Archiv für den Monat: Oktober 2016

Die Bier-Idee der Buchhandlung Stojan: Has‘ ma ’n Euro?

Auch für das Jahr 2017 hat die Ahrensburger Buchhandlung Stojan einen Ahrensburg-Kalender produziert. Der kostet 22 Euro im eigenen Laden. Und damit der Abverkauf besser flutscht, macht die Buchhandlung eine Werbeaktion im 3. Buch Abendblatt, wo über den Kalender berichtet wird. Und damit das nicht als bezahlte Anzeige läuft, erklärt der Buchhändler, dass er von den 22 Euro einen Euro für die Ahrensburger Tafel spenden will – donni, donni aber auch, das sind ja 4,5% vom Verkaufspreis!

Krombacher: Wer es trinkt, spendet

Krombacher: Wer es trinkt, spendet

Ich vermute, dass der Spenden-Euro vorher auf den normal kalkulierten Preis aufgeschlagen wurde, sodass nicht etwa die Buchhandlung für die Tafel spendet, sondern der Käufer des Kalenders tut das. Und ich vermute außerdem: Den Spendenbetrag an die Tafel, den die Käufer aufgebracht haben, setzt der Buchhändler mit einer Spenden-Quittung von seinen Steuern ab.

Zu meiner Vermutung: Der Kalender der Buchhandlung Stojan für 2016 hat keine 22 Euro gekostet, sondern lediglich 19,95 Euro, von denen ebenfalls 1 Euro gespendet wurde.

Billiger kann die Buchhandlung für ihr eigenes Produkt gar nicht werben, denn den Preis dafür zahlt der Kunde. Und wer dann in der Zeitung liest, dass die Buchhandlung spendet, der glaubt womöglich, dass die Inhaber sozial eingestellte Menschen sind. Die Spenden-Idee kommt jedoch aus der klassischen Markenartikelwerbung, wo z. B. Krombacher für die Natur spendet, wenn der Konsument dieses Bier säuft – siehe die Abbildung!

Kauft der Konsument aber kein Krombacher und der Ahrensburger keinen Stojan-Kalender, dann spenden weder Krombacher noch  Stojan, basta! Stattdessen können alle Ahrensburger direkt für die Tafel spenden: Konto Sparkasse Holstein, Ahrensburg:  IBAN: DE68 2135 2240 0090 0350 09 BIC:  NOLADE21HOL

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. Oktober 2016

IVW-Meldung 3. Buch Abendblatt: 42,8 % der an den Kiosk gelieferten Exemplare bleiben unverkauft liegen

Nein, es macht bestimmt keine Freude, in der Redaktion der Stormarn-Seiten im Hamburger Abendblatt zu arbeiten, um dann zu sehen, wie die Leser von einem Quartal zum anderen abspringen. Hatte das Blatt im 2. Quartal 2016 laut IVW noch 13.518 Exemplare verkauft, so waren es im 3. Quartal 2016 nur noch 13.072 Stück.

Auflagenmeldung IVW Hamburger Abendblatt mit Stormarn-Teil

Auflagenmeldung IVW Hamburger Abendblatt mit Stormarn-Teil

Vergleicht man das 3. Quartal 2016 mit dem 3. Quartal 2015, so ist die Auflage von 13.839 gefallen auf 13.072. Das bedeutet: 757 Käufer weniger – pro Tag. Und: Von den 2.710 Exemplaren, die im Kreis Stormarn an den Kiosk geliefert wurden, kamen im letzten Quartal 1.160 nicht verkaufte Exemplare wieder zurück an den Verlag – täglich. Das sind 42,8 Prozent. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Oktober 2016

Wie beschissen ist das denn: Alle berichten über den Toiletten-Skandal von Ahrensburg, aber niemand informiert über den Aufdecker dieses zum Himmel stinkenden Skandals

Das Stormarner Tageblatt schreibt heute darüber, dass das ZDF morgen über den Skandal um das Toilettenhäuschen vor dem Ahrensburger Rathaus berichten wird, und zwar im Länderspiegel unter „Hammer der Woche“. Heute dreht das ZDF in Ahrensburg; und wie das Stormarner Tageblatt berichtet, wird auch Bürgermeister Michael Sarach in dem Beitrag zu Wort kommen.

Eigenartig: Sowohl im 3. Buch Abendblatt, wo kürzlich über den Skandal berichtet wurde, als auch im heutigen Beitrag vom Stormarner Tageblatt wird der Leser darüber informiert, dass der Bund der Steuerzahler diesen Skandal aufgedeckt hat. Leser von Szene Ahrensburg dagegen wissen, dass das nicht korrekt ist. Richtig ist: Aufgedeckt hat den Skandal der Ahrensburger Blogger Harald Dzubilla.

