Dass die Stormarn-Beilage tendenziös berichtet, haben wir inzwischen ja schon mehrfach nachlesen können. Heute schreibt die Beilage über die Anfrage der Stadtverordneten Hengstler (CDU) im Kulturausschuss und übertitelt den Bericht mit dem Satz: „Flüchtlingshelfer kritisieren Anfrage zum Gutshof-Festival“. Meine Frage: Warum, um alles in der Welt, tun sie das, denn schließlich geht es doch um ihr Geld?!
Vorab: Die Stadtverordnete Hengstler hat die gewünschte Auskunft nicht bekommen. Der Schirmherr der Veranstaltung, Bürgermeister Michael Sarach, war gar nicht in den Ausschuss gekommen. An seiner Stelle trat die Kulturbeauftragte der städtische Jurist in Erscheinung. Ich zitiere nur drei Sätze aus der heutigen Stormarn-Beilage:
„Stadtjustiziar Thomas Reich antwortete im Ausschuss, dass der Stadt keine prüfbare Gesamtabrechnung vorliegt, da es sich um eine von Dritten organisierte Privatveranstaltung gehandelt habe. Bürgermeister Sarach sei nur Schirmherr gewesen, die Stadt habe eine überschlägige Darstellung der Veranstalterin erhalten und der Bürgermeister habe ‚keinen Zweifel an deren Ordnungsgemäßheit‘. Für nähere Informationen müsse Frau Hengstler Felizitas Thunecke fragen.“
Hierzu habe ich folgende Frage: Ist eine öffentliche Veranstaltung, die eine Benefiz-Veranstaltung ist, bei der eine Amtsperson die offizielle Schirmherrschaft übernommen hat, eine „Privatveranstaltung“? So, wie z. B. die Geburtstagsfeier in einer Kneipe? Dann muss der Bürgermeister natürlich keine Rechenschaft ablegen, wenn er über die Ordnungsmäßigkeit der Abrechnung befragt wird. Weiterlesen










