Archiv für den Monat: Juli 2019

Spätes Geständnis vom Rotary-Club: Der “Kino-Sommer” wurde geschaffen, um uns vom Blaumann abzulenken

Heute, liebe Leute, werden wir richtig unschön auf den Arm genommen und in Dummheit aufgewogen. Vom Rotary-Club Ahrensburg und mit Hilfe vom 3. Buch Abendblatt und Reporterin Katharina Geßler. Und der Rotarier aus dem Club ist Stefan Rössle, der in der Serie „Bank-Geheimnisse“ interviewt wird. Überschrift: „Muschelläufer war für uns ein PR-Desaster“.

Aus: Abendblatt mit Symbolbild

So, und nach dem Geständnis des Rotatiers geht es auch schon los mit der Vergackeierung der Leser bzw. Bürger: Stefan Rössle erklärt, dass der Club (Vorstand: Ursula Pepper, damals noch Bürgermeisterin) den „Muschelläufer“ gestiftet hat mit der Bedingung, dass die Plastik auf dem Rondeel zu stehen habe – basta! Für die Stadt nahm Ursula Pepper aus dem Rotarier-Vorstand in ihrer Rolle als Bürgermeisterin den Blaumann in Empfang. Sie war es auch, die den Vertrag mit dem Plastiker Wolke unterzeichnet hat, der dem Stadtjuristen Thomas Reich zur Prüfung gar nicht vorgelegt worden war.

Im Gespräch erklärt Stefan Rössle heute: Weil das Geschenk ein Schuss in den Ofen gewesen ist, da es die meisten Bürger verärgert hat, da hatte man sich im Club überlegt, was man dagegen tun könnte, um den Unmut der Ahensburger zu besänftigen. Und die Rotarier kamen auf die Idee mit dem “Kino-Sommer” am Schloss, dessen Erlöse für gute Zwecke eingesetzt werden sollten. Und Rössle erklärt heute im Blatt ernsthaft, dass ohne „Muschelläufer“ auch kein Kino-Sommer entstanden wäre. Das irre Fazit: Wir müssen dem Blaumann dankbar sein. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. Juli 2019

Wollen sich zwei Damen in Sachen Flüchtlingshilfe vielleicht persönlich wichtig tun…?

Es ist ein Zeichen unserer Zeit: Wer das Verhalten von Flüchtlingen kritisiert, der ist ein Rassist, ein Rechtsradikaler oder zumindest ein ganz übler AfD-Sympatisant. Wenn aber Flüchtlingshelfer die Ahrensburger Verwaltung und das Jobcenter kritisieren, dann kommt das ins 3. Buch Abendblatt und sogar als Aufmacher. Mehr noch: Die kritisierten  Mitarbeiter aus Verwaltung und Jobcenter müssen sich dabei öffentlich verteidigen bzw. rechtfertigen. Dass sich ein Flüchtlingshelfer für sein Tun – zum Beispiel mögliche falsche Anschuldigungen –  auch rechtfertigen muss, das habe ich noch nicht erlebt.

Frei aus Abendblatt

Der Grund dieses Beitrages ist ein Bericht im heutigen 3. Buch Abendblatt, überschrieben: „Flüchtlingshelfer werfen Jobcenter Willkür vor“. Ein starkes Wort: “Wilkür”. Und groß im Bilde grinsen zwei offensichtlich gutgelaunte Damen vom Ahrensburger Freundeskreis für Flüchtlinge willkürlich in die Kamera von Melissa Jahn, die diesen groß aufgemachten Bericht im Sommerloch verzapft hat. Allein dieses Bild spricht schon mehr als 1000 Worte.

Im Kleingedruckten lesen wir: „Die Behörde weist den Vorwurf strikt zurück, spricht dagegen von sehr guter Zusammenarbeit.“

Doris Ziethen-Rennholz, Geschäftsführerin Jobcenter Stormarn, erklärt auf Befragen der Zeitung, „die Beschwerden seien ihr unverständlich, da gerade die Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis für Flüchtlinge in Ahrensburg sehr gut sei. Zudem sei die Mehrzahl der vorliegenden Beschwerden veraltet, die Zahlung bereits erfolgt.“

Spätestens nachdem die Reporterin das vernommen, recherchiert (!) und die Wahrheit gefunden hatte, hätte sie den geplanten Beitrag möglicherweise ad acta legen können statt von “Willkür” zu schreiben. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Juli 2019

Uwe Gaumann, CDU-Fraktion Ahrensburg: Warum belügen Sie uns Bürger wissentlich?

