Lindenhof-Planung: Parkplätze weg, Linden weg, Verstand …

Rund 50 Bürger waren heute Abend in die Stadtbücherei gekommen, um zu schauen, was dort auf dem Lindenhof-Grundstück nun genau passieren soll. Die Investoren stellten sich vor, und ein Herr aus dem Architekten-Büro, das mit seinem Vorschlag bei dem Wettbewerb gesiegt hat („mit sehr klarer Mehrheit“), erläuterte den Gebäudekomplex.

Der Entwurf der Sieger

Der Entwurf der Sieger

Um es kurz zu machen: Der Entwurf der Hamburger Architekten mag zwar gelungen sein, in meinen Augen aber hat das geplante Bauwerk in solcher Dimension etwas Bedrohliches an diesem Ort. Ähnlich wie das CCA in der Rampengasse. Und einige der alten Linden sollen dabei auf der Strecke bleiben, sprich: der Säge zum Opfer fallen. Es sei denn, der Artenschutz muss berücksichtigt werden, was meint: In einem dieser Bäume ist das Nest eines Vogels, der vorm Aussterben geschützt werden muss. Also so einer wie der berühmte Wachtelkönig. Aber der brütet ja nur ebenerdig und ist in Ahrensburg bereits ausgestorben. 😉

Und so sehen Sieger aus

Und so sehen Sieger aus (3. von links der Bürgermeister)

Doch Scherz beiseite, denn dazu ist die Lage zu ernst. Nämlich die Verkehrslage. Ich weise an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin: Der Parkplatz Lindenhof ist bald Vergangenheit. Der Investor hat nur Tiefgaragenparkplätze für Hausbewohner im Plan. Wo die bisherigen Fahrzeuge vom Lindenhof parken sollen, bleibt im Dunkel. Und wo die Autos von Besuchern und Kunden  der neuen Praxen, Büros und des Cafés parken sollen, weiß allein … niemand.

Wir erinnern uns: Der Käufer des Grundstücks hat von der Stadt einen erheblichen Nachlass auf den Kaufpreis bekommen, weil er dafür Parkplätze in unmittelbarer Nähe errichten soll. Davon war heute keine Rede mehr. Der Architekt gab sich unwissend; und die Investoren schwiegen lieber genauso wie die Herren von der städtischen Verwaltung, die ja dazu etwas hätten sagen müssen.

Hinweisschild in der Stadtbücherei

Hinweisschild in der Stadtbücherei

Für mich ist das ein Gruseln für die Läden in der Innenstadt. Denn Parkplätze, die wegfallen, bedeuten Kunden, die wegfahren. Zum Beispiel in die Läden und Cafés am Rande der Stadt. Oder nach auswärts. Aus meiner Sicht ist es unverantwortlich von der Stadtverwaltung, dieses Problem nicht sehen zu wollen. Das gilt auch für Politiker, die dem Bauvorhaben ohne Parkplätze zustimmen: Wollen sie die Kunden mit Gewalt aus der Innenstadt vertreiben…?

Ich selber habe regelmäßig auf dem Lindenhof-Parkplatz geparkt, wenn ich zur Post musste oder zu meiner Bank in der Hagener Allee. Später werde ich dann wohl notgehorchend zum Postschalter bei famila fahren. Und nur noch mit EC-Karte bezahlen, weil das Abholen von Bargeld erschwert wird. Und wenn dann auch noch der Parkplatz Alte Reitbahn bebaut wird nach gleicher Methode – dann gute Nacht, mein liebes Ahrensburg!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. November 2014

27 Gedanken zu „Lindenhof-Planung: Parkplätze weg, Linden weg, Verstand …

  1. Uwe John

    … und Kunden weg. Mir hat ein Politiker geschrieben, dass der Lokschuppen aufgestockt werden soll. Wann konnte er mir nicht mitteilen. Und aus meiner beruflichen Erfahrung weiß ich, dass nichts so scheu ist, wie ein Kunde. Und wenn er erst einmal weg ist, kommt er auch nicht mehr zurück. Also, ich bleibe dabei – Ahrensburg trocknet sich aus. Grüße Uwe John

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      …wobei der Alte Lokschuppen weniger mit Innenstadt-Kunden zu tun hat, sondern mehr mit Leuten, die aus Ahrensburg wegfahren! Aber die Frage, die sich stellt: Wo parken die Autos aus dem Lokschuppen während der Bauzeit? Vielleicht in der Tiefgarage vom Rathaus…?

