Warum Verpackungskünstler Christo nach Ahrensburg kommt

Oho, heute hat auch die CDU einen „Gastbeitrag“ auf der Rathaus-Postille erhalten: Monika Veeh höchstpersönlich hat sich wieder einmal als Gastautorin auf ahrensburg24 betätigt, dem von der Stadt Ahrensburg gesponserten Werbeportal. Und weil ich dem nicht nachstehen möchte, bekommt die CDU auch von mir ein Gastgeschenk, nämlich eine Anzeige – siehe die Abbildung!

Mit dieser Werbung soll kenntlich gemacht werden, dass das hohe C in CDU für Christo steht. Und dieser göttliche Künstler hat nicht nur unseren Reichstag in Berlin verpackt, sondern er soll jetzt auch im Auftrag der CDU unser Ahrensburg einpacken.

Wie ist das gemeint? Nun, Christo wird von morgen an bis zum 6. Mai 2018 unsere Stadt mit einem Mantel verhüllen, und zwar dem Mantel des Vergessens. Was bedeutet: Alles Negative, was die CDU in den vergangenen fünf Jahren in Ahrensburg mit entschieden hat, soll für die Bürger bis zur Wahl unsichtbar gemacht werden, damit der Wähler es vergessen soll. Zum Beispiel das Kolosseum auf dem Blindenhof – siehe auch mein Gastgeschenk an die Grünen!

Ebenso sollen die Sportplätze inmitten der Stadt unsichtbar werden, damit der Bürger im Wahlkampf die CDU-Politiker nicht fragen soll, warum dieser wertvolle Platz in bester Innenstadtlage nur für ein paar Menschen dienen soll, die dort gelegentlich einem Ball hinterherrennen, obwohl dort viele Bürger jeden Tag von früh bis spät schöner wohnen und ihr Leben inmitten von Ahrensburg genießen könnten.

Und am 7. Mai 2018 packt die CDU es dann an, sprich: Das Mäntelchen des Vergessens wird wieder entfernt. So, meine lieben Mitbürger, funktioniert Politik.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 13. April 2018

9 Gedanken zu „Warum Verpackungskünstler Christo nach Ahrensburg kommt

  1. Petra

    @Herr Dzubilla: Haben Sie schon einmal auf dem Rondeel oder anderswo eine vernünftige Antwort auf diese Fragen bekommen?

  2. Petra

    Hier noch eine Anmerkung: Frau Katrin Jaeger hat auf ahrensburg24 am 12.04. einen sehr lesenswerten Leserbrief veröffentlicht, in dem sie u.a. die Bebauung Alte Reitbahn kritisch hinterfragt. Am 13.04. also am darauf folgenden Tag, veröffentlichte die CDU ihren „Gastbeitrag“ auf ahrensburg24, ohne mit einem einzigen Wort auf Frau Jaegers Fragen einzugehen. Die CDU verspricht den Bürgern „das offene Ohr für Ihre Bedürfnisse“. Das wars dann aber wohl auch!

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Bemerkenswerter finde ich: ahrensburg24 bringt solche Kritik nur in Leserkommentaren. Und die Leserin hat das wiedergegeben, was schon lange auf Szene Ahrensburg steht. Hoffentlich bekommt Lilliveeh jetzt keinen Ärger mit Michi! 😉

    2. Dr. T. Schilling

      Verehrte Frau „Petra“,

      erst einmal darf ich Ihnen gerne zur Kenntnis geben, dass Frau Jäger eine persönliche Antwort von der CDU Ahrensburg am 05. April 2018 erhalten hat. Ich verstehe, dass Sie dies nicht wissen konnten. Aber gefragt, haben Sie auch nicht!

      Zurecht merken Sie an, dass die CDU in ihrem Gastbeitrag nicht auf den Leserbrief von Frau Jäger öffentlich eingegangen ist. Ich lasse an dieser Stelle unkommentiert, ob dies auch opportun war. Dies findet aber jedenfalls seinen Grund schon darin, dass uns die Veröffentlichung dieses Briefes zum Zeitpunkt der Verfassung und Versendung (redaktionelle Terminierung) dieses Beitrages unbekannt war. Ein persönlicher Tipp von mir: Erst Nachdenken, dann Klicken!

      Gerne bin ich darüber hinaus bereit, Sie an die Hand zu nehmen und Ihnen zu zeigen, wie ehrenamtliche Kommunalpolitik funktioniert und wie hier die zeitlichen Rahmenbedingungen (z.B. Redaktionszeiten einhalten) sind. Ich bin aber vor allem bereit, Ihnen zu zeigen, wie „offen das Ohr der CDU Ahrensburg“ ist und wie wir den Kontakt – auch ungeachtet von Wahlkampfzeiten – zum Bürger aufrechterhalten. Dazu lade ich Sie herzlich zu unserer Politrunde ein.

      Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute.

      Gruß

      T. Schilling

  3. Rüdiger

    @ Herr Dzubilla: Manchmal wird das Rad halt mehrfach erfunden. Besonders interessant ist die heutige Berichterstattung samt Kommentar in der Stormarnbeilage. Heute entlarvt sich die Stormarnbeilage als das, was sie wirklich ist: das Kampfblatt des Bürgermeisters.

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