell an die Betroffenen denke.

Was diese „Betroffenen“ bedenken sollten: Die meisten Zugriffe auf mein Blog kommen natürlich aus der Stadt. Aber es gibt auch viele Besucher, die bei Google „Ahrensburg“ und dazu ein Stichwort eingeben. Und dann landen sie auf Szene Ahrensburg und auf vielen Beiträgen der Vergangenheit. Und wenn ich dort etwas Falsches geschrieben habe – zum Beispiel, dass wir einen tüchtigen Bürgermeister haben – dann glauben die auswärtigen Besucher das womöglich, obwohl ich es mit Großhansdorf verwechselt habe oder mit Bargteheide 😉 .

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, dass viele Besucher auf Szene Ahrensburg über eine Suchmaschine kommen, die in Ahrensburg nach „Restaurant“ oder „Disco“ suchen. (Manchmal auch nach “Bordell”!) Oder ganz gezielt nach einem Restaurant. So kamen an diesem Wochenende zum Beispiel etliche Besucher mit dem Suchbegriff „RamRob“, die dann auf Szene Ahrensburg darüber lesen konnten. Beispielsweise, dass dort gestern eine Helloween-Party stattgefunden hat – siehe die Abbildung!

Apropos RamRob: Der Laden scheint in Ahrensburg eingeschlagen zu haben wie der Blitz. Als wir am Freitagabend dort waren, war es dort schon gegen 19 Uhr sehr gut besucht. Und es waren auffällig viele jüngere Gäste dort. Außerdem standen noch zwei Geburtstagspartys ins Haus: 1 x 19 Jahre, einmal 60 Jahre. Ein schöner Anfang. Und was so schön anfängt, wird auch so weitergehen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. Oktober 2013

Das könnte auch ein Menschenleben kosten

Ich möchte Sie nicht langweilen, aber eines meiner “Lieblingsthemen” sind nun mal Autofahrer, die parken, wann und wie und wo sie wollen. Ein Beispiel sehe ich direkt vor meiner Haustür. Hier wurde ich wieder einmal durch ein lautes Signalhorn aufgeschreckt. Ich ging raus und sah das folgende Bild:

neuEin Bus konnte weder vor noch zurück, denn vor ihm parkten Autos, die dort immer parken, und hinter ihm folgte schon das nächste Fahrzeug. Der arme Busfahrer hupte und hupte , aber nichts geschah.Und die nächsten Autos, die kamen, drehten um. Der Busfahrer stieg aus und ging in die Kirche, die dort ansässig ist. Ohne Erfolg.

Und dann begann ein Rangiermanöver rückwärts, zuerst die mittlerweile vier weiteren Autos, dann der Lieferwagen und schließlich der Bus.

Stellen Sie sich mal vor, es wäre kein Bus gewesen, sondern ein Rettungswagen! Da ist ein zehnminütger Stau eine verdammt lange Zeit. Und nur, weil drei Autos sich nicht in die gegenüberliegenden Parkbuchten stellen, weil die Fahrer/innen offenbar zu bequem sind, ein paar Schritte zu gehen..

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. Oktober 2013

Ein Diktator zu Gast im Rathaus (Vorsicht: Realsatire!)

Wir haben zur Zeit einen Bürgermeister in unserem Rathaus, der ist noch eifriger ist als eifrig. Also übereifrig. Und darum will unser Stadtoberhaupt, dass seine Mitarbeiter Untergebenen ihm willenlos folgen sollen. Diesbezüglich fordert der Herr Bürgermeister, dass die Damen und Herren der städtischen Verwaltung sich durch nichts von ihrer Arbeit ablenken lassen sollen, und schon gar nicht durch das Lesen von Szene Ahrensburg.

Um es deutlich anzudeuten: Bürgermeister Michael Sarach (SPD) wünscht nicht, dass seine Mitarbeiter sich informieren über das Geschehen in Ahrensburg. Jedenfalls nicht auf Szene Ahrensburg, da dieses Blog dem BM ein Dorn im Hintern Auge ist. Deshalb hat er seine Bediensteten wissen lassen, dass sie – zumindest während ihrer Arbeitszeit – nicht auf Szene Ahrensburg gehen dürfen. Auch nicht in der Mittagspause. Und er ließ durchblicken, dass er schon feststellen würde, wer es trotzdem tut und/oder sogar einen Kommentar abgibt auf dieser von ihm nicht geliebten Plattform. Basta, Amen, Ende, aus!