  2. Sabine Heinrich

    So ein überdimensionierter Klotz soll nun also auch noch – ohne Rücksicht auf Anwohner, Geschäftsleute und die Natur – in das ehemals hübsche Städtchen Ahrensburg hineingesetzt werden! Und wenn das Ding dann steht, reiben sich – wie vor Jahren im Zusammenhang mit dem niedlichen CCA bzw. dem gegenüberliegenden Gebäude geschehen – die Verantwortlichen die Äuglein und gestehen, dass sie sich – trotz Einsichtnahme in die Baupläne – dieses Bauwerk sooo hoch nicht vorgestellt haben.
    Ahrensburg schafft sich ab – bzw. die verantwortlichen Politiker die Stadt! Traurig!
    S.H.

    PS. Ich vermisse die von umfangreichem Hintergrundwissen und Engagement geprägten Kommentare von Herrn Lange.

  3. Tom

    Es ist wie immer ,solange Bürgermeister und gefolge ihren Presseauftritt haben ist lles in bester Ordnung.
    Traurig ist ,wir Bürger dürfen mit den Ergebnissen ihrer entscheidungen leben. Keiner dieser „Politiker“ macht sich innerhalb ihrer Amtszeit auch nur n „Furz“ gedanken um uns Bürger doch wenn es an die Neuwahlen geht ,dann kann die Aufmerksamkeit ,Was will/braucht der Bürger gar nich groß genug sein.
    Warum wird diesem Architekten nicht gleich die Baugenehmigung entzogen ,aufgrund nicht eingehaltener Zusagen (Parkplatz) ? Ahrensburg wird immer „unteteressanter “ ob nu für Alte oder neu Ahrensburger .Überall wo Parkplätze waren und Wohn bzw Bürogebäude entstanden sind mangelt es an Parkplätzen.
    Wo zum Geier sollen Besucher denn noch Parken ,Wenn sie dann mal nach Ahrensburg kommen ????
    Ich schließe mich meinen vorrednern an und sage Traurig Traurig.

    1. Jochen Proske, SPD

      Die SPD-Fraktion hat sich mehrfach dafür ausgesprochen, das Thema frühzeitig öffentlich zu behandeln. Uns wurde gesagt: es gebe schützenswerte Interessen der Stadt und des Investors in den laufenden Verhandlungen, deswegen müsste das Vertragswerk im nicht-öffentlichen Teil der Stadtverordnetenversammlung diskutiert und beschlossen werden. Wir hingegen waren der Meinung, dass es schützenswerte Interessen der Ahrensburger Bürger gebe und deswegen müsste ein dermaßen zentrales Projekt auch öffentlich diskutiert werden. Für dieses Ansinnen haben wir keine Mehrheit gefunden.
      Also wurde hinter verschlossenen Türen diskutiert und entschieden. Diese Nicht-Öffentlichkeit ist übrigens immer noch bindend. Ich darf Ihnen nicht mitteilen, wer wie abgestimmt hat, obwohl es eine namentliche Abstimmung gab. Das einzige, was ich öffentlich sagen darf ist, dass ich selbst den Vertrag und das Projekt abgelehnt habe. Aber der Vertrag hat eine Mehrheit gefunden und ich bin nach wie vor der Meinung, dass das ein sehr schlechtes Geschäft für Ahrensburg ist.
      Was folgt aus dem: Bitte schreiben Sie, Herr Dzubilla und Sie, werte Kommentatoren, nicht von „den Politikern“. Fragen Sie gerne jeden einzelnen Stadtverordneten, wie er abgestimmt hat und wenn Sie – in diesem Fall berechtigterweise – mit der Mehrheitsentscheidung nicht einverstanden sind, dann nennen Sie diejenigen, die dafür die Verantwortung tragen, beim Namen!

