Archiv für den Monat: Juli 2019

Kurze Presseschau: Deutsche Eiche und die Briten

Welcher Zusammenhang zwischen einer Deutschen Eiche mit dem Volke der Briten besteht, lässt sich aus dem 3. Buch Abendblatt ablesen. Gestern hat die Redaktion online über die Eiche berichtet. Und heute schreibt sie in gedruckter Form über die Briten.

Frei aus Abendblatt

Wir lesen: „34-Jähriger rast gegen Baum“. Und wir fragen uns natürlich zuerst: Ist dem Mann was passiert? Die Antwort steht in der Überschrift: „Eiche muss gefällt werden“. 

Heute im Blatt: Eine Glosse mit dem Titel „Ich mag sie, die Briten“. Was diese britische Liebe mit Stormarn zu tun hat, wollen Sie wissen? Nun, auch in Stormarn leben Briten. Und wenigstens in der Saurengurkenzeit  kann die Redaktion vom 3. Buch Abendblatt ihrer gedenken.

Und ich vermute, dass dieses der Beginn einer neuen Serie ist: Ich mag sie, die Russen. Ich mag sie, die Franzosen. Ich mag sie, die Chinesen. Ich mag sie, die Italiener. Ich mag sie, die ……… (Zutreffendes ist einzusetzen!) Vielleicht ist das auch eine Idee für die Themenvorgabe im Rahmen der Abendblatt-Wunschreportage…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Juli 2019

Wahnsinns-Thema: Ein Tag auf dem Rondeel

„Welche Reportage wollen Sie am kommenden Wochenende lesen?“ Diese Frage stellt die Redaktion vom 3. Buch Abendblatt ihren Lesern wieder einmal und gibt drei Möglichkeiten vor, als dieses sind:

  • „Gesichter und Geschichten: Ein Tag auf dem Ahrensburger Rondeel
  • Gespräche zischen Aschenbecher und Hochprozentigem: Besuch einer urigen Stormarner Kneipe
  • Unterwegs mit Lebensrettern: Eine Reportage aus dem Krankenwagen“

Reporter mit Muschel-Mikrophon auf dem Ahrensburger Rondeel (Symbolbild)

Natürlich wird das Thema Rondeel gewinnen, denn wen interessieren die Aschenbecher in einer Kneipe, deren Name nicht mal genannt wird?! Und die „Reportage aus dem Krankenwagen“ ist ein Thema für Gaffer, die an Unfallstellen gar nicht genug glotzen können und sich gern am Leid anderer Menschen aufgeilen. Ob ausgerechnet wir Abendblatt-Leser dazugehören, möchte ich bezweifeln.

Und so wird sich denn ein Reporter vom 3. Buch Abendblatt aufs Rondeel stellen – siehe das Symbolbild! – und die Menschen knipsen und befragen. Wer sie sind, was sie wollen und wo sie parken.

Mein Tipp: Die Funke-Mediengruppe sollte an dem besagten Tag auf dem Rondeel einen Stand aufstellen, wo sich die Passanten an einem Glücksrad ein kostenloses Abendblatt drehen können und die Möglichkeit haben, ein Probe-Abonnement abzuschließen. Und wenn der Verlag eine Optik in der Stadt haben möchte, dann werden an Kinder grüne Abendblatt-Luftballons mit Gasfüllung verteilt.

Und wenn ich als Ahrensburger Leser der Redaktion mal ein paar Themen für die nächste Abstimmung anbieten darf: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. Juli 2019

Wer Gutes tut, muss sich nicht im Anzeigenblatt platzieren

Es ist gut und lobenswert, Geld zu spenden für einen guten Zweck. Und wenn das Geld auch noch an einen gemeinnützigen Verein geht, der sich allein aus Spendengeldern finanziert, dann ist das umso besser. Und wenn die Spendensumme hoch ist, dann ist das besonders lobenswert. Aber: Auch wenn jeder nur das gibt, was er kann, dann kann jeder zum Wohle anderer Menschen beitragen.

