Archiv für den Monat: April 2016

Stadtverordnete: Mehrheit für Weiterverkauf „Lindenhof“

Wenn Sie auf Szene Ahrensburg zurückblättern und zum Beispiel hier wie dort nachlesen, dann sind Sie im Thema „Lindenhof“. Und über dieses Thema wurde gestern in der Stadtverordneten-Versammlung diskutiert und abgestimmt. Dabei sorgten CDU & Grüne gegen die Stimmen der anderen drei Fraktionen dafür, dass der Lindenhof in die Hände eines Großinvestors fällt.

Alter und neuer Bürgermeister: Michael Sarach wurde gestern in seinem Amt bestätigt und vereidigt.

Alter und neuer Bürgermeister: Michael Sarach wurde gestern in seinem Amt für weitere sechs Jahre bestätigt und vereidigt.

Ich bin kein Politiker. Ich sitze also in keiner „nicht öffentlichen Sitzung“ hinter verschlossenen Türen und habe als Normalbürger nur einen Einblick, indem ich lese, höre und denke. Und nach Lesen und Hören  denke ich: Der gestrige Beschluss der Stadtverordneten ist eine ausgemachte Dummheit. Ohne Not wurde hier einem Geschäft zugestimmt, für das letztlich die Stadt und damit wir Bürger haften. Hier wurde zum Wohl von Investoren entschieden, nicht zum Wohle der Stadt. So, wie wir das ja schon beim Erlenhof erlebt haben und erleben. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. April 2016

Fisch & Bratkartoffeln: Zuerst bei Gosch in Hamburg und danach im Söbentein in Ahrensburg

Weil ich ein iPhone zur Reparatur bringen musste, fuhren wir in der vergangenen Woche ins AEZ nach Poppenbüttel. Und da es um die Mittagszeit herum war, beschlossen wir, eine Mahlzeit bei Gosch einzunehmen, dem Fischrestaurant. Und weil wir gern Fisch mit Bratkartoffeln essen, haben wir das auch bei Gosch bestellt.

Gosch: Bratkartoffeln, die den Boden der Pfanne nicht beruhrt haben!

Gosch: Bratkartoffeln, die den Boden der Pfanne  nicht berührt haben! Und den Gast auch nicht!

Was wir auf dem Teller serviert bekamen, das war Seegetier mit gekochten Kartoffelscheiben ohne Würze. Scheiben, die den Boden einer Bratpfanne so gut wie gar nicht berührt hatten, denn sie waren so gut wie gar nicht gebraten. Also ließen wir sie auf dem Teller liegen. Und als die junge Dame, die das Geschirr abräumte, fragte, ob wir zufrieden waren, monierte ich die Bratkartoffeln, die keine waren. Und weil wir das bei Gosch nicht zum ersten Mal erlebt hatten, empfahl ich der Mitarbeitern, das an die Küche weiterzugeben.

Ob sie das getan hat oder nicht, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass niemand zu uns an den Tisch gekommen ist, um sich zu entschuldigen. Und damit haben wir Gosch endgültig abgehakt. Fisch mit leckeren Bratkartoffeln können wir besser in eigener Küche zubereiten.

Weil gestern Sonntag war, beschlossen wir jedoch, die Küche kalt zu lassen, und mit unserer Tochter einen Besuch im neuen Ahrensburger Restaurant „Söbentein“ im „Hotel am Schloss“ zu machen. (Wobei ich gestehen muss, dass mir in Vergangenheit das Essen im Vorgänger „Riva“ nicht sonderlich zugesagt hatte.) Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. April 2016

Hier kocht Christiane Link: Der Lapsus mit dem Labskaus

aus: Ahrensburg360°

aus: Ahrensburg360°

Christiane Link sitzt im Ahrensburger Denkmal und macht dort schon seit Jahren denkwürdige Arbeit. Als Alibi ihrer Schaffenskraft gibt sie einen „Newsletter“ heraus mit dem Titel „Ahrensburg360°“, in dem die News so aktuell sind wie die Tageszeitungen aus vorangegangenem Monat. Und der Inhalt dieses Newsletters ist so spannend wie die Wasserstandsmeldungen aus Nordeutschland für die Eingeborenen der Bayerischen Berge.

