Archiv für den Monat: Januar 2019

Staatliche Schulen zahlen an den MARKT für Werbung?

In Sachen Werbung kenne ich mich aus. Jedenfalls ein bisschen. Und deshalb weiß ich, dass es sehr ungewöhnlich ist, wenn staatliche Schulen für sich Werbung machen. Ich meine damit bezahlte Werbung wie zum Beispiel in einem Anzeigenblatt. So, wie es an diesem Wochenende von sechs Schulen aus Ahrensburg, Großhansdorf und Bad Oldesloe praktiziert wird – wenn Sie sich die nachstehende Doppelseite aus dem MARKT bitte mal anschauen wollen!

aus: Anzeigenblatt MARKT

Die Anzeigen dieser Schulen im MARKT kosten Geld. Geld der Schule und damit Steuergeld. Frage des Bürgers: Wer hat den sechs Schulen das Geld für diese sieben Anzeigen im MARKT genehmigt? Vielleicht Karin Prien?

Nun könnte jemand kommen und erklären: Der MARKT hat diese Werbung für die Schulen bestimmt kostenlos veröffentlicht, quasi als Leserservice. Diesem Einwand muss ich aber entgegnen, dass der Verlag ausdrücklich im Kopf des Anzeigenkollektivs vermerkt hat, dass es sich bei der abgebildeten Doppelseite um eine „Anzeigensonderveröffentlichung“ handelt. Und für veröffentlichte Anzeigen muss im Allgemeinen der Auftraggeber zahlen. Oder hat hier ein ungenannter Sponsor seine Geldhände im Spiel gehabt…? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. Januar 2019

Der MARKT deckt auf: Die Stadt plant Tiefgaragenplätze und Kino auf der Alten Reitbahn

Die CDU hat einen Neujahrsempfang gemacht. Über dieses politische Event berichtet an diesem Wochenende der MARKT, das bekannte Anzeigenblatt. Und aus dem Bericht über den Neujahrsempfang der CDU erfahren wir Ahrensburger Bürger etwas Sensationelles. Ich zitiere: „In diesem Jahr werden jedoch die Weichen für das Millionenprojekt ‚Reitbahn‘ gestellt. Dort plant die Stadt nicht nur neue Tiefgaragenplätze, sondern das lange diskutierte Kino.“

aus: Anzeigenblatt MARKT

Donni, donni aber auch, das ist wirklich eine heiße Information, die uns Bürger aus dem Winterschlaf holt! Sie bedeutet: Die Stadt will das Grundstück „Alte Reitbahn“ nicht mehr für’n Appel und ’n Ei veräußern, sondern die Stadt will dort eine Tiefgarage bauen! Schöner noch: Über der Tiefgarage soll ein Kino entstehen, das die Stadt ebenfalls bauen will! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. Januar 2019

Wie der Koch vom Park Hotel in den Schatten gestellt wird

Ein Sternekoch ist kein Koch, der Sterne kocht, sondern er ist ein Küchenmeister, der sich Sterne erkocht hat. So wie Benedikt Faust, der einen Michelin-Stern abgekocht hat. Und dieser Koch kocht am Wochenende im Park Hotel und „verwöhnt Ahrensburger“, also keine Gäste von außerhalb der Stadt. So steht es jedenfalls heute im 3. Buch Abendblatt – siehe die Abbildung!

Und wir erfahren noch etwas ganz Tolles aus der Zeitung, nämlich: „Hotelchef Michael Bertz erzählt, dass Faust schon im Hotel übernachtet und sich über die Bedingungen vor Ort informiert hat.“ Und die Übernachtungskosten werden vermutlich in den Preis für das Essen eingerechnet, das 159,– Euro kostet. Und wofür der der Gast sich vorher eine Eintrittskarte an der Hotelrezeption besorgen muss.

Wir erfahren außerdem, was der Hotelchef noch erklärt hat, nämlich: „Gerade junge Leute können von dem hohen Niveau viel lernen.“ Und auch für diese interne Ausbildung in der Küche des Hotels bezahlt der Gast mit seinen 159,– Euro. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. Januar 2019

Per E-Mail: McDonald’s braucht die Hilfe von Harald

Ich habe soeben eine E-Mai bekommen. Von McDonald’s. Und diese E-Mail klingt dramatisch, denn sie wird mir im Messenger wie folgt angezeigt:Da habe ich natürlich keine Sekunde gezögert und die E-Mail geöffnet. Denn gerade gehen ja neue Vorwürfe gegen McDonald’s durch die Medien, wo von mangelnder Hygiene die Rede ist. Und da dachte ich, dass McDonald’s nun meine Hilfe benötigt, damit Harald auf Szene Ahrensburg erklären soll, dass mit der Hygiene der Hamburger-Kette in Ahrensburg alles okay ist…

…da guckte Harald in die Mail und fand dort eine „Kinder-Edition“. Was keine Ausgabe von Kindern ist, sondern es sind Trinkflaschen für Kinder. Und die Frage an Harald lautet: „Top oder Flop: Wie findest du die Idee? Vielen Dank für dein Feedback!“

