Lärmschutzwände der Bahn und mein Blick ins Grüne

Im 3. Buch Abendblatt finden wir heute als Aufmacher den Bericht „So könnte Ahrensburg diese Wände verhindern“. Gemeint sind die von der Bahn geplanten Wände beiderseits der Bahnline, wie sie von der Stadt in bedrohlichen Phantombildern dargestellt wird – siehe die Abbildung! Allerdings: Eine konkrete und sinnvolle Alternative zur Absicht der Bahn lese ich in dem Beitrag nicht.

aus: Hamburger Abendblatt

Ich halte fest: Kein Mensch in Ahrensburg will eine sechs Meter hohe hässliche Wand in der Stadt haben. Um das festzustellen, benötigt man keine Gutachter. Und nachdem die ersten drei Gutachter begutachtet haben und sicher auch honoriert worden sind, ist das herausgekommen, was der gesunde Menschenverstand schon zuvor gewusst hat: Diese Wände gehen gar nicht. Und der Bericht im 3. Buch Abendblatt schließt mit dem Satz: „Denkbar ist, dass vorher noch weitere Gutachten zum passiven Schallschutz eingeholt werden.“

Ich möchte auch ein Gutachten haben, und zwar aus dem Rathaus. Zum einen will ich wissen: Was haben sämtliche Gutachten bisher gekostet, und was würden weitere Gutachten kosten? Zum anderen möchte ich ein Gutachten haben über eine Alternative zur Wand, die zur Zeit von der Bahn geplant wird. Zum Beispiel eine Lärmschutzwand, deren Anblick freundlich stimmt, siehe zum Beispiel hier genauswo wie hier!

Was den Lärm betrifft, so ist dem Abendblatt-Bericht zu entnehmen, dass für Wohngebiete tagsüber 59 Dezibel dB(A) gelten. Mit einer Naturschutzwand sollen nach Angaben des Herstellers 67 dB erreicht werden. Vermutlich ist diese Wand teurer als das, was die Bahn sich da als bilige Lösung ausgedacht hat, aber die Differenzsumme sind vermutlich die Kosten für die Gutachter.  😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 14. Juli 2017

4 Gedanken zu „Lärmschutzwände der Bahn und mein Blick ins Grüne

  1. J. P. Kirchhoff

    Wände, die „graffititauglich“ sind, sehen dann noch schlimmer aus als die Wände, wie sie im Schaubild gezeigt werden.

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  2. Hans Wurst

    Wozu benötigt die Stadt Gutachter, gibt es keine kompetente Sachbearbeiter, die sich informieren und einlesen können? In der Wirtschaft ist es Alltag. Anscheinend wird darauf verzichtet, um Überbelastungsanzeigen Stress geplagter Mitarbeiter zu entgehen.

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  3. Narrenhof

    Haa, haa, haaa – die bedrohlichen Phantombilder sind genau solche, weil die Wände entlang einer Straße stehen und nicht neben einer Bahnlinie. Darin liegt zugleich eine Lösung des Problems.

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