Schlagwort-Archiv: Ahrensburg

Über den Sinn und Unsinn von Wahlplakaten

Über Wahlplakate kann man streiten. Aber kein Kandidat kann darauf verzichten. Zumal, wenn auch der Wettbewerber seinen Kopf plakatiert. Denn das Wahlvolk will Köpfe sehen und dem Kandidaten ins Auge blicken, wenn auch nur im Vorübergehen. Und die Sprüche, die auf Plakaten stehen, merkt sich ohnehin niemand, es sei denn, diese Worte sind merkfähig.

Bildschirmfoto 2015-09-29 um 14.02.58Ein sinnvolles Plakat mit merkfähigem Spruch hängt direkt neben dem Rathaus an der Stadtbücherei und könnte dort auch bis einen Tag vor dem 11. Oktober hängen bleiben: „Unser Mann für nebenan!“, ist dort zu lesen mit dem Foto des Mannes, der nebenan einziehen will.

Dieses Plakat ist schon ein Vorgriff auf den Tag, an dem der neue Bürgermeister in sein Amt im Ahrensburger Rathaus einziehen wird, nämlich am 1. April 2016. Und die Mitarbeiter im Rathaus gehören zu den wenigen Arbeitnehmern in der Stadt, die mitbestimmen können, wer ihr zukünftiger Chef sein soll.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. September 2015

Ist Jürgen Eckert (SPD) als Stadtverordneter noch tragbar? Update am 6. Oktober 2015

Gegen den Stadtverordneten Jürgen Eckert (SPD) laufen diverse Anzeigen. Das spricht dafür, dass der Mann etwas auf dem Kerbholz haben muss. Eine Anzeige, okay, das kann ja mal vorkommen, aber gleich diverse…?

Bildschirmfoto 2015-09-25 um 22.16.57Nun können wir mutmaßen, was Eckert angestellt hat, damit er mehrfach angezeigt wurde. Hat der Lobby- Hobby-Politiker vielleicht in der Stadtverordneten-Versammlung abgestimmt bei einer Vorlage, wo die AWO irgendwo involviert ist (z. B. Kita, DRK), bei der Eckert gleichzeitig Geschäftsführer ist? Oder hat er das Peter-Rantzau-Haus möglicherweise zweckentfremdet, sprich: nicht sozial genutzt, sondern freier Hand profitmäßig vermietet…?

Ich weiß es nicht. Ich weiß auch nicht, ob gegen Jürgen Eckert (SPD) tatsächlich diverse Anzeigen vorliegen. Ich behaupte das einfach mal so, und zwar mit dem (juristisch:) Recht auf Gegenschlag. Denn Eckert hat allen Ernstes verkündet, dass gegen mich diverse Anzeigen laufen. Zwar läuft gegen mich nicht mal eine Anzeige wegen Falschparkens, aber möglicherweise weiß Jürgen Eckert ja mehr.

Herr Eckert, Sie haben einen ganz fiesen Charakter. Und wenn Sie Ihre Diffamierungen gegen mich weiter verbreiten, dann werden Sie von mir eine Anzeige bekommen. Und sollten Sie unter Halluzinationen leiden, dann müssen Sie sich therapieren lassen. Das befreit.

UPDATE: Über den verhinderten Bürgermeister-Kandidaten Klaus H. Schädel, gegen den gerade wieder eine neue Strafanzeige bei der Kriminalpolizei eingegangen ist, erreichte mich die nachfolgende Mail :

Moin Herr Schädel,
es gibt keinerlei Strafanzeigen gegen mich,
also frei erfunden.
Danke für den Hinweis, aber ich lese diese
Seiten nicht.
Freundliche Grüße
Jürgen Eckert
 

Komisch, komisch. Weder habe ich behauptet, dass gegen den Mann „Strafanzeigen“ vorliegen, noch dass ich davon weiß, dass tatsächlich eine Anzeige gegen den Stadtverordneten vorliegt. 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. September 2015

Wahlempfehlung der Grünen zur Stichwahl: „Treffen Sie Ihre Entscheidung!“

Während Die Grünen sich vor sechs Jahren klar auf den CDU-Kandidaten Jörn Schade geeinigt hatten, kommt in diesem Jahr keine namentliche Wahlempfehlung für ihre Anhänger. Für den Vorstand empfiehlt Class-Christian Dähnhardt den Ahrensburger Bürgern: „Treffen Sie Ihre Entscheidung! Gehen Sie wählen!“

