Joseph Beuys in Ahrensburg? Bunte Beutel am Wegesrand, die dem Wanderer stinken!

Werfen Sie einen Blick auf das nachstehende Foto links und raten Sie, was dort zu sehen ist! Es sind bunte Plastikbeutel. Und ich weiß auch, was darin ist, nämlich Hundekacke. Der Container und weitere dieser Art stehen auf dem Weg rund um das Blockhaus. Und wenn wir dort spazieren gehen, dann freuen wir uns jedes Mal darüber. Denn besser, die Kacke ist im Beutel als auf dem Gehweg.

Kein Kunstwerk von Joseph Beuys sondern Kacke in Tüten

Das Dumme ist nur: Der abgebildete Container steht nicht irgendwo, sondern er steht direkt neben einer Bank, auf welcher der Spaziergänger ausruht. Mit Blick auf die Kackbeutel.

Das wirft beim Blogger zwei Fragen auf. Die eine: Können die Hundehalter die Beutel nicht genauso wie ihren Hund mit nach Hause nehmen und die Kacke dort entsorgen, zumal wenn Herrchen und Frauchen erkennen, dass der Container bereits bis zum Rande gefüllt ist?

Die andere Frage: Wenn die Hundehalter an die Stadt eine Hundesteuer bezahlen, ist die Stadt dann auch verpflichtet, die Container so regelmäßig zu leeren, dass der Spaziergänger nicht neben einem Kackhaufen sitzen muss?

In diesem Zusammenhang: Im Naturschutzgebiet stehen Schilder, die den Hundehaltern klarmachen, dass sie ihre Tiere an der Leine führen müssen, weil sie sonst gegen das Gesetz verstoßen. Die meisten Menschen halten sich auch daran; aber es gibt immer wieder Leute, die lassen ihre Vierbeiner fröhlich frei herumlaufen. 

Kackberg neben der Ruhebank

Und noch etwas: Der Weg über die neue Brücke am Erlengrund ist wieder frei zugänglich. Großes Lob: Die Stadt hat sich richtig Mühe gemacht und den ganzen Weg wunderbar mit Schotterstein befestigt, sodass man nun bei Regen nicht mehr durch den Sumpf waten muss.

So etwas ist eine vernünftige Investition – im Gegensatz zu dem angedachten “urbanen Stadtpark” hinterm Rathaus, welcher dann der dritte in der Innenstadt wäre. Aber Familie Levenhagen will dort ja bekanntlich in ihren Rokokokostümen lustwandeln.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 1. Juni 2022

7 Gedanken zu „Joseph Beuys in Ahrensburg? Bunte Beutel am Wegesrand, die dem Wanderer stinken!

  1. Ahrensburger Buergerin

    das sieht ja noch gut aus.
    Sie hätten (vor einigen Tagen) mal die Hagener Allee entlang gehen sollen… da gibt es eine winzige Grünfläche an der Kreuzung Voßberg, die mit einer Parkbank zum Rasten und Ruhen einladen würde… wenn nicht rund um den daneben stehenden Abfallbehälter viele rote gefüllte Beutelchen gelegen hätten und das über Tage!!!!
    Ganz ehrlich: wenn der Abfallbehälter schon übervoll ist, dann nehme ich doch mein Beutelchen mit und entsorge es in der heimischen Mülltonne.
    So viele unsoziale Hundehalter_innen kann es doch gar nicht geben – dachte ich. Falsch gedacht.

  2. Wanderer

    Na ja, ca. 34,7 Mio. Haustiere in Deutschland, davon ca. 10,3 Mio. Hunde hinterlassen ihre Spuren. (Quelle: Industrieverband Heimtierbedarf). Ob aber die Tüten immer der Weisheit letzter Schluss sind, ist manchmal fraglich. Im Wald sollte man die Vierbeiner lieber hinter den Busch kacken lassen, als eine bunte Tüte zu nehmen und diese dann in der Walachei liegen zu lassen. Sagen die Förster, denn das machen die anderen Tiere auch so.

  3. Schietbüddel

    Sollte der Förster das so gesagt und der Wanderer das auch so verstanden und umgesetzt haben, wäre das fatal.
    Bei geschätzten 1600 Hunden (für die Hundesteuer gezahlt wird, da sie offiziell gemeldet sind), fallen tagtäglich geschätzte mind. 250 g Hinterlassenschaften an, entsprechend mind. 400 kg täglich.
    Vergleichbare fleischfressende Säugetiere in Hundegröße wären Fuchs, Dachs und Wildschwein, deren Anzahl im Wald sicherlich übeschaubar ist, in der Summe vielleicht je 25 Füchse und Dachse inkl. Nachwuchs sowie vielleicht 50 Wildschweine, demnach in der Summe 100.
    Wildtiere leben innerhalb eines weitestgehend natürlichen Kreislaufs, da ihr Bestand vom unmittelbaren Umfeld durch das Nahrungsangebot und Beutegreifer reguliert wird.
    Insbesondere Hunde jedoch nicht.
    Wer seinen Hund in die Gegend scheisen läßt, verstößt daher je nach Örtlichkeit gegen des HundeG, das WaldG, das StrWG oder auch eine NSG-Verordnung.
    Und wer einen Gassibeutel in die Gegend schmeißt, ist ein Dreckmensch.

    https://www.abendblatt.de/region/stormarn/ahrensburg/article230942086/Politiker-in-Stormarn-diskutieren-ueber-hoehere-Hundesteuer.html

  4. Andreas Hausmann

    Wenn ich das so betrachte, dann sehe ich also irgendwo so einen Fiffi, wie er sein großes Geschäft macht. Danach kommt ein Mensch und sammelt für Fiffi den Kot in einen sauberen Beutel und trägt diesen Beutel dann Fiffi auf Schritt und Tritt ganz brav hinterher.
    …dann frage ich mich immer: Wer von beiden ist eigentlich der „Chef“?

  5. Wölfin

    Das Entsorgen des Hundekotes ist nicht (!!) mit der Hundesteuer bezahlt. Das bekommt jeder Hiundehalter mit dem Hundesteuerbescheid in einem netten Anschreiben mitgeteilt, in dem auch darauf hingewiesen wird, dass die Hinterlassenschaft des Vierbeiners zu entsorgen ist, da man sonst mit einem Bußgeld zu rechnen hat. Die Stadt empiehlt hierbei tatsächlich die öffentlichen Mülleimer soweit sie Kapazitäten haben…
    Ich denke, dass das neben dem Mülleimer Entsorgen ebenso Bußgeldpflichtig ist, wie die in der Wallachei entsorgten Burgerverpackungen oder Reifen udn Kühlschränke (gesehen zwischen Hagen und Ahrensfelde)

    Als Hundehalterin kann ich sagen, die Kacke des eigenen Huindes sammelt sich fast ekelfrei (und trägt sich auch so), das Entsorgen fremder Kacke (um sich nicht fremdschämen zu müssen) ist widerlich !

    Also: Mein Apell an ALLE:
    Wenn kein Mülleimer mit Kapazität verfügbar ist, nehmen Sie doch Ihren Dreck mit nach Hause, wo mit der Müllgebühr auch für die Enstorgung bezahlt ist.
    In die Gegend schmeißen ist für Kacke ebenso besch…. wie für alles andere

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