      1. Sabine Heinrich

        Danke für Ihre ausführliche Stellungnahme, Herr Proske! Ich danke Ihnen, dass Sie zu denen gehören, die dieses Mammutprojekt abgelehnt haben!
        Was mich wirklich zutiefst erschreckt, ist die Tatsache, dass die Bürger Ahrensburgs ganz gezielt im wahrsten Sinne des Wortes „vor der Tür gelassen“ und allen Volksvertretern ein Maulkorb verpasst wurde. Warum? Weil es einigen Volksvertretern vielleicht doch unangenehm gewesen wäre, dazu zu stehen, sich für dieses Lindenhof-Monstrum entschieden zu haben?
        Ihr Vorschlag, die einzelnen Stadtverordneten zu fragen, wie sie abgestimmt haben, erscheint mir zunächst als hilfreich. Zunächst. Müssen sie mir aber Auskunft darüber erteilen, wenn ich sie anrufe/anmaile? Zudem noch, da ich nicht Ahrensburgerin bin, sondern mich „nur“ der Stadt sehr verbunden fühle?
        Ist es nicht umgekehrt viel sinnvoller, wenn sich zumindest die Stadtverordneten zu erkennen geben, welche gegen das Projekt waren? Natürlich auch gern die Befürworter, damit ich als Bürgerin diese Entscheidung nachvollziehen kann und nicht erneut mit dem unguten Gefühl zurückbleibe, dass es wieder einmal nur um Geklüngel und größtmöglichen Profit für einige wenige geht.

      2. Ahrensbürger

        Moooooment mal!

        Ich erfahre: „es gebe schützenswerte Interessen der Stadt und des Investors in den laufenden Verhandlungen“, und ich fragte: Gab es keine schützenswerten Interessen der Bürger? Das Grundstück gehörte doch schließlich uns Bürgern – wieso wurde das Ganze dann „nicht öffentlich“ verhandelt??? Und wer hat das so bestimmt? Vielleicht der Bürgervorsteher? Oder der Bürgermeister? Aber mit welchem Recht…?

        Ne, Leute, hier ist wieder mal was „im Hinterzimmer“ ausgeküngelt worden, was wir Bürger erst erfahren sollen, wenn alles in trockenen Tüchern ist – für den Investor! Und der bekommt 800.000 Euro (?) Preisnachlass mit der Aufgabe, davon Ersatzparkplätze zu errichten – warum nicht in einer zweigeschossigen Tiefgarage?! Das hat der Investor bis heute aber nicht getan, geschweige denn überhaupt vermittelt, wo die Ersatzparkplätze denn entstehen werden. Also ist der Kaufvertrag nicht erfüllt worden. Höchste Zeit, dass er von der Stadt gekündigt wird!

        Wir Bürger brauchen keine neuen Läden, denn der Leerstand in der City ist jetzt schon unübersehbar. Und wir brauchen kein weiteres Café, sondern wir brauchen Parkplätze, um in die bestehenden Läden und Cafés zu kommen. Da haben es die Stadtverwalter und die Stadtverordneten bequemer: Sie parken in der Rathausgarage. Folglich haben sie überhaupt keine Vorstellung davon, was es für den gemeinen Bürger bedeutet, in der Innenstadt (besonders an Markttagen!) einen Parkplatz zu finden.

        1. Jochen Proske, SPD

          Kurze Anmerkungen:
          * ich habe noch nie (in Worten nie) in der Tiefgarage unter dem Rathaus geparkt.
          * die Nicht-Öffentlichkeit der Beratung und Beschlussfindung wurde mit Hinweis auf § 35, 1 der Gemeindeordnung festgelegt. Nachzulesen unter http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/portal/t/qim/page/bsshoprod.psml/action/portlets.jw.MainAction?p1=1h&eventSubmit_doNavigate=searchInSubtreeTOC&showdoccase=1&doc.hl=0&doc.id=jlr-GemOSH2003V21P35&doc.part=S&toc.poskey=#focuspoint
          * die SPD-Fraktion argumentierte (erfolglos) mit dem Hinweis, dass wesentliche Vertragsinhalte bereits zuvor in der Presse veröffentlicht worden waren.

