Nachdem Dortmund gestern Abend gegen Neapel verloren hatte, ging ich in die Küche. Der Grund: Ich hatte plötzlich Appetit auf eine saure Gurke. Und dort, in der Küche, stand ein noch ungeöffneter Gurkentopf aus unserer „Heimat“, also ein Deutschländer Gurkentopf und keiner aus Holland oder sonstwoher 😉 .
Und dann passierte, was Ihnen vermutlich auch schon oft passiert ist: Ich konnte den Deckel vom Gurkenglas nicht abdrehen, so fest saß der. Und ich kann nicht behaupten, dass ich keine kräftigen Hände habe. Der Versuch, mit einem Werkzeug unter den Deckelrand zu fassen, brachte auch keinen Erfolg. Und Plan C, ein Loch in den Deckel zu stoßen, wollte ich nicht umsetzen, weil das Glas zu groß ist, um die Gurken alsbald zu verzehren.
Also habe ich stattdessen eine Handvoll Erdnüsse gegessen. Und mich gefragt: Was macht eigentlich eine alleinstehende alte Dame mit Gläsern, die nicht einfach mit der Hand zu öffnen sind? Wartet die dann, bis ihr Enkel mal wieder zu Besuch kommt? Oder bittet sie den freundlichen Nachbarn um Öffnungshilfe…?
Mein Entschluss steht fest: Wenn ich wieder ein Glas Gewürzgurken in einem unserer Supermärkte kaufe, dann bitte ich die Dame an der Kasse, dass sie mir dieses Glas öffnen soll. Soviel Kundendienst sollte schon sein, finden Sie nicht…?!
Update am 19. September 2013:
Hallo Herr Dzubilla,
anbei zwei Bilder für ein Werkzeug aus Dänemark, welches in keinem Haushalt fehlen sollte. Ein Öffner für Gläser mit einem Schraubdeckel. Das Ding funktioniert super und kann ganz leicht bedient werden. Ein kurzes zaghaftes Lüften mit diesem Hebel, löst das Vakuum. Ich glaube Sie bekommen es bei Nessler.
Mit den besten Grüßen – Juergen Siemers














