Archiv für den Monat: Juli 2013

Wochenmarkt: Same procedure as every time

Der Ahrensburger Wochenmarkt ist ein ganz besonderer Wochenmarkt. Schön übersichtlich, besonders am Mittwoch. Und um den Kunden das Einkaufen bequemer zu machen, blieben viele der Marktbeschicker dem Ahrensburger Wochenmarkt fern, damit  die Menschen dort auf den freigewordenen Plätzen direkt neben den restlichen Ständen parken können. Und je mehr Händler wegbleiben, desto mehr Parkplätze gibt es. Toll, oder!? So wird es eines Tages am Mittwochvormittag auf dem Rathausplatz genauso aussehen wie am Mittwochnachmittag.

markttag in ahrensburgWeniger Händler machen das Einkaufen für den Kunden natürlich bequemer: Er spart Zeit, weil er die Waren und Preise nicht vergleichen muss. Und die gesparte Zeit kann er dann z. B. vor dem Schlachterstand verwenden, wo die Warteschlange so lang ist wie häufig im Postamt in der Hagener Allee.

Klar, auf dem Ahrensburger Wochenmarkt gibt es so gut wie nichts, was es nicht auch in jedem besseren Supermarkt in der Stadt gibt – aber dort eben nicht an frischer Luft. Und Hunde und Fahrräder darf man schließlich auch nicht mitnehmen in den Supermarkt.

Hab‘ ich noch was vergessen? Ach ja, richtig, die Mail von Uwe John, die mich heute erreicht hat und wie folgt lautet:

„Hallo Herr Dzubilla, wir waren heute auf dem Markt und haben das wunderbare Ambiente für den Markt gefunden. Solche Bilder locken Besucher nach Ahrensburg.

Liebe Grüße – Uwe John“

Die beiden Bilder von Herrn John, der meine Ausführungen über den Wochenmarkt bestätigt, gebe ich Ihnen gern zur Kenntnis und bedanke mich beim Fotografen für die kostenlose Überlassung seiner Beweisaufnahmen. Und die Eisbecher dort im Papierkorb? Die stammen keineswegs von einem Wochenmarktstand, sondern von einem der ansässigen Eisläden. Genauso wenig wie die markttag in ahrensburg-2Abfallcontainer, die dort hingestellt wurden, den Marktbeschickern gehören, sonder vielmehr von den Anliegern hier hingerollt wurden, damit sie in der warmen Sommersonne ein bisschen auslüften können.

Habe ich noch etwas vergessen, liebe Leser? Falls ja, dann schreiben Sie mir bitte, und zwar möglichst ohne Verwendung eines Pseudonyms, denn auf Szene Ahrensburg braucht sich ja niemand zu verstecken!

PS: Wer von Ihnen hat seine Tragetasche dort neben dem Abfallkorb versehentlich stehenlassen…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. Juli 2013

Stormarn-Beilage gibt kranken Menschen neue Hoffnung

Bildschirmfoto 2013-07-24 um 09.13.37Schau an, schau an, die Stormarn-Beilage! Heute finden wir dort die Werbung eines Rentners, der Ayurveda-Therapie anbietet. Nein, die macht er nicht selbst, sondern er begleitet kranke Menschen zur Behandlung und fungiert als Dolmetscher.

Dolmetscher? Ja, denn die Behandlung findet nicht in Deutschland statt, sondern in Indien, dem Heimatland des Mannes. Auch die Kosten für so eine Heilbehandlung werden genannt: Mit 4.000 bis 4500 Euro ist man dabei, wovon die Krankenkassen nichts übernehmen. Und der begleitende Dolmetscher bekommt auch seinen Teil davon ab.

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Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. Juli 2013

Gurken im Ahrensburger Rathaus…?

Was hat unser Ahrensburger Rathaus eigentlich mit Gurken zu tun? Eine merkwürdige Frage, werden Sie zugeben. Und beantworten kann sich sie leider auch nicht, sondern sie wurde mir gestellt in der Saure-Gurken-Zeit, als ich gestern vom unserem Rathaus stand.

IMG_1997Auf einem Beet vor der Rathaustür wächst Dill. Und Dill nennt man auch Gurkenkraut (Anethum graveolens). Diesen Doldenblütler, der übrigens aus Vorderasien stammt und zu den bei uns am meisten angebauten Gewürze zählt, habe ich in beträchtlichem Ausmaß vor dem städtischen Arbeitshaus entdeckt, als ich mir angeschaut habe, ob die Beete dort inzwischen bepflanzt worden sind.

