Archiv für den Monat: September 2015

22926: Was gestern schlecht war, ist heute auch nicht besser

Um die Gegenwart besser zu durchschauen, ist es mitunter sinnvoll, zurück in die Vergangenheit zu blicken. Hierbei fiel mir ein Papier in die Hände, das überschrieben ist mit: „Bürger für Ahrensburg“. Und so nannte sich auch der Verein, zu dem am 6. April 2008 die Gründungsversammlung im „Rockefeller“ stattgefunden hat, also vor über sieben Jahren.

Bürger für AhrensburgDanach hat der Verein „Bürger für Ahrensburg“ dafür gesorgt, dass die Linden in der Großen Straße keine Kastenkronen bekommen haben. Später haben die Vereinsdamen dann noch Blümchen am Rondeel gepflanzt und vereinzelt Presseveranstaltungen gemacht, auf denen sie viel ge- und versprochen haben. Und irgendwann wurde der Verein dann stillschweigend aufgelöst. Fazit: Resignation, Dein Name ist Ahrensburg.

Wenn wir uns heute die TOP 1 – 10 von damals anschauen – bitte mal auf die Abbildung links klicken! – und uns in der Stadt umschauen, dann wird erkennbar: Das Rathaus von Ahrensburg ist eine Betonburg im doppelten Sinne des Wortes. Und unsere Feierabend-Politiker sind damit beschäftigt, sich gegenseitig zu beharken und/oder zu streicheln, je nach Fraktion.

Wer wundert sich eigentlich über die geringe Wahlbeteiligung am vergangenen Sonntag?!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. September 2015

Ein königlicher Leserbrief an die Stormarn-Beilage vorab auf Szene Ahrensburg

Wolfgang König hat einen Leserbrief an die Stormarn-Redaktion vom Hamburger Abendblatt geschrieben. Der Inhalt ist bemerkenswert. Und weil ich weiß, dass die Redaktion der Stormarn-Beilage die Briefe von Lesern durchaus mal ein paar Wochen Tage lang ablagern lässt, um sie dann zu bringen oder nicht, komme ich den Damen und Herren in der Großen Straße schon mal etwas entgegen und veröffentliche besagten Leserbrief vorab auf Szene Ahrensburg und also lautend:

Bildschirmfoto 2015-09-29 um 17.51.32Der Sensationsfund – ein Fake?

Was hält die Archäologin dort hoch? Einen vom Moor schwarz gefärbten Gelenkknochen und einen einfachen Flintsteinabschlag. Solche Artefakte hat Rust bereits vor Jahrzehnten in besserer Qualität geborgen. Und Rust hat nach den ersten erfolgreichen Sondierungsbohrungen überhaupt in der Welt diese Bohrungen eingestellt und fing an, gute acht Meter tief mit aufwendiger Wasserhaltung zu graben. Dann stieß er auf den Abfall der Rentierjäger.

Durch Bohrungen mit tonnenweisem Aushub wird das Fundgebiet mit den Fundstücken zerstört. Heute sind die Archäologen aber so weit, dass sie im dreidimensionalen Fundgebiet auf Fundebenen Schicht für Schicht abtragen, durchsieben und durchschlämmen. Es könnten ja mehrere Besiedlungsepochen übereinander liegen. Mit Bohrungen zerstört man nur und bohrt möglicherweise den Schädel des Ahrensburger Ötzis an. Sicherlich haben die Rentierjäger ihre Toten nicht in den Sumpf geworfen. Sie haben sie pietätvoll auf dem Trockenen bestattet. In Handarbeit kommt man ohne Wasserhaltung nicht sehr tief – nicht in den Bereich, der fundträchtig ist. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. September 2015

Über den Sinn und Unsinn von Wahlplakaten

Über Wahlplakate kann man streiten. Aber kein Kandidat kann darauf verzichten. Zumal, wenn auch der Wettbewerber seinen Kopf plakatiert. Denn das Wahlvolk will Köpfe sehen und dem Kandidaten ins Auge blicken, wenn auch nur im Vorübergehen. Und die Sprüche, die auf Plakaten stehen, merkt sich ohnehin niemand, es sei denn, diese Worte sind merkfähig.