Das Ahrensburger Rathaus soll nach dem Willen des Gastarbeiters aus Schwerin eine Art „Tal der Ahnungslosen“ sein, so, wie wir es noch in Erinnerung haben, damals in der DDR, wo die Bürger in bestimmten Gegenden vom West-Fernsehen abgeschnitten waren.

Der Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach begrüßt herzlich Alexander Lukaschenkow, Diktator aus Weißrussland (Fotomontage!)

Bürgermeister Michael Sarach (SPD) begrüßt sehr herzlich Alexander Lukashenkow, den Diktator aus Belarus, im Rathaus der Stadt Ahrensburg  (Fotomontage!)

Damit steht Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach neben Weißrusslands Staatspräsident Alexander Lukashenkow, dem letzten Diktator auf dem europäischen Kontinent – siehe Foto!

Natürlich ist das alles nur eine bloße Vermutung von mir. Denn woher sollte ich Kenntnis haben von den Anweisungen,  die der Bürgermeister intern an seine Mitarbeiter im Rathaus gibt?! Außerdem: Welcher dieser Mitarbeiter wäre wirklich so unmündig und würde der Stimme seines Herrn tatsächlich Folge leisten?! Und: Welcher Bürgermeister wäre so töricht, derartige Parolen in einem deutschen Rathaus zu verbreiten und damit gegen das Recht aller Bürger auf uneingeschränkte Meinungsfreiheit zu verstoßen?! Wir leben schließlich nicht mehr in einer Diktatur; und ich kann mir nicht vorstellen, dass der Innenminister von Schleswig Holstein es besonders witzig finden würde, wären in einem Rathaus seines Landes irgendwelche Schranken in der Kommunikation errichtet.

Ob die Mitarbeiter der Ahrensburger Verwaltung die Stormarn-Beilage und den MARKT lesen dürfen, weiß ich nicht. Das Rathaus-Journal aber ist mit Sicherheit erlaubt. (Nach meinen unbestätigten Informationen soll diese Sarach-PR-Postille sogar im Rathaus öffentlich aushängen. Auf der Toilette, wo sie eine Rolle spielt, die früher mal von Hakle eingenommen wurde. 😉 )

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. Oktober 2013

Der Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss ging zur Schule

In der Grundschule Am Hagen tagte heute Abend der Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss unter der Moderation des Vorsitzenden Christian Schubbert (Grüne). Der Saal war IMG_2533überfüllt, weil viele Schüler gekommen waren, und zwar wegen schulischer Themen. Der wichtigste Beschluss: Einstimmig wurde für die Einführung einer Oberstufe in der Gemeinschaftsschule Am Heimgarten gestimmt. Und dieses einstimmige Votum wird nun nach Kiel gehen, erklärte Christian Schubbert.

Nach diesem Punkt wurde es leer im Saal, denn die meisten Schüler machten sich auf den Heimweg. Was eigentlich gut war, denn auf diese Weise haben die Kinder nicht das hochnotpeinliche Hickhack zwischen Bürgermeister, Politikern und Vertretern von Stadtforum und Bürgerverein miterlebt, wo es um Adventsmarkt bzw. Weihnachtsmarkt ging, um Tannenbäume und Sternbeleuchtung.

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Vorab das Ergebnis: Es bleibt bei der “kleinen Lösung”, nämlich dem Adventsmarkt des Bürgervereins auf dem Rondeel, der bei uns Bürgern  großen Anklang gefunden hat im Laufe von inzwischen 17 Jahren. Die Kosten wurden geregelt, nicht aber die Summe für die Montage der Stern-Beleuchtung, wo es ziemliche Meinungsverschiedenheiten gibt zwischen Götz Westphal vom Stadtforum und Bürgermeister Michael Sarach. Und so wurde dieses Thema einfach vertagt. Klar, ist ja noch eine lange Zeit bis Advent Weihnachten Pfingsten.

Warum wurde das Weihnachtsthema so kurzzeitig vor dem Fest behandelt, obwohl es schon Anfang März 2013 in der Verwaltung vorlag? Der Bürgermeister, der bekanntlich nicht sonderlich kritikfähig ist, erklärte sinngemäß, dass er bis heute Wichtigeres zu tun hatte, als sich mit dem Weihnachtsmann zu beschäftigen.

Das Stadtfest bleibt wie bisher in den Händen vom Stadtforum – jedenfalls für die kommenden zwei Jahre. (Der Markenschutz-Gedanke wurde ad acta gelegt.) Und die Niederdeutsche Bühne bekommt das Geld fürs Überleben genauso wie der Verein Theater und Musik in Ahrensburg. Und die neue Sporthalle der Grundschule Am Hagen ist wirklich toll geworden!

