SPD-Eckert: Unter dem Deckmäntelchen der AWO die Stadt Ahrensburg entdecken

Lilliveeh vom Werbeportal ahrensburg24 (Partner: Stadtwerke Ahrensburg) informiert ihre Leser darüber, dass der Sozialverband und die Arbeiterwohlfahrt Ahrensburg eine zweieinhalbstündige Rundfahrt per Bus anbieten, „bei der Sie Einblicke in einige Stadtteile bekommen“. Und anschließend gibt’s Kaffee und Kuchen im Peter-Rantzau-Haus. So weit, so gut.

aus: ahrensburg24 (Partner: Stadtwerke Ahrensburg)

aus: ahrensburg24 (Partner: Stadtwerke Ahrensburg)

Und weiter heißt es im Werbetext: Jürgen Eckert, Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt in Ahrensburg und seit vielen Jahren als SPD-Politiker in der Ahrensburger Kommunalpolitik aktiv. Er führt durch die einzelnen Stationen der Busstopps und erläutert sie.“

Das bedeutet: Hier wird die Arbeit der Arbeiterwohlfahrt offiziell mit der politischen Wohlfahrt für die Ahrensburger SPD vermischt und sogar öffentlich auf dem Werbeportal bekanntgegeben. Frage: Ist das mit den Statuten der AWO eigentlich vereinbar…?

Es fällt schon seit längerer Zeit auf, dass der Stadtverordnete Jürgen Eckert seinen Job bei der AWO dazu benutzt, in seiner Eigenschaft als SPD-Politiker quasi „Werbefahrten“ für seine Partei und den Bürgermeister (SPD) durchzuführen. Könnte man das nicht als „Zuwendungen der AWO für die SPD“ betrachten…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. April 2016

12 Gedanken zu „SPD-Eckert: Unter dem Deckmäntelchen der AWO die Stadt Ahrensburg entdecken

  1. Drollinger

    Hallo miteinander!

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch andere politische Parteien mit dem Bus der AWO eine Stadtrundfahrt zu den Brennpunkten machen und anschließend im Peter-Rantzau-Haus Kaffee und Kuchen kredenzen darf. Wäre ja auch noch schöner, falls nicht!

    Grüße, Drollinger

  2. Sabine Heinrich

    Was kostet die Teilnahme an so einer Tour eigentlich? Darüber konnte ich nirgendwo etwas finden.
    Falls die Tour kostenlos ist, würde ich gern wissen, wer sie finanziert. Die AWO? Die SPD?
    Ja ja, ich weiß: Allein diese Frage wird sicherlich von manchen als Provokation aufgefasst – sei’s drum! 😉

  3. Hans Wurst

    Es ist doch sehr interessant, dass Herr Eckert die Stadtrundfahrt zu Ahrensburger“Brennpunkte“ unternimmt.
    Habe ‚mal schnell Wikipedia zu sozialen Brennpunkt hinzugezogen:“Heute wird der Begriff in der sozialwissenschaftlichen Literatur für lokale Exklusionsbereiche verwendet.[2] Diese entstehen in räumlich abgegrenzten städtischen Wohngebieten, in denen Bewohner überdurchschnittlich mit Defiziten wie Einkommensarmut, Integrationsschwächen und Arbeitslosigkeit sowie Netzwerkarmut konfrontiert sind. Weitere Ursachen sind Fehlplanungen im Städtebau und der Wohnungsbaupolitik. Da der Begriff zu einer weiteren Stigmatisierung führen kann, wird offiziell zunehmend auf Begriffe wie „benachteiligtes Quartier“ oder „Stadtteil mit besonderem Entwicklungsbedarf“ zurückgegriffen.[3] Im öffentlichen Bewusstsein ist der Begriff „sozialer Brennpunkt“ oft mit Vorstellungen von höherer Kriminalität oder Verwahrlosung verknüpft, was zu einer weiteren Benachteiligung führen kann. …“ Na, wenn da nicht einer verbal ein EIgentor schießt.
    Eigentlich müßte man sich den Spaß gönnen und Herr Eckert ein paar kritische Fragen während der Busfahrt stellen.

    1. Wolf K.

      Von sozialen Brennpunkten hat kein Mensch gesprochen (ausser Hans Wurst), es geht doch um spannende Brennpunkte der Ahrensburger Stadtentwicklung. Wie war das doch gleich mit der Manipulation?

