Schlagwort-Archiv: MARKT

Unser Bürgermeister als Werbestar für die Stadt und ein Abendblatt-Reporter als Lastenesel für den adfc

Was haben wir heute für einen Tag? Bevor Sie nun auf den Kalender gucken, verrate ich es Ihnen: Heute ist Bürgermeister-Werbung-Tag. Denn heute sehen wir unseren Rathaus-Häuptling gleich in drei verschiedenen Werberollen im Rahmen städtischer Promotions.

Fotozitate: Links und rechts: MARKT, Mitte: Abendblatt Stormarn

Im Anzeigenblatt MARKT ist Michael Sarach zuerst mal zu sehen auf der Seite 1, wo er für den Interkulturellen Herbst wirbt, der in diesem Jahr das Zusammenbringen der Menschen mit Corona-Abstand erforderlich macht. Und ebenfalls im MARKT ist der Bürgermeister zu besichtigen mit der Werbung für das neue Programm der Volkshochschule, das er in seinen Händen hält.

So, und nun kommt der eigentliche Grund für diesen Beitrag: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 2. September 2020

Wählerstimmen ergeben sich aus der Stimmung der Wähler

In der aktuellen Reklame-Kolumne für Politiker und Parteien im Anzeigenblatt MARKT hat sich aktuell Wolf Siller ausgelassen, Stadtverordneter der CDU und sowohl Fraktions- als auch Vorstandsmitglied. Aus der Selbstbelobigung des Stadtverordneten mit eigenem Schulterklopfen habe ich einen Absatz vergrößert und frage an dieser Stelle:

Was glauben Sie wohl, meine lieben Mitbürger, wieviel Prozent aller Ahrensburger Bürger möchten wohl, dass die Alte Reitbahn wie vorgesehen bebaut wird? Und wie viel Prozent aller Ahrensburger Bürger wollen tatsächlich, dass EDEKA weg vom Bahnhof in ein Wohngebäude zieht? Und wie viel Prozent aller Ahrensburger Bürger möchten wirklich einen Kinopalast mit 6 Sälen für 700 Besucher ohne entsprechende Parkplätze? Und wie viel Prozent aller Ahrensburger Bürger wollen ernsthaft ein Dusch- und Umkleidehaus für 1,25 Millionen Euro am Stormarnplatz? Und wie viel Prozent aller Ahrensburger Bürger wollen tatsächlich, dass die Fußballplätze in der Innenstadt bleiben, was nicht einmal der ATSV als Hauptbetroffener will…?

Falls Sie meine Meinung interessiert: Die Prozentzahl aller Punkte dürfte im Durchschnitt identisch sein mit der Prozentzahl an Stimmen, die der CDU-Kandidat Thomas Schreitmüller bei der Wahl für das Amt des Bürgermeisters bekommen wird. Und damit wird er Bürgermeister… Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. August 2020

Der Stadtverordnete Jürgen Eckert (SPD-AWO) und sein Lob für die „Helden von Amazon“ – kein Witz!

In der Werbekolumne für Politiker und Parteien im MARKT schreibt heute Jürgen Eckert, SPD-Stadtverordneter und 1. Vorsitzender AWO in Ahrensburg. Sein Thema: „Leben in Ahrensburg in Corona-Zeiten“. Und Eckert beklagt sich über „die Summen, die als Unterstützung für Konzerne im Raum stehen“ im Gegensatz zur Unterstützung für „kleine Selbständige, Kulturschaffende, Friseure, Gastronomen“. Klar, wenn in Ahrensburg ein Friseur seinen Laden schließen muss, dann ist das natürlich sehr viel dramatischer als wenn ein Konzern Hunderte oder gar Tausende von Mitarbeitern entlassen muss.

Aber ich komme zum Eigentlichen: Jürgen Eckert hat die „Helden des Alltags“ in der Corona-Zeit neu definiert. Es sind dieses nicht nur die Mitarbeiter in Krankenhäusern, in der Pflege oder Busfahrer, wie er anmerkt, sondern er nennt im selben Satz auch diejenigen, die „in Coronazeiten Amazon-Produkte anliefern oder als Leiharbeiter in menschenunwürdigen Verhältnissen Tiere zerlegen müssen“.

Erwarten Sie von mir bitte nicht, dass ich diese Aussagen des Stadtverordneten Jürgen Eckert kommentieren soll mit Ausnahme der Frage, ob dieser Mann wirklich noch länger als Ahrensburger Stadtverordneter tätig sein sollte. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. August 2020

SIG Holstein: Makler Neitzel sucht Whistleblower für 500 € – „selbstverständlich diskret“!

