Schlagwort-Archiv: Ahrensburg

Es stinkt auf dem Rondeel!

IMG_9544Mag sein, dass meine Nase empfindlicher ist als die von anderen Leuten. Aber als ich gestern über das Rondeel spazierte, da stank es mir. Und ich sah, woher dieser penetrante Gestank kam: von den gelben Müllsäcken – siehe die Abbildung!

Es will in meinen Kopf nicht rein: Das stehen Tische der Gastronomie auf dem Rondeel, wo die Gäste bei Kaffee und Kuchen bzw. Brötchen sitzen, und niemand nimmt Anstoß. Weder an dem hässlichen Anblick noch an dem heftigen Ausstoß. Und wenn dort nicht die gelben Säcke stehen, dann stehen an dieser Stelle die Abfallcontainer und stinken nicht minder. Und wenn der Wind aus Richtung Hamburg weht, dann ist es auf dem Rondeel so duftig wie im Ziegengehege bei Hagenbeck.

Im Sommer, wenn die Sonne kräftig scheint, dann ist es noch schlimmer. Aber trösten Sie sich: Außer mir nimmt das niemand wahr! Weder mit der Nase noch mit den Augen. 17

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. Juni 2014

MARKT: Aktueller Aufmacher aus der Steinzeit (gefühlt)

Es würde mich gar nicht wundern, wenn der MARKT demnächst auf Papyrus erscheint. So alt wirkt auf mich die Ausgabe von heute mit dem Aufmacher: „Stadtforum schlägt Alarm“. Eine Meldung, die aus der Zeit stammt, als Asbach Uralt sich noch Cognac genannt hat.

IMG_0619Mal ganz abgesehen davon, dass ich das Parkplatzproblem in Ahrensburg schon seit ewiger Zeit als vordringliche Aufgabe für Verwaltung, Politik und Stadtforum in den Fokus gestellt habe, so ist die Meldung, mit der das Stadtforum endlich aufgewacht ist, schon am 26. Mai 2014 in der Stormarn-Beilage erschienen, sodass der MARKT mit Blick auf den Kalender ziemlich alt aussieht. Aber nicht nur das.

Im MARKT wird jetzt die Forderung von Andreas Werning (Stadtforum) breitgetreten, die Stadt möge doch das Parkhaus Alter Lokschuppen nicht nur aufstocken, sondern auch noch verlängern in Richtung Edeka. Abgesehen davon, dass dieses Grundstück in privater Hand ist, so wäre eine solche Investition für das Ahrensburger Parkplatzproblem meiner Meinung nach so sinnvoll wie eine Tankstelle auf dem Bahnsteig.

Autofahrer, die im Alten Lokschuppen parken, sind zum größten Teil Leute aus umgrenzenden Gebieten, die bis nach Volksdorf reichen. Diese Autofahrer kaufen wohl kaum in Ahrensburg ein, sondern wählen den bequemen Weg, um mit der Bahn nach Hamburg oder Oldesloe zu kommen. Auch die Ahrensburger, die dort ganztägig (!) parken, fahren weg von Ahrensburg. (Nebenbei bemerkt: Sie könnten genauso mit dem Fahrrad zur Bahn fahren.) Außerdem gibt es dort auch „Dauerparker“ aus den Kreisen der Anlieger, die auf diese Weise einen wunderschönen und kostenlosen Garagenparkplatz haben, der anderswo richtig Geld kosten würde.

Also: Ein Anbau des Parkhauses würde gar nichts bringen außer noch mehr Pendler von außerhalb, die dort parken. Und das womöglich auch noch kostenlos im Gegensatz zur Alten Reitbahn etc. Darum werde ich nicht müde, meinen alten Vorschlag immer wieder neu zu unterbreiten: Parkplatz schaffen hinterm Rathaus, wo heute nur Zirkuswagen parken dürfen! Hier könnte man unter- und überirdisch tolle Parkplätze schaffen, die man mit ein paar Bäumen sogar noch hübsch anlegen könnte.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Juni 2014

Apropos Ahrensburg-Film: Nicht die Clochards der Stadt vergessen, Herr Bürgermeister!

Jede Stadt ist stolz auf ihre Besonderheiten. Nehmen wir zum Beispiel Paris. Dort gibt es u. a. die berühmten Clochards, die unter den Brücken der Seine leben und sich von Touristen bewundern lassen. Darüber wurden schon Romane geschrieben von großen Autoren.

