Schlagwort-Archiv: Ahrensburg

Fluglärm über Ahrensburg: weniger oder mehr?

In Ahrensburg wird Fluglärm als störend oft empfunden, wenn die Flieger ihre Runden direkt über unseren Köpfen drehen, bevor sie in Fuhlsbüttel landen. Und weil sie das in Vergangenheit häufiger getan haben, gab es Beschwerden aus der Bevölkerung im Rathaus der Schlossstadt. Und heute konnte man in einem Beitrag im Hamburger Abendblatt u. a. lesen (rote Farbgebung von mir):

Bildschirmfoto 2014-11-04 um 23.21.04Der Senat übernimmt nun das Votum der DFS und der Lärmschutzkommission. Eine Verlängerung des Endanfluges auf mindestens zehn Meilen würde „beispielsweise für Lemsahl-Mellingstedt und Duvenstedt ohnehin keine zusätzliche Entlastung bringen“. Allerdings sieht der Senat eine andere Auswirkung: „Ein vollständiger Verzicht auf Anflüge mit einer Endanfluglänge unter zehn NM bedingt jedoch eine Verlagerung des Anflugverkehrs in Richtung Nordosten und damit eine stärkere Belastung von Bargteheide.“ Das sei nicht vertretbar. 

Der Senat nennt die Erhöhung der Mindestanfluglänge von vier auf sieben NM eine „ausgewogene Kompromisslösung“, räumt aber ein, dass „bei der komplexen Thematik keine allseits zufriedenstellende Lösung erreicht werden kann“. Dennoch bedeute der längere Anflug, dass die Flugzeuge „nicht mehr erst auf dem Hamburger Stadtgebiet eindrehen können“. Hierdurch „erfahren Stadtteile wie Volksdorf, Wohldorf-Ohlstedt, aber auch die Stadt Ahrensburg eine Verbesserung; die kritisierte Lärmstreuung im Hamburger Nordosten wird erheblich reduziert“, heißt es in der Senatsmitteilung. 

Soweit der Flugschreiber vom Abendblatt.  Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. November 2014

Lindenhof-Planung: Parkplätze weg, Linden weg, Verstand …

Rund 50 Bürger waren heute Abend in die Stadtbücherei gekommen, um zu schauen, was dort auf dem Lindenhof-Grundstück nun genau passieren soll. Die Investoren stellten sich vor, und ein Herr aus dem Architekten-Büro, das mit seinem Vorschlag bei dem Wettbewerb gesiegt hat („mit sehr klarer Mehrheit“), erläuterte den Gebäudekomplex.

Der Entwurf der Sieger

Der Entwurf der Sieger

Um es kurz zu machen: Der Entwurf der Hamburger Architekten mag zwar gelungen sein, in meinen Augen aber hat das geplante Bauwerk in solcher Dimension etwas Bedrohliches an diesem Ort. Ähnlich wie das CCA in der Rampengasse. Und einige der alten Linden sollen dabei auf der Strecke bleiben, sprich: der Säge zum Opfer fallen. Es sei denn, der Artenschutz muss berücksichtigt werden, was meint: In einem dieser Bäume ist das Nest eines Vogels, der vorm Aussterben geschützt werden muss. Also so einer wie der berühmte Wachtelkönig. Aber der brütet ja nur ebenerdig und ist in Ahrensburg bereits ausgestorben. 😉

Und so sehen Sieger aus

Und so sehen Sieger aus (3. von links der Bürgermeister)

Doch Scherz beiseite, denn dazu ist die Lage zu ernst. Nämlich die Verkehrslage. Ich weise an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin: Der Parkplatz Lindenhof ist bald Vergangenheit. Der Investor hat nur Tiefgaragenparkplätze für Hausbewohner im Plan. Wo die bisherigen Fahrzeuge vom Lindenhof parken sollen, bleibt im Dunkel. Und wo die Autos von Besuchern und Kunden  der neuen Praxen, Büros und des Cafés parken sollen, weiß allein … niemand.

Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. November 2014

Warum der Lindenhof bald Blindenhof heißen wird

Gehen Sie doch mal auf die Homepage der Stadt Ahrensburg! Dort wird die „Öffentlichkeit“ am Dienstag – also morgen, dem 4. November 2014 – eingeladen, und zwar in Sachen Planung Lindenhof-Bebauung und im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 1 BauGB – wenn Sie sich die Bekanntmachung der Stadt bitte einmal selber durchlesen wollen!

Bildschirmfoto 2014-11-02 um 19.23.22Interessant ist, dass der Beschluss über die frühzeitige Unterrichtung der Öffentlichkeit erst am darauffolgenden Mittwoch in der Sitzung vom Bau- und Planungsausschuss stattfinden wird. Auch der Aufstellungsbeschluss wird dann rückwirkend erfolgen. Der Grund für diesen Schnelldurchlauf könnte das sogenannte „vereinfachte Verfahren“ sein.

Nach dem Dienstag – also morgen – ist damit alles durch, und das war’s dann. So wird der Platz anschließend bebaut, und die Ahrensburger werden sich verdutzt die Äuglein reiben, wenn sie dann feststellen, dass das Objekt zwei Stockwerke höher wird als das Altenheim gegenüber. Das Lindenhof-Grundstück wird sehr massiv und maximal bebaut. Einige Teilnehmer des Wettbewerbs sind da weitaus behutsamer vorgegangen – aber das hat der Jury offensichtlich nicht gefallen, warum auch immer. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 3. November 2014

Kurze Medienschau aus Ahrensburg im Kreis Stormarn

Da ich ein neugieriger Mensch bin, gucke ich in gedruckte Zeitungen genauso wie ins Internet. Und hier wie dort finde ich immer wieder bemerkenswerte Passagen, die ich mir kopiere. Und weil Sie sich sowieso gerade auf Szene Ahrensburg eingeklickt haben, sollen Sie auch erfahren, was mich in der zurückliegenden Woche so belustigt hat:

Bildschirmfoto 2014-11-01 um 11.04.56Da sah ich unseren viel fotografierten Chef der städtischen Verwaltung. Diesmal zeigt die Stormarn-Redaktion vom Hamburger Abendblatt den Bürgermeister als Musical-Star – siehe die Abbildung! Leider kann ich nicht zu der Veranstaltung mit „24 Stunden Musical“ gehen, sodass ich nicht live erleben werde, was der Meister der Bürger hier für eine Rolle spielt und singen wird.  Aber wie er im Foto an erster Stelle in der Pose eines Weltstars agiert, so vermute ich, dass Michael Sarach eine tragische dramatische Hauptrolle spielt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 1. November 2014

Verleihung des großen Bleistifts an Karl-Heinz Schoenfeld

Heute hatte ich hohen Besuch aus Potsdam: Karl-Heinz Schoenfeld, einer der renommiertesten Karikaturisten deutscher Feder, war in seine alte Heimatstadt Ahrensburg gereist und bei dieser Gelegenheit mit seiner Gattin Christa auch zu Gast in der Sklavenhändlerstraße. Zur Feier des Tages habe ich dem Meister den größten Bleistift überreicht, den ich finden konnte – siehe Foto!

Karl-Heinz Schönfeld (rechts) bekam einen Bleistift, mit dem er noch lange, lange zeichnen kann. (Foto: Christa Schönfeld)

Karl-Heinz Schoenfeld (rechts) bekam einen Bleistift, mit dem er lange zeichnen kann. (Foto: Christa Schoenfeld)

Damit soll Karl-Heinz Schoenfeld nicht nur große Karikaturen zeichnen, sondern auch große Rechnungen schreiben an die vielen Tageszeitungen, die seine politischen Kommentare jede Woche drucken. 😉

Ein paar Stunden lang haben wir nicht nur über alte Zeiten geplaudert, sondern auch über das Ahrensburg von heute. „Viel verändert hat sich nicht zu früher“, grinste der Besucher, der in Ahrensburg immer noch viele Freunde hat und gern zu Besuch kommt.

