Wer Gutes tut, muss sich nicht im Anzeigenblatt platzieren

Es ist gut und lobenswert, Geld zu spenden für einen guten Zweck. Und wenn das Geld auch noch an einen gemeinnützigen Verein geht, der sich allein aus Spendengeldern finanziert, dann ist das umso besser. Und wenn die Spendensumme hoch ist, dann ist das besonders lobenswert. Aber: Auch wenn jeder nur das gibt, was er kann, dann kann jeder zum Wohle anderer Menschen beitragen.

Spenden kann man auch am Ausgang einer Kirche, wo ein Gefäß für Münzen und Scheine zu finden ist. Und da stellt sich auch schon meine Frage, die Grund ist für diesen Blog-Eintrag:

Wenn Sie einen Geldschein in den „Klingelbeutel“ der Kirche geworfen haben, lassen Sie sich dann auch mit ihrer Familie neben dem Pastor fotografieren und schicken das Foto hernach an ein Anzeigenblatt, damit dort eine Geschichte über Ihre Spende erscheint…?

Drei Rotarier-Präsidenten, deren drei Clubs eine Spende getätigt haben, ließen sich mit der Empfängerin des Geldes fotografieren und schickten das Foto an den MARKT, damit dort ein Bericht über die Spende erscheint, für die das präsidiale Trio sich plakativ in Positur gestellt hat, obwohl die drei Herren nur die Überbringer des Geldes gewesen sind – das vermutlich per Überweisung auf das Konto des Vereins gegangen ist.

Public Relations bedeutet: „Tue Gutes und rede darüber!“ Nächstenliebe ist: Tue Gutes und übe Dich selber in Zurückhaltung!

Die Rotarier haben auch der Stadt Ahrensburg etwas geschenkt. Allerdings ein Geschenk mit Zuzahlung. Es nennt sich „Muschelläufer“ und stellt einen Prothesenträger in Blau auf einer Schnecke dar. Für die Folgekosten indes kommen die Rotarier nicht auf, die müssen wir Bürger übernehmen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. Juli 2019

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