IMG_9528Auch Ahrensburg hat seine Clochards. Die sitzen nicht unter der Brücke an der Hunnau, sondern die sitzen vornehmer. Zum Beispiel in der Großen Straße, der Prachtallee von Ahrensburg. Dort gibt es schöne Bänke, auf denen sich die Clochards niederlassen und das eine und andere Fläschchen, das aus dem benachbarten Penny-Markt stammt, durch viele Hände kreisen lassen.

Ich hoffe, die Filmleute, die zur Zeit den Werbefilm von Sarach & Kienel in der Stadt drehen, übersehen die Damen und Herren Penner Clochards nicht und rücken sie genauso in den Fokus der Stadt, wie sie bestimmt auch den Blaumann in ihrem Film verewigen werden, mit dem sich die Blaufrau, nämlich Ex-Bürgermeisterin Pepper, ihr persönliches Denkmal in die Stadt gesetzt hat, das ihrem Parteigenossen und Nachfolger so gefällt, dass er es schützt wie seinen eigenen Augapfel und sogar versucht hat, es den Bürgern sympathisch zu machen durch einen höchst albernen Comic-Strip, der mitfinanziert wurde durch die Ahrensburger Stadtwerke.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 3. Juni 2014

Das Geld des Fördervereins fließt, und der KGR treibt es bunt

Nachdem der Förderverein sich vertraglich verpflichtet hat, die Sankt Johannes Kirche finanziell zu fördern, hat die Kirchenleitung wieder Geld übrig. Und was macht man damit? Man druckt farbig.

KircheGenauer gesagt: Die Titelseite vom aktuellen Kirchenblatt (herausgegeben vom Kirchengemeinderat) ist in vier Farben gedruckt – siehe die Abbildung! Klar, das Leben ist bunt, warum soll die Kirche es da bescheiden in schwarz-weiß halten!?

Auf den Beitrag „St. Johannes – ein großer Schritt auf dem Weg zu einer veränderten Gemeinde“ will ich nicht eingehen. Hier wird noch einmal aus der Sicht von Frau Botta dargestellt, wie der KGR den Förderverein über den Tisch Altar der Kirche gezogen hat.

Bemerkenswert: Vormals wurde das Kirchengemeindeblatt den Mitgliedern der Kirchengemeinde in den Briefkasten gesteckt. Heute müssen die Gläubigen sich dieses Blättchen selber holen. Es liegt aus an kirchlichen Stätten genauso wie in acht Apotheken mit Ausnahme der easy-Apotheke. Und in Buchhandlungen, Edeka-Märkten, Bäckereien und anderen Läden.

Die gedruckte Auflage ist laut Impressum: 5.000 Exemplare. Dafür müssen die Inserenten zahlen: 6 Ahrensburger Firmen und (vermutlich kostenlos) das DRK.

Was schätzen Sie, liebe Leser, wie viele Exemplare des Blattes tatsächlich mit nach Haus genommen werden? Mehr als die Hälfte? Oder eher weniger…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 3. Juni 2014

Der Mann des Tages: Dieter Costard aus Großhansdorf

Heute stellt uns die Stormarn-Beilage, die früher mal Ahrensburger Zeitung hieß und nun im Hamburger Abendblatt aus Essen beiliegt, auf ihrer Titelseite groß einen Mann vor, der den Namen Dieter Corstard trägt – siehe Abbildung!

Bildschirmfoto 2014-06-02 um 08.43.09Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Park Manhagen und ist übertitelt: „Weg für neues Hotel wird geebnet“. Und da habe ich vermutet: Dieter Costard ist der Ebner des Weges, sprich: Der Investor für eine neues Hotel im Park Managen. Aber haste gedacht!

Dieter Costard ist auch nicht der Bürgermeister von Großhansdorf, oder der Bürgervorsteher oder ein bedeutender Politiker in der Gemeinde, der dort das Sagen im Bauausschuss hat. Darum sagt der Mann auch nicht, dass er den Weg für neues Hotel ebnet, sondern er sagt – im letzten Absatz des Artikels klein und bescheiden: „Das ist ist im Prinzip eine feine Sache.“

Für diese im Prinzip tolle Aussage ist Dieter Costard aus Großhansdorf zum Mann des Tages auf der Titelseite der Stormarn-Beilage geworden. Das wurde in der Redaktion am gestrigen Sonntag entschieden, dem Praktikanten-Tag des Blattes.

