Muss die Stadt Ahrensburg womöglich Landes- und EU-Gelder zurückzahlen?

Zwischen Marstall und Speicher ist ein öffentlicher Platz. Der schaut aus wie ein perfekt gestalteter Parkplatz. Es ist aber nur ein Parkplatz mit Beschränkung, denn es ist ein „Veranstaltungsplatz“. So steht es auch auf einem Schild am Eingang, wo zu lesen ist: „Kulturzentrum Marstall Veranstaltungsplatz“. Und auf einem Schild darunter wird darauf hingewiesen: „Nur für Besucher/ – innen des Kulturzentrum (korrekt: Kulturzentrums) Marstall und des Schlosses.“ Und klein darunter die Warnung: „Unbefugte werden kostenpflichtig abgeschleppt“. Doch diese Ankündigung ist nur heiße Luft, meine lieben Mitbürger.

Der Veranstaltungsplatz beim Kulturzentrum Marstall ist regelmäßig vollgeparkt. Früher, als nebenan das Park Hotel noch in Betrieb war, da parkten dort Gäste und Lieferanten der Herberge. Heute parken hier Autofahrer mit Kennzeichen, die nicht alle ein OD zeigen. Und das schon früh am Morgen, wenn das Kulturzentrum Marstall genauso geschlossen ist wie das Schloss. Und das, meine lieben Mitbürger, wäre doch eine willkommene Geldgrube für die Stadt!

Wenn die städtischen Ordnungskräfte, die für den ruhenden Verkehr zuständig sind, mindestens einmal zum Veranstaltungsplatz am Kulturzentrum gehen würden, dann könnten hier Knöllchen noch und nöcher verteilt werden. Und wenn das Abschleppen funktionieren würde, dann könnte dieser Platz wunderschön genutzt werden. Für Flohmärkte zum Beispiel, die früher auf dem Stormarnplatz waren.

Aaaber: Der Kulturverein Marstall hat das Hoheitsrecht über den Platz, was bedeutet, dass dieser Verein ihn auch kontrollieren muss. Und ist der Veranstaltungsplatz ein Parkplatz, dann könnte es für die Stadt womöglich unliebsame Folgen haben. Denn: Ahrensburg hat die Anlage mit Landes- und EU-Mitteln gebaut; und deshalb darf es kein öffentlicher Parkplatz sein, da die Stadt sonst alle Fördermittel zurückgeben müsste.

Aber das alles weiß unser Rathauspraktikant natürlich, der sich ja auch über die Camper auf dem öffentlichen Parkplatz in der Friedrich-Hebbel-Straße so diebisch freut, als hätte er dort sein eigenes Wohnheim auf Rädern parken.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 15. Mai 2026

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