Schlagwort-Archiv: Michael Sarach

Meeting der Stadtverordneten im Marstall

Die heutige Stadtverordneten-Versammlung war genauso kurz wie schmerzlos. Was meint: Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst und zwar pro und ohne contra. 58Sogar die Meinungsverschiedenheiten zwischen Bürgermeister Michael Sarach und FDP-Fraktionsvorsitzenden Thomas Bellizzi wurden beseitigt beiseite gelegt mit dem Hinweis des Bürgermeisters, es gäbe hier eben zwei unterschiedliche Rechtsauffassungen, die demnächst in einem Gespräch mit dem Innenministerium geklärt werden sollen, wobei die städtische Seite optimistisch in die Verhandlungen gehen würde.  Und aus den Worten des Bürgermeisters konnten aufmerksame Zuhörer sogar eine bürgermeisterliche Entschuldigung heraushören, die sinngemäß lautete: „Entschuldigung für den Fall, dass  er, der Bürgermeister, sich im Ton vergriffen hätte, was aber weder in den Protokollen noch in den Medien nachzulesen wäre.“

Erwähnenswert: Der Chef der städtischen Verwaltung konnte heute erstmals in seinem Bericht keinen Überblick über die städtische Finanzlage geben, denn alle vier Mitarbeiter, die im Rathaus an diesem Thema arbeiten würden, sind erkrankt. (Wenn Sie also in diesen Tagen einen Termin im Rathaus haben: Vorsicht – dort scheinen Viren, Bazillen oder sonstige Krankheitserreger zu grassieren!)

Interesse an der Arbeit von Politik und Verwaltung haben heute 20 Bürger gezeigt. Der Rest der Ahrensburger wollte vermutlich lieber Günther Jauch gucken und wissen, wer Millionär wird.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. März 2014

Der Ahrensburger Zar und Zimmermann

Die Stadt Ahrensburg hat keinen Pressesprecher. Stattdessen beschäftigt die Verwaltung einen Zimmermann. Der leitet die „Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“, ist quasi der Presse-Zar von Ahrensburg. Ein Halbtagsjob? Ich denke nein. Sondern ein Stundenjob. Pro Woche. Und würde Andreas Zimmermann als Öffentlichkeitsarbeiter in einem kleinen Dorf in Gallien leben, dann würde er dort den Namen tragen: Tutnix.

Andreas Zimmermann gibt dann und wann einen Kommentar in der örtlichen Presse ab. Zumeist sind seine Worte gestaltungsoffen, sprich: nichtssagend neutral. Und Herr Zimmermann informiert die Presse. Szene Ahrensburg dagegen hat vom Presse- und Öffentlichkeitsarbeiter Zimmermann in über fünf Jahren noch nicht einen einzigen Kommentar erhalten auf öffentliche Berichte. Weil Herr Zimmermann offenbar glaubt: „Ein Blog ist kein Medium. Und als amtlicher Mitarbeiter muss ich nur dort antworten, wo ich Bock drauf habe.“

kuppel_gegenlicht_grossLanger Rede kurzer Sinn: Der Deutsche Bundestag akzeptiert ab sofort Blogger als Reporter. Was meint: Zwei Blogger sind jetzt dauerhaft als Berichterstatter aus dem Parlament zugelassen. Auch die Bundespressekonferzenz nahm sie nach längerem Streit als Mitglieder auf. Das berichtet ZEIT.ONLINE.

Die beiden Blogger, die zufälligerweise auch – genauso wie ich – Journalisten sind, stehen nun auf der Liste der in Bundestag und Bundespressekonferenz zugelassenen Journalisten. Hierzu ZEIT.ONLINE: „Verschiedene Blogger hatten Anfang des Jahres versucht, eine solche Akkreditierung zu beantragen. Nach den Regeln des Bundestages muss der Betreffende dazu vor allem eine Bedingung erfüllen, er muss regelmäßig über die Bundespolitik berichten.“

Schlussfolgerung: Ich berichte regelmäßig über die Stadt Ahrensburg und die städtische Politik. Und wenn Andreas Zimmermann und/oder Bürgermeister Michael Sarach es nicht für nötig halten, mich  über Vorgänge in der Stadt zu informieren, dann haben die beiden Buben womöglich keine Ausreden keine Informationen für mich. Und bei der Stormarn-Beilage oder dem MARKT läuft der Öffentlichkeitsarbeiter Zimmermann nicht Gefahr, dass seine Aussagen hinterfragt oder gar kommentiert werden.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 14. März 2014

Bauamtsleiterin Angelika Andres wurde versetzt

Rund 100 Tage, nachdem Angelika Andres als Bauamtsleiterin in Ahrensburg tätig gewesen ist, hatte ich den Bürgermeister im Rahmen einer Einwohner-Fragestunde gefragt: „Hat Frau Andres ihre Probezeit schon bestanden und wenn ja, warum?“ Die Antwort des Verwaltungsschefs: „Im Beamtenrecht gibt es keine Probezeit.“

