Schlagwort-Archiv: Hamburger Abendblatt

Harald Klix (3. Buch Abendblatt) und der Lohn der Leser für unkritische Pressemitteilungsbearbeitung

Heute hat Harald Klix einen Beitrag im 3. Buch Abenblatt veröffentlicht. Den Text dafür hat er von der BürgerStiftung des Dr. Michel Eckstein bekommen. Und der Abendblatt-Leser bekommt im Stormarn-Teil die Information: „BürgerStiftung vergibt Stipendien für Freiwilligendienst“. Und das entspricht nachweisbar nicht der vollen Wahrheit. Und die halbe Wahrheit ist bekanntlich eine ganze Lüge.

Beitrag von Harald Klix im 3. Buch Abendblatt und die Auflagenentwicklung (IVW)

Leser von Szene Ahrensburg kennen die Wahrheit: Die BürgerStiftung vergibt kein einziges Stipendium, sondern sie vergibt lediglich ein Taschengeld für zwei Stipendiaten. Aber nicht ohne Gegenleistung:

Die Jugendlichen müssen dafür Berichte aus dem Ausland liefern und Fotos an die BürgerStiftung schicken, damit Dr. Michael Eckstein das auf dem Online-Portal der von ihm betriebenen Firma Stifter-Service GmbH & Co. KG kostenlos veröffentlichen kann, um damit den Nachweis nach Kiel zu liefern, dass seine BürgerStiftung in Sachen Landesmittel als förderungswürdig eingestuft wird und öffentliches Geld kassieren soll. So jedenfalls sehe ich es.

Der unkritische Bericht von Harald Klix ist ein klassisches Corpus Delicti dafür, warum es mit der Auflage der Stormarn-Ausgabe so rasant bergab geht: Vom 1. Quartal 2019 zum 1. Quartal 2020 hat die Stormarn-Ausgabe vom Hamburger Abendblatt rund 1.000 Leser verloren – täglich! Das sind 8,2 Prozent der verkauften Auflage. Oder rund 300.000 gedruckte Exemplare im Jahr. Da kann man sich leicht ausrechnen, wenn man hochrechnet, wie lange Harald Klix seinen Pressemitteilungsjournalismus in dieser Form noch weiterführen kann. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 18. Mai 2020

Europaweite Ausschreibung: Warum die Stadtverordneten von Ahrensburg sich bis zum Juni in Quarantäne begeben

Es ist bemerkenswert: Während sich die Corona-Restriktionen für Menschen und Firmen zur Zeit lockern, geht die Stadt Ahrensburg genau den umgekehrten Weg: Die Stadtverordneten haben die für den 25. Mai 2020 geplante Stadtverordneten-Versammlung ersatzlos gestrichen. Was bedeutet: Das nächste Meeting ist erst wieder für den 22. Juni 2020 geplant.

Warum wurde dieser Termin gecancelt? Leser von Szene Ahrensburg ahnen es: Wie ich am 12. Mai 2020 auf meinem Blog angekündigt habe, wollte ich in der Veranstaltung im Marstall den Antrag stellen, dass alle Damen und Herren, die aus meiner Sicht einen verwirrten Eindruck machen, in eine Zwangsjacke gesteckt werden sollen – inklusive Bauamtsleiter Peter Kania. Diese meine Ankündigung hat den Bürgervorsteher offenbar dermaßen erschreckt, dass der den Termin kurzerhand gestrichen hat. Was ich durchaus nachvollziehen kann, Herr Wilde! 😉 Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 15. Mai 2020

Ahrensburger Schauspiel: Detlef Levenhagen poltert gegen Michael Sarach auf Anweisung von Tobias Koch

Am 27. April 2020 lasen wir im 3. Buch Abendblatt: „CDU-Chef kritisiert Ahrensburgs Sparplan“. Dabei handelte es sich aber nicht um einen CDU-Chef aus Ahrensburg, sondern um den Fraktionschef der CDU im Kieler Landtag, nämlich Tobias Koch. Und der möchte sich bei großen Unternehmen anschleimen, indem er dafür sorgt, dass Großaufträge aus Ahrensburg kommen. Dazu aber müsste Bürgermeister Michael Sarach die Haushaltssperre, die er angeordnet hat, erst einmal beenden.

Abbildungen frei nach Abendblatt

Ob Koch seine Kritik nicht nur in Ahrensburg angebracht hat, sondern auch in allen anderen Städten und Gemeinden in Schleswig-Holstein, weiß ich nicht. Im Falle dass seine Schelte allein für Ahrensburg erfolgt ist, lässt sich daraus erkennen, dass er bei seiner Partei in unserer Stadt nach wie vor die Zügel fest in seinen Händen hält.

