Ein altes jüdisches Sprichwort lautet: „Die Jugend ernährt sich von Träumen, das Alter von Erinnerungen.“ In diesem Sinne erinnere ich mich an meine früheste Kindheit in Schmalenbeck, als es noch Läden für Lebensmittel gegeben hat, die man später, als die Supermärkte entstanden waren, mit der Bezeichnung „Tante-Emma-Läden“ verniedlicht hat. Und damals stand über der Eingangstür dieser Geschäfte: Kolonialwaren.
Zu jener Zeit ging man auch noch mit der Milchkanne zum Milchmann, der die frische Milch dort hineingefüllt hat. Keine H-Milch, versteht sich. 😉 Und Salz und Zucker wurden hinter dem Verkaufstresen abgewogen und in Papiertüten geschüttet. Und Butter, Käse und Wurst kamen vom großen Stück und wurden in Pergamentpapier eingewickelt. Sauerkraut und Gewürzgurken holte der Händler aus dem Fass und Marmelade aus dem Eimer. Ach ja, und Tiefkühlprodukte gab es damals genauso wenig wie Folien und Selbstbedienung. Und statt der heutigen Tragetasche aus Plastik kamen die Kunden anno damals mit dem Einkaufsnetz zum Kaufmann. Weiterlesen