Apropos Norddeutschland: Wer hier wohnt und sich auskennt, der kennt auch Labskaus. Und wer Labskaus nicht kennt, der sollte auch nicht darüber schreiben. Christiane Link jedoch, die Wirtschaftsförderin von Ahrensburg ist, behauptet, dass es im neuen Restaurant „Söbentein“ im „Hotel am Schloss“ angeblich „Lapskaus“ gibt. Sie schreibt:

So wird Labskaus also völlig neu interpretiert. Ja, liebe Mitbürger, wer sich schon im Kleinen nicht auskennt, wie soll der sich dann erst im Großen auskennen?! Und wieder fragt sich der Bürger: Guckt denn niemand dieser Frau auf die Finger, will meinen: Bevor so ein Newsletter im Namen der Stadt Ahrensburg veröffentlicht wird, muss doch mal jemand einen Blick drauf werfen, bevor die Verwaltung sich blamiert! Oder hat die Wirtschaftsförderin die volle Narrenfreiheit in der Stadt…?
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Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. April 2016

Gar nicht geil: Ahrensburger Freudenhaus schließt!

Das Freudenhaus in der Hagener Allee schließt. „Es ist“, so erzählte mir der Chef heute, „das einzige Freudenhaus in der Stadt gewesen, wo Männer reingehen konnten und alles anfassen durften, ohne dass sie dafür zahlen mussten“. Und welches Freudenhaus in Hamburg kann so etwas schon versprechen?

IMG_1934Doch, das Freudenhaus in der Europa-Passage kann das, denn das gehört zum Ahrensburger Freudenhaus. Und wenn letzteres die Stadt in wenigen Wochen verlässt, dann eröffnet es neu in Lübeck.

Im übrigen: Am schlechten Umsatz in Ahrensburg hat die Schließung nicht gelegen, erklärte mir der Ladeninhaber. Es gab eher personelle Probleme und irgendwas, so habe ich verstanden, war auch mit dem Mietvertrag.

Auf jeden Fall ist es immer schade, wenn ein origineller Laden in Ahrensburg schließt. Und nach dem Kindermoden-Laden ist das jetzt das zweite Geschäft in der Hagener Allee, das nach kurzer Zeit schon wieder das Weite sucht. Hoffen wir, dass ein attraktiver Nachmieter einzieht!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. April 2016

SPD-Eckert: Unter dem Deckmäntelchen der AWO die Stadt Ahrensburg entdecken

Lilliveeh vom Werbeportal ahrensburg24 (Partner: Stadtwerke Ahrensburg) informiert ihre Leser darüber, dass der Sozialverband und die Arbeiterwohlfahrt Ahrensburg eine zweieinhalbstündige Rundfahrt per Bus anbieten, „bei der Sie Einblicke in einige Stadtteile bekommen“. Und anschließend gibt’s Kaffee und Kuchen im Peter-Rantzau-Haus. So weit, so gut.

aus: ahrensburg24 (Partner: Stadtwerke Ahrensburg)

aus: ahrensburg24 (Partner: Stadtwerke Ahrensburg)

Und weiter heißt es im Werbetext: Jürgen Eckert, Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt in Ahrensburg und seit vielen Jahren als SPD-Politiker in der Ahrensburger Kommunalpolitik aktiv. Er führt durch die einzelnen Stationen der Busstopps und erläutert sie.“

Das bedeutet: Hier wird die Arbeit der Arbeiterwohlfahrt offiziell mit der politischen Wohlfahrt für die Ahrensburger SPD vermischt und sogar öffentlich auf dem Werbeportal bekanntgegeben. Frage: Ist das mit den Statuten der AWO eigentlich vereinbar…?

Es fällt schon seit längerer Zeit auf, dass der Stadtverordnete Jürgen Eckert seinen Job bei der AWO dazu benutzt, in seiner Eigenschaft als SPD-Politiker quasi „Werbefahrten“ für seine Partei und den Bürgermeister (SPD) durchzuführen. Könnte man das nicht als „Zuwendungen der AWO für die SPD“ betrachten…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. April 2016

Das ist neu: Haspa ZahnSchutz schützt vor Kosten

Wer seine Zähne schützt, also Zahnschutz betreibt, der pflegt die Beißerchen so, dass der Zahnarzt nicht mehr bohren muss. Dadurch reduziert man die Zahnarztkosten, völlig klar. Was der Zahnarzt natürlich nur ungern sieht, der Kunde und die Krankenkassen und -versicherungen aber durchaus positiiv betrachten.

