Absolute Mehrheit der Ahrensburger Wähler ist sich einig: Wir wollen einen anderen Bürgermeister!

Ahrensburg hat 26.639 Bürger, die heute berechtigt waren, einen Bürgermeister zu wählen. Aber nur 10.599 von ihnen sind zur Wahlurne gegangen, was 39,8 Prozent sind. Blamabel, blamabel. Für das Fernbleiben gibt es keinerlei Entschuldigung.

StadtverwaltungVon den 10.599 Wählern wollen mehr als die Hälfte (= 53,9 %), dass Michael Sarach nicht mehr im Amt bleibt, denn 37,6 % votierten für Christian Conring, 16.4 % für Jörg Hansen und 46,1 % für den Amtsinhaber – so das vorläufige amtliche Endergebnis nach Auszählung aller 20 Wahlbezirke.

Wie mir ein Augenzeuge berichtet hat, ist Michael Sarach am Abend mit ziemlich verkniffenem Gesicht aus dem Foyer des Rathauses geschlichen. Das Resultat wirft kein gutes Licht auf einen Bürgermeister, der mit Amtsbonus angetreten war. Und nach seinen letzten Veranstaltungen und der Party, die seine Partei für ihn am Freitag auf der Großen Straße (laut Aussagen der Security übrigens eine „geschlossene Veranstaltung“) gegeben hat, hatte Sarach sich wohl mehr versprochen als weniger als die Hälfte.

Nun wird es zu einer Stichwahl im kommenden Monat kommen. Und darauf an, welche Empfehlung die Grünen aussprechen werden.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. September 2015

14 Gedanken zu „Absolute Mehrheit der Ahrensburger Wähler ist sich einig: Wir wollen einen anderen Bürgermeister!

  1. Enttäuschter Wähler

    Moin,
    Ich denke, dass es leider keine Wählempfehlung der Grünen geben wird, weil man ja als grüne Partei keinen CDU-ler empfehlen kann, um nicht die eigene, sehr festgefahrene Klientel vor den Kopf zu stoßen. Auch wenn die Verantwortlichen keine Befürworter des Amtsinhabers sind.
    Damit ist dann aber wohl auch die Entscheidung zu Gunsten des Amtsinhabers gefallen. Leider.
    Ansonsten ist auch die Wahlbeteiligung mal wieder eine riesige Enttäuschung für alle Demokraten.
    Grüße

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Hinter welchen Kandidaten haben die Grünen sich bei der vergangenen Bürgermeister-Wahl gestellt, und zwar geschlossen? Richtig: Hinter den Kandidaten Jörn Schade, den die CDU nominiert hatte. Und wenn die Grünen ehrlich sind, dann werden sie sagen: „Wähler, Du musst entscheiden – wir selber halten Sarach für eine Lusche!“

      1. Christian Schmidt

        Hallo zusammen,

        Nein, von uns gibt es keine Wahlempfehlung!
        Wenn wir uns hinter Hr. Conring oder Hr. Sarach hätten stellen wollen, dann hätten wir keinen eigenen Kanidaten aufgestellt.

        Wir haben aber eine ganz klare Bofschaft an alle wahlberechtigen Ahrensburgerinnen und Ahrensburger:

        Ihr habt jetzt zwei Wochen Zeit euch die beiden verbleibenden Kandidaten anzuschauen. Macht das! Überlegt euch, wer für dieses Amt am besten geeignet ist! Wer soll in Zukunft festlegen, wie die Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung umgesetzt werden? Der Bürgermeister organisert die Verwaltung, das ist seine Hauptaufgabe. Wem von den beiden trauen Sie das zu?
        Wer soll in Zukunft für Ahrensburg nach Innen und nach Außen stehen?

        Überlegen Sie sich diese Fragen genau! Und dann treffen Sie ihre Entscheidung, machen Sie am 11.10.2015 ihr Kreuz, gehen Sie wählen!

        Gruß
        Christian Schmidt
        Bündnis 90/Die Grünen

        P.S.: Wer nicht wählen geht, der darf sich hinterher auch nicht über Ergebnis beschwerden….