Makler werden immer dreister. Zum Beispiel Ulrik Neitzel, der für die S-Immobiliengesellschaft Holstein (SIG) makelt, was eine Tochter der Sparkasse Holstein ist. Und dieser Mittelsmann annonciert im MARKT, wo er einen „Gutschein“ anbietet – siehe die Abbildung! Und für was ist er gut, dieser Schein? Wir lesen: „Gegen Vorlage dieses Gutscheins erhalten Sie unsere ausführliche Marktpreis-Analyse Ihrer Immobilie kostenfrei.“

Und dann kommt der dicke Klops: „Handeln Sie jetzt und sparen Sie dieses Jahr noch die Verkäufer-Courtage!“ Was meint: Wenn Sie eine Marktpreis-Analyse bestellen, dann setzt Makler Neitzel Sie damit quasi auch schon psychologisch unter Handlungszwang.

Richtig ist: Bei anderen Maklern bekommen Sie auch ohne Gutschein eine Marktpreis-Analyse gratis. Und was die „Verkäufer-Courtage“ betrifft: Zum einen bestimmt der Makler die Höhe selber. Und zum anderen kann er die Kosten für den Verkäufer vorher in den Verkaufspreis einrechnen. „Verkäufer-Courtage“ ist folglich eine Farce in einem Markt, wo die Nachfrage zur Zeit das Angebot übersteigt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 16. August 2020

Kleine Presseschau: Fotoreporter * Unfallmarken * Friseur mit Herz * 40 Jahre Anzeigenkunde im MARKT

Im 3. Buch Abendblatt genauso wie im Wochenblatt MARKT sind mir Beiträge aufgefallen, die eines kurzen Kommentars wert sind. Weil sie Fragen aufwerfen. Es sind sowohl redaktionelle Beiträge als auch Anzeigen.

Zuerst der Stormarn-Teil im Abendblatt: Dort ist mir ins Auge gesprungen, dass Redaktionsleiter Hinnerk Blombach wieder presserechtlich verantwortlich ist für die Lokalberichte aus dem Kreise Stormarn. Mehr noch: Der Redaktionsleiter hat sogar zwei Fotos gemacht von einem Brand am Rathausplatz von Ahrensburg. Vermutlich mit Handy wie damals am Straßenrand zwischen Ahrensburg und Bargteheide – siehe das Foto! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 10. August 2020

Thomas Bellizzi (FDP): Endlich mal ein Stadtverordneter, der sich beispielhaft für uns ins Zeug legt

In der regelmäßigen Kolumne im MARKT, die überschrieben ist mit dem Hinweis: „Politiker und Parteien haben das Wort“, dort nutzen die meisten Politiker, die sich darin äußern, die Gelegenheit, für sich und ihre Partei zu werben. Ich kürze das ab mit: PPP, womit ich meine: Plumpe Parteien-Propaganda. Und wenn man schon im Foto erkennt, wer dort schreibt, dann kennt man schon den Inhalt, bevor man den Text überhaupt gelesen hat.

Aus Wochenblatt MARKT

Heute fand ich im MARKT eine löbliche Ausnahme, und zwar: Thomas Bellizzi, Stadtverordneter und Fraktionsvorsitzender der FDP, schreibt über: „Die Krise ist nicht vorbei – lasst uns weiter solidarisch sein!“

Dazu muss man wissen, dass Thomas Bellizzi beruflich seit zwei Jahren in Kiel als Referent des Sozialministers tätig ist. Was bedeutet: Kein Stadtverordneter in Ahrensburg hat auch nur annähernd so gute Einblicke in die Themen Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren wie der Ahrensburger Diplom-Verwaltungswirt (FH) Thomas Bellizzi (38). Das gibt seinem Wort ein besonderes Gewicht. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. August 2020

Wahnsinnig interessantes Thema zum Wochenende für alle Ahrensburger: In Lütjensee soll Kunstrasen verlegt werden! Und: Fußball soll dort vereint mit Abstand gespielt werden!

In Ahrensburg bekommen wir das Anzeigenblatt MARKT in unseren Briefkasten. Was für jeden Bürger, der einen Internet-Anschluss hat, völlig unnötig ist, denn der MARKT kann auch online gelesen werden. Und wenn wir auf das Portal des Verlages gehen, dann sehen wir, dass uns dort acht verschiedene MARKT-Ausgaben zur Lektüre angeboten werden – wenn Sie mal einen Seitenblick auf die nachstehende Abbildung werfen wollen!

Acht Ausgaben bietet der MARKT  zur Online-Lektüre an. In Wahrheit sind es aber nur sechs.

Das Wundersame: Wenn Sie die MARKT-Ausgaben von Ahrensburg, Bargteheide und Trittau anklicken, dann landen Sie hier wie dort auf derselben Ausgabe. Denn der Ahrensburger MARKT erscheint nicht nur in Ahrensburg, sondern auch in Bargteheide, Trittau „und Umgebung“. Was bedeutet: Es gibt gar keine acht MARKT-Ausgaben wie der Verlag anzeigt, sondern nur sechs.