Bildschirmfoto 2015-09-29 um 14.02.58Ein sinnvolles Plakat mit merkfähigem Spruch hängt direkt neben dem Rathaus an der Stadtbücherei und könnte dort auch bis einen Tag vor dem 11. Oktober hängen bleiben: „Unser Mann für nebenan!“, ist dort zu lesen mit dem Foto des Mannes, der nebenan einziehen will.

Dieses Plakat ist schon ein Vorgriff auf den Tag, an dem der neue Bürgermeister in sein Amt im Ahrensburger Rathaus einziehen wird, nämlich am 1. April 2016. Und die Mitarbeiter im Rathaus gehören zu den wenigen Arbeitnehmern in der Stadt, die mitbestimmen können, wer ihr zukünftiger Chef sein soll.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. September 2015

Und hier gibts zur Abwechslung mal was zu schmunzeln:

Heute ist im „Handelsblatt“ eine Kolumne von Armin Jochum erschienen, die ich mit Vergnügen gelesen habe – nicht zuletzt, weil ich darinnen Erwähnung finde. Und damit hier auf Szene Ahrensburg nicht immer nur ärgerliche Themen behandelt werden, bringe ich Ihnen ein freundliches Thema im Original. Schmunzeln Sie mit:

aus: Handelsblatt

aus: Handelsblatt

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. September 2015

Ist Jürgen Eckert (SPD) als Stadtverordneter noch tragbar? Update am 6. Oktober 2015

Gegen den Stadtverordneten Jürgen Eckert (SPD) laufen diverse Anzeigen. Das spricht dafür, dass der Mann etwas auf dem Kerbholz haben muss. Eine Anzeige, okay, das kann ja mal vorkommen, aber gleich diverse…?

Bildschirmfoto 2015-09-25 um 22.16.57Nun können wir mutmaßen, was Eckert angestellt hat, damit er mehrfach angezeigt wurde. Hat der Lobby- Hobby-Politiker vielleicht in der Stadtverordneten-Versammlung abgestimmt bei einer Vorlage, wo die AWO irgendwo involviert ist (z. B. Kita, DRK), bei der Eckert gleichzeitig Geschäftsführer ist? Oder hat er das Peter-Rantzau-Haus möglicherweise zweckentfremdet, sprich: nicht sozial genutzt, sondern freier Hand profitmäßig vermietet…?

Ich weiß es nicht. Ich weiß auch nicht, ob gegen Jürgen Eckert (SPD) tatsächlich diverse Anzeigen vorliegen. Ich behaupte das einfach mal so, und zwar mit dem (juristisch:) Recht auf Gegenschlag. Denn Eckert hat allen Ernstes verkündet, dass gegen mich diverse Anzeigen laufen. Zwar läuft gegen mich nicht mal eine Anzeige wegen Falschparkens, aber möglicherweise weiß Jürgen Eckert ja mehr.

Herr Eckert, Sie haben einen ganz fiesen Charakter. Und wenn Sie Ihre Diffamierungen gegen mich weiter verbreiten, dann werden Sie von mir eine Anzeige bekommen. Und sollten Sie unter Halluzinationen leiden, dann müssen Sie sich therapieren lassen. Das befreit.

UPDATE: Über den verhinderten Bürgermeister-Kandidaten Klaus H. Schädel, gegen den gerade wieder eine neue Strafanzeige bei der Kriminalpolizei eingegangen ist, erreichte mich die nachfolgende Mail :

Moin Herr Schädel,
es gibt keinerlei Strafanzeigen gegen mich,
also frei erfunden.
Danke für den Hinweis, aber ich lese diese
Seiten nicht.
Freundliche Grüße
Jürgen Eckert
 

Komisch, komisch. Weder habe ich behauptet, dass gegen den Mann „Strafanzeigen“ vorliegen, noch dass ich davon weiß, dass tatsächlich eine Anzeige gegen den Stadtverordneten vorliegt. 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. September 2015