  2. Kassandra

    Vielleicht wäre es sinnvoll, die Leitung der Verwaltung mit einer Doppelspitze zu besetzen, nämlich Conring & Hansen, die ja zusammen eine absolute Mehrheit der Stimmen erzielt haben.

    Aber mal im Ernst: Ein amtierender Bürgermeister, der nicht im 1. Wahlgang die Stimmenmehrheit bekommt, sollte seinen Stuhl freiwillig räumen.

  3. Wolfgang König

    Nun ja,
    bei den letzten Wahlen sind wohl deutlich mehr als 40 % wie heuer zur Wahl gegangen. Am Wetter kann es nicht gelegen haben. Gutes Wetter hatten wir reichlich. Da sind wohl tausende Ahrenburger noch vor 8:00 zur Ostsee, zur Nordsee und in die Lüneburger Heide aufgebrochen. Unsere wahlberechtigte Jugend schläft nach abenteuerlichen Nächten gerne sehr lange. Sie muss sich bis Montag erholt haben. Briefwahl ist ein Fremdwort und macht Mühe. Und für eine vorgezogene Wahl im Rathaus muss man sein Hinterteil bewegen. Möglicherweise liegt die geringe Wahlbeteiligung auch an der sehr hohen Fluktuation der Bürger (ca. 6.000 in einer Wahlperiode). Unsere Neubürger fühlen sich in Ahrensburg offenbar nicht zuhause.
    Wer ihr Bürgermeister ist, ist ihnen sch..ön egal. Das zeitwierige Gerangel zwischen Verwaltung und Politik sowie absolut unverständliche Entscheidungen wie das Stehenlassen von Schrott-Fassaden (Krankenhaus) machen es nicht ernsthaft erforderlich, einen Bürgermeister zu wählen. Oder beherbergen wir schon so viele Flüchtlinge? Und da wäre dann auch noch der hohe Krankenstand. Unsere Kranken hätten vom Wahleiter zur Wahl abgeholt werden können. Das hätte manchmal sehr peinlich sein können, von einem Vorgesetzten abgeholt zu werden.
    Ich stand jedenfalls um 9:14: 56 an der Urne, um meine Abstimmung einzuwerfen. Erstaunlich war, dass die Kandidatenreihenfolge anders war als bislang in der Presse aufgeführt (z.B. 20 Fragen) oder aus der Presse zu entnehmen. Sarach führte stets den Reigen an. Nun hatte sich Herr Conring auf den ersten Platz hochgearbeitet.
    Vor meinem Wahllokal prangten keine 10 Meter von der Grundstücksgrenze meines Wahllokals entfern an beiden Baumseiten zwei Wahlplakate von Bürgermeister Sarach. Das hat sicherlich das Abstimmverhalten noch unentschlossener Wähler im Waldgut beeinflusst.
    Nach der Wahl war ich auf dem Ahrensburger Flohmarkt am Rathaus. Da war nicht ein Sonnenschirm von der SPD, der CDU oder von den Grünen zu sehen (Bürgermeisterwahl ist ja keine politische Wahl). Nirgends war ein Kandidat anzutreffen. Sie wähnten sich wohl schon alle auf der sicheren Seite.
    Und trotz meiner aufopfernden und frühen Wahlbeteiligung hatte ich noch einen netten Vormittg auf dem Flohmarkt, einen schönen sonnigen Nachmittag auf dem Wandsbeker Oktoberfest und einen netten langen Abend in einem Schalenbecker Restaurant. Zu einer Wahl zu gehen, versaut einem also nicht den ganzen Tag.
    Jedenfalls ist diese Wahlbeteiligung für eine Demokratie enttäuschend. Das zeugt dafür, dass demokratische Rechte mit Habgier beansprucht werden und dass die Pflichten in den Sumpf getreten werden. Vielleicht sollte die Wahlpflicht wie in der DDR mit Blockwarten usw. wieder eingeführt werden.
    Stichwahl ist am 11.10.2015. Bis dahin müssen sich die Grünen öffentlich entschieden haben.Bis dahin könnten Sarach-Wähler nachdenklich gemacht werden. Wer weiß, was sich in dem ungenutzten Wählerreservoir verbirgt.
    Hoffentlich regnet es am 11.10. vormittags gnadenlos. Nachmittags muss die Sonne scheinen, um die Bürger auf die Straße zum Wählen zu treiben.
    Hätte der enttäuschte Wähler einen Namen, könnte man ihm seine Enttäuschung glauben.
    Wolfgang König
    Wählen ist doch gar nicht so zeitraubend und anstregend.