Im kommenden Monat wird Karl-Heinz Schoenfeld 86 Jahre. Und wer ihn kennt, der wird es mir bestätigen: Ein Zahlendreher – also 68 – und kein Mensch würde darüber stolpern! Und so können wir uns weitere 32 Jahre lang auf die tagesaktuellen Werke meines Freundes, des großen Karikaturisten Karl-Heinz Schoenfeld freuen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. Oktober 2014

Haspa: EC-Karte jetzt auch für Kindergartenkinder

Zur Zeit bekommen viele Bank- und Sparkassen-Kunden neue EC-Karten zugeschickt. So auch meine Tochter – siehe die Abbildung! Und die „Sehr geehrte Frau Dzubilla“ soll ihre EC-Karte von der Hamburger Sparkasse auf der Rückseite unterschreiben.

Unbenannt-1Das Dumme ist: Miriam kann die Karte gar nicht unterschreiben. Sie kann nämlich überhaupt noch nicht schreiben, denn sie geht noch in den Kindergarten. Außerdem hat sie gar kein Girokonto bei der Haspa, weder in Hamburg noch in Ahrensburg oder sonstwo.

Was macht man mit so einer Karte? Einkaufen im Internet? Oder verkaufen auf dem Hamburger Kiez…?smileygarden027027

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. Oktober 2014

Ein Salut im Salon der Region Stadt Ahrensburg ab 18 Uhr

Bildschirmfoto 2014-10-29 um 22.08.46Wie dämlich ist das denn? Gemeint ist der Eintrag auf der Homepage der Stadt Ahrensburg am 23. 11. 2014. Wir lesen dort einen Jubeltext über „Salut Salon“. Und jetzt klicken Sie mal auf den Eintrag und verraten mir bitte, wo das Damen-Quartett denn eigentlich auftritt! Ich finde nur: „Region: Stadt Ahrensburg“ und: „Ortschaft: Ahrensburg“. Dazu der Hinweis: „Morgen kommt Salut Salon!“

Klar, das Thema ist nicht weltbewegend. Aber ich gehe davon aus, dass solche Ankündigungen von erwachsenen Menschen im Rahmen von bezahlter Arbeit geleistet werden. Und wenn ich sehe, wie präzise dagegen die Werbeveranstaltungen der Flora-Apotheke aufgeführt werden, dann frage ich mich: Werden die Mitarbeiter im Rathaus, die dafür verantwortlich sind, eigentlich von niemandem kontrolliert – außer von mir? Es hat sich doch schon mehrfach gezeigt, dass die Veranstaltungsseite etwas kurios betrieben wird. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. Oktober 2014

„65. Geburtstag der Zeitung“ – aber welcher denn…?

Am 1. November 2014 lädt die Stormarn-Redaktion vom Hamburger Abendblatt ihre Leser ein, in die Redaktionsräume in der Großen Straße zu kommen. Zu Musik und Häppchen aus Bargeld-Stegen – „vollkommen kostenlos“, wie man dem Leser ausdrücklich erklärt, damit niemand Geld mitbringen soll.

Ursprünglich hieß es, man wolle den 65. Geburtstag der „Ahrensburger Zeitung“ feiern. Nachdem ich darauf hingewiesen habe, dass es die besagte Zeitung schon lange nicht mehr gibt, hat sich die Stormarn-Redaktion umgestellt und feiert einfach den „65. Geburtstag der Zeitung“ – wie wir es heute dem Blatt entnehmen – siehe Abbildung!

Unbenannt-1Nun fragt sich der Leser immer noch: Welche Zeitung hat denn am kommenden Samstag ihren 65. Geburtstag? Das Hamburger Abendblatt kann es nicht sein, denn es hat das Licht der Pressewelt am 14. Oktober 1948 erblickt, ist also in diesem Monat schon 66 Jahre alt geworden. Und eine andere Zeitung, die 65 Jahre alt wird, kann ich nirgendwo erkennen. Und der Hinweis der Redaktion: „Gute Antworten gibt’s dort, wo seit 65 Jahren Zeitung gemacht wird“ – dieser Hinweis führt für Ahrensburg ins Leere.