Und hier ist mein Feedback: Als ich am Montag mit meiner Tochter bei McDonald’s in der Hamburger Straße gewesen bin, da bediente am Tresen eine junge Dame, die zwar sehr freundlich aber sichtbar erkältet gewesen ist. Und ganz ehrlich gesagt: Da reagiere ich verschnupft, denn so etwas verdirbt mir den Appetit. Und das ist gar nicht „Super duper!“

Und wenn McDonald’s wirklich wissen will, was Ahrensburger über die Isolierflaschen denken, dann genügt auch eine Werbeschaltung auf Szene Ahrensburg mit Abfrage der Leser.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. Januar 2019

Ahrensburg: Tonstudio? Nagelstudio? Kosmetikstudio? In welchem Studio arbeitet der DSDS-Kandidat?

Der Aufmacher vom heutigen 3. Buch Stormarn hat das gleiche Thema wie der Aufmacher vom Anzeigenblatt MARKT von gestern:  Silvan Seehaase. Der junge Mann ist Kandidat bei „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS), wo er die Aufnahme in den Recall geschafft hat. Das ist nichts Besonderes, denn diese Aufnahmeprüfung haben rund 120 Kandidaten geschafft.

aus: MARKT + Hamburger Abendblatt

Das Besondere an dem jungen Mann: Er stammt aus Ammersbek. Und arbeitet in Ahrensburg. In einem „Studio“, wie wir im 3. Buch Abendblatt erfahren. Ob es sich dabei um ein Tonstudio, ein Kosmetikstudio oder gar ein Nagelstudio handelt,  verrät Berichterstatter Marc R. Hofmann nicht, der aber die BILD-Zeitung zitiert mit dem Hinweis, dass Juror Dieter Bohlen ein „Pop-Titan“ ist. Der MARKT dagegen schreibt immerhin, dass Silvan Seehaase als „Sport- und Fitnessberater“ arbeitet und setzt diese Berufsbezeichnung in Gänsefüßchen, was meint: Diese Aussage ist redaktionell nicht abgesichert. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. Januar 2019

Was sich im Anzeigenblatt MARKT so alles widerspiegelt

Zu den saftigsten Lesefrüchtchen im Anzeigenblatt MARKT zählt für mich immer wieder die Werbekolumne für Regionalpolitiker mit der Überschrift: „Politiker und Parteien haben das Wort“. Und was immer Politiker und Parteien dort auch in ihrem Text von sich geben, der MARKT erklärt zum Inhalt ausdrücklich: „Er spiegelt nicht die Meinung der Redaktion wider.“

aus: Anzeigenblatt MARKT

Was bedeutet es, wenn etwas widergespiegelt wird, also im Spiegelbild zu sehen ist? Es bedeutet: Das, was wir im Spiegel sehen, ist verkehrt herum, also nicht das wahre Bild. Aber dieser Hinweis von mir erfolgt nur nebenbei für diejenigen Szene-Ahrensburg-Leser, die darüber nachdenken möchten. 😉

Im heutigen MARKT hat ein bürgerliches Mitglied der Partei DIE LINKE das Wort ergriffen. Ich zitiere aus dem gesamten Wortlaut nur den Einstieg, der vielsagend ist und und wie folgt lautend:

„Liebe Ahrensburger Mitbürgerinnen und Mitbürger, Ahrensburg ist eine lebenswerte und lebendige Stadt. Dem ist aber nicht so.“ – siehe die Abbildung! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Januar 2019

Haben Banken keine Sorgfaltspflicht für ihre Kunden…?

Der Fall, über den heute im 3. Buch Abendblatt berichtet wird, hat sich nicht in Ahrensburg zugetragen sondern in Glinde. Dort hat ein Mann, der sich als Polizist ausgegeben hat, von einem 84jährigen Rentner angeblich „Zehntausende Euro“ erbeutet. Und Reporterin Dorothea Benedikt, die den Beitrag verfasst hat, hat nicht mehr getan, als den Polizeibericht zu notieren und zu zitieren.

aus: Hamburger Abendblatt; Symbolbild: Disney

Als Leser frage ich mich nicht, wieso ein 84jähriger Mensch so naiv ist, auf einen falschen Polizisten und dessen alberne Behauptungen hereinzufallen. Das kann daran liegen, dass ein 84jähriger Mensch eben nicht mehr ganz so flexibel im Kopf ist wie ein Mensch mit 48 Jahren. Nein, als Leser des nebenstehenden Beitrages frage ich mich vielmehr:

Wie ist es möglich, dass ein 84jähriger Mann in seiner Bank „Zehntausende Euro“ in bar abheben kann, ohne dass bei den Bankern alle Alarmsirenen ertönen?! Wenn  die Angestellten der Bank etwas Sorgfaltspflicht gezeigt hätten, dann wäre der Kunde  jetzt nicht um „Zehntausende Euro“ ärmer. Und deshalb trifft die Mitarbeiter der Bank eine Mitschuld an diesem üblen Raub, weshalb die Banker doch bitte so nett sein wollen und dem abgezockten Kunden das Geld ersetzen mögen!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Januar 2019