  4. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    die Stadt verfügt noch immer über den Sportplatz mit dessen Randanlagen. Wenn dieser Sportplatz nun endlich, wie einst geplant, nach Beimoor Süd neben die Schützengilde verlagert werden würde, könnte auf diesem Sportplatzgelände statt eines kostenträchtigen Stadtparks ein großer einnahmeintensiver Parkplatz in Innenstadtnähe errichtet werden. Oder soll dort irgendwann Hochhausbebauung ohne Parkplätze erfolgen?
    Und meine Meinung zu der beschlossenen Lindenhofbebauung ist ätzend. Über den Erlenhof wurde viele Jahre debattiert und es ist etwas für Reiche herausgekommen. Über den Lindenhof wurde nicht so lange debattiert und es ist etwas für die Investoren wie beim CCA herausgekommen. Warum unterliegt immer der Bürger? Wird die Reitbahn auch so verschachert werden?
    Mit unfreundlichen Grüßen (Sie verstehen, wie ich das meine)
    Wolfgang König

  5. Observator

    Hallo!
    Typisch für das Ahrensburger Völkchen ist: Die Bürger nehmen das Vorhaben nur am Rande zur Kenntnis. Erst hinterher, wenn alles fertig ist, sprich: das Kind in den Brunnen gefallen ist, dann ist das Geschrei groß – siehe auch City Center!

  6. Hermann Jochen Lange

    Hallo Frau Heinrich,

    stellen wir beide uns vor, wir schnappen uns am Mittwoch auf dem Wochenmarkt
    zwei leere Obstkisten, stellen sie mitten auf den Rathausplatz und wir uns drauf, um sodann unsere fragende Botschaft rauszubrüllen: Was passiert ?
    a)
    Herr Sarach lässt kurz die Curry-Wurst sinken, um müde lächeln zu können.
    Er weiß, dass ihm sein Stadtjustiziar T. Reich treu zur Seite steht – komme was das wolle – und da kam und kommt viel.
    b)
    Die Polizei kommt und fragt nach einer Genehmigung: Da könnte ja jeder Demokrat kommen und öffentlich laut quälende Fragen stellen. Wo kämen wir da hin ?
    c)
    Marktbeschicker haben uns bereits Bananen ins Protestmaul gedrückt:
    Wir seien geschäftsschädigend.
    d)
    Herr Dzubilla kommt und erklärt, das würde nicht zum Thema passen.
    e)
    Aber Dzubillas Kommentator J.P. Kirchhoff mahnte bereits am 2.11.14: „Bürger, seid wachsam“:
    Er hat nicht bemerkt, dass Ahrensburger Bürger gerne schlafen – später kaufen sie Lauch und Möhren ein – warum sollten sie zuhören ?
    WIR haben doch schließlich einen Parkplatz !
    f)
    Stadtverordnete kommen nicht vorbei, weil sie in Sitzungen ihre die Partei erhaltende Strategie und Taktik erfinden müssen: Bis zur nächsten Wahl stören die Bürger nur – lasst sie protestieren !
    g)
    Und die „Familie“ kommt auch nicht, weil sie in ihrem Hinterzimmer kein Bürger-Gebrüll hört.
    Es scheint, die „Familie“ kann gar nicht hören ?
    h)
    usw.

