22926: Was gestern schlecht war, ist heute auch nicht besser

Um die Gegenwart besser zu durchschauen, ist es mitunter sinnvoll, zurück in die Vergangenheit zu blicken. Hierbei fiel mir ein Papier in die Hände, das überschrieben ist mit: „Bürger für Ahrensburg“. Und so nannte sich auch der Verein, zu dem am 6. April 2008 die Gründungsversammlung im „Rockefeller“ stattgefunden hat, also vor über sieben Jahren.

Bürger für AhrensburgDanach hat der Verein „Bürger für Ahrensburg“ dafür gesorgt, dass die Linden in der Großen Straße keine Kastenkronen bekommen haben. Später haben die Vereinsdamen dann noch Blümchen am Rondeel gepflanzt und vereinzelt Presseveranstaltungen gemacht, auf denen sie viel ge- und versprochen haben. Und irgendwann wurde der Verein dann stillschweigend aufgelöst. Fazit: Resignation, Dein Name ist Ahrensburg.

Wenn wir uns heute die TOP 1 – 10 von damals anschauen – bitte mal auf die Abbildung links klicken! – und uns in der Stadt umschauen, dann wird erkennbar: Das Rathaus von Ahrensburg ist eine Betonburg im doppelten Sinne des Wortes. Und unsere Feierabend-Politiker sind damit beschäftigt, sich gegenseitig zu beharken und/oder zu streicheln, je nach Fraktion.

Wer wundert sich eigentlich über die geringe Wahlbeteiligung am vergangenen Sonntag?!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. September 2015

13 Gedanken zu „22926: Was gestern schlecht war, ist heute auch nicht besser

  1. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    den Verein gibt es auch nicht mehr. Er hatte Schwierigkeiten, seine Ziele zu verfolgen und zu realisieren. Gerne erinnere ich mich an den Verein, wenn es um die Kastenlinden geht. Nahezu jeden Samstag und auch zwischendurch sehe ich die zum Glück noch immer schmucken Bäume und erinnere mich gerne an das Abstimmungsdebakel der Schlaumeier.
    Ansonsten gilt: Alle denken nur an sich, nur ich denke an mich. So, nun muss ich in den Garten. Seit Jahren hat hier niemand etwas getan, nur ich.
    Mit sonnigen Grüßen
    Wolfgang König

  2. Thomas H..

    Hallo Herr Dzubilla,
    Anlässlich der geringen Wahlbeteiligung wurde auch der Amtsinhaber von der Stormarnbeilage um eine Erklärung gebeten. Es ist schon bemerkenswert, was der der Amtsinhaber, der während des Wahlkampfes schon mehrfach der Lüge überführt wurde, dazu von sich gab: „Im Übrigen sollte uns bewusst sein,dass Menschen in vielen Ländern zum Teil unter Einsatz ihres Lebens dafür kämpfen, dass sie unter demokratischen Verhältnissen ihr Wahlrecht ausüben können. Wir sollten unsere demokratischen Rechte nicht als selbstverständlich ansehen.“ Hier spricht also jemand, der gelogen hat , dass sich die Balken biegen, darüber , was demokratische Rechte und Pflichten sind. Sarach legt einen Ton an den Tag, der gewöhnlich bei Eltern herrscht, die ihre Kinder erziehen , indem sie ihnen sagen, dass andere Kinder es lange nicht so gut haben wie sie. Derartige Äußerungen offenbaren, wie weit Sarach von der Lebenswirklichkeit der Bürger entfernt ist. Und derartige Äußerungen sind angesichts der fehlenden Leistungen Sarachs während der ersten Amtszeit arrogant und anmaßend und bar jeglicher Selbstkritik. Solange Sarach Bürgermeister ist, bleibt das Rathaus eine Betonfestung, an der sich die Bürger die Zähne ausbeißen können!
    Übrigens: Der einzige der drei Kandidaten, der nach der Wahl nichts Peinliches von sich gegeben hat und auch keine Wählerschelte betreiben hat, ist Christian Conring. Das sollte man ihm hoch anrechnen.
    Beste Grüße
    Thomas H.