Lesen Sie bitte heute im 3. Buch Abendblatt den Beitrag: „Wegen Corona-Krise: Ahrensburg erwartet Millionen-Defizit“! Hier finden Sie einen bemerkenswerten Absatz und also lautend: „’Ich verstehe nicht, warum Sie die Haushaltssperre nicht aufheben’, poltert Fraktionschef Detlef Levenhagen in Richtung des Bürgermeisters. ‚Wir müssen Aufträge an die Wirtschaft vergeben, damit die Firmen wieder arbeiten können. Wir tragen eine Verantwortung.’“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 13. Mai 2020

Peter Egan (WAB) benötigt ein Kontrollsystem – hier ist es!

Dieses ist ein Blog-Eintrag ganz speziell für Peter Egan. Wer nicht weiß, wer das ist: Peter Egan ist Stadtverordneter in Ahrensburg und dabei gleichzeitig Fraktionsvorsitzender der Wählervereinigung Ahrensburger Bürger. Außerdem ist er Mitglied der Familie Levenhagen, welche die Herrschaft über Ahrensburg hat. Und diese Familie will den großen Parkplatz Alte Reitbahn unter Wert verscheuern, damit dort ein Edeka-Markt gebaut werden soll – mit kostenlosen Parkplätzen für Kunden, versteht sich. Und im Kopplungsgeschäft soll ein Kinopalast mit sechs Vorführsälen am Bahnhof gebaut werden für 700 Besucher und – man lese und staune: 75 Parkplätzen!

Liebt Edeka mit gratis Parken: Peter Egan (WAB)

Warum dieser Beitrag ganz speziell für Peter Egan ist? Weil der sich heute im 3. Buch Abendblatt dagegen ausspricht, dass die Stadt Ahrensburg bis Jahresende die Parkgebühren aussetzt wg. Corona. Seine Begründung: „Er befürchte, dass eine solche Maßnahme für weniger Fluktuation auf den Parkplätzen sorgen und Dauerparker anlocken könnte. ‚Oder wir benötigen ein Kontrollsystem‘, so Egan weiter.“

Hallo Herr Egan! Ihre Benötigung kann gestillt werden! Haben Sie schon mal etwas davon gehört, dass es ein Kontrollsystem gibt, das jeder Autofahrer bereits in seinem Fahrzeug hat? Das Ding heißt „Parkscheibe“ und ist in der einfachen Papierform für ein paar Cent zu haben – manche Firmen verschenken es sogar mit Werbeaufdruck. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 12. Mai 2020

Das Hamburger Abendblatt meldet: Ein Azubi der AWO sieht keinen Effekt

Wie ich bereits am Samstag auf Szene Ahrensburg berichtet habe, schließt sich die CDU über Nacht der Forderung der FDP an, dass der Umbau in der Ahrensburger Straße verschoben wird. Heute informiert auch Janina Dietrich die Leser vom 3. Buch Abendblatt im Aufmacher über die Kehrtwendung von Levenhagen & Co. Und wir erfahren: „Generell wolle die CDU aber an der Umgestaltung festhalten – und auch an der beschlossenen Reduzierung der Parkplätze, betont Levenhagen. Wie berichtet, soll die Zahl der Stellflächen von 53 auf 17 sinken.

Besondere Aktion in der Ahrensburger Innenstadt: Männeken Piss auf dem Rondeel!

Das bedeutet: Parkplätze sind für den Einzelhandel und deren Kunden nur so lange wichtig, wie die Politiker der CDU es für richtig halten, die eine Parkplatzreduzierung in der City  persönlich gar nicht tangiert, da sie ja selber bequem und kostenlos in der Tiefgarage des Rathauses parken dürfen.

Und dann das Highlight in der Berichterstattung! Janina Dietrich zitiert einen Auszubildenden der Arbeiterwohlfahrt (AWO), nämlich Ali Haydar Mercan, der über die Parteienliste der LINKE in die Stadtverordnetenversammlung gerutscht ist. Und der Leser erfährt:

„Ali Haydar Mercan hält eine Verschiebung für nicht notwendig. ‚Ich sehe nicht, welchen Effekt es haben sollte, die Parkplätze an der Straße länger zu erhalten’, sagt der Fraktionschef der Linken. Sinnvoller sei es, die Innenstadt nach der Corona-Krise mit besonderen Aktionen zu beleben und die Einzelhändler auf diese Weise zu unterstützen.“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 11. Mai 2020