Ach ja, und last but not least: Ein Schulsprecher der Selma-Lagerlöf-Schule erinnerte an das Provisorium an der dortigen Schule. Für die Beseitigung des Problems sind allerdings zur Zeit noch keine Mittel vorhanden. Und der Bürgermeister hat bestimmt Wichtigeres zu tun, als sich intensiv darum zu kümmern. Zum Beispiel muss er nach einer Begründung suchen für die 40.000 Euro, die seine Verwaltung in den Sand der Rathausstraße gesetzt hat. Außerdem: Die Sarach-Kinder gehen ja nicht in Ahrensburg zur Schule sondern in Schwerin.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. Oktober 2013

Ich bin gründlich missverstanden worden!

Am Alten Markt stehen drei Körbe an einem Pfahl, in denen des Nachts die Enten und Karnickel einen Unterschlupf finden können. Wofür die Tierfreunde unter den Ahrensburger  Politikern gern 200 Euro spendiert haben. (Nein, nicht aus ihren Parteikassen oder gar aus ihren privaten Geldbörsen, sondern aus der Stadtkasse natürlich.)

shapeimage_2Beim Durchsuchen meines Archivs wurde ich gerade daran erinnert, dass ich derjenige gewesen war, der vor gut einem Jahr nach einem Bericht der Stormarn-Beilage (siehe Abbildung!) gefordert hatte, dass so ein Korb nach Ahrensburg   kommen soll, nachdem der Künstler seine Körbe am Schüberg auf Pfähle montiert hatte. Dabei bin ich vom Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss aber gründlich missverstanden worden!

Ich hatte damals ausdrücklich gefordert, dass der Korbflechter einen Korb in Muschelform für den Muschelläufer fertigen soll, da der Blaumann ja auf einer Schnecke steht, was natürlich sehr albern ist, wenn er „Muschelläufer“ heißen soll und nicht Blödmann oder Schneckenläufer.

Bildschirmfoto 2012-08-03 um 09.21.11-filteredStatt also drei Körbe an der Schlosskirche abzustellen, wo die Enten von der Schlosswiese extra über die Hauptstraße watscheln müssen, hätten dort auch zwei Körbe genügt, während der dritte Korb auf dem Rondeel sinnvoller gewesen wäre, den man gleichzeitig als Papierkorb hätte nutzen können. Oder als Körbchen für Hunde, deren Frauchen und Herrchen derweil dort in der Sonne sitzen und Kaffee trinken.

Da der Korb-Künstler damals auch versichert hat, dass seine Körbe in ein paar Jahren verrottet sind, wäre so ein Ding ideal für den Blaumann gewesen, der dann eines schönen Tages auf die Nase fallen und die Betrachter weniger stören würde mit seinem stupiden Gesicht.

Nun steht dieser Zombie immer noch auf dem Rondeel. Und die Unterschriften-Listen von rund 1.600 Bürgern, die eine Versetzung fordern, liegen nach wie vor im Archiv des Rathauses, wie mir der Bürgermeister vor einiger Zeit erklärt hat. Und genau deshalb hatte ich diese Unterschriften damals ja auch gesammelt, oder warum haben Sie unterschrieben, lieber Leser…?

Ach ja, und noch etwas zum Thema Kunst & Kultur & Stormarn-Beilage: Unter der Überschrift “Ahrensburg” berichtete das Blatt gestern: “Musikkabarettist Johannes Kirchberg zeigt neues Stück”. Dieses Stück, so erfahren wir im Kleingedruckten, zeigt der Kabarettist aber gar nicht in Ahrensburg. Sondern in Ammersbek, was nach dem Glauben der Redaktion offenbar ein Stadtteil von Ahrensburg ist. Praktikanten am Werke.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Oktober 2013

Wahnsinn: Ahrensburg erhöht die Grundsteuer, und 2017 sind wir schuldenfrei!

Genug der Hiobsbotschaften um die finanzielle Lage der Stadt Ahrensburg! Heute verkündet uns die Stormarn-Beilage in Ihrem Aufmacher große Freude, die alle Bürger fröhlich machen soll, denn siehe: Im Jahre 2017 wird der Schuldenberg von Ahrensburg abgetragen sein bis auf lächerliche 4.200 Euro! Und die sind dann wohl aus der Portokasse zu begleichen.