    HJL

  7. Frau Behnemann

    Moin, Moin! Ich kann mich zwar täuschen, aber ich glaube, dass ich heute früh auf dem Lindenhof-Gelände einen Vogel gesehen habe, von man bislang glaubte, er wäre längst ausgestorben: eine Dronte! Und wenn ich es richtig erkannt habe, dann hat diese Dronte ein Nest auf einer Linde am Rande des Grundstücks gebaut! Frage an die Tierschützer: Geht Dronte auch statt Wachtelkönig? Oder müssen wir erst den Munschelläufer auf den Lindenhof-Parkplatz versetzen, damit das Grundstück unangetastet bleibt? Mit fragendem Gruß! Frau Behnemann

    1. Sabine Heinrich

      Kicher – die Kreuzung aus Drohne und Ente? Absolut einmalig und daher schützenswert! Die war es also, welche ich erst gestern nahe des Geländes erblickt habe! Haben Sie denn schon BUND usw. informiert?
      Ich denke schon, dass der Schutz der Dronte Schlimmes verhindern kann – und Herr Wolke (Muschelläufervater) wird bestimmt nichts dagegen haben, wenn sein Werk – einem guten Zweck dienend – seinen Standort wechselt.

      1. Frau Behnemann

        Nein, meine liebe Frau Heinrich, die Dronte ist keine Kreuzung, sondern reinrassig – guckst Du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Dodo Sie galt bis jetzt als ausgestorben – bis jetzt…! Dass sie plötzlich in Ahrensburg aufgetaucht ist und sogar fliegen kann, grenzt wirklich an ein Wunder der Natur. Und Naturwunder sind schützenswert! 😉

        1. Sabine Heinrich

          Das habe ich interessiert zur Kenntnis genommen – ich lerne gern dazu! Ich habe tatsächlich gedacht, es handele sich um einen Scherz.
          Dennoch – „meine liebe Frau Heinrich“ – nö, das bin ich nicht, und DU – bitte erst nach der ersten Begegnung in gegenseitiger Absprache!
          Auf die Dronte! 🙂
          S.H.

  8. Uwe John

    Hallo Herr Proske, es ist schon krank, was sich in Ahrensburg in der Politik abspielt. Bürgerbeteiligung – nein danke. Und da ist es auch kein Wunder, wenn die Bürger zu Hause bleiben, weil sie wissen – sie können doch nichts bewegen. Ich kann Sie verstehen, wenn Sie nicht das Abstimmungsverhalten der Politiker nennen wollen – nicht dürfen. Wie sollen wir aber dann bei der nächsten Wahl die Parteien, die Politiker bewerten? Bitte geben Sie mir – über Herrn Dzubilla – die Namen der Politiker auf, die ich befragen kann und werde. Danke! Grüße Uwe John.

  9. Wolfgang König

    Hallo, Herr Ahrensbürger,
    die Ahrensburger Bürger bewegt das Geschehen nur am Rande, solange ihnen nicht unmittelbar in die Tasche gegriffen wird. Das Thema Lindenhof ist doch schon gelaufen. Die Vorstellung vor nur ca. 40 Bürgern mit Sand in den Augen ist eine Farce. Wenn etwas an dieser Planung geändert werden soll, dann bedarf es wieder mutiger, opferbereiter Bürger, die mit Namenslisten auf Stimmenfang gehen.

  10. Martens

    Es macht mich nachdenklich, dass nur ein einziger Interessent sein Interesse für das Grundstück bekundet haben soll. Wurde das Areal nicht landes- oder europaweit ausgeschrieben? Und falls nein: warum nicht? Und warum hat man es in einem Stück verkauft – hätte mans nicht auch teilen können? Wo bleiben die Abfallcontainer, die dort heute stehen? Warum müssen einige der Linden unbedingt gefällt werden? Und warum musste das Grundstück ohne Not verkauft werden? Oder gibt es eine städtische Notlage … Schulden…?