Spenden kann man auch am Ausgang einer Kirche, wo ein Gefäß für Münzen und Scheine zu finden ist. Und da stellt sich auch schon meine Frage, die Grund ist für diesen Blog-Eintrag:

Wenn Sie einen Geldschein in den „Klingelbeutel“ der Kirche geworfen haben, lassen Sie sich dann auch mit ihrer Familie neben dem Pastor fotografieren und schicken das Foto hernach an ein Anzeigenblatt, damit dort eine Geschichte über Ihre Spende erscheint…?

Drei Rotarier-Präsidenten, deren drei Clubs eine Spende getätigt haben, ließen sich mit der Empfängerin des Geldes fotografieren und schickten das Foto an den MARKT, damit dort ein Bericht über die Spende erscheint, für die das präsidiale Trio sich plakativ in Positur gestellt hat, obwohl die drei Herren nur die Überbringer des Geldes gewesen sind – das vermutlich per Überweisung auf das Konto des Vereins gegangen ist. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. Juli 2019

Werden täglich 15.400 Ahrensburger mit der Bahn fahren?

Wenn man das Hamburger Abendblatt doppelt abonniert hat – nämlich Print und online – dann bekommt man mitunter auch doppelte Informationen in der Überschrift. So las ich gestern online: „Neue S4: Zahl der Fahrgäste vervielfacht sich in Hamburg“. Und das gleiche Thema trägt in der gedruckten Form die Überschrift: „S4 soll mehr Stormarner auf die Schiene holen“.

Frei aus Abendblatt

Der Grund für diesen Blog-Eintrag ist aber folgender. Ich lese heute: „Für ganz Ahrensburg wäre das eine Steigerung von derzeit 8.400 auf dann 15.400“. Was besagen soll: Heute fahren 8.400 Menschen mit der Bahn von Ahrensburg ab. Und wenn die neue S-Bahn da ist, dann wird sich die Zahl fast verdoppeln auf 15.400 Bahnfahrer. Wohlgemerkt: täglich!

Heute hat Ahrensburg rund 34.000 Einwohner. Zieht man davon alle Rentner ab, alle nicht berufstätigen  Bürger, Kinder und Menschen, die nicht zu den Bahnpendlern gehören…

…dann frage ich mich: Was sind das für 15.400 Menschen, die täglich mit der Bahn von Ahrensburg abfahren? Und wo werden die Parkplätze entstehen für diese Pendler, die mit dem Auto zur Bahn fahren?  Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. Juli 2019

3. Buch Abendblatt: Unter die 10.000er Abo-Grenze gerutscht

Nun ist es soweit: Das Hamburger Abendblatt mit der Stormarn-Beilage als 3. Buch ist bei seinen Abonnenten unter die 10.000er Auflage gefallen: Nur noch 9.937 Leser im gesamten Kreis Stormarn lassen sich das Blatt täglich ins Haus bringen (Quelle: IVW 2/2019). Das sind täglich 657 Empfänger weniger als noch vor einem Jahr. Und wenn man bedenkt, dass der Kreis Stormarn ca. 110.000 Haushalte hat, in deren Briefkästen täglich 11.376 Exemplare vom 3. Buch Abendblatt landen, dann ist das eine Haushaltsabdeckung von rund 10%. Was im Umkehrschluss bedeutet: 90% aller Haushalte im Kreis Stormarn lesen das 3. Buch Abendblatt nicht.

Es wäre nicht fair, einen Auflagenverlust allein der Stormarn-Redaktion vom Abendblatt zuzuschreiben, denn schaut man auf die IVW-Meldungen der Lokalausgaben von Norderstedt und Pinneberg, dann erkennt man, dass deren Redaktionen auch nicht besser dastehen.

