Schlagwort-Archiv: Hamburger Abendblatt

Gibt es eine moralische (?) Pflicht, mit Menschen aus fremder Kultur Wand an Wand zusammenleben zu müssen?

Großer Wirbel im 3. Buch Stormarn wurde in der vergangenen Woche gemacht, weil ein Ahrensburger Wohnungsvermieter nach Zusage dann doch nicht mehr an eine Migranten-Familie vermieten wollte, obwohl die Agentur für Arbeit die Kosten für die Miete übernommen hätte. Der Grund: Andere Bewohner des Hauses wollten keine fremde Kultur in ihrem Wohnhaus haben. Die Meinungen von nichtbetroffenen Bürgern darüber waren geteilt, von Verständnis bis zum Protest reichten die Kommentare. Und der Protest gegen die Entscheidung des Wohnungseigentümers im 3. Buch Stormarn kam hauptsächlich von Vertretern der politischen Parteien und vom Bürgermeister persönlich. Fazit: Wer nicht Tür an Tür mit Migranten aus fremder Kultur leben möchte, der wird kurzerhand als Rassist abgestempelt.

aus: Hamburger Abendblatt

„Ahrensburger schockiert über den Umgang mit Flüchtlingen“, schrieb die Redaktion vom 3. Buch Abendblatt, wo ich noch nie einen Beitrag gelesen habe unter der Überschrift: „Ahrensburger schockiert über den Umgang von Flüchtlingen mit Ahrensburgern“. Warum erscheinen solche Beiträge eigentlich nicht…? Weil die Redaktion dann damit rechnen muss, in eine rassistische Ecke gestellt zu werden…?

Auch auf einem sozialen Netzwerk wurde über den Wohnungsfall pro und kontra diskutiert, nicht zuletzt von Politikern wie Ali Haydar Mercan (Die Linke) und den Grünen Jörg Hansen und Christian Schmidt, die alle drei die Absage des Vermieters verurteilen. Und: Es steht dort auch eine Aussage, dass die betroffene Familie inzwischen statt der Wohnung ein Haus in Ahrensburg beziehen kann. Das kann aber nicht sein, denn dann hätte die Redaktion vom 3. Buch Stormarn darüber spätestens heute groß berichtet. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. Juli 2018

Historische Presseschau im Sommerloch: 30-jähriger Krieg und Jugend im Rathaus

Werfen wir heute einen Blick in die örtlichen Medien, dann erkennen wir: Das Sommerloch wird gefüllt mit Beiträgen aus dem Archiv der Vergangenheit. Klar, wenn die Politiker von heute in den Sommerferien weilen, dann muss man eben ein wenig zurückgehen im Zeitgeschehen. Zum Beispiel zurück zum 30-jährigen Krieg, der – welch ein Glück! – natürlich auch in Stormarn stattgefunden hat.

aus: Hamburger Abendblatt + MARKT

Mehr noch: Im 3. Buch Abendblatt können wir heute nicht nur lesen gucken, dass der Feldherr Tilly in der Schlacht bei Breitenfeld 1631 gegen die siegreichen Schweden verwundet wurde, sondern wir sehen auch in Wort und Bild, was was wir ahnen: „Vero estratto di carne Liebig“ – siehe die Abbildung! Und das bedeutet: Echter Liebig Fleischextrakt

Ob  dieses eine bezahlte Werbung der Firma Liebig ist, weiß ich natürlich nicht. Aber warum diese Werbung dort steht, weiß ich genauso wenig, denn die Redaktion der Stormarn-Beilage verrät es ihren Lesern mit keiner einzigen Silbe. Und genau das hätte mich als Leser interessiert! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. Juli 2018

Wiedervorlage: Auflagenentwicklung 3. Buch Abendblatt

Nachdem ich gestern der Redaktion vom 3. Buch Abendblatt ein paar Tipps für Wiedervorlagen gegeben habe, bringe ich heute mal eine Wiedervorlage in Sachen 3. Buch Abendblatt, welches auch als Stormarn-Beilage bekannt ist.

