Tobias Koch (CDU) fordert eine hohe Verschuldung für die Stadt Ahrensburg im Interesse des Landes

Ach, wie ist das putzig! Familie Levenhagen – sprich Vater Detlef (CDU-Fraktionsvorsitzender) und Tochter Nadine (Fraktionsvorsitzende der Grünen) – sehen ihre Felle davonschwimmen. Das schöne Dusch- und Umkleidehaus für 1,25 Millionen Euro am Stormarnplatz zum Beispiel. Und die Tiefgarage unterm Stormarnplatz mit Skateranlage, urbanem Stadtpark und eventuell auch noch mit einer Kania-Dünenlandschaft 😉 für – nach meiner Schätzung – 14 Millionen Euro. Und auch andere Bauwerke, die wir Bürger genauso nötig brauchen wie das Corona-Virus.

Abbildung frei nach Abendblatt; Symbolbild: HDZ

Und was macht Familie Levenhagen? Sie holt sich den Onkel Tobi aus Kiel, nämlich Tobias Koch, der zuvor Fraktionsvorsitzender der CDU in Ahrensburg gewesen ist. Und dann stiefelt das Trio zum 3. Buch Abendblatt, wo wir heute ein riesengroßes Werbefoto von Tobias Koch bewundern dürfen und dazu lesen können:

„Tobias Koch spricht von einem ‚völlig falschen Signal’, der Wirtschaft nun ‚dringend benötigte Aufträge wegzunehmen’, wirft der Verwaltung Panik und Aktionismus vor. Er sagt: ‚Wegen der Coronapandemie befinden wir uns bereits in einer schweren Rezession. Gerade jetzt ist die öffentliche Hand gefordert, Firmen durch Aufträge zu unterstützen.’ Architekten, Planer, Hoch- und Tiefbauer gehörten zu den wenigen Berufsgruppen, die trotz der Epidemie noch gut arbeiten könnten.“

Und damit verrät er sich, der CDU-Fraktionsvorsitzende im Schleswig-Holsteinischen Landtag, wohnhaft im Düsternbrooker Weg 70 in 24105 Kiel. Es geht ihm vorrangig gar nicht um unsere Stadt Ahrensburg, sondern er denkt und agiert auf Landesebene. Was meint: Ahrensburg soll mit Investitionen die Firmen im Schleswig-Holstein unterstützen, und zwar auf Kosten der Ahrensburger Bürger mit Schulden, die unsere Urenkel noch abzahlen müssten – wenn diese denn überhaupt in Ahrensburg wohnen werden.

Ich habe nichts davon gehört, dass Tobias Koch sich für Ahrensburger Firmen einsetzt, die wegen Corona nicht öffnen dürfen, ohne dass es dafür eine vernünftige Begründung gibt. Im Gegenteil: In meinen Augen ist es so, dass Corona die beste Werbeaktion ist, die den Firmen Famila, Toom, Müller, DM, Rossmann, Edeka, Rewe, Lidl, Aldi und anderen jemals beschert worden ist. Nicht zuletzt aus Kiel, wo die Landesregierung übrigens die letzte unter allen Bundesländern ist, die noch keine Schutzmaskenpflicht eingeführt hat, was in Schleswig-Holstein und damit auch in Ahrensburg erst am kommenden Mittwoch passieren soll.

Ach ja, und Peter Egan (WAB-Fraktionsvorsitzender), der Wackeldackel von Familie Levenhagen, schließt sich der Meinung derer von Levenhagen natürlich in wesentlichen Punkten an. Alles andere hätte ja auch verwundert.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. April 2020

8 Gedanken zu „Tobias Koch (CDU) fordert eine hohe Verschuldung für die Stadt Ahrensburg im Interesse des Landes

  1. Observator

    Die “öffentliche Hand” ist gefordert, Herr Koch? Glauben Sie wirklich, der Bürger ist zu blöd, um zu erkennen, dass die “öffentliche Hand” in seine Tasche greift?!! Wir Ahrensburger sollen uns also hoch verschulden, damit auswärtige Investoren besser durch die Krise kommen? Nicht Ihr Ernst, oder?

  2. Kassandra

    Koch will nicht die Kinder unterstützen, damit sie schnellstmöglich wieder in die Schule gehen können und auch die Eltern entlastet werden, sondern Koch will die „Not leidenden“ Handwerker in die Schule schicken, damit sie dort die Wände streichen sollen.

    Herr Koch, gehen Sie doch mal runter zu Ihrem Dienstwagen und schauen Sie nach, ob Sie nicht ein Rad ab haben!

  3. Sebastian Kindermann

    Tobias Koch ist einer der größten Wichtigtuer und Egozentriker, der frei in der Politik herumläuft. Wo immer er öffentlich auftritt, dient das nur einer Sache, nämlich der Person Tobias Koch. Seine Ahrensburger Lakaien widmen ihm auf der Webseite der CDU die volle Breite der Selbstdarstellung:

  4. Ahrensburger Firmeninhaber

    Es ist wirklich bemerkenswert, dass Tobias Koch nun mit unserem Geld das örtliche Handwerk stärken möchte, aber bei der Sanierung unseres Rathauses ist keine Ahrensburger Firma beauftragt worden.
    Wenn ich das lese, dann wird mir schlecht…

  5. Torsten Schmidt

    “Architekten, Planer, Hoch- und Tiefbauer” können sich glücklich schätzen, dass sie einen so umtriebigen Lobbyisten wie Herrn Koch haben. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden. Wer vertritt eigentlich die Interessen der kleinen Geschäftsleute in der Ahrensburger Innenstadt? Die FDP?

  6. Jörn Schmolke

    Lieber Herr Dzubilla, Klasse, dass Sie das Wirken von TK hier aufgreifen. Eines ist jedoch unwahr: Sein Wohnsitz! Er wohnt in Ahrensburg im R-weg, ich fahre häufiger dort vorbei.
    2012 hatte ich ungefragt Werbepost vor der Landtagswahl von TK im Briefkasten. Dort griff er die Schuldensituation des Landes auf. Ich schrieb ihm daraufhin eine Email, von Betriebswirt zu Betriebswirt, und fragte, ob er denn in der allgemeinen Schuldendiskussion auch die Vermögenswerte des Landes S-H benennen könnte, ist ja schließlich die andere Seite der Bilanz. Nun, ich warte noch auf die Antwort ….
    Viele Grüße aus dem Buchenweg 😉

  7. B. K. Werner

    Immer, wenn die Landesregierung in Kiel etwas Positives für Stormarn beschließt, kommt Koch so schnell wie möglich in seinen Wahlkreis, um es dort – möglichst im Beisein der Presse – zu verkünden, als hätte er das ganz persönlich bewirkt.

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