Nun ist bekannt, dass Dillwasser, das aus den Samen der Pflanze hergestellt wird, die Verdauung fördert. Und weil doch vor dem Rathaus auch eine vollautomatische Toilette steht… 😉

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Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. Juli 2013

Rathausplatz: Die Blümchenfrau (WAB) ist offenbar verduftet

Bildschirmfoto 2013-07-23 um 11.28.18Wir erinnern uns: Kurz vor der letzten Kommunalwahl hat die Stadtverordnete Karen Schmick (WAB) ein Medienspektakel verursacht, indem sie großspurig verkündet hat, dass ihre WAB und sie höchstpersönlich selber dafür sorgen werden, dass die Pflanzenkübel am Rathausplatz wunderschön hergerichtet werden mit Pflanzen und Blumen. Und Frau Schmick erzählte, dass sie bereits mit den Ladeninhabern vor Ort gesprochen und von dieser Seite grünes Licht bekommen habe für eine Hilfe beim Bepflanzen der verlotterten Kastenbeete.

Die Wahl war m 26. Mai 2013. Heute schreiben wir den 23. Juli 2013, und die Beete am Rathausplatz sehen noch genauso verlottert aus wie damals, als Frau Peinlich von ihren Blümchen sprach und sich dafür in der Stormarn-Beilage feiern ließ, als hätte sie ein wahres Wunder in unserer Stadt vollbracht.

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Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Juli 2013

Na bitte: Unser Rathaus ist weg!

IMG_1993Was sehen Sie auf dem nebenstehenden Bild? Sie sehen Bäume. Und dahinter ahnen Sie ein Gebäude. Und wenn Sie sich in Ahrensburg auskennen, dann wissen Sie auch: Hinter diesen Bäumen steht unser Rathaus. Es ist also nicht total weg, sondern es ist sozusagen bloß zugewachsen. Nur im Winter, wenn das Laub von den Bäumen gefallen ist, dann ist es voll sichtbar, unser denkmalschutzwürdiger Verwaltungsbau.

Merkwürdig: Noch gar nicht lange her, da war unser Rathaus das Thema der Stormarn-Beilage. Und man wollte die Leser befragen, was sie denn nun mit dem Rathaus machen würden – Denkmalschutz oder Abrissbirne? Ein paar Leser haben sich tatsächlich gemeldet. Und die einen sagen so, die anderen so. Eine einheitliche Meinung dazu, wie sie uns die Stormarn-Beilage suggeriert, gibt es in Ahrensburg nicht. Und die Stimmen ausserhalb unserer Stadt sind so entscheidend wie ein Blinddarm zur Verdauung.

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Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Juli 2013

Denkmalschutz schützt das Denkmal nicht

Bildschirmfoto 2013-07-22 um 09.55.33Heute früh bekam ich die Nachricht, dass die St. Johannes-Kirche unter Denkmalschutz gestellt worden ist. Meine Freude darüber verflüchtigte sich aber schnell.

Hatte ich im ersten Moment geglaubt, dass mit der Unter-Denkmalschutz-Stellung ein Abriss des Gebäudes verhindert wird, so wurde ich nach Lektüre der heutigen Stormarn-Beilage eines Schlechteren belehrt: Die Kirche ist autark in ihren Entscheidungen, kann sich über den Denkmalschutz hinwegsetzen und das Gotteshaus dem Erdboden gleich machen. Oder es nach der Entwidmung verkaufen an eine andere Religionsgemeinschaft bzw. Supermarkt-Kette.

Mit anderen Worten: Es hat sich nichts geändert bei St. Johannes. Leider nicht.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Juli 2013

Zentrale Auskunft über ein schräges Gewerbe

Haben Sie auch Post bekommen von einer „Gewerbeauskunft-Zentrale“? Falls dem so ist, dann haben Sie hoffentlich das Richtige getan, nämlich das Schreiben in den Papierkorb geworfen. Denn wenn Sie das Formular ergänzend ausfüllen und zurückschicken, dann werden Sie mit 569,06 Euro pro Jahr zur Kasse gebeten. Für was? Für nix.

Unbenannt-1Ich will es mir ersparen, auf Einzelheiten einzugehen, sondern ich habe Ihnen eine Seite im Internet herausgesucht, wo Sie erfahren, wer hinter dieser „Gewerbeauskunft-Zentrale“ steckt, und dass man sich gegen solche schrägen Vögel wehren kann.

Früher gab es mal die sogenannten „Adressbuch-Verlage“, die nach diesem Schema gearbeitet haben; heute haben sie sich aufs Internet verlegt. Ihr Pech: Im Internet sind Informationen schnell abrufbar.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Juli 2013

Ahrensburg: Hunde-Badlantic in der Großen Straße

Badlanatic für HundeMit einem Döner aus Effes Grill in der Hand saßen wir gestern Mittag auf einer Bank, und zwar am Springbrunnen in der Großen Straße. Und wir glaubten, unseren Augen nicht trauen zu können: Der Springbrunnen wurde zu einer Hundebadeanstalt!