Ein Redaktionsleiter bei der Arbeit (Foto: Mama Razzo)

Alle Quartale wieder informiert die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) über die Aufagenentwicklung der Presse. Und hier ist es für einen „Blogwart“ (Zitat: Hamburger Abendblatt über Menschen, die in einem Blog kommentieren) natürlich sehr aufschlussreich zu verfolgen, wie sich die Auflage vom Hamburger Abendblatt inkl. Stormarn-Beilage so entwickelt hat.

Ich vergleiche dabei das 2. IVW-Quartal 2018, das soeben veröffentlicht wurde, mit dem 2. IVW-Quartal 2017, also von vor genau einem Jahr. Die nachfolgende Tabelle, die sich daraus ergeben hat, muss ich wohl nicht interpretieren, denn Sie werden selber erkennen, wie hoch die Verluste sind, die die Redaktion innerhalb von 12 Monaten gemacht hat.

Zu beachten ist: Es handelt sich nicht dabei nicht  um die Auflage, die in Ahrensburg verkauft wird, denn die verschweigt der Verlag. Sondern es ist die Auflage, die im gesamten Kreis Stormarn täglich verbreitet wird:

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Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. Juli 2018

Eine Zeitung von übermorgen mit Beiträgen von vorgestern

Heute habe ich das Hamburger Abendblatt gleich zweimal in meinem Briefkasten gehabt: 1 x die Ausgabe vom 23. Juli 2018, also mit dem heutigen Datum. Und ein zweites und sehr viel dünneres Exemplar trägt das Datum vom 25. Juli 2018, also von übermorgen. Und das Merkwürdige an der Zeitung von übermorgen: Die Beiträge standen schon in Vergangenheit im 3. Buch Abendblatt. Und unter einem Hinweis „Tour ins Grüne“ wird auf eine Radtour aufmerksam gemacht, die am Sonntag, dem 22. Juli 2018, stattgefunden hat.

Hamburger Abendblatt vom Mittwoch, 25. Juli 2018!

Des Rätsels Lösung: Das nebenstehend abgebildete Hamburger Abendblatt ist nur eine „Leseprobe Stormarn“, also ein kostenloses Werbeblättchen, das dazu gedruckt wurde, um neue Leser für das Hamburger Abendblatt zu werben. Und bezahlen ließ sich sich der Verlag diese Werbeaktion von Inserenten, die ihre Annoncen in der Leseprobe von gestern und übermorgen geschaltet haben. Sehr pfiffig – allerdings weniger von den Inserenten.

Als Verlagswerber bin ich mir sicher: Diese Aktion ist zur Gewinnung neuer Abonnenten so wirkungsvoll wie ein Schuss in den Ofen. Denn der Leser dieser Werbebeilage, der die Originalzeitung nicht kennt, weiß gar nicht, was er mit dem „Werbeblättchen Hamburger Abendblatt“ eigentlich anfangen soll – mit Ausnahme von Fischhändlern.  Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Juli 2018

Wiedervorlagen fürs Sommerloch im 3. Buch Abendblatt

Es herrscht die berühmte Zeit der Sauren Gurken, weshalb die Medien sich ihre Themen aus den Fingern saugen müssen. Die Redaktion vom 3. Buch Stormarn hat heute mit einer Serie (?) „Wiedervorlage“ begonnen, wo in der ersten Folge ein Tankstellenräuber im Mittelpunkt steht – siehe die Abbildung!

Hamburger Abendblatt: Wiedervorlage

Ich weiß natürlich nicht, welche Wiedervorlagen in den kommenden Ferienwochen im Stormarnteil vom Hamburger Abendblatt noch folgen werden. Meine Vermutungen sollen der Redaktion gleichzeitig als Anregungen dienen.