  3. Waldemar

    Der Text aus 2008 zeigt, dass sich in Ahrensburg seither nichts bewegt hat. Die Parteien und Politiker, allen voran der Bürgermeister, verschließen die Augen vor der Politikverdrossenheit der Bürger , die sie selbst zu verantworten haben.
    Waldemar

  4. Wolfgang König

    Hallo, Herr Schmitt,
    fragen Sie doch einfach die Post. 22926 ist die Postleitzahl der Stadt Ahrensburg. Da Ahrensburg eine Kleinstadt ist, benötigen wir nur eine Postleitzahl (im Gegensatz zu z.B. Hamburg mit vielen Stadtteilen). Die komischen anderen „Postleitzahlen“ sind so etwaswie Postfächer großer Firmen oder Verwaltungen. So hat auch Ihr Finanzamt eine eigene Postleitzahl. Jeder Bürger kann eine eigene Postleitzahl beantragen – wenn er dafür zahlt. Sie haben mich auf eine Idee gebracht. Um mich von meinen Nachbarn abzuheben, werde ich eine eigene Postleitzahl beantragen.
    Mit dankbaren Grüßen
    Wolfgang König

  5. Peter Pan

    Hallo Herr Dzubilla,
    Christian Conring ist ein intelligenter Jurist. Das dürfte den Leuten, die im Rathaus seit Jahren die Strippen ziehen und die wollen, dass alles so bleibt , wie es ist, bereits ein Zuviel an Qualifikation sein.
    Peter Pan

  6. HJLange

    Die Gründungsversammlung des Vereins „Bürger für Ahrensburg“ fand im Clubhaus des Tennisvereins Fannyhöh statt.
    Auch ich war Gründungsmitglied. Und auch ich habe den Verein anlässlich bestimmter unrühmlicher Ereignisse verlassen.

    Ich stimme Herrn Dzubilla zu:
    Das ändert nichts an der Notwendigkeit eines derartigen Vereins.
    Er ist heute sogar dringender als damals.

    Herr König hat es auf den Punkt gebracht: Ahrensburg wird aus der Agonie nicht ohne eine Art bürgerliches „Parallelparlament“ herauskommen – also einer Art APO-Ahrensburg.

    Übrigens:
    Die Veranstaltung am Montag im Schlosskirchensaal, in der der Abschlussbericht zum Thema Missbrauch in der ev.-luth. Kirchengemeinde besprochen wurde, machte die seit jetzt bereits 10 Monaten bestehende Verweigerung einer demokratischen Mitsprache der Mitglieder in der Kirchenadministration deutlich:
    Motto:
    Zahlen ja – Mitsprache nein /
    wollt ihr gehen – geht /
    denn wir handeln im eigenen Auftrag /
    euer Vertrauen brauchen wir dazu nicht.
    Den Begriff „Missbrauch“ kennen wir in diesem Zusammenhang nicht.

    Daraus ergibt sich:
    Die sog. „traumatisierte Gemeinde“ findet kein Forum aufseiten der abgehobenen Kirchen-Administration, das auf Vertrauen und Respekt basiert. Den Mitgliedern bleibt nur die Wahl zwischen Kirchen-Austritt und kämpferischem Engagement in einer Art Außerparlamentarischem Kirchengemeinderat – einer APO-KGR.
    Und: Wie seit Jahren schon steht jeden 1. Montag im Monat weiterhin eine Mahnwache an der Straße vor dem Kirchsaal Hagen: Protestantismus im Jahr 2015.

    Ergebnis:
    Hier wie dort hat die Administration vergessen, auf „Volkes Maul“ zu achten, also der Menschen, die die Administration bezahlt – zwangsweise bezahlen muss – – – bis das Volk aus dem „Verein“ innerlich oder erklärtermaßen austritt.
    Die klägliche Wahlbeteiligung am letzten Sonntag dokumentiert den Grad der Entfremdung.