70 Jahre Stadt Ahrensburg: Warum schreibt der NDR das „Boom“ vor Ahrensburg in Gänsefüßchen?

Am 18. Januar 1949 hat Ahrensburg die Stadtrechte bekommen. Und wer rechnen kann, der kann sich ausrechnen: Ahrensburg hat in der vergangenen Woche seinen 70. Geburtstag gefeiert begangen. Ein Tag, den die Redaktion vom 3. Buch Abendblatt mit keiner Silbe gewürdigt hat. Aber der NDR hat das getan. Und zwar mit einem Online-Beitrag, der darauf schließen lässt, dass auch in dieser Redaktion eine Schülerpraktikantin tätig ist.

Wir erfahren aus dem Beitrag, dass Ahrensburg mehr als 34.000 Einwohner hat. Was korrekt ist. Und wir haben in unserer Stadt  „nach Angaben der Wirtschaftsförderung mehr als 4.600 Gewerbebetriebe“, was ich doch sehr bezweifeln möchte.

Und wir lesen, was Jenny Gehrmann, Marketingleiterin bei der Firma WiBU PflegePlus, sagt: „Der Bürgermeister weiß, wer man ist. Herr Sarach kommt regelmäßig vorbei und guckt sich unser Unternehmen an.“ Auch das, was Matthias Terpe, kaufmännischer Leiter von Acer Computer, über den Bürgermeister äußert, ist des Zitats würdig: „Wir sprechen auch mal darüber, ob es sinnvoll wäre, in Ahrensburg ein Fahrradleihsystem anzubieten oder eine Art Shuttle-Service für die Menschen, die in den Gewerbegebieten arbeiten.“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Januar 2019

Die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn sieht in Stormarn keine förderungswürdigen Künstler

Wenn Sie mal in der Ahrensburger Innenstadt sind und dort vor der Stadtbücherei stehen, dann sehen Sie dort eine Blow-up-Werbung der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn. Diese Stiftung fördert mit Geldern, die beim Finanzamt Stormarn als steuerbegünstigt behandelt werden, Künstler durch Ausstellungen in der Galerie im Marstall Ahrensburg. Und die Stiftung erklärt zu ihrer Tätigkeit: „Die Zweckverwirklichung sollte in jedem Fall im Kreis Stormarn erfolgen.“

Die Galerie im Marstall befindet sich tatsächlich in Stormarn. Aber: Die Künstler, deren Werke dort ausgestellt werden, stammen die auch aus dem Kreise Stormarn…? Und sind es tatsächlich Künstler, die mit Stiftungsgeldern gefördert werden müssen…?

Um es kurz zu machen: Die Künstler, die heute und bis zum Ende des Jahres in der Galerie im Marstall ausstellen, stammen meines Wissens allesamt nicht aus Stormarn. Und ich bin mir sicher, dass darunter auch niemand ist, der oder die mit Stiftungsmitteln gefördert werden muss. Wie zum Beispiel Prof. Hennig Kles aus Hamburg, dessen Arbeiten aktuell zu sehen sind. Das zum einen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Januar 2019

Hier geht es um heißes Thema der Stormarn-Redaktion vom Hamburger Abendblatt: Scheiße im Beutel

Soeben las ich eine brandaktuelle Online-Meldung der Stormarn-Redaktion vom Hamburger Abendblatt mit der Überschrift: „Warum es bei Budni keine Gassibeutel mehr gibt.“ Und um es kurz zu fassen: Es gibt keine Gassibeutel mehr bei Budni in Stormarn, weil Budni diese Beutel aus Hamburg bezogen hat. Und den Abfall von Hamburg bewirtschaftet eine andere Gesellschaft als in Stormarn. 

HA ONLINE

Genauer: Die Beutel von der Stadtreinigung Hamburg werden Sachen Herstellung und Entsorgung von den Verbrauchern in Hamburg über deren Müllgebühr finanziert. Woraus ich schlussfolgere, dass die Stadtreinigung Hamburg der Nutznießer der Beutel in Stormarn gewesen ist, denn entsorgen musste den ganzen Scheiß im Beutel die Abfallwirtschaft in Stormarn.

Aber hat die Abfallwirtschaft Stormarn dadurch einen Nachteil? Ich sehe keinen. Denn in welchen Beuteln die Hundekacke in die Stormarner Abfallcontainer geworfen wird, dürfte den Müllwirtschaftlern doch völlig egal sein.

Außerdem: Das Problem in Ahrensburg wäre schon behoben, wenn die beiden Budni-Läden die Beutel von der Stadt Ahrensburg beziehen würden, wo sie ohnehin kostenlos abgegeben werden. Diesem naheliegenden Gedanken ist auch der investigative HA-Reporter Filip Schwen in seinem ausführlichen Beitrag über die Gassibeutel nachgegangen. Und sein nachfolgender Passus ist eine Meisterleistung journalistischer Recherche, die ich Ihnen einfach nicht vorenthalten möchte: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. Januar 2019