Haspa ZahnschutzWie funktioniert der „Haspa ZahnSchutz“? Wenn ich die Anzeige richtig lese, dann sollen wir uns im Ahrensburger Schloss einfinden. Und dort auf eine Bank setzen, die Haspa heißt. Und dann erklärt uns die freundliche Dame im Bilde, wie wir unsere Zähne am besten schützen: Wie putze ich richtig? Wie verwende ich Zahnseide? Welche Zahncreme ist optimal für meine eigenen Zähne? Und eine Wartezeit gibt es nicht: Wer kommt, kommt sofort an die Reihe.

Warum das Programm im Schloss läuft? Keine Ahnung. Aber wenn es dort nicht laufen würde, dann dürfte die Haspa meiner Meinung nach das Schloss gar nicht für ihre Werbung verwenden! (Es sei denn, sie hat dafür gezahlt.)

Bleibt nur noch die Frage, ob der Haspa ZahnSchutz für alle Bürger gilt oder nur für die Kunden der Sparkasse. Auf jeden Fall gilt es für meine Frau und auch für unsere Tochter, die dort ein Mäuse-Konto hat und gerade im Zahnwechsel ist. Und so werden wir uns in der kommenden Woche aufmachen zum Ahrensburger Schloss, um dort der Haspa die Zähne zu zeigen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. April 2016

Wie der Wendler mal wieder gaaanz übel manipuliert

Heute war ich mit meiner Familie mal wieder im Hansapark an der Ostsee, was bei schönem Wetter und an einem Wochentag wie ein Kurzurlaub ist. Und nachdem ich gerade wieder nach Hause gekommen bin und den Leserkommentar von Britta S. gelesen habe, ist meine Erholung schon wieder verflogen.

Üble Manipulation (aus: Hamburger Abendblatt)

Üble Manipulation (aus: Hamburger Abendblatt)

Britta S. schreibt: „Die Stormarnbeilage schreckt auch vor plumpen Unwahrheiten und Tatsachenverdrehungen nicht zurück, um den Lesern die Position des Bürgermeisters und der Investoren unterzujubeln. In der heutigen Stormarnbeilage findet sich eine riesige Luftaufnahme des Lindenhofparkplatzes. Auf diesem Bild sind kaum parkende Autos zu sehen. Ein solches Bild kenne ich nur von den frühen Sonntagsstunden, in denen niemand zur Arbeit und zum Einkaufen in die Stadt fährt. Und darunter steht folgender Text: „Immer wieder entbrennt Streit um das Projekt wegen der Parkplätze. Dabei ist das Lindenhof-Areal an der Bahnhofstraße/Hagener Allee selten voll ausglastet.“ Tatsächlich ist aber der Platz in der Regel voll belegt, sobald die Läden in der Innenstadt öffnen. Mit dieser Manipulation in Wort und Bild wird die Parteinahme der Stormarnbeilage für die Verwaltung und die Investoren offenkundig. Als Bürger bekommt man in Ahrensburg zunehmend den Eindruck, von einem Netz von „Gefälligkeiten“ umgeben zu sein, bei dem die Stormarnbeilage eine zentrale Rolle spielt.“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. April 2016

Der Lindenhof scheint nun doch kein Blindenhof zu werden

Nach der gestrigen Sitzung vom Bau- und Planungsausschuss habe ich heute den ganzen Tag lang gewartet. Worauf? Auf eine Flasche Champagner und einen Blumenstrauß. Beides, so hatte ich gedacht, würde mir heute ein Bote vom Stadtforum ins Haus bringen, aber – haste gedacht!

