Immer mehr Konsumenten sagen: „My home is my castle“

Schlechte Prognose für für den stationären Handel: „40.000 Läden droht das Aus“, berichtet die BILD-Zeitung. Der Grund: Immer mehr Kunden bestellen aus ihrem Home, dem eigenen Castle, ihre Waren im Internet, anstatt dass sie zum Shopping out of Home gehen.

Dass auch die BürgerStiftung auf den Online- Zug aufspringt und auf ihrem „Ahrensburg-Portal“ sogar noch „Tipps für sichere Schnäppchenjagd“ bei „Rabatt-Aktionen im Online-Handel“ gibt, das macht mich schon sehr nachdenklich. Was soll damit bezweckt werden…?

Ich empfehle dem Ahrensburger Einzelhandel, die Hiobsbotschaft zum Anlass zu nehmen, um rechtzeitig gegenzusteuern. Nicht gegen den Online-Handel, was eine Sisyphosarbeit wäre. Sondern mit eigenen Angeboten und Aktionen, um den Kunden zu zeigen, dass Shopping mehr ist als Bedarfsdeckung. Die blaue Einkaufsnacht ging schon in die richtige Richtung, aber die Ausführung war amateurhaft. Und statt Oldtimer, Winzer und Foodtrucks nach Ahrensburg zu holen, sollte man Überlegungen anstellen, wie man die Kunden nicht auf die Straßen holt, sondern in die Läden hinein!

Ich hoffe, dass das Ladensterben nicht nach Ahrensburg kommt. Denn mit jedem Laden, der stirbt, stirbt ein Stück der Innenstadt. Und dass Allerallerwichtigste: So schnell wie möglich die Tiefgarage unter dem gesamten (!) Stormarnplatz bauen! Damit die Autos vom Straßenrand und vom – hoffentlich bald neugestalteten – Rathausplatz verschwinden und die Kunden von außerhalb gern nach Ahrensburg zum stressfreien Einkaufen kommen.

Und nicht weniger wichtig: Unser Wochenmarkt, der Magnet für Verbraucher, muss wieder aufgebaut werden! Das kann ein schläfriger Beamter im Rathaus nicht vollbringen – wenn Sie sich den heutigen Wochenmarkt mal anschauen und vergleichen wollen mit Wochenmärkten in anderen Städten!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 17. Juli 2019

4 Gedanken zu „Immer mehr Konsumenten sagen: „My home is my castle“

  1. Torsten Schmidt

    Herr Dzubilla,
    das Rathaus hat doch eine eigene Agenda gegen das Ladensterben : KiK und Tedi im Lindenhof. 😉
    Immerhin gibt es neue und interessante News in der Parkplatzfrage auf dem Stormarnplatz : Die EU plant ab 2020 ein Verbot von Kunststoffrasen wegen des davon ausgehenden Austrages von Microplastik. Die Vorteile einer zeitlich hohen Nutzbarkeit eines Kunststoffrasens wären damit also dahin. Naturrasen kann pro Tag höchstens 1,5 Stunden bespielt werden. Somit wäre ihr Vorschlag einer Bebauung des Stormarnplatzes (mit Tiefgarage darunter) wieder in der Diskussion. 😉 Ich bin zwar kein Freund von diesem Vorhaben aber die Fakten sprechen dafür. Falls hier jemand sagt, „nun gut, dann ebend Naturrasen auf dem Stormarnplatz“, dann muss sich derjenige auch fragen lassen, wie der erhöhte finanzielle Aufwand bei geringem Nutzen bezahlt werden soll. Da ist sie wieder : „Die Herrschaft des Geldes“ 😉 Für die Ahrensburger Anbeter des Geldes ein schönes Lehrstück

  2. M.Schneider

    Vielleicht könnte Szene Ahrensburg eine Shopping Seite ins Leben rufen, bei der man unzählige Artikel online kauft, die von registrierten Ahrensburger Händler geliefert und auf der Plattform gepflegt werden.. Mit kleiner Umsatzbeteiligung für Szene Ahrensburg

  3. Uwe Bartels

    Wie auch immer….es bleibt auf jedenfall immer eine Sisyphusarbeit ! ….abgeleitet vom korinthischen König Sisyphos….welcher übrigens durchaus hervorragend als Leitfigur zur Politik im Allgemeinen paßt, frei interpretiert nach „Sisyphos dem absurden Helden (siehe Albert Camus und sein Essay – Der Mythos des Sisyphos)“

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