Wiedervorlage: Wann wird der Beschluss der Stadtverordneten umgesetzt und der „Muschelläufer“ aka Blaumann wieder vom Rondeel entfernt?

Wiedervorlage: Warum ist die Tiefgarage unter dem Rathausplatz wieder noch nicht vollständig geöffnet und was hat die Stadt bisher dagegen unternommen?

Wiedervorlage: Warum hat Ahrensburg immer noch keine/n tätige/n Leiter/in für das Stadtmarketing?

Wiedervorlage: Wo sind die 500.000 Euro geblieben, welche der Investor vom Lindenhof an die Stadt gezahlt hat, damit die Verwaltung unverzüglich Ersatzparkplätze schaffen kann? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Juli 2018

Presseschau: Was macht eigentlich ein Redaktionsleiter?

Pressefotograf im Einsatz (Foto: Paparazzo)

Wir Ahrensburger kennen Hinnerk Blombach. Immerhin ist dieser Mann der führende Journalist in der Schlossstadt, denn er ist Redaktionsleiter vom 3. Buch Abendblatt, der Stormarn-Beilage, und damit eine bekannte Person der Öffentlichkeit. Und häufig habe ich mich schon gefragt: Was macht eigentlich so ein Redaktionsleiter den lieben langen Arbeitstag? Nun weiß ich es, denn es wurde im Foto festgehalten – siehe die Abbildung! Das Bild zeigt Redaktionsleiter Hinnerk Blombach bei einem Arbeitseinsatz am Straßenrand zwischen Delingsdorf und Bargteheide.

Dieser Einsatz von Hinnerk Blombach erfolgte als Polizeireporter. An der ehemaligen B75, wo am Mittwoch dieser Woche ein großer Verkehrsunfall passiert ist. Und hier war Blaulichtreporter Hinnerk Blombach live vor Ort im Einsatz. Nicht nur als Wortberichterstatter sondern auch als als Pressefotograf. Mit Handy hat er geknipst. Und obwohl er mitten am Unfallort stand, blieb der Hanseat cool, trug bei seiner Arbeit feinen Zwirn und keine Warnweste, die jeder Polizeireporter im Kofferraum mit sich führt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. Juli 2018

Der Koch von Gottes Stellvertreter auf Erden serviert für 185 Euro pro Person in Reinbek

Unter Deutschlands Köchen ist der Berliner Marco Müller mit 18 von 20 Gault- Millau-Punkten ein Koch, denn man durchaus einen Koch-Papst nennen könnte. Die Redaktion vom 3. Buch Abendblatt ist heute jedoch der Meinung, dass der Küchenchef vom Rutz-Restaurant & Weinbar ein „Papst-Koch“ ist.

aus: Hamburger Abendblatt

Nein, nein, Marco Müller hat keinen Papst gekocht, sondern er hat ein einziges Mal für einen Papst in der Küche gestanden, nämlich für Papst Benedikt XVI. bei seinem Deutschland-Besuch im Jahre 2011. Und schon ist er der Berliner Küchenchef der absolute  „Papst-Koch“.

Klar, „Papst-Koch“ ist natürlich die höchste Auszeichnung, die ein Koch erlangen kann, denn ein Papst ist schließlich nicht nur ein ausgesprochener Gourmet, sondern er ist auch Stellvertreter Gottes auf Erden. Und wenn Marco Müller beispielsweise auf dem Schleswig-Holstein Gourmet Festival ein offenes Feuer entfachen würde, auf dem er ein Lamm als Opfergabe für den Vorgesetzten des Papstes grillen würde, dann wird ihn Edgar S. Hasse im 3. Buch Abendblatt vielleicht sogar als „Koch Gottes“ bezeichnen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 16. Juli 2018

Planung S-4: Lärmschutz und Lärmschutzwände kein Thema für Ahrensburg…?