Hab' ich mir heute selber gekauft: Blumen & Champagner

Habe ich mir heute selber zur Belohnung geschenkt: Blumen & Champagner

Der Grund für meine Erwartung ist mein Blog-Eintrag vom 4. November 2014. Und wenn Sie den noch einmal lesen, dann werden Sie erkennen: Ich war der erste, der sofort nach Bekanntgabe der Planungen für das Lindenhof-Gelände warnend den Finger gehoben und in die Wunde gelegt habe. Stichwort: Parkplätze.

Ich hatte damals gefragt, ob hier nicht nur die Parkplatze, sondern auch der Verstand weg ist. Diese Frage habe ich anschließend gebetsmühlenartig wiederholt. Und siehe hier: Gestern Abend haben die Politiker im Bau- und Planungsausschuss schon mal gezeigt, dass sie ihren Verstand nicht völlig verloren, sondern nur 17 Monate lang auf Eis gelegt hatten. Nun haben sie erkannt, dass es so nicht geht, wie der Investor, der potentielle, sich das so vorgestellt hat in seiner unendlichen Profitgier.

Warten wir also mal ab, wie das Spiel um den Lindenhof weitergeht. Meine Empfehlung: Das ganze Projekt erst einmal ad acta legen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. April 2016

Stormarn-Beilage: Auflage runter, Schleichwerbung rauf

Wenn ein Quartal zu Ende gegangen ist, veröffentlicht die IVW die Auflagenzahlen von Zeitungen und Zeitschriften. Das ist aktuell wieder mal der Fall, und deshalb gebe ich Ihnen den Überblick der Auflage der Stormarn-Beilage im Vergleich des 1. Quartals 2016 zum 1. Quartal 2015. Sie erkennen auf einen Blick: Über 500 Käufer pro Tag haben sich von dem Blatt verabschiedet. Und was richtig gestiegen ist, das ist die Zahl der Remittenden: 1.099 Exemplare kamen im Durchschnitt pro Tag vom Handel zurück an den Verlag.

Trotzdem (oder vielleicht gerade darum) setzt die Redaktion die Schleichwerbung fort. Corpus delicti: In der heutigen Ausgabe findet der Leser in der Rubrik „Das ist los in Stormarn“ am Ende der Reihe eine Werbung. Und diese Anzeige ist mal wieder nicht als Anzeige gekennzeichnet, aber vermutlich ist hier auch kein Geld geflossen sondern vielleicht Wein, denn es handelt sich um eine bezahlte Weinprobe in einem Laden. Was vergleichbar wäre, würde sky im CCA einen Wurststand im Foyer aufmachen, wo man für 10 Euro Würste probieren könnte.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. April 2016

Der Schirmherr des Guten: Michael Sarach will Kinder und Behinderte zum Laufen für Flüchtlinge animieren

Kinder und auch Behinderte sollen Sponsoren suchen und dann laufen, damit die Sponsoren zahlen. Und das Geld soll für Flüchtlinge gespendet werden. Warum die Sponsoren nicht zahlen, ohne dass Kinder und Behinderten dafür laufen müssen, verstehe ich nicht. Wenn arme Mitmenschen sich Nahrung bei der „Tafel“ holen, dann muss doch auch niemand dafür um den Rathausplatz rennen, oder…?

aus: MARKT; Sprechblase: Szene Ahrensburg

aus: MARKT; Sprechblase: Szene Ahrensburg

Wie schon beim Benefiz-Konzert für Flüchtlinge übernimmt auch hier der „Gut gemacht!“-Bürgermeister wieder die „Schirmherrschaft“ und hält seinen Kopf in die Kamera der Presse. Davon, dass er selber mitläuft oder als Sponsor für einen Lauf bezahlt, davon steht nichts im MARKT. Hat der Herr Sarach in der ihm eigenen Selbstbescheidenheit wohl vergessen zu erwähnen.

Bemerkenswert: Bei der Benefiz-Aktion von Felizitas Thuneke sind geschätzte 6.000 Euro bis heute nicht bei den Flüchtlingen angekommen. (Oder haben Sie inzwischen etwas anderes gehört?) 6.ooo Euro, wie gesagt. Und für 6.000 Euro  müssen kleine Kinder lange laufen und Rollstuhlfahrer lange rollen. Aber auch das ist kein Thema für den MARKT.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. April 2016