Bildschirmfoto 2013-10-22 um 08.30.43Allerdings müsste die Grundsteuer in Ahrensburg erhöht werden. Das bringt der Stadtkasse jährlich 650.000 Euro an zusätzlicher Einnahme, macht also von 2014 bis 2017 = 2,6 Millionen!

Und dann können wir auch den Alten Lokschuppen  sanieren, und ebenfalls die Brandschutzmaßnahmen für das Rathaus werden demnächst erfolgen samt erforderlicher Sanierungen der Fenster und Umbauten im 6. Stock. Und die Schloss-Stiftung bekommt auch mehr Geld als zuvor. (Dass in den Erlenhof mehr Geld fließen könnte als vorgesehen, wird an keiner Stelle angeführt.)

Wahnsinn! Und ich hatte schon gedacht, wir würden es niemals schaffen, von unserem hohen Schuldenberg herabzusteigen. Aber der tüchtige Stadtkämmerer Kienel wird schon wissen, wovon er spricht. Manchmal jedoch weiß er selber nicht, wo das Geld steckt, denn aus der Stormarn-Beilage erfahren wir: “Und auch der für dieses Jahr eingeplante neue Kredit über mehr als 2,3 Millionen Euro werde wohl nicht in Anspruch genommen werden müssen. „Die liquiden Mittel waren höher, als wir angenommen hatten“, sagt Kienel.”

So, und nachdem Horst Kienel seinen Situationsbericht veröffentlicht hat, werden die Stadtverordneten wohl nicht mehr umhinkommen und der Liebslingsidee des Stadtkämmerers unverzüglich Folge leisten, nämlich in die Taschen der Bürger zu greifen und die Grundsteuer erhöhen. Falls sie das nicht tun, haben wir in 2017 immer noch einen Schuldenberg von 2.604.200 Euro. Und der Stadtkämmerer wäscht dann seine Hände in Unschuld und verweist auf den Zeitungsbericht der Stormarn-Beilage vom 22. Oktober 2013.

Postskriptum: Von den Schülern der Selma-Lagerlöf-Schule, die in ihren Räumen ohne Winterjacken frieren, wird in dem genannten Beitrag nichts gesagt.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Oktober 2013

Möbelladen für gemütliche Klappbetten

Es ist nicht das erste Mal, dass ich darauf hingewiesen habe: Wer mit dem Auto vom Schloss her in die Ahrensburger Innenstadt fährt und dort an der ersten Ampel bei rot halten muss, der guckt – richtig: auf Särge. Und nun bekommen wir auch noch einen Einblick in so Bett zum Tieferlegen und können uns schon heute eine plastische Vorstellung davon machen, wie gemütlich unsere letzte Ruhestätte ausschaut – siehe Abbildung!

IMG_2384Klar, so ist das Leben: Es endet tödlich. Aber wer von uns hat wirklich Lust, schon zu Lebzeiten in einen Sarg zu blicken!? Schließlich bahren wir unsere Verstorbenen auch nicht auf dem Rathausplatz auf.

Oder sind Sie vielleicht brennend daran interessiert, sich anzuschauen, wie ein Sarg von innen ausschaut…? Im Falle, dass Sie jetzt mit dem Kopf nicken, können Sie einen Schaufensterbummel durch die Innenstadt machen und einen Blick durch das Ladenfenster von Greßmann & Timmermann werfen und gucken, ob der Sarg auch einen Wilan-Anschluss hat – für den Fall des Falles.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. Oktober 2013

Ahrensburg steht unter keinem guten Stern

Es macht nachdenklich. Und zwar wenn ich daran denke, dass ich einen Stern für die Ahrensburger Weihnachtsbeleuchtung gestiftet habe. Damit habe ich mehr getan als Bürgermeister Michael Sarach, denn der hat das nach meinem Kenntnisstand nicht getan. Und die Stadt will  diesen Stern und 159 weitere in diesem Jahr nicht kostenlos anbringen, wozu ich mich ernsthaft frage: Für was will die Stadt denn eigentlich 20.000 Euro haben…?

OLYMPUS DIGITAL CAMERA20.000 Euro geteilt durch 160 Sterne macht abgerundet 100 Euro pro Stern. Für das Anbringen. Und hierbei handelt es sich nicht um Sach-, sondern allein um Lohnkosten. Ich habe mich gefragt: Was kostet eine Arbeitsstunde eines Elektrikers? Ich habe gegoogelt und gefunden: 44 Euro, von denen der Arbeitgeber auch  noch profitiert. Das bedeutet umgerechnet: Pro Stern braucht ein Elektriker über 2 Stunden Arbeitszeit für das An- und Abmontieren. Das empfinde ich als beachtlich, denn Fahrzeugkosten fallen ja wohl nicht an, weil das Fahrzeug schließlich der Stadt gehört, in der auch die Weihnachtsbeleuchtung montiert werden soll.