3. Buch Abendblatt: Heute schreibt Petra Sonntag über Petra Sonntag – ganzseitig!

Gerade habe ich Ihnen berichtet, dass Petra Sonntag einen schlechten Job gemacht hat. Die Redakteurin beim 3. Buch Abendblatt hat nämlich einen großen Beitrag über Kino & Alte Reitbahn geschrieben und Aussagen vom Chef der Familie Levenhagen veröffentlicht, ohne dessen Tatsachenbehauptung zu hinterfragen oder gar Beweise für seine Aussage zu bringen. Und Hintergründe über diesen Skandal deckt sie auch nicht auf. Und heute bringt Petra Sonntag eine Begründung im 3. Buch Abendblatt, warum sie ihren Job nur unzureichend macht.

Eine Seite Petra Sonntag über Petra Sonntag (Abb. frei nach HA)

Eine ganze Seite (wirklich: eine ganze Seite!) berichtet Petra Sonntag heute über Petra Sonntag. Warum? Weil sie sich in der Corona-Kriese als berufstätige Mutter daheim um ihre schulpflichtigen Kinder kümmert. So wie Millionen anderer Mütter auch. Aber im gesamten Kreis Stormarn hat die Redaktion scheinbar keine Mutter gefunden, die als Protagonistin für diesen Beitrag dienen konnte und bereit war sich von Petra Sonntag interviewen zu lassen, weshalb Petra Sonntag über Petra Sonntag schreiben musste. Und morgen schreibt Redaktionsleiter Hinnerk Blombach möglicherweise über seine tägliche Pendel-Bahnfahrt zwischen Klein Flottbek und Ahrensburg mit Corona-Maske. 😉

Sogar ihre eigenen Kinder präsentiert Frau Sonntag in der Zeitung. Ob die Kids dafür Modellhonorar bekommen, weiß ich nicht, lese aber: „Fotos: privat“. Was bedeuten könnte, dass hier eine Privatperson ein Fotohonorar von der Redaktion kassiert. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 6. Mai 2020

Corona-Virus als „Talisman und Glücksbringer“ für 12 Euro – geht’s noch?!

Das Gefährlichste, was zur Zeit auf der Welt kursiert, das ist COVID-19, das Corona-Virus. Und im 3. Buch Abendblatt lesen wir heute von einem „Covid-Stopper“. Dieses ist ein Schlüsselanhänger und „eine Art Talisman und Glücksanhänger“, erklärt Regina Wriggers aus Ahrensfelde. Sie hat das Ding mit einem Partner zusammen produziert und will damit in und mit der Krise abkassieren. 12 Euro kostet das Virus als Glücksanhänger im Internet.

Abbildung frei nach Abendblatt

Damit das Geschäft ins Laufen kommt, marschierten die Erfinder zur Redaktion der Stormarn-Beilage und erklärten, dass sie vom Verkaufspreis eine Spende an den Deutschen Kinderschutzbund geben wollen und sprechen dabei von 20 Prozent ihres Gewinns. Was bedeutet: 80 Prozent des Gewinns aus der Coronakrise stecken sie in ihre eigene Tasche.

Wie hoch der Gewinn bei diesem Schlüsselanhänger tatsächlich ist, erfährt der Leser nicht. Immerhin erfährt er in den Beitrag von Janina Dietrich, dass der Kinderschutzbund zur Zeit mehr denn je auf Spenden angewiesen ist. Dass Geschäftsführer Ingo Loeding allerdings Spenden aus einem Corona-Geschäft akzeptiert und dafür sogar noch als Werbe- und Verkaufshelfer zur Verfügung steht, macht mich schon sehr nachdenklich. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 2. Mai 2020

Tobias Koch (CDU) fordert eine hohe Verschuldung für die Stadt Ahrensburg im Interesse des Landes

Ach, wie ist das putzig! Familie Levenhagen – sprich Vater Detlef (CDU-Fraktionsvorsitzender) und Tochter Nadine (Fraktionsvorsitzende der Grünen) – sehen ihre Felle davonschwimmen. Das schöne Dusch- und Umkleidehaus für 1,25 Millionen Euro am Stormarnplatz zum Beispiel. Und die Tiefgarage unterm Stormarnplatz mit Skateranlage, urbanem Stadtpark und eventuell auch noch mit einer Kania-Dünenlandschaft 😉 für – nach meiner Schätzung – 14 Millionen Euro. Und auch andere Bauwerke, die wir Bürger genauso nötig brauchen wie das Corona-Virus.