Wahlempfehlung der Grünen zur Stichwahl: „Treffen Sie Ihre Entscheidung!“

Während Die Grünen sich vor sechs Jahren klar auf den CDU-Kandidaten Jörn Schade geeinigt hatten, kommt in diesem Jahr keine namentliche Wahlempfehlung für ihre Anhänger. Für den Vorstand empfiehlt Class-Christian Dähnhardt den Ahrensburger Bürgern: „Treffen Sie Ihre Entscheidung! Gehen Sie wählen!“

Bildschirmfoto 2015-09-28 um 21.29.03In meinen Augen betreiben die Grünen im Allgemeinen keine schlechte Kommunikation. Allerdings habe ich an der neuen Verlautbarung mal wieder etwas zu bemäkeln. Wir lesen: „Schauen Sie sich die beiden Kandidaten genau an. Wer von Beiden (richtig: beiden) soll in Zukunft die Entscheidungen der Politik umsetzen?“

Das ist eine Frage, die nicht im Vordergrund stehen sollte. Vernünftiger wäre: „Wem von den beiden Kandidaten trauen Sie zu, dass er die sinnvolleren Anträge an die Politik stellt und sich am besten mit allen Fraktionen über einen möglichst großen gemeinsamen Nenner verständigen wird, damit die Vernunft in Ahrensburg siegt?“

Ich erwähne es noch einmal ausdrücklich: Die Stadtverordneten sind keine nicht unbedingt Fachleute, sie entscheiden nach bestem Wissen und Gewissen. Die Fachleute sitzen im Rathaus – oder sollten dort sitzen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. September 2015

Das ist der Beweis: Zensur beim Hamburger Abendblatt

Ich habe mich heute früh darüber mokiert, warum die Stormarn-Beilage  ihre Seite 1 nicht online gestellt hat. Nun habe ich erkannt: Es ist offensichtlich eine Zensur erfolgt – von wem auch immer. Und diese Tatsache sollte sich in Ahrensburg und im Rest von Deutschland wie ein Lauffeuer herumsprechen, zeigt es doch, wie wir Bürger von der Redaktion einer großen Tageszeitung bewusst manipuliert werden sollen.

Gedruckte Titelseite

Gedruckte Titelseite

Auf der Seite 1 der Stormarn-Beilage steht heute korrekt: „Conring zwingt Sarach in die Stichwahl“ – siehe die Abbildung! Das hat offenbar jemandem nach Ausdruck der Beilage missfallen. Und er ließ diese Seite für das Internet stoppen. Stattdessen wurde auf Stormarn online eine neue Schlagzeile formuliert und also lautend: „Stichwahl in Ahrensburg zwischen Conring und Sarach“.

Stormarn online

Stormarn online

Frage: Ist es schon wieder soweit, dass Journalisten in Deutschland „auf Zuruf“ ihre Texte ändern müssen? Hat vielleicht Herr Sarach jemand in der Redaktion angerufen und sein Missfallen über die gedruckte Zeile auf der Titelseite geäußert, sodass Blombach & Co dem sofort Folge geleistet, die Seite online entfernt und den Beitrag bei Stormarn online neu überschrieben haben…?

Ich möchte wissen, was hier gespielt wird und gebe die Frage weiter an Chefredakteur Lars Haider nach Hamburg: Lieber Herr Haider, was ist hier passiert? U. A. w. g. Mit freundlichen Grüßen – Harald Dzubilla

Stormarn-Beilage online: Die Seite 1 fehlt!

Stormarn-Beilage online: Die Seite 1 fehlt!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. September 2015

Die Online-Leser der Stormarn-Beilage werden nicht ernstgenommen

Wer Papier sparen will, der kann die Stormarn-Beilage im Hamburger Abendblatt auch online lesen. Allerdings muss er dort machmal mit Verzicht leben wie zum Beispiel heute.

Bildschirmfoto 2015-09-28 um 10.01.42Wer die Stormarn-Beilage heute online lesen möchte, der bekommt die Seite 1 nicht, sondern nur die Seiten 2 bis 4. Okay, so ein technischer Fehler kann vorkommen. Aber es sollte nicht vorkommen, dass es jetzt 10 Uhr am Tage ist, und die Seite 1 immer noch nicht zu lesen ist.