Das Gute ist: Im Internet geht nichts verloren. So können Sie auf Szene Ahrensburg nachlesen, dass ich am 28. Oktober 2013 in der Einwohnerfragestunde der Stadtverordneten-Versammlung folgende Frage gestellt hatte: Vor dem Rathaus steht eine vollautomatische Toilette, die von der Stadt angemietet wurde, und zwar von der Firma JCDecaux. Frage: Was hat diese Einrichtung die Stadtkasse bis heute gekostet? Und wie hoch sind dagegen die Erlöse aus den Geschäften der Bürger?“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. Oktober 2016

Noch einmal zum Thema Bäume in Ahrensburg

Gestern hat das 3. Buch Abendblatt darüber berichtet, dass ein gewisser Herr Kroschke auf seinem Grundstück am Hagen diverse Bäume hat fällen lassen. „Die städtische Umweltplanung wusste davon nichts, hatte also auch keine Genehmigung erteilt“, berichtet die Zeitung. Und mit den Vorwürfen konfrontiert, erklärte Christoph Kroschke, er habe keine Bäume gefällt, sondern er habe bloß „erheblichen Wildwuchs entfernt“.

aus: Hamburger Abendblatt

aus: Hamburger Abendblatt

Kroschke & Bäume, das ist ein Thema, über das man in Ahrensburg schon seit Jahren spricht. Da soll früher schon mal was gewesen sein im Wald von Ahrensburg. Und im Frühjahr 2015 ließ Kroschke jr. auf dem Gelände Rohrbogenwerk eine Reihe von Bäumen fällen. Ein „Missverständnis“, ließ der neue Eigentümer verkünden. Das ist jetzt rund 1 ½ Jahre her, und die Stormarn-Redaktion berichtet, dass Annette Kirchgeorg vom Umweltamt erklärt hat, die Angelegenheit wäre immer noch nicht abgeschlossen. Komisch, finden Sie nicht – nach 1 ½ Jahren…? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. Oktober 2016

3. Buch Abendblatt: HInnerk Blombach führt seine Leser vor

Am 4. Juni 2016 schrieb Redaktionsleiter Hinnerk Blombach, dass die Stormarn-Redaktion vom Hamburger Abendblatt einen Leserbeirat gegründet hat. Das sind 9 Leser, von denen allein 6 (!) aus Ahrensburg stammen. (Hinnerk Blombach: „Bei der Zusammensetzung des Leserbeirats haben wir darauf geachtet, dass die Mitglieder möglichst aus unterschiedlichen Teilen des Kreises Stormarn kommen“). Außerdem: Dieser Leserbeirat ist alles andere, nur eine repräsentative Vertretung der Leserschaft ist er nicht. Und schon allein deshalb kann man dieses Gremium vergessen.

aus: Hamburger Abendblatt

aus: Hamburger Abendblatt

Wie eingangs gesagt: Am 4. Juni 2016 gab Blombach die Gründung der Gruppe bekannt. Und heute, am 20. Oktober 2016, berichtet derselbe Blombach, hat sich sein Leserbeirat „zu seiner ersten Arbeitssitzung in der Redaktion an der Großen Straße in Ahrensburg getroffen“.

Donni, donni aber auch, das ist wirklich schnell gegangen: Bereits nach über vier Monaten die erste Arbeitssitzung! 😉

Und heute der Bericht über die Arbeitssitzung im Blatt. Alle zitierten Mitglieder sind natürlich mit der Arbeit der Redaktion grundsätzlich zufrieden. Allerdings: Von den 9 Mitgliedern werden nur 5 zitiert, wenn ich das richtig gezählt habe. Was ist mit den anderen 4 Beiräten? Waren die womöglich unzufrieden und dürfen deshalb im Blatt nicht zu Wort kommen? Oder aber – waren sie in der Sitzung gar nicht dabei und werden nur im Foto vorgeführt…? Das wäre schon ein starkes Stück! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. Oktober 2016

Ahrensburg: Neuer Fall für den Bund der Steuerzahler

Der Bund der Steuerzahler hat das vollautomatische Toilettenhäuschen vor dem Rathaus in Ahrensburg in sein offizielles Schwarzbuch aufgenommen. Damit wurde Ahrensburg im ganzen Lande bekannt als Stadt, in der Steuergelder verschwendet werden mit Wissen von Verwaltung und Politik. Das aber ist nicht er einzige Fall in Ahrensburg, denn es gibt einen weiteren.