Heute erklärt der Stadtverordnete Uwe Gaumann (CDU) in der Politiker-Werbekolumne im MARKT: „Während der Bauphase der Alte Reitbahn werden die dortigen Parkplätze komplett wegfallen.“ Und der Politiker schreibt weiter, dass man für die Ein- und Auspendler und auch für die Besucher der Innenstadt oder der Umgebung einen Ersatzparkplatz auf dem Stormarnplatz schaffen will. „Gaumann: Dieser Parkplatz soll spätestens mit der Eröffnung der Alten Reitbahn rückgebaut werden.“

Aus: MARKT; Symbolbild: HDZ

Richtig ist: Auf dem Parkplatz Alte Reitbahn gibt es heute 200 öffentliche Parkplätze. Mit dem Bau des riesigen Baukomplexes verschwinden diese 200 Parkplätze – aber nicht nur während der Bauphase sondern auch danach.

Die Wahrheit: Wenn die Alte Reitbahn gebaut ist, soll es dort gar keine öffentlichen Parkplätze mehr geben. Die Plätze in der Tiefgarage teilen sich Edeka und die zukünftigen Hausbewohner.

Die Parkplätze, die auf dem Stormarnplatz entstehen, sind aus Sicht des Bürgers zuerst einmal die Ersatzplätze für den Lindenhof-Parkplatz. Hier hat die Stadt die 130 Parkplätze an den dortigen Investor für 500.000 Euro verkauft. Und mehr als 130 Parkplätze wird der Stormarnplatz nicht hergeben können, weil dort auch noch die Baumaterialen und Baufahrzeuge für den Rathausumbau lagern werden. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 3. Juli 2019

Schau an, schau an, lieber Leser: Ein kritischer Kommentar im 3. Buch Abendblatt!

Nachdem ich auf Szene Ahrensburg seit Ewigkeiten reklamiere, dass die Redaktion vom 3. Buch Abendblatt sehr viel berichtet aber wenig kommentiert, sehe ich nun einen Funken Hoffnung in Batt: “Ansichtssache” heißt eine neue Kolumne. Und heute äußert sich darin “Abendblatt-Autor” Lutz Kastendieck (“Foto: Ralph-Andre Klingel-Domdey”) mit der Überschrift: “Bargteheide und die Gefahren einer Überdosis Grün”. So weit, so gut.

Frei nach Abendblatt

Nun schreibt Autor Kastendieck zwar, was  er in Bargteheide mit den Grünen erlebt hat, aber er schreibt dabei sehr pauschal. Sprich: Er nennte keine Namen. Nur den Parteivorstand der Grünen, nämlich Robert Habeck und Annalena Baerbock werden namentlich erwähnt. Die aber sitzen in keinem Bargteheider Ausschuss.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen dabei geht, liebe Leser, aber wenn ich höre, dass Politiker sich danebenbenommen haben, dann will ich nicht nur wissen, aus welcher Partei diese Volksvertreter stammen, sondern ich möchte auch erfahren, wie sie heißen. Denn bei einer Kommunalwahl werden ja die Kandidaten gewählt, auch wenn damit nicht zuletzt deren Parteizugehörigkeit dazu den Ausschlag gibt.

Ansonsten ist eine pauschale Kritik unfair, weil sie auf alle Parteimitglieder zurückfällt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 3. Juli 2019

Donnerzüge im Transitverkehr durch Ahrensburg: Die Bahn möchte den Lärm im Laborversuch beseitigen

Schau an, die Bahn scheint nervös zu werden in Sachen Ahrensburg! Das 3. Buch Abendblatt berichtet heute: „Lärmschutz: Ahrensburger können probehören“. Diese Beitrag müssen Sie aber nicht unbedingt lesen, denn es geht dort um einen Laborversuch über Lärmstärke von Zügen, die heute noch gar nicht durch Ahrensburg donnern: Fast kilometerlange, mit Eisenerzen beladene Transitgüterzüge bei Tag und Nacht. Mit ihrem Tun, bei dem die Bahn das Augenmerk immer auf die S-Bahn lenkt, will man uns Bürger nur ruhigstellen und einlullen, damit wir das, was später kommen soll, erst wahrnehmen sollen, wenn es denn gekommen ist. Und dann ist es natürlich zu spät.