Ich bin aber überzeugt davon, dass es nicht mehr so ist wie früher, als das Abendblatt seine Leser in Ahrensburg hauptsächlich über die Ahrensburger Zeitung gefunden hatte, die man nur zusammen mit dem Abendblatt bekommen konnte. Heute ist es wohl eher so, dass die Leser das Hamburger Abendblatt lesen wollen und die Stormarn-Beilage mitnehmen. Denn welchen Leser in Ahrensburg interessiert es, wenn ein Bauer in Todendorf mit seinem Mähdrescher beim Linksabbiegen gegen einen Trecker gefahren ist, der von rechts gekommen war?! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. Juli 2019

Die Regionalbahn, die Verspätungen und Ausfälle und meine Verschwörungstheorie von einer Sollbruchstelle + UPDATE

Das 3. Buch Abendblatt hat gestern berichtet: „Defekte Züge bringen Pendler auf die Palme“. Da wird von Verspätungen der Regionalbahn berichtet und sogar von Ausfällen von Zügen wegen technischer Defekte. Und das im 21. Jahrhundert und in Deutschland, also einem Land, das mit „Made in Germany“ einen Ruf hat, in Sachen Technik nicht so ganz unbedarft zu sein.

Ich will mal eine Verschwörungstheorie in den Raum stellen: Die Bahn hat vorrangig im Blick, dass der Gütertransitverkehr zwischen Skandinavien und Italien möglichst bald auf der besagten Strecke durch unsere Heimat donnern kann. Dazu müssen aber zuerst mal die Gleise der Regionalbahn frei werden, was bedeutet: Es muss die S-Bahn möglichst rasch auf neuem Gleis gebaut werden.

So, und weil nun Einsprüche und Proteste aus der Bevölkerung gekommen sind, die das Vorhaben der Bahn – wenn nicht aufheben – so doch erheblich verzögern könnten, so musste die Bahn sich etwas einfallen lassen. Zumal wenn viele Menschen begriffen haben, dass die S-Bahn gar nicht nötig ist, wenn die Regionalbahn bedarfsgerecht verkehren würde. Und wenn sie außerdem begriffen haben, was die Donnerzüge bedeuten, dann könnte das die Planungen der Bahn weiter in die Zukunft rücken. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 18. Juli 2019

Immer mehr Konsumenten sagen: „My home is my castle“

Schlechte Prognose für für den stationären Handel: „40.000 Läden droht das Aus“, berichtet die BILD-Zeitung. Der Grund: Immer mehr Kunden bestellen aus ihrem Home, dem eigenen Castle, ihre Waren im Internet, anstatt dass sie zum Shopping out of Home gehen.

Dass auch die BürgerStiftung auf den Online- Zug aufspringt und auf ihrem „Ahrensburg-Portal“ sogar noch „Tipps für sichere Schnäppchenjagd“ bei „Rabatt-Aktionen im Online-Handel“ gibt, das macht mich schon sehr nachdenklich. Was soll damit bezweckt werden…?

Ich empfehle dem Ahrensburger Einzelhandel, die Hiobsbotschaft zum Anlass zu nehmen, um rechtzeitig gegenzusteuern. Nicht gegen den Online-Handel, was eine Sisyphosarbeit wäre. Sondern mit eigenen Angeboten und Aktionen, um den Kunden zu zeigen, dass Shopping mehr ist als Bedarfsdeckung. Die blaue Einkaufsnacht ging schon in die richtige Richtung, aber die Ausführung war amateurhaft. Und statt Oldtimer, Winzer und Foodtrucks nach Ahrensburg zu holen, sollte man Überlegungen anstellen, wie man die Kunden nicht auf die Straßen holt, sondern in die Läden hinein! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 17. Juli 2019

Steuersparmodell: Handwerker ohne Rechnung im Tauschring

Zu der Zeit als weder das Geld noch das Finanzamt erfunden waren, da herrschte unter den Menschen der Tauschhandel. Da wurden Waren gegen Waren  getauscht und Waren gegen Dienstleistungen und umgekehrt. Das passierte damals auf den Marktplätzen in der Stadt und auf dem Land. Und heute bei der Arbeiterwohlfahrt in Uns Huus.

