Planung S-4: Lärmschutz und Lärmschutzwände kein Thema für Ahrensburg…?

Regelmäßige Leser von Szene Ahrensburg kennen meine Meinung: Die geplante S-4 ist für Ahrensburg so nötig wie ein Hagelschauer auf den Straßen. Wichtiger wäre stattdessen, dass die Regionalbahn nicht nur pünktlich fährt sondern zu bestimmten Zeiten auch öfter. Und nun berichtet das 3. Buch Stormarn heute: „S-4-Infotag: Was Ahrensburger wissen wollen“ – siehe die Abbildung!

aus: Hamburger Abendblatt

Ahrensburger wollen im Grunde gar nichts wissen, denn alle Informationen kann man auch aus dem Netz holen ohne einen „S-4-Infotag“. Und deshalb war die Zahl der Besucher auch sehr übersichtlich. Wofür die beiden Reporter Christian Thiesen und Johanna Helbing auch sofort eine Erklärung gefunden haben: Das Wetter war schuld. Klar, was sonst.

Es könnte natürlich auch sein, dass eine Veranstaltung, die in der Großen Straße an einem Nachmittag mitten in der Woche stattgefunden hat, nur für Menschen gedacht war, die keiner gewerbsmäßigen Tätigkeit nachgehen oder einen Urlaubstag dafür opfern müssten. Und so vermute ich, dass die Deutsche Bahn und der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein diese Zeit ganz bewusst gewählt haben, um pro forma ihrer Pflicht zur Information nachzukommen, ohne dabei durch unangenehme Fragen gestört zu werden wie zum Beispiel die Frage nach dem wirklichen Grund für den Bau der S-Bahn.

Ich vermute: Würde es in Ahrensburg eine Bürgerbefragung über die geplante S-4 geben: Das Projekt würde bei uns in der Stadt keine Mehrheit finden. Was die Einwohner von Ahrensburg am meisten interessiert, das ist der Lärmschutz gegen den geplanten Ferngüterverkehr. Hierzu erfahren wir aus dem 3. Buch Stormarn etwas ganz Seltsames:

aus: Hamburger Abendblatt

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 12. Juli 2018

6 Gedanken zu „Planung S-4: Lärmschutz und Lärmschutzwände kein Thema für Ahrensburg…?

  1. Keiner

    Da wollen die Stadtverordneten Lärmschutzwände verhindern… damit die Bürger die anschließend einklagen müssen um wieder in Ruhe schlafen zu können?

  2. Observator

    Ahrensburg braucht ein Kino, weil der Investor die Alte Reitbahn benötigt. Und Ahrensburg braucht die S-Bahn, weil die Gleise für den Güterfernverkehr benötigt werden.

  3. Jörg Sievers

    „Die geplante S-4 ist für Ahrensburg so nötig wie ein Hagelschauer auf den Straßen.“

    „Würde es in Ahrensburg eine Bürgerbefragung über die geplante S-4 geben: Das Projekt würde bei uns in der Stadt keine Mehrheit finden.“

    Wie gut, das das öffentliche Interesse und nicht die von Einzelnen in Deutschland festgeschrieben ist. So viel Mist in so wenig selbst geschriebenen Zeilen übersteigt sogar den Mist den das HA geschrieben hat um ein Vielfaches. Wir können uns ja mal zwischen 6-8h in Ahrensburg auf den Bahnhof stellen, am Besten wenn die Gammelbahn wieder ausfällt oder um 16-18h in Hamburg Hbf und dann mal eine Umfrage starten…. ach, genauso unseriös? Wirklich?

    Das die Stadt keine 6m hohen Lärmschutzwände bekommt wäre zu verhindern gewesen, wenn unsere Politiker (und zwar die ununterbrochen die Mehrheit stellen und das ist nicht die/der Bgm) vor Jahren zuhören sollen als ihnen von jemanden gesagt wurde: „Wir müssen rechtzeitig unsere Anforderungen definieren und einbringen, damit wir vom Planfeststellungsverfahren nicht überrollt werden!“ – Nun schreien alle auf „Lärmschutz aber bitte nicht so hoch!“ – Tja, Pilotprojekte zum „schienennahen“ Lärmschutz hätte man vor 5-7 Jahren beantragen müssen, schätze ich mal.

    Zur S4: ALLE öffentlichen Infrastruktur-Projekte unterliegen diversen Tests, ob sie wirklich sinnvoll sind. Wenn eines sinnvoll ist, dann dieses, wie man diese Woche wieder mehrfach feststellen durfte als ein Güterzug reihenweise Pendler hat in die Röhre schauen lassen….

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Apropos „Mist“: Wenn Sie schon zitieren, warum dann unvollständig? Der Leser von Szene Ahrensburg kann es doch lesen, was ich geschrieben habe, nämlich: „Wichtiger wäre stattdessen, dass die Regionalbahn nicht nur pünktlich fährt sondern zu bestimmten Zeiten auch öfter.“

      1. Gangster

        Was den Mist betrifft: Der Jogi hat öfter mal keine Ahnung. Das Unternehmen Apple z. B. hat er kürzlich auf seiner Website als „Gang“ bezeichnet, also als eine Gruppe von Kriminellen.

        1. Martens

          Und weil der Mann offenbar mit einer Klage von Apple rechnet, ruft er auf seiner Website auf, man möge ihm doch Geld spenden. Ich glaube, bei dem hakt es irgendwie und irgendwo.

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