Die Stadtwerke Ahrensburg beschäftigen auch Elektriker. Wenn die Verwaltung also 20.000 Euro an das Stadtforum in Rechnung stellt, dann steckt in dieser Summe auch ein Gewinn der Stadt(werke).

Bildschirmfoto 2013-10-20 um 00.07.28Mit anderen Worten: Die Stadt möchte an der Weihnachtsbeleuchtung, die von Kaufleuten und Bürgern gestiftet wurde (Sternpreis: 350 Euro), nun auch noch vom Stadtforum runde 20.000 Euro kassieren. (Hinweis: Das Stadtforum hat zusätzliche Kosten für Masten und Halterungen bereits in Vergangenheit bezahlt.)

Liebe Mitbürger, merken Sie, dass hier etwas faul ist in Lachstadt? Zum einen: Sind die Elektriker der Stadt dermaßen mit der Straßenbeleuchtung ausgelastet, dass sie keine Zeit haben, auch noch die Weihnachtsbeleuchtung anzubringen? Muss die Stadt dafür tatsächlich eine Fremdfirma beauftragen?

Außerdem: Was gäbe es für einen Grund, die Weihnachtssterne nicht bereis ab Oktober zu montieren, man muss die Beleuchtung ja nicht schon vor Dezember anstellen?! Dann könnten die Stadtwerke peu á peu innerhalb von 8 (acht) Wochen die 160 Sternlein in den Himmel hängen. Und wenn trotzdem Überstunden anfallen, dann werden die eben in den kommenden Monaten abgebummelt. Alles eine Frage der Organisation. Und vor allem des guten Willens.

Dass die Stadtkasse leer ist, begreifen allmählich mehr und mehr Bürger, obwohl ich permanent darauf hinweise, dass die Stadtverwaltung und unsere politischen Verordneten über ihre und unsere Verhältnisse gelebt Entscheidungen getroffen haben. Und auch mit Unvernunft, denn es wurden in Vergangenheit auch Gelder aus dem Fenster geworfen, nicht zuletzt von den Stadtwerken. (Vom Erlenhof gar nicht zu reden!) Da hätten Verantwortlichen  eigentlich genug Grund, das den Bürgern gegenüber wieder gut zu machen.

Ein Vorschlag zur Güte: Die Stadt trennt sich von einem Kunstwerk und verkauft den Muschelläufer via Ebay an irgend eine willige Stadt oder Gemeinde an Nord- oder Ostsee für 20.000 Euro. Was ja wohl ein Schnäppchen ist, wenn man nachrechnet, was der Blaumann die Stadt uns Bürger bis heute gekostet hat!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. Oktober 2013

Hagener Allee: RamRob schon ausgerobt…? Denkste! Ganz im Gegenteil – siehe Kommentare!

Lange Zeit stand die Passage in der Hagener Allee leer, wo gaaanz früher mal viel Leben war. Dann tauchte dort im Frühjahr ein Investor auf, der  große Pläne hatte und mit einer Erlebnis-Gastronomie, Bar und Biergarten etwas “Märchenhaftes” für Kinder bauen wollte. Nach damaligem Plan sollte das um diese Zeit eröffnet werden. Wurde aber nicht. Stattdessen eröffnete dort das RamRob.

So sieht das RamRob heute aus

So sieht das RamRob heute aus

Kaum hatte ich das Bar-Restaurant als willkommene Bereicherung der Ahrensburger Gastronie – und nicht zuletzt auch der Hagener Allee – begrüßt, da sah ich heute, dass die Fassade dort bereits wieder “abgeräumt” ist. Nur die Speisekarte hängt noch da, aber im Restaurant stehen die Stühle auf den Tischen. Es sieht nicht so aus, als ob es hier noch etwas zu essen und zu trinken gibt.

Meine Befürchtung: Der Investor ist abgesprungen. Vermutlich hat er noch einmal nachgerechnet, was die Miete kostet und was er allein dafür einnehmen muss. Die Mieten in der Hagener Allee sind offenbar so abschreckend hoch, dass dort einige Läden schon seit Ewigkeiten leer stehen. Um diese Mieten zu erwirtschaften, müssen die Geschäfte wohl 24 Stunden geöffnet haben oder sogar noch länger 🙁 .

So sah das RamRob vordem aus!

So sah das RamRob vordem aus!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. Oktober 2013