Das Aufmacher-Thema vom heutigen MARKT in Ahrensburg, Bargteheide, Trittau und Umgebung lautet: „Menschen vereinen, wenn Abstand geboten ist“. Und dafür soll in Lütjensee ein Kunststoffrasen auf dem Sportplatz verlegt werden, was „knapp 800.000 Euro“ kostet. Das ergibt pro Vereinsmitglied rund 1.000 Euro. Und dieses Aufmacher-Thema aus Lütjensee interessiert uns Ahrensburger natürlich genauso brennend wie ein Fliegenschiss an der Schaufensterscheibe von Karstadt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. Juli 2020

Eine Geistheilerin aus Trittau will uns hypnotisieren

An diesem Wochenende steht eine ganz besondere Annonce im MARKT. Wir lesen: „Hypnose – praktische Hilfe für jeden“. Was scheinbar bedeutet: Durch Hypnose kann der Lahme wieder gehen, der Blinde wieder sehen und der Verstopfte wieder lachen. Und Wilma Elbel, Geistheilerin aus Trittau, verspricht allen Menschen gleichermaßen: „ganzheitliche gesunde Schönheit“.

Geistiges Heilen nachgemalt in Essig und Ölfarben

Im Kleingedruckten erfährt der MARKT-Leser: „Durch Hypnose wird ein direkter Zugang zum Unterbewusstsein geschaffen. Besonders erfolgreich ist die Umprogrammierung zum Nichtraucher oder die Hypnotische Diät, die das Abnehmen zur reinen Freunde macht.“

Donni, donni aber auch! Die Wilma hypnotisiert uns, und schon sind wir umprogrammiert! Und das ist, so die Hypnotiseurin: „Ein interessanter Weg, sich selbst neu zu ‚er-finden’.“ Und das ohne Inanspruchnahme der AOK oder einer anderen Krankenkasse, sondern bezahlt aus dem eigenen Geldbeutel heraus – unter Hypnose, versteht sich. 😉 Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 18. Juli 2020

EDEKA: Rundum sorglos mit 50 € pro Woche – wie geht das?

Das klingt gut, was die EDEKA-Zentrale heute im MARKT verspricht, nämlich: „1 Jahr gratis einkaufen!*“ Wobei es allerdings nicht um das eine Jahr geht, das man gratis einkaufen kann, sondern man kann 1 Jahr lang gratis einkaufen, und zwar bei EDEKA. Und dieses Einkaufen soll „sorgenfrei“ sein, verspricht EDEKA. Und weil der Rechtsweg bei dieser Aktion nicht ausgeschlossen ist, können wir das Versprechen notfalls einklagen. 😉

Der Grund, warum ich diese Werbung aufs Korn nehme: Welche Familie kann mit 2.600 Euro ein ganzes Jahr lang sorgenfrei einkaufen? Man bekommt als Gewinner nämlich nur einen Gutschein für 50 € pro Woche. Dass das für ein „Rundum-sorglos-Paket“ reicht, Herr EDEKA-Kaufmann, das wage ich zu bezweifeln. Es sei denn, man ist nicht nur Single, sondern auch Asket.

Und dafür müssen alle Spielteilnehmer die EDEKA-App laden. Und da nicht anzunehmen ist, dass alle Teilnehmer am Ende der Aktion, die bis zum 25.07.2020 läuft, die App wieder löschen werden, wenn sie nicht gewonnen haben, bleiben sie EDEKA eng verbunden. Was ja schließlich auch Sinn und Zweck dieser Aktion „Für Jäger und Sammler“ ist. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 15. Juli 2020

Wie Ahrensburger Geschäftsleute ein Weinfest in Zeiten von Corona gefeiert haben

Nachdem das 3. Buch Abendblatt darüber berichtet hat, dass Abgeordnete vom Stadtforum sich in der Holzhandlung Wulf getroffen haben, um sich dort ein paar Flaschen Wein unter die Nasen zu kippen, kommt nun auch noch der MARKT mit dieser wichtigen Information auf alle Bürger der Stadt zu, und das nicht nur in Worten, sondern die weinselige Runde wird auch noch groß im Bilde gezeigt – siehe Abbildung!

Abbildung frei nach MARKT

In holzhaltiger Luft haben also 10 Damen und Herren zwischen Brettern und Balken 33 Weine probiert. Und der MARKT-Reporter war dabei, weil der MARKT ein Mitglied im Stadtforum ist. Das ist wohl auch der Grund für diesen ausführlichen Bericht, wo der Inhalt mehr in den Flaschen als in den Zeilen steckt.

Und was hat der  MARKT-Leser davon? Soll die Veranstaltung vielleicht Neidgefühle beim gemeinen Bürger wecken, weil dieser für eine Weinprobe nicht gefragt ist? Oder will das Stadtforum den Ahrensburger Konsumenten zeigen, wie trinkfest die Mitglieder des Vereins sind? Oder wollen die Mitglieder den Ahrensburgern demonstrieren, dass sie nichts Wichtigeres zu tun haben, als sich in einer Holzhandlung zu treffen, um Reklame zu machen für die Kunden der Agentur Bergmannsgruppe, damit die Weinfreunde in der Stadt ihren Rebensaft nicht in Ahrensburger Geschäften kaufen sondern online direkt beim Winzer bestellen sollen…? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 12. Juli 2020