Die Antwort zur Überschrift lautet: Pendel*. Und das erkennen Sie, wenn Sie vor dem Ahrensburger Amtsgericht in der Königstraße stehen und dort sehen: Justitia hat ein Pendel in der Hand. Dieses ist sehr ungewöhnlich, und schon allein deshalb könnte man glauben: Im Schilda des Nordens gelten vor dem Landgericht andere Gesetze als anderswo im Lande.
Zur Erklärung: Wenn Justitia von Malern oder Bildhauern dargestellt wird, dann hat die Göttin der Gerechtigkeit eine Waage in der Hand und zumeist auch noch ein Richtschwert. Und die Augen der Justitia sind in aller Regel verbunden.
In der Stadt Ahrensburg jedoch sieht es gaaanz anders aus, meine lieben Mitbürger: Die Justitia vor dem Amtsgericht – siehe Abbildung! – hat weder Waage noch Schwert. Stattdessen hat die Göttin ein Pendel in der Hand; und verbunden sind ihre Augen auch nicht, was tief blicken lässt.
Ein Pendel? Was will man uns Bürgern damit deutlich vor Augen führen? Ich sehe es ironisch: Im Amtsgericht Ahrensburg werden die Urteile nicht ausgewogen gesprochen, sondern sie werden dort von den Richtern ausgependelt, was den Blogger stark an Esoterik denken lässt und an die berühmte Horrorgeschichte von Edgar Allan Poe*. Weiterlesen