Bildschirmfoto 2015-09-28 um 21.29.03In meinen Augen betreiben die Grünen im Allgemeinen keine schlechte Kommunikation. Allerdings habe ich an der neuen Verlautbarung mal wieder etwas zu bemäkeln. Wir lesen: „Schauen Sie sich die beiden Kandidaten genau an. Wer von Beiden (richtig: beiden) soll in Zukunft die Entscheidungen der Politik umsetzen?“

Das ist eine Frage, die nicht im Vordergrund stehen sollte. Vernünftiger wäre: „Wem von den beiden Kandidaten trauen Sie zu, dass er die sinnvolleren Anträge an die Politik stellt und sich am besten mit allen Fraktionen über einen möglichst großen gemeinsamen Nenner verständigen wird, damit die Vernunft in Ahrensburg siegt?“

Ich erwähne es noch einmal ausdrücklich: Die Stadtverordneten sind keine nicht unbedingt Fachleute, sie entscheiden nach bestem Wissen und Gewissen. Die Fachleute sitzen im Rathaus – oder sollten dort sitzen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. September 2015

Das ist der Beweis: Zensur beim Hamburger Abendblatt

Ich habe mich heute früh darüber mokiert, warum die Stormarn-Beilage  ihre Seite 1 nicht online gestellt hat. Nun habe ich erkannt: Es ist offensichtlich eine Zensur erfolgt – von wem auch immer. Und diese Tatsache sollte sich in Ahrensburg und im Rest von Deutschland wie ein Lauffeuer herumsprechen, zeigt es doch, wie wir Bürger von der Redaktion einer großen Tageszeitung bewusst manipuliert werden sollen.

Gedruckte Titelseite

Gedruckte Titelseite

Auf der Seite 1 der Stormarn-Beilage steht heute korrekt: „Conring zwingt Sarach in die Stichwahl“ – siehe die Abbildung! Das hat offenbar jemandem nach Ausdruck der Beilage missfallen. Und er ließ diese Seite für das Internet stoppen. Stattdessen wurde auf Stormarn online eine neue Schlagzeile formuliert und also lautend: „Stichwahl in Ahrensburg zwischen Conring und Sarach“.

Stormarn online

Stormarn online

Frage: Ist es schon wieder soweit, dass Journalisten in Deutschland „auf Zuruf“ ihre Texte ändern müssen? Hat vielleicht Herr Sarach jemand in der Redaktion angerufen und sein Missfallen über die gedruckte Zeile auf der Titelseite geäußert, sodass Blombach & Co dem sofort Folge geleistet, die Seite online entfernt und den Beitrag bei Stormarn online neu überschrieben haben…?

Ich möchte wissen, was hier gespielt wird und gebe die Frage weiter an Chefredakteur Lars Haider nach Hamburg: Lieber Herr Haider, was ist hier passiert? U. A. w. g. Mit freundlichen Grüßen – Harald Dzubilla

Stormarn-Beilage online: Die Seite 1 fehlt!

Stormarn-Beilage online: Die Seite 1 fehlt!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. September 2015

Die Online-Leser der Stormarn-Beilage werden nicht ernstgenommen

Wer Papier sparen will, der kann die Stormarn-Beilage im Hamburger Abendblatt auch online lesen. Allerdings muss er dort machmal mit Verzicht leben wie zum Beispiel heute.

Bildschirmfoto 2015-09-28 um 10.01.42Wer die Stormarn-Beilage heute online lesen möchte, der bekommt die Seite 1 nicht, sondern nur die Seiten 2 bis 4. Okay, so ein technischer Fehler kann vorkommen. Aber es sollte nicht vorkommen, dass es jetzt 10 Uhr am Tage ist, und die Seite 1 immer noch nicht zu lesen ist.

Das ist eine Missachtung des zahlenden Kunden und zeugt davon, wie luschig die Redaktion arbeitet. Und der Leser muss zahlen, egal, was er für sein Geld angeboten bekommt.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. September 2015

Warum war die Wahlbeteiligung in Ahrensburg so gering?

Nur knapp 40 Prozent der Einwohner von Ahrensburg haben es für nötig gehalten, bei der Bürgermeister-Wahl ihre Stimme abzugeben. Und man fragt sich: Warum diese geringe Beteiligung an einer für die Stadt doch so wichtigen Entscheidung…?