Na ja, macht ja auch nix. Und wenn die Redaktion auch nur wie angesagt einen „Tag der offenen Tür“ feiert, dann sollten Sie durch den Türrahmen gehen und essen und trinken auf Kosten des Hauses. Und wenn Sie nicht wissen sollten, worüber Sie mit den Redakteuren plaudern könnten, dann gebe ich Ihnen einen Stoff, der aus HORIZONT stammt, wo einer der oberen Chefs vom Hamburger Abendblatt (Funke Mediengruppe) interviewt wurde, nämlich Manfred „Charly“ Braun. Und dieser sagte u. a.: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. Oktober 2014

Königlich sieht irgendwie anders aus…!

Am 22. März 2013 habe ich mich lustig gemacht über einen neuen Schnellimbiss in der Großen Straße, der dort nach eigenem Bekunden „königliche Würste“ verkauft. Lustig gemacht habe ich mich über das Firmenschild, das alles andere verheißt als gerade Wurst vom Grill. Und bis vorgestern war bei diesem Imbiss alles so, wie es schon zu Anfang war.

Bildschirmfoto 2014-10-29 um 18.24.39Dann las ich im Internet, dass Katrin Ebbers, die Inhaberin, ihre „Königliche Wurst“ aufgeben und verpachten oder verkaufen möchte. Und nun hat sich das Firmenschild über dem Laden verändert, wenn Sie sich das bitte mal anschauen wollen – siehe die Abbildung!

Das Design – sofern man hier überhaupt von Design sprechen kann – schaut aus, als hätte ein Laie es mit eigener Hand entworfen und zusammengebastelt. Auffällig: Die beiden letzten Buchstaben von „WURST“ sind kaum zu lesen.Königliche Wurst Kurz gesagt: eine Verschlimmbesserung. Und der Imbiss selber sieht immer noch aus, wie er schon ausgesehen hat, als es noch ein Döner-Laden gewesen ist: Billig-Imbiss. Königlich stellt man sich irgendwie anders vor.  Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. Oktober 2014

Hamburger Abendblatt: Ahrensburger Geschäftsleute sind Schrotthändler!

Liebe Ahrensburger Kaufleute! Es geht auf Weihnachten zu, und da schauen sich die Konsumenten in den Schaufenstern und Läden unserer Stadt um nach Geschenken für ihre Lieben. Und wenn sie dann durch die Ahrensburger Straßen gehen und sich umschauen, dann sehen sie, was in den Läden verkauft wird: „Geschenke-Schrott“.

SchrottVoranstehende Erkenntnis kommt vom Hamburger Abendblatt, dem Mantel der hiesigen Stormarn-Beilage. Das Blatt wirbt in Ahrensburg mit City-Light-Postern, auf denen Ihre Kunden in Großbuchstaben lesen: STATT GESCHENKE-SCHROTT: MEIN HAMBURG SHOP.DE„. Und das ist die Internet-Einkaufsadresse vom Hamburger Abendblatt. Und wer dort einkauft, der kann sich sogar noch einen „10 EURO SHOPPING-GUTSCHEIN SICHERN“ – siehe die Abbildung!

Ja, liebe Ahrensburger Schrotthändler, das Hamburger Abendblatt sagt Ihrer Kundschaft, wo es lang geht in der Schlossstadt, nämlich ins Internet an die eigene Bestelladresse. Und wenn Sie am 1. November 2014 zufällig in die Redaktion der Stormarn-Beilage kommen sollten, um der ehemaligen „Ahrensburger Zeitung“ † zu kondolieren, dann erkundigen Sie sich doch mal zwischen Musik & Häppchen, warum man ausgerechnet Ahrensburger Kunden abwerben will mit der Unterstellung: In Ahrensburg kaufen Sie doch nur Schrott!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. Oktober 2014