Auf der städtischen Homepage von Ahrensburg wirbt der „Tauschring Ahrensburg“. Das ist ein eingetragener Verein, wo die Mitglieder „ihre Fähigkeiten und Talente im Rahmen einer alternativen Nachbarschaftshilfe“ tauschen.

Apropos Fähigkeiten: Wenn sich in einer derartigen Tauschrunde ein Maurer, ein Zimmermann, ein Elektriker und ein Dachdecker treffen und das Quartett beschließt: „Wir bauen für jeden von uns ein Haus!“ – dann können diese Handwerke gegenseitig ihre Arbeitsleistungen tauschen und müssen nur noch versuchen, das Baumaterial ebenfalls im Tausch zu beschaffen – und schon bekommen alle ihr Haus sozusagen für’n Appel und ’n Ei.

Klar, das Eintauschen von Baumaterial dürfte schon etwas schwieriger zu machen sein, denn wer hat schon soviel Ziegelsteine, die er gegen Dachpfannen austauschen kann! Und wer hat soviel Zement, den er im Tausch gegen Holzbalken anbieten kann. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 16. Juli 2019

Neues aus dem Pflegezentrum Ahrensburg

Ins Sommerloch passt auch das öffentliche Luxus-Klo von Ahrensburg, das in der Großen Straße gebaut werden soll und seit fast einem Jahr überfällig ist. Und weshalb das 3. Buch Abendblatt heute auf dieses Thema zurückkommt. Und weil auch ich mich nachrichtenmäßig im Sommerloch befinde, schließe ich mich dem Thema einfach mal an.

Richtig ist, dass ich es war, auf Szene Ahrensburg publik gemacht hatte, dass ein Klo-Besuch in dem ehemaligen Toilettenhäuschen vor dem Rathaus von der Stadt mit 60 Euro bezuschusst worden war. Daraufhin setzte nicht nur der Bund der Steuerzahler das Luxus-Klo auf die Schwarze Liste, sondern auch das ZDF kam mit einem Team in die Schlossstadt und machte Ahrensburg mit seiner luxuriösen Bedürfnisanstalt landesweit bekannt und damit auch lächerlich. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 15. Juli 2019

Wöchentliche Umweltbelastung im Hausbriefkasten

An jedem Wochenende habe ich eine Beschäftigung, die zwar unnötig ist, aber dennoch erledigt sein muss. Es beginnt mit der Leerung meines Briefkastens, wo ich einen Packen Prospekte finde, die in eine Kunststofffolie eingeschweißt sind. Diesen Packen hole ich ins Haus, reiße die Folie auf und stecke sie in den Gelben Sack. Und die Prospekte kommen ungelesen in die Blaue Tonne. Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr.

Über Plastiktragetaschen regt man sich zu Recht auf. Aber sie erfüllen für den Kunden immerhin einen Zweck und lassen sich mehrfach nutzen. Aber die Folie der Prospektsammlung ist so überflüssig wie das Plastikmonstrum auf dem Ahrensburger Rondeel: Kunststoff zum Entsorgen. Und man könnte die Prospekte auch ohne umweltfeindlichen Kunststoff verteilen, entweder lose oder mit einer Papierbanderole, wenn’s denn unbedingt sein muss, dass die Dinger in einem Packen beim Empfänger landen.

Auch das bedruckte Papier, das ich ungelesen zum Recycling gebe, ist eine Resourcenverschwendung, wenn der Empfänger die Prospekte gar nicht haben will, weil dieses Papier selbst fürs Klo ungeeignet ist. Und wer die Angebote studieren will, der kann das auch online machen.  Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 14. Juli 2019