  11. A.Puk

    Hallo Herr Dzubilla,

    gestern war Sitzung des BPA. Ich hatte anliegende Fragen vorgelesen, die laut Verwaltung und Vositzenden unter TOP 12 (Lindenhof) beantwortet werden sollten. Dann wurde TOP 12 auf Antrag von Frau Löwer abgesetzt und auf die übernächste Sitzung verschoben. Mal sehen, ob die Beantwortung der Fragen eines Ahrensburger Bürgers auch verschoben werden. Ich hatte nach der Absetzung des TOP 12 noch um Beantwortung meiner Fragen mit dem Protokoll der Sitzung gebeten. Da das ganze Lindenhofprojekt offensichtlich ein Geheimprojekt ist und den Bürgern nur das fertige Ergebnis präsentiert wird, habe ich allerdings Zweifel an einer zeitnahen Antwort der verwaltung
    Fragen:
    1. Wieso beschleunigtes Verfahren?

    2. Warum keine Umweltprüfung?

    3. Stimmt es, daß im Zusammenhang mit der Bebauung des Lindenhof mehrere Bäume in der Wilhelmstraße gefällt werden (ganze Reihe)?

    4. Trifft es zu, daß der neue Gebäudekomplex höher sein wird als die Stadtresidenz bzw. das bestehende Wohngebäude an der Wilhelmstraße?

    5. Trifft es zu, daß es für die wegfallenden öffentlichen Parkplätze auf dem Lindenhof keine adäquaten Ersatzplätze geben wird?

  12. Lorenz

    Ich weiß gar nicht, was das ganze Geschrei soll?
    Parkplätze in der Innenstadt gibt es doch zu Hauf.
    Zwischen der Sparkasse und dem Kaufhaus Nessler sind so viele Parkplätze für Räder, die selbst an Makrttagen nie übermäßig frequentiert werden.

    1. Pippi Langstrumpf

      Genau. Und wer wie ich auf dem Pferd zum Wochenmarkt reitet, der darf das auf dem Stormarnplatz anleinen, denn Zirkuspferde dürfen dort ja auch grasen. Und wozu eigentlich hat das Rathaus eine Tiefgarage? Der Fahrradständer vor dem Eingang sollte doch genügen, da ja viele Radfahrer gar nicht mit dem Rad fahren. 😉

  13. Uwe John

    Hallo Herr Proske, leider funktioniert der Link bei mir nicht, warum auch immer. Bitte schreiben Sie mir, in welchem Ausschuss geheim über den Lindenhof abgestimmt wurde, damit ich dann aktiv werden kann. Wenn Sie mir auch noch das Datum der Sitzung aufgeben könnte? Danke. Gruß Uwe John

  14. Uwe John

    Hallo Herr Proske, offensichtlich ist Ihr Link nicht vollständig. Bitte, in welchem Ausschuss wurde geheim angestimmt? Gruß Uwe John

    1. Jochen Proske

      Guten Morgen Herr John,
      nicht-öffentlich wurde in der Stadtverordnetenversammlung beraten und abgestimmt. Wenn Sie auf die Homepage der Stadt gehen, dann den Bürger und Stadt, dann den Reiter Politik, dann links Bürgerinformationssystem und schließlich Mandatsträger klicken bekommen Sie eine Übersicht über alle Mandatsträger inkl. Kontaktdaten.
      Viele Grüße
      Jochen Proske

  15. Wolfgang König

    Es ist schon bei ganz unbedeutenden Abstimmungen die namentliche Abstimmung durch Stadtverordnete gefordert worden.
    Sicherlich kann die namentliche Abstimmung auch bei Abstimmungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit erfolgen. Diese kann dann möglicherweise auch später eingesehen werden. Und warum sollte die namentliche Abstimmung nicht von Bürgern in der Bürgerfragestunde zu bestimmten TOP gefordert werden können? Damit würde die Stadtverordnetenversammlung die gepriesene Bürgernähe beweisen. Fraktionsverhalten wäre dann nachvollziehbar. Es sollte die namentliche Abstimmung generell eingeführt werden.
    Die Container vom Lindenhof könnten zum Beispiel gut erreichbar in der Hagener Allee neben dem Brunnen, auf dem Rondeel neben dem Muschelläufer, in der Rathausstraße oder vor dem Rathaus aufgestellt werden.
    Mit stimmigen Grüßen
    Wolfgang König

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