Archiv für den Monat: Juli 2017

Der Wendler sah den Teufel in der Kirche

Vorab: Die Vokabel „teuflisch“ hat zwei Bedeutungen, als diese sind: 1. äußerst bösartig und grausam; den Schaden, das Leid eines anderen bewusst, boshaft herbeiführend und sich daran freuend; diabolisch; satanisch. Und 2. meint „teuflisch“ in der Umgangssprache: sehr groß, stark, mächtig, sehr, überaus.

Der Wendler berichtet heute im 3. Buch Abendblatt von einem „Teufelsgeiger“, der mit seinem „Teufelswerk“ alle „teuflisch“ begeistert hat. Warum soviel Teufel? Ganz einfach: Der Wendler fand sich witzig bei seinen Formulierungen, denn der Musiker geigte in der Großhansdorfer Kirche. Und der Wendler hat als Fazit in seinen satanischen „Versen“ festgestellt: „Am Ende ließ Radulovic alle vergessen, dass sie in einer Kirche saßen. Ein Teufelskerl.“ Und genau dieser Satz ist es, der die ganze Veranstaltung in der Kirche zur Realsatire macht: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. Juli 2017

Lokalpressejournalismus im 21. Jahrhundert in Stormarn

Heute ist Sonntag, der 23. Juli 2017. Und heute bringt das Hamburger Abendblatt auf seiner Online-Seite eine asbachuralte brandaktuelle Meldung für alle Abonnenten: Ein Auto wurde auf dem Famila-Parkplatz angefahren. Nein, nicht in Ahrensburg war das, sondern in Bad Oldesloe. Und weil der Fahrer nach dem Unfall geflüchtet ist, sucht die Polizei nun den Fahrer Zeugen.

Das Auto, welches angefahren wurde, ist nach Angaben der Redaktion „ein gelber Opel Adam“. Und im Bild sehen wir ein Blaulicht mit dem Hinweis: „Die Oldesloer Polizei nimmt Zeugenhinweise telefonisch entgegen“.

Noch einmal: Heute ist Sonntag, der 23. Juli 2017. Aber der Unfall hat sich laut Redaktion bereits am Dienstag, den 11. Juli, zugetragen. Welches Jahr, wird nicht verraten, aber ich tippe auf 2017.

Mit anderen Worten: 12 (zwölf) Tage nach dem Unfall berichtet die Stormarn-Redaktion vom Hamburger Abendblatt aktuell online, über einen Unfall und sucht Zeugen. Und am Fuße dieser tollen journalistischen Leistung ist ausdrücklich vermerkt: „© Hamburger Abendblatt – Alle Rechte vorbehalten“ – donni, donni aber auch! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Juli 2017

Ein junger Mann wird verzweifelt gesucht – vom MARKT

Das Werbeblatt MARKT veröffentlicht seit Wochen immer wieder dieselbe Anzeige. Dort ist ein junger Mann abgebildet, der vom Verlag gesucht wird. Man sucht nicht etwa andere Personen, sondern schreibt ausdrücklich per du: „Wir suchen genau Dich!“ – siehe die Abbildung!

aus: Wochenblatt MARKT

Warum der junge Mann sich nicht schon längst bei MARKT gemeldet hat, damit diese öffentliche Suche nach seiner Person endlich beendet wird, weiß ich nicht. Ich vermute: Als Zusteller m/w verdient man bei dem Wochenblatt so wenig Kohle, dass niemand sich auf den Weg machen möchte, es durch die Gegend zu schleppen und in die Briefkästen der Bürger zu stecken.

Das ist umso verwunderlicher, weil der Verlag nicht nur an den Anzeigen verdient, sondern auch kräftig an ungezählten Beilagen, die mit dem MARKT zugestellt werden. Und diese Beilagen muss der Zusteller zuvor sortieren und in die Zeitung stecken. Was bedeutet: Der Zusteller ist nicht nur ein Anzeigenblatt-Zusteller, sondern gleichzeitig auch ein Prospektbeileger und -verteiler. Und Prospektverteilung darf meines Wissens von Kindern und Jugendlichen nicht erledigt werden. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Juli 2017

Totes Holz stapelt sich in einer Ecke bei famila

Benötigen Sie eigentlich noch ein gedrucktes Telefonbuch und/oder Gelbe Seiten in Buchform? Ich selber brauche beides schon seit Jahren nicht mehr, denn wenn ich eine Telefonnummer suche oder eine Firma, dann google ich das. Umso mehr fiel mir der riesengroße Stapel von Telefonbüchern ins Auge, den ich bei famila in Ahrensburg sah. Die Kunden sollen diese Bücher mitnehmen? Es sieht nicht danach aus, dass hier ein reichlicher Zugriff stattgefunden hat.