      1. Frau Behnemann

        @Wolf K. ––– Frau Veeh schreibt: „Die Alte Reitbahn, der Lindenhof, die Zukunft des Badlantics, der Erlenhof, Kindergärten, Schulen, Gewerbegebiete und die Unterbringung von Flüchtlingen sind die Themen.“ Und das, sehr geehrter Wolf K., sind nicht nur Brennpunkte in unserer Stadt, sondern es sind durchaus auch soziale Brennpunkte.

    2. Harald Dzubilla Artikelautor

      Kritische Fragen an SPDAWO-Eckert würde ich nicht stellen! Denn womöglich bringt Eckert seinen Sieger-Genossen Reuber (SPD) mit (siehe Abbildung von der AWO-Homepage Ahrensburg unten links!). Der ist nämlich auch bei der AWO und bildet mit seinem Kollegen Eckert ein Viertel der SPD-Stadtverordneten in Ahrensburg.

      Und wenn Sie etwas Kritisches zu Eckerts Ausführungen sagen, dann müssen Sie damit rechnen, dass der Jurist Reuber ihm zu Hilfe eilt und einen Leserbrief in der Stormarn-Beilage veröffentlichen lässt (Beispiel siehe Abbildung unten rechts!), wo er „sachlich“ über „schäbige, widerliche und menschenverachtende Machenschaften“ geschrieben hat und dazu meint, dass „Blogwarte“ die richtige Bezeichnung für kritische Bürger ist. Also: Vorsicht, Hans Wurst, bei diesen Leuten ist mit allem zu rechnen!!

      1. Volksdorfer

        Ist dieser radikale Leserbrief vom Ahrensburgr SPD-Stadtverordneten Achim Reuber tatsächlich veröffentlicht worden? Falls ja: Eine schäbige, widerliche und menschenverachtende Machenschaft. Wenn das der Linie der Ahrensburger SPD entspricht, dann gute Nacht, schöne Nachbarin von Hamburg!

      2. Kassandra

        Der Leserbrief von Reuber, SPD, lässt mich irgendwie an einen bekannten Türken denken. Frage: Ist dieser Leserbrief vielleicht getürkt…? 😉

  4. Sabine Heinrich

    Wenn ich das lese, bekomme ich einen dicken Hals! Ich muss mich ja sehr vorsichtig ausdrücken, damit Herr Dzubilla meinen Kommentar veröffentlichen darf.
    „Schäbig, widerlich“ – das sind für mich die Verhaltensweisen eines einflussreichen Herrn in Ahrensburg – und die seiner kritiklosen Unterstützer. Ich würde nur noch hinzufügen: „Der Wahrheit und Ehrlichkeit entfremdet“. Dürfte ich hier auch das Wort „lügen“ verwenden? Aber ich bin ja vorsichtig, deshalb benutze ich es bewusst nicht.
    Da ich nicht weiß, ob der Name dessen, den ich meine, hier erscheinen darf, können Sie – Herr Dzubilla – ihn gern ergänzen, wenn es erlaubt ist. Manchen Menschen sollte man rabiat ihre scheinheilige, lammfromme Maske vom unehrlichen Antlitz reißen!
    Oder sie als janusköpfige Gestalt enttarnen. Aber viele Menschen wollen ja manchmal Hässliches nicht sehen – da schließe ich mich nicht unbedingt aus.

    1. Anarcho

      Hallo Frau Heinrich,
      „Hässliches“ wird sogar komplett unsichtbar, wenn man Genosse ist, sich auf den Kopf stellt und dabei „gut gemacht“ auf Wahlplakate schreibt.

  5. Riesenzwerg

    Herr Reuber scheint offenbar verwirrt zu sein. Kritiker seiner Partei derart zu beschimpfen, das ist schon ein beredtes Zeugnis für das Tun und Denken der örtlichen Sozialdemokraten, die in Ahrensburg früher machen konnten, was sie wollten (Beispiele: Pepper, Griesenberg). Dass kritische Stimmen wie auf Szene Ahrensburg unerwünscht sind, lässt sich denken. Da ist eine Zeitungsbeilage, die im Zweifel links steht und nur herumlabert, den Genossen sehr viel willkommener.

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