    HJL

    1. Sabine Heinrich

      Es wäre wichtig, dass die Mahnwache wieder vor der Schlosskirche stattfinden würde – dann wäre sie für viele Menschen sichtbar. Wer nimmt sie denn am Hagen wahr?
      Vielleicht mag sich ja jemand von den Betroffenen (anonym) äußern, warum sie sich seit Jahren als Mahnwache quasi unsichtbar gemacht haben? Meine schlimme Phantasie ist, dass hier auch „sanfter“ Druck der mächtigen Kirchenoberen stattgefunden haben könnte.

      1. H.J. Lange

        Hallo Frau Heinrich,
        die Mahnwache steht vor dem Ort des Geschehens, dem immer noch sog. „Kirchsaal“ Hagen, aus dem damals die Predigtkanzel hinausgeworfen wurde.

        Die Verfasser des Missbrauchsberichts erklären, dass im Gegensatz zur katholischen Kirche,
        in der evangelischen Kirche „sexuelle Übergriffe für unwahrscheinlicher gehalten worden seien“
        (zutreffendes Zitat aus HA Stormarnbeilage v. 30.9.15).
        Allgemein gültige Erkenntnis:
        Je höher der Anspruch auf Unfehlbarkeit, desto schwerer das Eingestehen von Fehlern.
        Aber ausgerechnet ein pastorales Mitglied des rechtwidrigen sog. „Beauftragtengremiums“ heuchelt von „Scham“. Besser wäre das stillschweigende Abtreten.
        HJL

        1. Sabine Heinrich

          Lieber Herr Lange,
          ich weiß, dass der sog. Kirchsaal Hagen damals Ort des Unfassbaren gewesen ist. Die ersten Mahnwachen haben aber unübersehbar vor der Schlosskirche stattgefunden – und das war wichtig und richtig. Um sichtbar und im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bleiben, sollten diese Mahnwachen weiterhin vor der Schlosskirche – und nicht weitab vor dem Kirchsaal Hagen stattfinden. Oder haben die Initiatoren Demonstrationsverbot erhalten – von dem die Öffentlichkeit nichts wissen darf? Das ist nur eine Frage.

  7. Sabine Heinrich

    Wie traurig – so viel Engagement, so viele gute Ideen auch von diesem Verein! Und alles verstaubt in Schubladen – falls es nicht schon längst geschreddert wurde…
    Die Resignation dieses Vereins kann ich verstehen! Ich bin den Mitgliedern jetzt noch dankbar dafür, dass sie das teure Verhunzen der Bäume verhindert haben! DANKE!
    Ich konnte damals – 2008 – überhaupt nicht nachvollziehen, dass für die Gewaltanwendung an diesen Bäumen eine hohe 5stellige Summe zur Verfügung gestellt werden sollte, während gleichzeitig z.B. die Reesenbüttelschule größtenteils in einem äußerst ärmlichen, schäbigen Zustand war.
    Wenn Herr Conring die Wahl gewinnt, hoffe ich sehr, dass Mauscheleien und Strippenziehereien im Rathaus endlich ein Ende haben werden. Er wird einen langen Atem brauchen, und viele werden emsig mit allen Mitteln ihre Pfründe und Vorteile verteidigen – aber es wird auch genug Mitarbeiter geben, die befreit aufatmen und nun ihre Stärken und ihre Einsatzbereitschaft zeigen können, die vorher gar nicht zu vermuten gewesen wären.

    1. H.J. Lange

      Hallo Frau Heinrich,
      der Weg zur Verhinderung der damals sog. „Kastenlinden“ war doch erheblich komplizierter, als auch in diesem Blog immer wieder dargestellt.
      Lug, Trug und findiges Juristen- „Verfristen“ eines Bürgerbegehrens waren die verwerflichen Waffen der damaligen Bürgermeisterin Uschi Pepper (SPD) – genug Stoff für einen abendfüllenden Kinofilm.
      Die SPD-Ahrensburg wird sich mit der heutigen Besetzung nicht erneuern können.
      Diese sog. „Sozialdemokraten“ müssen sich selbst anfeuern mit dem Ruf „Gut gemacht“, als würden sie selbst, an einem langen Stock baumelnd, eine Wurst vor sich hertragen.
      HJL

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