Einer braucht die Bücher auf jeden Fall, nämlich der Verlag, der an den Anzeigen verdient, die in diesen Büchern veröffentlicht werden. Wenn ich eine Anzeige dort geschaltet und bezahlt hätte und dann vor diesem Stapel Bücher stehe, dann würde ich sehr, sehr nachdenklich werden und meinem Geld nachweinen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Juli 2017

Warum ich gestern für 20 Minuten Parken auf dem Rathausplatz gern 1 Euro gezahlt habe

Ist Ihnen eigentlich klar, dass die Stadt Ahrensburg von Autofahrern auch Parkgebühren abzockt für die Zeit, in der sie gar nicht parken…? Es ist nämlich so: Wenn Sie ein Parkticket gezogen haben, einen Euro bezahlt und nur 20 Minuten geparkt haben, dann haben Sie zuviel bezahlt. Weil der Parkautomat Ihnen das Geld nicht zurückgibt.

Stellen Sie sich vor, Sie kaufen in einem Laden ein für 8,90 Euro. Sie bezahlen mit einem 10-Euro-Schein, die Kassiererin sagt danke und gibt Ihnen Ihr Restgeld nicht retour!

Genauso ist es mit den Parkautomaten in der Stadt: Die Autofahrer müssen im Vorwege bezahlen und bekommen hernach nicht zurück, was sie zuviel in den Automaten gesteckt haben, weil sie weniger Parkzeit benötigt hatten. Das ist eigentlich eine Zumutung, denn es gibt auch Automaten auf dem Markt, wo man sinnvollerweise erst am Ende der Parkzeit zahlen muss und dadurch auch beim Einkaufen nicht unter Druck steht, dass die Parkzeit gleich abgelaufen ist.

Gestern habe ich mal wieder folgende schöne Geschichte erlebt: Ich kurvte auf dem Rathausplatz herum, der voll belegt war. Und während ich dort kurvte, hatte ich das bestimmte Gefühl, dass der Bürgermeister aus seinem Bürofenster blickt und sich über Parkplatz suchende Autofahrer auf dem Rathausplatz köstlich amüsiert.

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Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. Juli 2017

Immer wieder schleicht Werbung auf unsere Homepage

Der Rosenhof ist eine private Seniorenwohnanlage in Ahrensburg genauso wie in anderen Ortschaften. Und der Rosenhof in Ahrensburg macht häufiger mal Veranstaltungen, die dazu dienen, für die Wohnanlage zu werben. Wie zum Beispiel ein Minigolfturnier, das im kommenden Monat ebendort stattfindet.

Ich bezweifle, dass es in der Seniorenwohnanlage Rosenhof eine Minigolfanlage gibt. Kann mir jemand erklären, warum die Stadtverwaltung von Ahrensburg für diese Veranstaltung „im Atrium“ auf unserer Homepage wirbt? Hinzu kommt, dass die Teilnahme dort nicht etwa kostenlos ist, sondern dass dafür 4,00 Euro gelöhnt werden müssen.

Damit Sie erkennen sollen, was ich meine, hier ein Gleichnis: Angenommen, im CCA-Foyer findet eine Verköstigung mit Würstchen und Kartoffelsalat statt, wo die Kunden mit 4 Euro dabei sind – würde die Stadt Ahrensburg dafür auch auf ihrer Homepage werben? Oder nur, wenn dort auch noch ein Glücksrad aufgebaut ist, wo die Kunden „Geschicklichkeit und Präzision, aber vor allem Spaß“ beim Drehen haben…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. Juli 2017

Schloss Ahrensburg im Angebot einer Immobilien-Firma

„Sommerzeit ist Immobilienzeit“, lese ich auf einer Karte, die ich gerade aus dem Briefkasten gefischt habe. Der Absender: Harring Immoblien GmbH, Ahrensburg. Und die Immobilie, um die es geht, zeigt die Firma auf ihrer Karte, nämlich das große weiße Herrenhaus am Rande der Stadt, das früher mal einem Sklavenhändler gehört hat und heute als Ahrensburger Schloss das Wahrzeichen unserer Stadt bildet – siehe das Foto!