Abbildung frei nach Abendblatt; Symbolbild: HDZ

Und was macht Familie Levenhagen? Sie holt sich den Onkel Tobi aus Kiel, nämlich Tobias Koch, der zuvor Fraktionsvorsitzender der CDU in Ahrensburg gewesen ist. Und dann stiefelt das Trio zum 3. Buch Abendblatt, wo wir heute ein riesengroßes Werbefoto von Tobias Koch bewundern dürfen und dazu lesen können:

„Tobias Koch spricht von einem ‚völlig falschen Signal’, der Wirtschaft nun ‚dringend benötigte Aufträge wegzunehmen’, wirft der Verwaltung Panik und Aktionismus vor. Er sagt: ‚Wegen der Coronapandemie befinden wir uns bereits in einer schweren Rezession. Gerade jetzt ist die öffentliche Hand gefordert, Firmen durch Aufträge zu unterstützen.’ Architekten, Planer, Hoch- und Tiefbauer gehörten zu den wenigen Berufsgruppen, die trotz der Epidemie noch gut arbeiten könnten.“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. April 2020

Thema Umweltfrevel: Wir haben in der Stadt 7 Optikerläden und 1 kurzsichtigen Oberförster

Nachdem Reporter Filip Schwen gestern über die Masken aus dem Hause Betten Bubert berichtet hat, ist der Mitarbeiter vom 3. Buch Abendblatt nun im Wald gewesen. Genauer: Im ehemaligen Wald war er, denn das besagte Waldstück ist ja abgeholzt worden. Und in der Begleitung des Journalisten befanden sich Rathaussprecher Fabian Dorow (Markenzeichen: dicker Winterschal um den Hals auch bei 20° im Schatten) und Martina Gote, eine „Umweltmitarbeiterin“ aus dem Rathaus. Und das Fazit lesen wir heute in der Stormarn-Beilage: „Forstbehörde ordnet die Rodung eines drei Hektar großen Gebietes an, um Schädling abzuwehren. Eine Neuaufforstung ist geplant.“

Abbildung frei nach Abendblatt

Um meine Meinung klarzustellen: Wenn Bäume von Schädlingen befallen sind wie in diesem Fall vom Borkenkäfer, sodass sie mit Schutzmitteln nicht mehr gerettet werden können, dann müssen die Bäume natürlich abgeholzt werden und eine Neupflanzung muss erfolgen. Und wir erfahren aus der Zeitung:  „Ein Förster hatte bei einem Kontrollgang festgestellt, dass zahlreiche Fichten auf dem Areal von Borkenkäfern befallen waren.“

Und dann zitiere ich noch einen Absatz aus dem Blatt und also lautend: „’Einige Bürger haben uns vorgeworfen, mit der Rodung gegen das Bundesnaturschutzgesetz zu verstoßen, das ist aber nicht korrekt‘, sagt Stadtsprecher Fabian Dorow. Das Gesetz verbietet es, Bäume, Hecken und Sträucher in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September zu beschneiden, zu fällen oder zu roden. Dadurch sollen Tiere geschützt werden, die Bäume und Sträucher als Lebensraum nutzen, insbesondere Vögel, die im Frühjahr und Sommer ihre Nester bauen und ihre Jungen aufziehen.“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. April 2020

Harald Klix berichtet heute im 3. Buch Abendblatt über das, was jeder schon weiß

Heute trägt Harald Klix im 3. Buch Abendblatt ein paar Eulen nach Athen mit seinem Bericht: „Corona stürzt Kommunen ins Haushaltsloch“. Das weiß der Leser natürlich schon, bevor er das Kleingedruckte gelesen hat. Ahrensburger jedoch sollten den Beitrag trotzdem lesen, denn sie werden dabei auf etwas Bemerkenswertes stoßen.

Abbildung frei nach Abendblatt

Erklärung: Der Reporter berichtet über Ahrensburg, Bad Oldesloe, Bargteheide, Barsbüttel, Oststeinbek und Reinbek. Während in Bad Oldesloe, Bargteheide, Barsbüttel und Oststeinbek die Bürgermeister bzw. die Bürgermeisterin die Fragen der Redaktion beantwortet haben, war es in Reinbek immerhin die zuständige Kämmerin der Stadt. Und in Ahrensburg? In der größten Stadt des Kreises Stormarn konnte Harald Klix nur mit Fabian Dorow sprechen, dem „Rathaussprecher“. Und dafür gibt es drei mögliche Gründe, als dieses sind: 1. Bürgermeister Michael Sarach ist immer noch in Urlaub. 2. Bürgermeister Michael Sarach ist erkrankt. 3. Bürgermeister Michael Sarach hat kein Interesse, den Bürgern von Ahrensburg erwartete Antworten zu geben. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. April 2020