Frei nach Abendblatt

Der Lärm wird runtergespielt vom Sprecher der Bahn. Und immer wieder nur auf die S-Bahn bezogen, um die es in der Lärmsache aber gar nicht geht. Und deshalb sollten Sie doch mal einen Absatz aus dem Bericht von Harald Klix lesen, der da wie folgt lautet:

“300 Wohnungen bräuchten zusätzlich Schallschutzfenster Mit Lärmschutzwänden – in der Innenstadt sechs Meter hoch und im Bereich Brauner Hirsch drei Meter – können die Lärmwerte in 85 Prozent der Fälle eingehalten werden. Bei 300 Wohnungen müssten zusätzlich Schallschutzfenster und spezielle Lüftungen eingebaut werden.”

 Was bedeuten 300 Wohnungen mit zusätzlichen Schallschutzfenstern und spezieller Lüftung? Es bedeutet, dass rund 900 Menschen in Ahrensburg nicht mehr frei atmen können. Es bedeutet, dass Fenster geschlossen sein müssen, um in der Nacht die nötige Ruhe zu finden und am Tage ungestört zu sein. Kurzum: Es bedeutet einen gewaltigen Einschnitt in die Lebensweise von Menschen, die bei geöffnetem Fenster nicht mehr die Vöglein singen hören sondern das Donnern der Transitgüterzüge. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 2. Juli 2019

Bauernhof? Pannendienst? Oder Jakobsweg?

Am 20.10.2016 hat die Stormarn-Redaktion vom Hamburger Abendblatt ihren sogenannten „Leserbeirat“ vorgestellt. Das sind Damen und Herren aus dem Stormarner Leserkreis der Zeitung, die von der Redaktion ausgewählt wurden, damit sie „fungieren als Kritiker, Tippgeber und Korrektiv“, so das Blatt in seiner Erklärung. Und ich vermute: Rat und Tat sind völlig honorarfrei.

Aus: Google

Knapp drei Jahre später interessieren sich Hinnerk Blombach und die Seinen offenbar nicht mehr dafür, was ihr Leserbeirat über die Redaktion denkt und von ihr will. Deshalb befragt man den Leserbeirat nicht mehr sondern richtet sich nun ganz direkt an alle Leser und fragt: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 2. Juli 2019

Junge, Junge, wie sieht unser Rondeel bescheuert aus!

Das Rondeel ist ein historischer Platz im Zentrum von Ahrensburg, auf den vier Straßen führen. Und das Rondeel heißt Rondeel, obwohl das Kreisarchiv Stormarn das nicht wahrhaben will: Von „Rondell“ ist dort die Rede und auch von „Rondel“ – siehe die Abbildung am Fuße dieses Beitrages! Und bezeichnend für Ahrensburg ist: Keiner Sau im Rathaus ist das offenbar bis heute aufgefallen.

Das Rondeel in Ahrensburg, wegen des “Muschelläufers” auch “Dösbaddelplatz” genannt

Ein Höhepunkt der Verschandelung des Rondeels begann im Jahr 2005, als dort eine Kunststofffigur aufgestellt wurde, die den Namen „Muschelläufer“ trägt. Es handelt sich dabei um eine Figur aus einer Geisterbahn, nämlich einen Mann mit amputierter Hand, der mit seinen nackten Paddelfüßen auf einer Schnecke steht; und aus dem Ärmel ragt als Prothese eine weitere Schnecke hervor. Echt horrormäßig.

Wer nach dem Sinn dieser Horrorfigur fragt, dem sage ich: Es ist das Sinnbild der Stadt, mit dem angezeigt wird, dass die Bürger von Ahrensburg zur Schnecke gemacht werden. Und die Grünen haben bis heute nicht dagegen protestiert, dass dort Menschen und Umwelt unnötigerweise mit Plastikmaterial belastet werden. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 1. Juli 2019