Nachdem die Stadt Ahrensburg sich gerade aus Kostengründen von ihrem Schwimmbad, dem Badantic, politisch verabschiedet hat, um es neu und preiswerter zu errichten, so scheint man parallel dazu überlegt zu haben, wie man ebenfalls den jährlichen Zuschuss für die Immobilie am Eingang zur Stadt einsparen kann.

Das Gebäude zu verkaufen, scheint sinnvoll. Da es unter Denkmalschutz steht, kann der Käufer es nicht einfach so mir nix, dir nix abreißen. Was bedeutet: Das Wahrzeichen von Ahrensburg bleibt erhalten, die Kosten für die Stadt gehen zurück. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. Juli 2017

Wie der MARKT orientalische Geschäfte unterstützt

Wenn Sie mal einen Seitenblick auf das nebenstehende Foto werfen wollen, iebe Szene-Leser, dann lesen Sie dort etwas über den Räumungsverkauf vom Teppich-Atelier in der Großen Straße. Und wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, dann klicken Sie doch bitte mal auf meinen Blog-Eintrag: „Orient in Ahrensburg: ‚Alles muss raus!’

Sie werden erkennen: Der Hinweis auf den „Räumungsverkauf“ vom Teppich-Atelier Ahrensburg stammt vom 7. Februar 2014.

Heute, am 19. Juli 2017 schreibt der MARKT: „Schließung des ältesten Teppichhauses“ und weist seine Leser darauf hin: „Letzte Gelegenheit für Schnäppchen nur noch bis Montag, 24 Juli“ – siehe die Abbildung unten! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. Juli 2017

Reinbek: Feuerwehrhauptmann gesucht. Ahrensburg: Stadtmarketing vermisst

Was ist das beherrschende Thema in der Stadt Reinbek im Kreise Stormarn? Es ist dieses der bevorstehende Wegzug des Rowohlt-Verlages, der seit 1960 in Reinbek ansässig ist. Darüber konnten wir vor ein paar Tagen einen Beitrag im 3. Buch Abendblatt lesen. Ein Thema, das über die Grenzen von Reinbek von Interesse ist. Und nun kommt schon wieder ein Thema aus Reinbek.

aus: Hamburger Abendblatt

Das 3. Buch Stormarn bringt heute einen Bericht aus Reinbek. Großformatig und als Aufmacher des Stormarn-Teils. Der Inhalt: Reinbek sucht einen neuen Chef für seine Feuerwehr. Ein Thema, das natürlich in ganz Stormarn brennendes Interesse verdient, denn schließlich will man von Ahrensburg bis Bad Oldesloe wissen: „Wer wird neuer Chef der Feuerwehr in Reinbek“ – siehe die Abbildung!

Für Ahrensburg sehr viel interessanter dagegen ist ein kleinerer Beitrag, der unter dem großen Aufmacher steht. Dort geht es um das gespaltene Verhältnis zwischen Bürgermeister Michael Sarach und der Leiterin vom Stadtmarketing, nämlich Angelika Andres – wenn Sie das bitte mal nachlesen wollen! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 18. Juli 2017

Haben wir eigentlich eine/n Gleichstellungsbeauftragte/n?

Wenn ich das richtig mitbekommen habe, dann ist die Ahrensburger Gleichstellungsbeauftragte Gabriele Fricke am 1. April 2017 in den Ruhestand gegangen. Und daraufhin wurde beschlossen, diese Stelle in Zukunft mit einer Halbtagskraft zu besetzen. Und? Wo ist diese Halbtagskraft…?

„Narr zwischen den Stühlen“ (Litho: A. Paul Weber)

Sollte es so sein, dass die Halbtagsstelle der Gleichstellungsbeauftragten noch nicht besetzt ist, dann haben wir über ein Vierteljahr lang keine Gleichstellungsbeauftragte, geschweige denn einen Gleichstellungsbeauftragten gehabt. Frage: Hat das schon jemand bemerkt? Oder hat schon jemand eine Gleichstellungsbeauftragte vermisst…? Ich persönlich nicht, aber das liegt daran, dass ich mich schon immer mit dem weiblichen Geschlecht gleichgestellt gefühlt habe. 😉

Die Lücke, die Frau Fricke gerissen hat, ersetzt sie möglicherweise voll. Was meint: Die Stadt Ahrensburg könnte das Geld für diese Position einsparen und es vielleicht den Kindern in unserer Stadt zukommen lassen, die wirtschaftlich nicht gleichgestellt sind sondern schlechter dastehen als andere Kinder.

Wer dafür ist, der nicke an dieser Stelle schweigend!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 17. Juli 2017