Wahlurne KopieAls Beobachter der Szene von Ahrensburg weiß ich: Den meisten der Bürger geht das, was in Rathaus und Politik passiert, gänzlich am Arsch vorbei. Und ein Großteil dieser Ignoranten  glaubt allen Ernstes: Die Stadt Ahrensburg wird regiert vom Stadtforum. Und die wichtigen Versammlungen sind für diese Bürger nicht die Meetings der Stadtverordneten im Marstall, sondern die vom Stadtforum in der Großen Straße: Stadtfest, Weinfest, Oktoberfest. Da gehen sie zahlreich hin, die Bürger, und glauben, dass sie mit dem Heben der Gläser ihrer demokratischen Pflicht nachgekommen sind. Und wer hat all diese Feste eröffnet? Conring? Oder Hansen?

Ich werde und wurde oft gefragt, warum ich mein Blog Szene Ahrensburg betreibe. Ich antworte: Weil es in der Kommunikation unserer Stadt keine kritischen Stimmen gibt und die Berichterstattung hier wie dort ziemlich einseitig erfolgt. Und weil ich gehofft hatte, ein größeres Wir-Gefühl in Ahrensburg zu erzeugen, was meint, dass viel mehr Kommentare kommen und große Diskussionen über die Themen unserer Stadt passieren. Leider ist es bei den meisten Lesern ähnlich wie bei den Wählern: Sie verhalten sich passiv. Und wenig Politiker und kein Verwalter gehen mit gutem Beispiel voran und diskutieren in Kommentaren mit den Bürgern.

Das aber ist noch nicht alles, denn ich bin auch der Überzeugung: Die drei Bürgermeister-Kandidaten haben selber für eine niedrige Wahlbeteiligung gesorgt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. September 2015

Hinnerk Blombach: Mäntelchen in den Wind?

Schau an, schau an: Es gibt ihn also noch nicht nur im Impressum der Stormarn-Beilage, sondern nun auch als Schreiber: Hinnerk Blombach, Redaktionsleiter der Beilage, hat heute einen Kommentar im Blatt geschrieben! Und noch etwas fällt auf: In dem Kommentar steckt Kritik am zur Zeit noch amtierenden Bürgermeister Michel Sarach!

aus: Hamburger Abendblatt

Hamburger Abendblatt

Ich zitiere: „Der Bürgermeister-Wahlkampf in Ahrensburg ist fast vorbei. Am Sonntag wird zwischen ‚weiter so‘ und ‚vielleicht irgendwie anders‘ entschieden. Da ist zunächst Amtsinhaber Michael Sarach, der zweifellos die größte Verwaltungserfahrung aller Kandidaten hat. Er hat in den vergangenen Jahren häufig die Trägheit des Beamtenapparats und des öffentlichen Dienstes zu spüren bekommen und dies selbst thematisiert. So hat er eine Fähigkeit entwickelt, immer Gründe dafür zu liefern, warum etwas nicht funktioniert. Diese Erklärungen mögen zutreffend sein, den Bürger stellen sie indes nicht immer zufrieden.“ (Anmerkung: Farb- und Fettdruck vom Blogger.)

Oho! Und warum kommt diese Kritik jetzt plötzlich ins Blatt, obwohl das Thema doch schon seit geraumer Zeit bekannt ist…?

Lassen Sie mich raten: Die Redaktion hat ihre Leser über deren Meinung zum Ausgang der Wahl abgefragt und am Response erkannt, dass der Kandidat Sarach sehr viel niedriger eingeschätzt wird von den Lesern als von der Redaktion der Stormarn-Beilage. Aus diesem Grunde hält Hinnerk B. sein Mäntelchen schon mal ein wenig in den Wind, um nach der Wahl nicht vom Winde verweht zu sein.

Natürlich kann es auch anders sein, nämlich: Über dem Text steht der Hinweis „Anzeige“. Was darauf schließen lässt, dass entweder Conring oder Hansen diese Anzeige geschaltet und Blombach damit quasi gekauft und bezahlt haben. 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. September 2015

Thomas Bellizzi (FDP): „Es ist gewollt, dass der Bürgermeister versucht…“

Ich schätze Thomas Bellizzi, Fraktionschef der FDP in der Ahrensburger Stadtverordneten-Versammlung, durchaus als Person und Politiker. Er ist redegewandt, hat Witz und trifft mit seinen Bemerkungen nicht selten ins Schwarze, besonders dann, wenn er dem zur Zeit noch amtierenden Bürgermeister mangelnde Qualität bei dessen Arbeit bescheinigt hat. Und in seinem jugendlichen Alter darf der Feuerkopf Bellizzi auch hin und wieder mal über das Ziel hinausschießen – so wie heute in der Stormarn-Beilage.