Regelmäßige Leser von Szene Ahrensburg kennen meine Meinung: Die geplante S-4 ist für Ahrensburg so nötig wie ein Hagelschauer auf den Straßen. Wichtiger wäre stattdessen, dass die Regionalbahn nicht nur pünktlich fährt sondern zu bestimmten Zeiten auch öfter. Und nun berichtet das 3. Buch Stormarn heute: „S-4-Infotag: Was Ahrensburger wissen wollen“ – siehe die Abbildung!

aus: Hamburger Abendblatt

Ahrensburger wollen im Grunde gar nichts wissen, denn alle Informationen kann man auch aus dem Netz holen ohne einen „S-4-Infotag“. Und deshalb war die Zahl der Besucher auch sehr übersichtlich. Wofür die beiden Reporter Christian Thiesen und Johanna Helbing auch sofort eine Erklärung gefunden haben: Das Wetter war schuld. Klar, was sonst.

Es könnte natürlich auch sein, dass eine Veranstaltung, die in der Großen Straße an einem Nachmittag mitten in der Woche stattgefunden hat, nur für Menschen gedacht war, die keiner gewerbsmäßigen Tätigkeit nachgehen oder einen Urlaubstag dafür opfern müssten. Und so vermute ich, dass die Deutsche Bahn und der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein diese Zeit ganz bewusst gewählt haben, um pro forma ihrer Pflicht zur Information nachzukommen, ohne dabei durch unangenehme Fragen gestört zu werden wie zum Beispiel die Frage nach dem wirklichen Grund für den Bau der S-Bahn. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 12. Juli 2018

Ahrensburg in Ketten, sprich: Immer mehr Handelsketten kommen in die Stadt

Deutsche Innenstädte veröden, weil immer mehr kleine Läden verdrängt werden. Aus einer aktuellen Umfrage geht hervor, dass knapp die Hälfte der befragen Bürger „eine tendenzielle Verschlechterung des  Infrastruktur-Angebots“ sehen. Und mehr als zwei Drittel (69%) glauben, „dass große Handesketten und Dienstleister die Angebotsvielfalt in Städten beeinträchtigen“. Und: „89% der Befragten finden es im Grunde schade, dass kleine Läden von großen verdrängt werden“. (Zitate: BILD).

aus: Hamburger Abendblatt + BILD

Fazit der Befragung: 83% der Befragten sind der Meinung, dass sich die Politik stärker mit der Verödung der Städte befassen müsste.

Auch in Ahrensburg sind viele kleine Läden aus der Innenstadt verschwunden, weil die Inhaber aufgegeben haben. Zum Teil wegen der hohen Mieten oder der Parkgebühren; zum Teil aber auch wegen der Handelsketten, die bei uns entstanden sind. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. Juli 2018

Der Bürgermeister von Ahrensburg weist auf den Markt der Möglichkeiten hin

Heute finden wir einen Leserbrief im 3. Buch Abendblatt, wo sich eine Mitbürgerin über die Verwaltung und Politik in der Stadt beschwert. Das Thema sind die fehlenden Hortplätze. Und die Absenderin des Briefes zeigt in ihrem Schreiben an, dass ihr der Durchblick fehlt.

Der Ahrensburger Michel als Verkäufer vorm AWO-Laden

Zum einen fordert die Schreiberin die CDU zum Handeln auf, die nach ihrer Meinung „wieder die Mehrheit der neuen Stadtverordnetenversammlung“ stellt. Stellt sie natürlich nicht, die CDU, auch wenn sie die größte Fraktion stellt. (Und die Stormarn-Redaktion stellt das natürlich nicht richtig, obwohl sie wissen muss, dass hier eine weitreichende Falschaussage erfolgt ist.) Und die Bürgerin kritisiert die Verwaltung und damit den Bürgermeister wegen der Versäumnisse und wegen des Mangels an Strategie, Konzept und kreativen Ideen.  Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Juli 2018