Ein Diktator zu Gast im Rathaus (Vorsicht: Realsatire!)

Wir haben zur Zeit einen Bürgermeister in unserem Rathaus, der ist noch eifriger ist als eifrig. Also übereifrig. Und darum will unser Stadtoberhaupt, dass seine Mitarbeiter Untergebenen ihm willenlos folgen sollen. Diesbezüglich fordert der Herr Bürgermeister, dass die Damen und Herren der städtischen Verwaltung sich durch nichts von ihrer Arbeit ablenken lassen sollen, und schon gar nicht durch das Lesen von Szene Ahrensburg.

Um es deutlich anzudeuten: Bürgermeister Michael Sarach (SPD) wünscht nicht, dass seine Mitarbeiter sich informieren über das Geschehen in Ahrensburg. Jedenfalls nicht auf Szene Ahrensburg, da dieses Blog dem BM ein Dorn im Hintern Auge ist. Deshalb hat er seine Bediensteten wissen lassen, dass sie – zumindest während ihrer Arbeitszeit – nicht auf Szene Ahrensburg gehen dürfen. Auch nicht in der Mittagspause. Und er ließ durchblicken, dass er schon feststellen würde, wer es trotzdem tut und/oder sogar einen Kommentar abgibt auf dieser von ihm nicht geliebten Plattform. Basta, Amen, Ende, aus!

Das Ahrensburger Rathaus soll nach dem Willen des Gastarbeiters aus Schwerin eine Art „Tal der Ahnungslosen“ sein, so, wie wir es noch in Erinnerung haben, damals in der DDR, wo die Bürger in bestimmten Gegenden vom West-Fernsehen abgeschnitten waren.

Der Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach begrüßt herzlich Alexander Lukaschenkow, Diktator aus Weißrussland (Fotomontage!)

Bürgermeister Michael Sarach (SPD) begrüßt sehr herzlich Alexander Lukashenkow, den Diktator aus Belarus, im Rathaus der Stadt Ahrensburg  (Fotomontage!)

Damit steht Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach neben Weißrusslands Staatspräsident Alexander Lukashenkow, dem letzten Diktator auf dem europäischen Kontinent – siehe Foto!

Natürlich ist das alles nur eine bloße Vermutung von mir. Denn woher sollte ich Kenntnis haben von den Anweisungen,  die der Bürgermeister intern an seine Mitarbeiter im Rathaus gibt?! Außerdem: Welcher dieser Mitarbeiter wäre wirklich so unmündig und würde der Stimme seines Herrn tatsächlich Folge leisten?! Und: Welcher Bürgermeister wäre so töricht, derartige Parolen in einem deutschen Rathaus zu verbreiten und damit gegen das Recht aller Bürger auf uneingeschränkte Meinungsfreiheit zu verstoßen?! Wir leben schließlich nicht mehr in einer Diktatur; und ich kann mir nicht vorstellen, dass der Innenminister von Schleswig Holstein es besonders witzig finden würde, wären in einem Rathaus seines Landes irgendwelche Schranken in der Kommunikation errichtet.

Ob die Mitarbeiter der Ahrensburger Verwaltung die Stormarn-Beilage und den MARKT lesen dürfen, weiß ich nicht. Das Rathaus-Journal aber ist mit Sicherheit erlaubt. (Nach meinen unbestätigten Informationen soll diese Sarach-PR-Postille sogar im Rathaus öffentlich aushängen. Auf der Toilette, wo sie eine Rolle spielt, die früher mal von Hakle eingenommen wurde. 😉 )

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. Oktober 2013

2 Gedanken zu „Ein Diktator zu Gast im Rathaus (Vorsicht: Realsatire!)

  1. Observator

    Moment mal! War es nicht der jetzige Bürgermeister, der den Bürgern vor seiner Wahl erklärt hatte, dass er alles tun würde, um die Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgern zu verbessern? Aus meiner Sicht war die Kommunikation noch nie so schlecht wie unter Herrn Sarach.

  2. Spamopfer

    @observator: Ist doch normal, Politiker versprechen das Gegenteil von dem was sie nach der Wahl machen.

    Daher auch der Lieblingsfilm der Veranstalter des Kinos im Schlosspark, ‘Der grüne Bogenschütze’ – nicht wegen dem Ahrensburger ‘Schloss’, sondern wegen einem der ersten Sätze der da fällt:

    Sie wissen ja wie das ist: die Leute wollen belogen werden.

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