Die Stormarn-Beilage berichtet heute von den Kirchenaustritten bei der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde im Kreis Stormarn. Das Blatt schreibt über Ahrensburg im Vergleich zu anderen Orten: „In Ahrensburg sieht die Entwicklung noch dramatischer aus. Hier ist die Abkehr extrem hoch: 2005 traten 156 Mitglieder aus. 2014 war es mit 343 mehr als doppelt so viele Menschen, die ihre Kirchenmitgliedschaft in der Schlossstadt beendeten.“

„Baustelle“ Sankt Johannes: Betreten der Kirche verboten. „Eltern haften für ihre Kinder!“
Ich zitiere weiter im Text der Stormarn-Beilage: „So ist die Zahl der evangelischen Kirchenmitglieder in Ahrensburg innerhalb von zehn Jahren um mehr als 2700 Mitglieder gesunken – auf 12 272 in 2014. Auf Anfrage dieser Zeitung wollte sich keiner aus der Ahrensburger Pastorenschaft zu der Entwicklung äußern.“
Aber Propst „Beelze“-Buhl äußert sich, und zwar: „’Kirchenmitglieder treten selten aus nur einem Grund aus’, sagt Buhl. Es könne auch vorkommen, dass ein Vorfall in der katholischen Kirche Protestanten zum Austritt bewege – und umgekehrt. Buhl vermutet allerdings auch, dass die Missbrauchsfälle, sowohl in der katholischen als auch der evangelischen Kirche, für viele Mitglieder Anlass war, die Kirche zu verlassen.“
Wie christlich ist es doch, von sich und seinen eigenen Untaten ab- und hinzulenken auf den anderen Teil der Christenheit, den die Stormarn-Beilage in ihrer Rechnung gar nicht aufführt. Vergessen hat Herr Buhl offensichtlich, dass er es war, der die Gemeinde von der Sankt Johannes Kirche mit einem Metallzaun von ihrem Gotteshaus hat aussperren lassen. Und vergessen hat er offenbar sein ganzes schlechtes Benehmen bei diesem Skandal, nach dem leider nur die Pastorin Botta das Weite gesucht hat.