    1. H.J. Lange

      Hallo Herr König,
      auch Sie sind auf die Show reingefallen:
      Die „Schrott-Fassaden (Krankenhaus)“ sind lediglich Kulissen in diesem Theater. Sie sollen von dem millionenschweren Bauskandal dahinter ablenken, der zu 100 % vom derzeitigen Bürgermeister M. Sarach (SPD) zu verantworten ist.
      Warten Sie einfach das Ende der Vorstellung ab.
      HJL

      1. Sabine Heinrich

        Nebenbei: Diese besonders gelungenen Meisterwerke Ahrensburger „Denkmalsschutzkunst“ – wobei diese nichtssagenden „Schrottfassaden“, die im Laufe der Bauarbeiten immer mehr geschrumpft sind – noch nicht einmal unter Denkmalschutz stehen – sowie der Baukunst (Rampengasse) führe ich gern meinen Gästen vor – und werde immer wieder durch ungläubiges Staunen und auch Gelächter belohnt: So etwas hatte bislang noch keiner meiner z.T. weit gereisten Bekannten gesehen. Großer Pluspunkt also für Ahrensburg und diejenigen, welche solch Aufsehen erregende Baumaßnahmen zu verantworten haben!
        Jedesmal, wenn ich an den „Schrottfassaden“ vorbeifahre, überkommt mich (als Nicht-Ahrensburgerin) heftiges Kopfschütteln und fassungsloses Staunen.
        Unglaublich – besonders, wenn man bedenkt, was für wirklich erhaltenswerte Gebäude seit den frühen 70er Jahren gnadenlos dem Erdboden gleichgemacht wurden.

  4. Wolfgang König

    Hallo, Kassandra,
    Göttin der Vorhersage des Grauenvollen, sage uns doch gleich die Schrecklichkeit deiner Bürgermeister-Vorhersage. Sei ehrlich, erwecke keine Hoffnungen, sei dem Bürger gegenüber schonungslos, sage doch gleich: Sarach ist es.
    Dir Dein böses Antlitz nach hinten drehend,
    Zeus

  5. Sabine Heinrich

    Aber, aber, Herr König, wer wird denn so negativ denken! Sie beschwören ja das Unheil regelrecht herauf!
    Es gibt immer noch genug Wähler, die nach ihrem Gewissen entscheiden – und nicht nach der Farbe des Parteibuches des zukünftigen Bürgermeisters – da bin ich mir ganz sicher!
    Also: Positiv denken und gespannt dem 11.10. entgegenfiebern!

  6. Karl Heinrich Rüssmann

    Was mich noch immer gewaltig stört: Der Verwaltungsfachmann Sarach hat 2009, vor seiner Wahl, nichts von seiner im Falle des Wechsel aus Schwerin unzureichenden Altersversorgung verlauten lassen, über die er sich sicherlich genau informiert hat (sonst wäre schon das miserable Planung gewesen). Gleich nach der Wahl kam heraus, daß die Stadt für ihn fast eine halbe Million Euro würde blechen müssen. Wäre das vorher bekannt gewesen, dann wäre er gegenüber dem äußerst knapp unterlegenen CDU-Kandidaten Jörn Schade chancenlos gewesen. Die halbe Million fehlt Ahrensburg bis heute.
    Das sollte noch mal ordentlich thematisiert werden, lieber Herr Dzubilla.
    Karl Heinrich Rüssmann

