In unserer Hauptstadt gab es die Initiative „Berlin autofrei“. Das sollte zu einem Volksentscheid führen. Aber: Für einen Volksentscheid wären 175.000 Unterschriften nötig gewesen – die nicht zusammengekommen waren – siehe die Meldung aus BILD! Und das obwohl Berlin verkehrsmäßig so gut vernetzt ist, dass die Menschen auch ohne Auto schnell überall hinkommen. Ich selber bin schon unzählige Male in der Stadt an der Spree gewesen, aber noch nicht ein einziges Mal bin ich mit dem Auto dort hingefahren. Und was für Berlin gilt, das gilt auch für Hamburg und die dortigen Verkehrsmöglichkeiten. Es gilt aber nicht für…
…Ahrensburg. Zwar hat unsere Stadt zwei U-Bahn-Stationen und zwei Regionalbahnhöfe, aber die nützen weder den Bürgern beim Besuch der Innenstadt noch den Besuchern aus den Randgebieten. Der ÖPNV mit Bahn und Bus lässt in unserer Stadt zu wünschen übrig. Und das Warten an einer Bushaltestelle kostet wertvolle Lebenszeit, die kein Mensch unbeschränkt hat, zumal wenn er schon älter ist.
Und das Fahrrad? Erstens sind nicht alle Menschen in der Lage, mit einem Fahrrad zu fahren. Zweitens sind Einkäufe mit dem Fahrrad nur begrenzt möglich. Drittens gibt es Tage, wo das Wetter das Fahrradfahren für viele Bürger unmöglich macht. Viertens: Menschen, die aus den Randgebieten in die Ahrensburger City kommen, wollen oder können nicht endlos radeln. Fünftens: Wer mit kleinen Kindern kommt, der fährt Gefahr auf den Ahrensburger Radwegen. Sechstens: Lastenräder gehören verboten auf öffentlichen Straßen und Radwegen, weil sie andere Verkehrsteilnehmer behindern. Siebtens: Wer am Abend aus einem Ahrensburger Restaurant kommt, der verspürt wenig Lust, im nächtlichen Dunkel nach Großhansdorf oder Siek zu radeln. Achtens: Was ich selber als Radfahrer erlebe, das ist das Dilemma, wenn man zum Einkaufen nicht nur in einen Supermarkt will, sondern auch noch zum Fischhändler und zu Nessler oder zum Eisladen – was macht man dann mit den eingekauften Sachen, die man nicht überall mit herumschleppen kann und will?
Nun sollen wohl endlich die Arbeiten zur Erneuerung der Hamburger Straße beginnen, die dann in rund 20 Jahren eine Allee werden könnte. 🤣 Dafür sollen die meisten Parkplätze dort aufgelöst werden. Gemäß Bürgerentscheid müssen von der Stadt zuvor aber entsprechende Ersatzparkplätze in der City geschaffen werden. Wo die entstehen werden? Keine Ahnung. Mit einem öffentlichen Parkhaus auf dem Stormarnplatz wäre das Problem gelöst. Aber hierfür müssten zuerst mal diverse Stadtverordnete abgelöst werden. 😤