Das ist eine Missachtung des zahlenden Kunden und zeugt davon, wie luschig die Redaktion arbeitet. Und der Leser muss zahlen, egal, was er für sein Geld angeboten bekommt.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. September 2015

Warum war die Wahlbeteiligung in Ahrensburg so gering?

Nur knapp 40 Prozent der Einwohner von Ahrensburg haben es für nötig gehalten, bei der Bürgermeister-Wahl ihre Stimme abzugeben. Und man fragt sich: Warum diese geringe Beteiligung an einer für die Stadt doch so wichtigen Entscheidung…?

Wahlurne KopieAls Beobachter der Szene von Ahrensburg weiß ich: Den meisten der Bürger geht das, was in Rathaus und Politik passiert, gänzlich am Arsch vorbei. Und ein Großteil dieser Ignoranten  glaubt allen Ernstes: Die Stadt Ahrensburg wird regiert vom Stadtforum. Und die wichtigen Versammlungen sind für diese Bürger nicht die Meetings der Stadtverordneten im Marstall, sondern die vom Stadtforum in der Großen Straße: Stadtfest, Weinfest, Oktoberfest. Da gehen sie zahlreich hin, die Bürger, und glauben, dass sie mit dem Heben der Gläser ihrer demokratischen Pflicht nachgekommen sind. Und wer hat all diese Feste eröffnet? Conring? Oder Hansen?

Ich werde und wurde oft gefragt, warum ich mein Blog Szene Ahrensburg betreibe. Ich antworte: Weil es in der Kommunikation unserer Stadt keine kritischen Stimmen gibt und die Berichterstattung hier wie dort ziemlich einseitig erfolgt. Und weil ich gehofft hatte, ein größeres Wir-Gefühl in Ahrensburg zu erzeugen, was meint, dass viel mehr Kommentare kommen und große Diskussionen über die Themen unserer Stadt passieren. Leider ist es bei den meisten Lesern ähnlich wie bei den Wählern: Sie verhalten sich passiv. Und wenig Politiker und kein Verwalter gehen mit gutem Beispiel voran und diskutieren in Kommentaren mit den Bürgern.

Das aber ist noch nicht alles, denn ich bin auch der Überzeugung: Die drei Bürgermeister-Kandidaten haben selber für eine niedrige Wahlbeteiligung gesorgt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. September 2015

Absolute Mehrheit der Ahrensburger Wähler ist sich einig: Wir wollen einen anderen Bürgermeister!

Ahrensburg hat 26.639 Bürger, die heute berechtigt waren, einen Bürgermeister zu wählen. Aber nur 10.599 von ihnen sind zur Wahlurne gegangen, was 39,8 Prozent sind. Blamabel, blamabel. Für das Fernbleiben gibt es keinerlei Entschuldigung.

StadtverwaltungVon den 10.599 Wählern wollen mehr als die Hälfte (= 53,9 %), dass Michael Sarach nicht mehr im Amt bleibt, denn 37,6 % votierten für Christian Conring, 16.4 % für Jörg Hansen und 46,1 % für den Amtsinhaber – so das vorläufige amtliche Endergebnis nach Auszählung aller 20 Wahlbezirke.

Wie mir ein Augenzeuge berichtet hat, ist Michael Sarach am Abend mit ziemlich verkniffenem Gesicht aus dem Foyer des Rathauses geschlichen. Das Resultat wirft kein gutes Licht auf einen Bürgermeister, der mit Amtsbonus angetreten war. Und nach seinen letzten Veranstaltungen und der Party, die seine Partei für ihn am Freitag auf der Großen Straße (laut Aussagen der Security übrigens eine „geschlossene Veranstaltung“) gegeben hat, hatte Sarach sich wohl mehr versprochen als weniger als die Hälfte.

Nun wird es zu einer Stichwahl im kommenden Monat kommen. Und darauf an, welche Empfehlung die Grünen aussprechen werden.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. September 2015