Abbildung: Stormarn-Beilage im Hamburger Abendblatt

Abbildung: Stormarn-Beilage im Hamburger Abendblatt

Dort werden Politiker aller Fraktionen befragt: „Wie politisch ist das Amt des Bürgermeisters?“ Was natürlich eine Quatschfrage vom Wendler ist, weil der wissen muss, dass der Bürgermeister von Ahrensburg quasi die „Behörde“ der Stadt und damit ein Teil der Exekutive ist und deshalb als Organ des Staates gem. Art. 21 Abs. I GG das Neutralitätsgebot zu beachten hat. Dieses Gesetz ist vorrangig von Bedeutung vor dem Hintergrund der Chancengleichheit der politischen Parteien in der Stadt.

Aber kommen wir zum Statement von Thomas Bellizzi, der uns Bürgern erklärt: „Der Bürgermeister ist in erster Linie Chef der Verwaltung und damit ausführendes Organ der Stadtverordnetenversammlung. Er kann zwar versuchen, eigene Impulse bei Themen zu setzen – was sehr wohl gewollt ist –, ist aber immer auf eine Mehrheit bei den Stadtverordneten angewiesen.“

„Er kann zwar versuchen … was sehr wohl gewollt ist“. Das ist lustig, lieber Thomas Bellizzi, und gehört eigentlich auf die Witzseite der Zeitung – obwohl wir bei der Stormarn-Beilage ja ohnehin nicht wissen, welches die Witzseite ist oder nicht. 😉 Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. September 2015

Wenn ich mal etwas zum Bauamtsleiter bemerken darf…

Mira Frenzel schreibt bei Stormarn online: „Ulrich Kewersun ein, als im Bauamt drunter und drüber ging“. Was dieser rätselhafte Satz bedeuten soll, können wir nur raten. Vielleicht meint die Schreiberin: „Ulrich Kewersun, ein Fels in der Brandung, als im Bauamt alles drunter und drüber ging“? Egal, das ist nicht das eigentliche Thema meines Blog-Eintrages. Hier möchte ich etwas zum Timing anmerken.

Zitat: Hamburger Abendblatt

Zitat: Hamburger Abendblatt

Wie die Stormarn-Redaktion mitteilt, soll der neue Bauamtsleiter im Oktober seinen Dienst antreten. Wobei ich nur hoffen kann, dass Oktober 2016 gemeint ist, denn es wäre ja wohl verrückt, würde Sarach den Bauamtsleiter nominieren und Conring oder Hansen den Mitarbeiter anschließend ungefragt „übernehmen“ müssen. Denn der Bauamtsleiter ist nicht irgendwer, sondern eine ganz entscheidende Position in der städtischen Verwaltung unserer Stadt.

Es reicht ja wohl schon, dass die Position der Leitung des Stadt-Marketings besetzt ist, wie Conring oder Hansen sich das bestimmt nicht erträumt haben, denn es ist eine dubiose „Sarach-Lösung“, die sie dort als Bürde übernehmen müssten im Falle des Falles.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. September 2015

Statt Marketing: Ein Fahrat weißt zum Arendsburger Schloß

(Zitat: Duden)

(Zitat: Duden online)

Wenn in Ahrensburg vom „Schloss“ die Rede ist, dann ist damit weniger das Schloss an der Tür gemeint, sondern  ein „meist mehrflügeliges (den Baustil seiner Zeit und den Prunk seiner Bewohner repräsentierendes) Wohngebäude des Adels“. So definiert es Duden und bildet sogar unser Schloss daneben ab – siehe die Abbildung! Somit können wir Ahrensburger nicht nur mit Fug, sondern auch mit Recht sagen: Wir haben ein Schloss.

Schloss-FahrradWas reimt sich auf Schloss? Vielleicht Kloß? Oder Schoß? Oder groß? Nichts von alledem, denn das Schloss wird ja nicht „Schloß“ gesprochen, also wie groß und Schoß und Kloß, sondern eben Schloss wie Boss und kross.

Und nun schauen Sie sich das Schild mal an, das dort am Fahrrad angebracht ist und den Gästen der Stadt den Weg zu einem „Ahrensburger Schloß“ zeigen soll – siehe die Abbildung! Dieser Rechtschreib-Kloß stammt von einer Stadtverordneten und sagt den Besuchern von Ahrensburg durch das „ß“ indirekt, dass in der Ahrensburger Volkshochschule nicht nur Deutschkurse für Ausländer stattfinden sollten.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. September 2015