Seit rund zwei Jahren bezahlen wir Bürger für eine sogenannte „Stabsstelle Strategische Stadtentwicklung“ unter Leitung der vormaligen Bauamtsleiterin Angelika Andres. Und nach fast zwei Jahren hat Ahrensburg immer noch kein Konzept für ein Stadtmarketing vorliegen.

Ich habe keine Ahnung, wie hoch das Gehalt von Frau Andres ist. Ich schätze mal rund 5.000 Euro im Monat. Dazu kommen soziale Leistungen des Arbeitgebers, Bürokosten, möglicherweise Mitarbeiter in der Abteilung. Und Pensionsansprüche. Kurzum: Wenn ich hier mal pro Jahr rund 100.000 Euro ansetze, dann wären das nach zwei Jahren 200.000 Euro.

Und für was wurde und wird das Geld ausgegeben? Klar, für Frau Andres. Doch ihre Gegenleistung für dieses Geld ist mir nicht bekannt. Vielleicht könnte der Bund der Steuerzahler das ja mal recherchieren…? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. Oktober 2016

Merkwürdige Informationen über die U1 + Update

Pressemitteilungen können auch ungewollt lustig sein. So die Pressemitteilung der Hamburger Hochbahn, mit der Christoph Kreienbaum, Bereichsleiter Kommunikation und Pressesprecher, mich zu einer Pressekonferenz einlädt, um über das Ende der Ersatzbusse zwischen Großhansdorf und Volksdorf zu informieren.

Der Pressesprecher schreibt: „Am Freitag soll die erste U1 nach 16 Monaten wieder zwischen Großhansdorf und Volksdorf fahren. Gleichzeitig geht der barrierefreie Ausbau von insgesamt sechs Haltestellen auf dem nordöstlichen Ast der U1 in die heiße Phase.“

Das klingt für mich recht merkwürdig, denn mir war nicht bewusst, der die U1 zwischen Großhansdorf und Volksdorf über ein Jahr lang nicht gefahren ist.

Aber wundersam ist folgender Hinweis in der Pressemitteilung: „Am 21. September 2016 soll mit Betriebsbeginn um 4.32 Uhr die erste U-Bahn wieder von Großhansdorf in Richtung Hamburger Innenstadt fahren.“ Und wenn wir auf unseren Kalender blicken, dann ist heute bereits der 19. Oktober 2016 …

Update: Gerde hatte ich den voranstehenden Beitrag online geschaltet, da erreicht mich azcg schon eine weitere E-Mail der Hochbahn mit folgender Information:

„Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Kolleginnen und Kollegenin der Presseeinladung von gestern war noch ein Fehler enthalten. Selbstverständlich wird die U1 ab dem 21. Oktober wieder fahren.“

Mit freundlichem Gruß

Christoph Kreienbaum
Bereichsleiter Unternehmenskommunikation
Pressesprecher

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. Oktober 2016

Wirtschaftsförderin Christiane Link pilgert nach Mekka und veröffentlicht Werbetexte für Läden in Ahrensburg

Christiane Link, Wirtschaftsförderin der Stadt Ahrensburg und Herausgeberin des Info-Letters Ahrensburg360°, hat eine neue Ausgabe ihres Letters mit eigenem Porträtfoto erstellt. Darin berichtet die Herausgeberin über ein neues Herrenmoden-Geschäft in der Hagener Allee, das sie als „das neue Mekka für Männer“ bezeichnet, offenbar ein Hinweis für unsere neuen Mitbürger, die ihr Augenmerk bevorzugt nach Mekka richten. Und Christiane Link informiert über eine Fotografin, die umgezogen ist, über eine Großdruckerei in Ahrensburg, die nicht umgezogen ist, und ein Reisebüro, das Reisen nach Dänemark anbietet und weder neu noch umgezogen ist.

Frage: Haben Sie diesen Newsletter in Ihrem Briefkasten gefunden, liebe Mitbürger? Oder hat Ihnen jemand mitgeteilt, wo Sie ihn lesen können? Falls nicht, so frage ich mich: Warum fabriziert die Wirtschaftsförderin den Newsletter Ahrensburg360°, der diesen Namen trägt, weil sich in der Wirtschaftsförderung von Ahrensburg alles im Kreise dreht?!