Was sonst noch in diesem Beitrag von Mia Frenzel steht? Ich habe nichts gefunden außer dem, was im ersten Absatz steht: Nachdem sich bereits der Kreis Stormarn bereiterklärt hat, seinen Anteil an dem Grundstück zu veräußern, haben auch die Stadtverordneten von Ahrensburg zugestimmt, den Anteil der Stadt zu verkaufen. Mehr Neues steht in dem gesamten Text nicht – wirklich nicht.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 2. Juni 2014

Eine Treppe hinab in die grüne Kultur von Ahrensburg

IMG_9532Mitten in der Schlossstadt, die in diesem Jahr ihren angeblichen 700. Geburtstag feiert, gibt es eine öffentliche Treppe. Wer die benutzt, weiß ich zwar nicht, aber ich sah, dass die Stufen hinab ins Grüne führen – siehe die Abbildung!

Ich zeige die Treppe, damit die Leute, die gerade einen Werbefilm in und über Ahrensburg drehen, dessen geheime Finanzierungskosten vom Duo Sarach & Kienel übernommen werden, auch erkennen, dass Ahrensburg eine Stadt ist, die grüne Ecken in der City auch abseits vom Schmickschen Rollrasen aufweist.

Apropos Grüne: Die Grünen laden heute Abend ein zu ihrem GrünSchnack ins Restaurant Strehl, und zwar um 19.30 Uhr. Claas-Christian Dähnhard schreibt: „Wir wollen den Abend nutzen, um der Frage nachzugehen: Ahrensburg – Kulturhauptstadt vom Kreis Stormarn: Vision, Fakt oder Hirngespinst? Wie ist der Ist-Zustand in Ahrensburg? Was braucht es, um ein kulturelles Ahrensburg zu leben? Gibt es konkrete Ideen? Wer sind die Akteure? Ich freue mich auf eine angeregte Debatte.“

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 2. Juni 2014

Gesucht: Mädchen für alles – möglichst naiv!

Kleinanzeigen können lustig sein. So fielen mir zwei Inserate auf, die ich in zwei Medien der Stadt gefunden habe, und die eines gemeinsam haben: Gesucht wird eine Putzfrau. Das aber wird nicht so ganz deutlich gesagt in den kleinen Anzeigen.

Was wird hier eigentlich wirklich gesucht...?

Was wird hier eigentlich wirklich gesucht…?

Eine Familie in Großhansdorf zum Beispiel sucht eine „Haushaltsmanagerin“. Was soll diese Managerin im Haushalt managen? Zum Beispiel soll sie Kinder betreuen. Aber sie soll auch die „Reinigung“ und „Organisation“ managen. Bedeutet das: Eine Reinigungskraft ist vorhanden? Oder bedeutet es: Putzfrau soll neben ihrer Arbeit auch die Kinder beaufsichtigen…?

Und dann wird eine „Haushaltshilfe gesucht“. Wo, wird nicht verraten. Und diese Haushaltshilfe hat ein „Aufgabenspektrum“. Das ist eine Vokabel, mit der Firmen ihre Mitarbeiter für größere Aufgaben suchen. Und worin liegt das Aufgabenspektrum für die gesuchte Haushaltshilfe? Kurzum, sie soll das machen, wozu keine Hausfrau echte Lust verspürt: „Reinigung über Fensterputzen bis zum Bügeln“, also ein gewaltiges Spektrum an Aufgaben.

Statt eine Putzfrau zu suchen, einen Fensterputzer und eine Bügelfrau, wird hier „ein Mädchen für alles“ gesucht. Dazu kommt der Witz: Die „Haushaltshilfe“ soll parallel als Bürohilfe arbeiten! 47

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. Mai 2014

Achtung, Frau Schmick: Hier gibt’s neue Schrotträder!