Hierzu die folgende Tatsachenbeschreibung: Eine ältere Frau mit einem Fahrrad kam an den Springbrunnen, an ihrer Seite ein Wuschelhund – siehe Foto! Die Frau nahm einen Ball, warf ihn ins Becken des Springbrunnens, und der Hund hopste sofort hinterher ins Wasser und brachte sein Spielzeug zurück. Die Frau holte einen kleinen Eimer und eine Sprühflasche aus der Gepäcktasche ihres Rades. Dann nahm sie das Eimerchen, übergoss den Wuschelhund mit Wasser, sprühte ihn aus der Sprühflasche ein und warf den Ball wieder ins Wasser. Der Wuschelhund rannte hinterher, brachte den Ball zu Frauchen, wurde wieder mit Wasser übergossen, eingesprüht und so weiter und so fort.

Irgendwann war der Wuschelhund wohl sauber genug; die Frau packte Eimerchen und Sprühflasche wieder in die Gepäcktasche ihres Fahrrades und zog zusammen mit dem Wuschelhund von dannen. Und glaubt vermutlich, dass Hundebaden im Springbrunnen in der Hundesteuer enthalten ist.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. Juli 2013

Tschüs, Herr Beumer!

Ahrensburg PostWer schon länger in Ahrensburg lebt, der kann sich auch an die Drogerie Beumer erinnern. Der Laden war an der Stelle, wo heute die Post ist, die auch damals schon dort gewesen ist – siehe Foto aus jener Zeit! Und Gerhard Beumer war nicht nur Drogist, sondern er war quasi der Haus- und Hoffotograf der Schlossstadt Ahrensburg.

Gerhard Beuer fotografierte alles: Hochzeiten, Familien- und Schützenfeste, Veranstaltungen und Beerdigungen. Und wenn ein Ereignis in Ahrensburg stattgefunden hatte, dann konnte man sich kurz darauf die bei Beumer ausgestellten Fotos anschauen und erwerben.

Da ich schon als kleiner Junge einen Fotoapparat hatte (Marke: Bilora Bella), war die Drogerie- und Fotohandlung Beumer in der Hagener Allee 24 von Kindesbeinen an meine Anlaufstation, und mit geschlossenen Augen sehe ich heute noch, wie es damals aussah in dieser Drogerie und Fotohandlung, wie sie heute in ihrer Art zur Nostalgie gehört.

Bildschirmfoto 2013-07-20 um 19.14.52In der Stormarn-Beilage steht an diesem Wochenende die Anzeige, dass Gerhard Beumer im Alter von 99 Jahren verstorben ist und ein „erfülltes Leben“ geführt hat. Geboren ist er übrigens in Königsberg, also in Ostpreußen, wo auch die Wurzeln meiner Vorfahren liegen. Und um die Zeit seiner Geburt sah es in Ahrensburg so aus wie auf dem nebenstehenden Bild. Und noch etwas: Der Ostpreuße Gerhard Beumer war der Seefahrt verbunden und Gründungsmitglied der Marine-Kameradschaft Ahrensburg.

Tschüs, Gerhard Beumer! Mit Ihnen ist eine liebenswerte Person aus dem alten Ahrensburg gegangen, die Spuren hinterlassen hat – nicht nur fotografisch!

Bildschirmfoto 2013-07-20 um 10.45.04Und wer heute online nach der Drogerie und Fotohandlung Gerhard Beumer sucht, der findet sie immer noch in der Hagener Allee, und zwar via „meinestadt.de Ahrensburg“. Auf diese Weise gerät nichts aus der Vergangenheit in Vergessenheit. Und das ist ja auch was Nettes am Internet, oder?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. Juli 2013

Meldung in der Zeit der Sauren Gurken

Der Aufmacher der heutigen Stromern-Beilage lautet: „Post leert Briefkästen schon morgens“. Und um die Dramatik dieser Meldung zu unterstreichen, wird eine Postkundin groß vor einem Briefkasten abgelichtet, die erklärt…

Bildschirmfoto 2013-07-19 um 07.58.58…dass sie kein Problem hat mit einer morgendlichen Leerung der Briefkasten.

Erschreckt von der Meldung bin ich sofort zum Briefkasten in meiner Straße gerannt und habe gesehen, dass dieser nach wie vor um 16 Uhr geleert wird. Die Meldung: „Post leert Briefkästen schon morgens“ ist also verallgemeinernd und trifft nur in Einzelfällen zu.

Und so steht es denn auch im Kleingedruckten des Beitrages. Dort werden Firmenstimmen zitiert, die sich darüber mokieren, dass ihre Rechnungen nun möglicherweise einen Tag später beim Kunden sind. Aber im Aufmacher des heutigen Tages steht auch, dass die meisten Firmen ihre Post ohnehin im Postamt anliefern. Briefkästen in Wohnstraßen sind eher für den privaten Postkunden gedacht. Und: Unweit eines Briefkastens mit früher Leerung ist in den meisen Fällen auch ein Briefkasten mit später Leerung zu finden, was sogar auf dem Hinweisschild am Kasten angezeigt wird.

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Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. Juli 2013