„Liebe Leserinnen und Leser“, schreibt Frau Link über ihr „editorial“ (richtig: Editorial). Wer diese Leser und Leserinnen sind, lässt sich nicht erkennen. Auf jeden Fall sind es wieder die Mitarbeiter von der Firma Weiss Marketing in Hamburg, die für die „Umsetzung“ des Letters bezahlt wurden. Und weil diese Firma so toll ist, darf sie auch auf einer Veranstaltung von Frau Link auftreten und dort 30 Minuten lang über das Thema plaudern: „Der Kompass zu Ihren Wunsch-Kunden“. Die Teilnahme ist kostenfrei, sodass zu befürchten ist, dass die Veranstaltung aus der Stadtkasse finanziert wird. Die Anmeldung soll aber nicht bei Frau Link erfolgen, sondern bei Wilfried Voll, der offenbar ein Gehilfe von Christiane Link ist, die ihre Arbeit allein gar nicht schaffen kann.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 18. Oktober 2016

Asylanten: Ein Supermarkt findet billige Arbeitskräfte und Monika Veeh bejubelt das

Dass wir Menschen aus anderen Ländern aufnehmen müssen, die in ihrer Heimat um ihr Leben fürchten müssen, steht außer Frage. Und für diese Menschen sind in Deutschland staatliche Stellen zuständig. Die aber können oder wollen diese Arbeit nicht ausreichend machen, weshalb sich Bürger freiwillig um die Menschen kümmern, die zu uns geflohen sind. So weit, so gut. Oder schlecht, wenn Sie wollen.

aus: ahrensburg24

aus: ahrensburg24

Dann aber gibt es Helfer, die ihre Arbeit nicht stillschweigend machen, sondern die sich selber in den Medien profilieren möchten. Und das wirkt in meinen Augen immer wieder peinlich. Genauso wie Monika Veeh, die auf ihrem Werbeportal ahrensburg24 (gesponsert von der Stadt Ahrensburg) unverhüllt Werbung für einen Supermarkt in Ammersbek macht mit der Überschrift: „Integration in den Arbeitsmarkt: Zwei Flüchtlinge arbeiten im Ammersbeker Supermarkt“ – siehe die Abbildung!

Hintergrund: Der Edeka Supermarkt sucht dringend neue Mitarbeiter, wie man auf ahrensburg24 lesen kann. Da waren zwei Asylanten natürlich hochwillkommen. Und die dürfen nun ein Jahr lang dort ein Praktikum machen. Leben können sie davon nicht, denn: „Sie erhalten als Bezahlung einen kleinen Aufschlag auf die Grundsicherung in Höhe von 280 Euro monatlich.“ Ob sich daraus der gesetzliche Mindestlohn ergibt, weiß ich natürlich nicht.

Warum Frau Veeh daraus auf ihrem Werbeportal einen ellenlangen Beitrag macht, weiß ich auch nicht. Vielleicht ist es ein sogenanntes Advertorial, für das der Edeka-Markt bezahlt und Lilliveeh vergessen hat, „Anzeige“ darüber zu schreiben? So jedenfalls mutet der Beitrag an.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 17. Oktober 2016

1. Buch Abendblatt: Karikaturist karikiert Redakteur

Ich liebe Cartoons. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich eine umfangreiche Sammlung von Original-Zeichnungen bekannter Karikaturisten habe. Und deshalb freue ich mich, dass das Hamburger Abendblatt in seinem 1. Buch einen täglichen Cartoon druckt. Meistens ist der zum Lachen komisch. Manchmal aber auch nicht.

aus: Hamburger Abendblatt

aus: Hamburger Abendblatt

In der vergangenen Woche fand der Leser im Abendblatt eine Karikatur zum Thema Nobelpreis für Bob Dylan: Ein Mann kommt in eine Buchhandlung und möche „alle Bücher von diesem Bob Dylan“ haben – siehe die Abbildung!

Was ist daran komisch? Die einzige Komik, die ich erkenne: Ein Mann, der nicht weiß, wer Bob Dylan ist, der geht auch in keine Buchhandlung. Weil er gar nicht lesen kann.

Aber: Natürlich gibt es Bücher von Bob Dylan: Hörbücher. Darauf werden nicht nur seine lyrischen Texte von ihm selbst vorgetragen, sondern auch noch musikalisch untermalt. Außerdem: Es sind auch zwei gedruckte Werke von Bob Dylan erschienen, aber das muss ein Abendblatt-Redakteur ja nicht wissen.

Fazit: Der Redakteur vom Hamburger Abendblatt, der diese Karikatur ins Blatt gesetzt hat, macht sich damit selber zur Karikatur.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 16. Oktober 2016