Das verstehe ich nicht: Im vergangenen Jahr standen viele Schrottfahrräder in der Stadt herum, die an Laternenpfählen angeschlossen waren, damit die städtische Müllabfuhr sie nicht mitnehmen konnte. Überdies waren sie auch noch bunt angemalt, und auf dem Gepäckträger war ein Korb, aus dem Pflanzen wucherten. Mein Unverständnis: Die städtische Verwaltung hat diesen Unfug ausdrücklich genehmigt.

Bildschirmfoto 2014-05-30 um 08.54.38Die Schrotträder-Aktion war eine lokalpolitische Arbeit der Stadtverordneten Karen Schmick (WAB). Und der gebe ich einen Tipp: Wie die Stormarn-Beilage heute berichtet, blockieren viele kaputte Fahrräder die Plätze an Bahnhöfen. Hier, liebe Frau Schmick, können Sie sich weitere Schrotträder abholen und Kunstwerke daraus machen. So könnte ein bunter „Fahrradweg“ durch alle Straßen der Stadt aufgebaut werden, was ja gerade zu unserem 700. Geburtstag ein besonders attraktiver Anblick für die Besucher von Ahrensburg ist.

So werden aus alten Schrotträdern neue Kunstwerke. Ein Recycling der kreativen Art. Und es sieht einfach besser bunter aus als die blauen Fähnchen, die auf die Schlosswiese gesteckt wurden.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. Mai 2014

Liegt das Herzogtum Lauenburg eigentlich im Kreis Stormarn, Herr Klingel-Domdey?

Wie der Name „Stormarn-Beilage“ schon sagt, erscheint diese Beilage nur in Stormarn. Aber nachdem das Hamburger Abendblatt seinen Verlagssitz jetzt in Essen hat, verwundert es wenig, wenn die Stormarn-Redaktion nun auch über Stormarn hinausgeht und über Ereignisse aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg berichtet. 

Bildschirmfoto 2014-05-28 um 12.47.58Und so erfahren wir Ahrensburger heute online, dass zwei Jungendliche in Wentorf „polizeifreindliche Graffiti“ gesprüht haben. Und Wentorf liegt bekanntlich im Herzogtum Lauenburg. Und „die Besatzung eines Streifenwagens“, die die Sprayer in Wentorf festgenommen haben, wird auf einem „Archivfoto“ 47 gezeigt – siehe die Abbildung!

Klar, nachdem für die Stormarn-Redaktion offenbar keine neuen Leser in Stormarn mehr zu holen sind, geht man einfach über die Grenzen des Kreises hinaus und versucht es im Nachbarkreis. Und es sollte mich gar nicht wundern, wenn demnächst in einem Beitrag aus Holzkirchen berichtet wird. Das liegt zwar im Landkreis Miesbach und damit in Oberbayern…

…aber die Stormarn-Beilage könnte ihr Verbreitungsgebiet ja klammheimlich bis dorthin ausdehnen! Für die Ahrensburger Inserenten würde das eine schöne Reichweite bedeuten.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Mai 2014

Stormarn-Beilage: Morgen früh ist Shoppen angesagt!

Morgen ist der 29. Mai 2014, und auf dem Kalender steht: „Christi Himmelfahrt“. Für Atheisten: Dieses ist ein christlicher Feiertag. Womit sich mir die Frage stellt: Wenn Christen heute die Himmelfahrt von Jesus Christus feiern – was machen dann die Atheisten…?

FrühshoppenDie Stormarn-Beilage weist heute darauf hin, wo Nicht-Christen morgen früh zum Shoppen gehen können. Zum Beispiel zu Strehl, wo sie beim „Frühshoppen“ nicht nur Gegrilltes shoppen und Bratkartoffeln plus Getränke, sondern auch Country-Musik hören können.

Nein, nicht etwa der „Frühschoppen“ ist gemeint, sondern sowohl in der Überschrift als auch im Kleingedruckten schreibt die Redaktion jedes Mal ausdrücklich: „Frühshoppen“!

Frühes Shoppen am morgigen Tage gilt natürlich nur für Atheisten, denn Christen gehen um diese Zeit in die Kirche. By the shopping-way: Warum auch Nicht-Christen morgen arbeitsfrei haben, verstehe ich allerdings nicht. Denn wenn beispielsweise unsere Mitbürger aus der Türkei Ramazan Bayramı feiern oder Kurban Bayramı, dann haben wir Christen hierzulande ja auch keine arbeitsfreien Tage.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Mai 2014