  7. Wolfgang König

    Hallo, Frau Heinrich,
    da sind Sie ja wieder. Ich war schon in Sorge. Waren Sie hinterm Mond?
    Ich beschwöre kein Unheil herauf, Kassandra tut es. Ich freue mich, dass Sie sich so sehr für die Geschicke Ahrensburgs interessieren. Kann Großhansdorf Ahrensburg nicht eingemeinden? Dann hätten wir zusammen einen weitaus besseren Bürgermeister.
    Dort soll Doppig gut laufen.
    Es ist doch klar, dass die Ahrensburger Frauen ,fast geschlossen (46%), den SPD-Bürgermeister wählen – und Sarach steht für SPD. Frauen lieben eben die Farbe „Rot“ wie im Lippenstift, Finger- und Fußnägellack, Rot in den Tatoos, rote Lack-Handtäschchen, rote Haartönung, Rouge auf dem Wangen und auf dem Bauch, rote Bettwäsche, eine rote Couch usw.. Man hat es ja auch an Willy Brandt (alias Herbert Frahm) gesehen, wie ihm die Frauen über einen DDR-Spion zuflogen. Vielleicht hat Herr Sarach ja auch Gründe, warum er seine Familie zumindest im Wahlkampf nicht nachkommen lässt. Oder hat irgend jemand Herrn Sarach in den letzten Wochen mit Familie gesehen? Er hat ja Damen, die ihn im Wahlkampf unterstützen.
    Seien Sie beruhigt, Frau Heinrich, ich gehe auf jeden Fall am 11.10. zur Wahl. Und 50 % der Ahrensburger Wahlberechtigten haben ihre Wahlbenachrichtigung sicherlich schon seit Wochen in die blaue Tonne entsorgt. 40 % haben die Wahlbenachrichtigung nach der Wahl am 27. weggeworfen, 75 % der Wahlberechtigten werden nicht erfahren, dass es eine Stichwahl gibt – und dann ist die Wahlbenachrichtigung (Wahlberechtigungs-Bescheinigung) schon längst weg. Da wird die Verwaltung keine neuen Wahlbenachrichtigungen versenden, da auf der ersten bereits Verhaltenshinweise auf die Stichwahl stehen (VERLORENE WAHLSCHEINE WERDEN NICHT ERSETZT).
    Na, da schau`n wir mal, wieviel Bürger am 11.10. zur Wahl gehen.
    Ich habe meine Wahlbenachrichtigung noch. Und Conring steht sicherlich wieder an erster Stelle für mein Kreuz.
    Mit ankreuzenden Grüßen
    Wolfgang König

    1. Sabine Heinrich

      Herr König, Sie nun wieder! 🙂
      Danke, dass Sie sich um meinen Verbleib gesorgt haben – und das meine ich jetzt ernst! Ja, ich war fast hinter dem Mond – aber wo genau, muss ja nicht ganz Ahrensburg erfahren! 😉
      Was Sie da über die Rot-liebenden Frauen schreiben – also wirklich…!
      Ich habe in Ahrensburg viele Frauen mit dunklen, ja sogar schwarzen Tatoos gesehen – insofern sehe ich für die Stichwahl in 2 Wochen gar nicht mal so rot! 😉

  8. Wolfgang König

    Hallo, Frau Heinrich,
    Sie wissen ja, wie ich zu erreichen bin. Wahrscheinlich schweiften Sie hinter einem Kometen.
    Die Auswahl bei der Stichwahl ist gering. Wenn Sie nicht Rot sehen, dann können Sie nur noch Schwarz sehen. Vielleicht treffen wir uns einmal in der Aphrodite oder im Galini. Dann sehen Sie Blau-weiß. Nein,nicht bayerisch sondern griechisch. Und der Punsch auf dem Rondeel ist schwarz-rot oder rotschwarz. das ist dann eh egal
    Mit scherzhaften Grüßen voll daneben#
    Wolfgang König

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.