Bildschirmfoto 2014-03-01 um 10.43.14Nun hat Angelika Andres ihren Job vorzeitig beendet. Genauer: Er wurde beendet durch Bürgermeister Michael Sarach. Nach einer „Probezeit“ von rund 3 Jahren. In diesen 3 Jahren habe ich permanent auf die mangelnde Qualifikation der Bauamtsleiterin hingewiesen, die auch erhebliche Probleme im menschlichen Miteinander hat, weshalb man damals in der Reinbeker Verwaltung, wo sie gekündigt hatte, drei Tage und drei Nächte lang gefeiert haben soll. 😉

Heute berichtet die Stormarn-Beilage, dass Angelika Andres „versetzt“ wird. Für Leser von Szene Ahrensburg kommt es nicht überraschend, denn ich hatte es ja bereits angedeutet, bevor die Stormarn-Beilage heute darüber berichtet.

Ulrich Kewersun, bisheriger Stellvertreter, wird neuer Bauamtsleiter. Das dürfte freilich nicht genügen, denn das Bauamt wird ja schon seit fast einem Vierteljahr von Kewersun geleitet, weil Andres nicht am Arbeitsplatz war. Und wenn die Stadtverordneten dem Bürgermeister jetzt keinen Ersatz für  die im Bauamt weggekündigte Planstelle bewilligen, wird diese Abteilung weiterhin schleppend agieren.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 1. März 2014

Ball der CDU: Wo war der Bürgermeister (SPD)…?

Alljährlich findet in Ahensburg ein gesellschaftliches Ereignis statt, das Tradition hat wie kein anderes in der Schlossstadt. Meine Rede ist vom CDU-Ball, der am vergangenen Unbenannt-1Samstag zum 43. Mal (!) über die Tanzfläche gegangen ist. Und wie ich hörte, soll die Ballnacht im Park Hotel gut besucht gewesen sein, wobei CDU-Mitglieder absolut in der Minderheit gewesen sind, denn die Veranstaltung wird zwar vom CDU-Stadtverband veranstaltet, ist aber keine Parteien-Veranstaltung, sondern wie gesagt: ein gesellschaftliches Ereignis.

Außerdem wird mit der Veranstaltung der Ahrensburger Verein Stern-Taler unterstützt, der Hilfe für Kinder in Not bringt.

Im vergangenen Jahr haben meine Frau und ich den Ball besucht. In diesem Jahr war es uns leider nicht möglich. (Wozu ich auch ehrlich gestehen muss, dass ich nicht der begnadetste smileygarden_tanz_007Tänzer bin und mich schon deshalb nicht so sehr danach drängle, einen Ball zu besuchen, wenn sich das umgehen lässt.)

Und wo war unser Bürgermeister am vergangenen Samstag? Im letzten Jahr habe ich ihn samt Gemahlin nicht auf der Tanzfläche im Park Hotel gesichtet. Und in diesem Jahr habe ich nicht vernommen, dass das Ehepaar Sarach auf dem CDU-Ball im Park Hotel getanzt hat. Warum nicht…?

Frage: Geht Herr Sarach von der SPD nicht auf einen Ball, der von der CDU veranstaltet wird? Oder lädt die CDU den SPD-Bürgermeister gar nicht ein…? Oder war der Weg von und nach Schwerin zu beschwerlich…? Oder lag es womöglich am Eintrittspreis von 50 Euro pro Person…?

In meinen Augen sollte ein Bürgermeister eines vor allem sein: Diplomat. Was meint: Ein Verwaltungschef sollte sich diplomatisch verhalten und nicht im Sinne eines Parteibuches. Weshalb ich die Frage stelle: Hätte Michael Sarach kein Parteibuch der SPD, wäre er dann zum Ball der CDU gegangen…? Oder eine andere Frage: Wäre der Ball in Bargteheide gewesen und von der SPD organisiert worden – wäre der Bargteheide Bürgermeister (CDU) dort wohl hingegangen…?

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 10. Februar 2014

Bürgermeister der Herzen und Hirne

Viele Ahrensburger Bürger schielen nach Bargteheide, der Stadt, wo das Parken nix kostet. Und während Ahrensburg einen Schuldenberg angehäuft hat, ist Bargteheide schuldenfrei. Frage: Was macht Bargteheide besser als Ahrensburg…?

Bildschirmfoto 2014-02-06 um 09.43.14Heute lese ich in der Stormarn-Beilage, dass die SPD in Bargteheide den zu Zeit amtierenden Bürgermeister Dr. Henning Görtz als Kandidaten für die kommende Bürgermeisterwahl unterstützt. Wozu man wissen muss: Görtz gehört der CDU an.

Können Sie sich vorstellen, liebe Mitbürger, dass die Ahrensburger CDU bei der kommenden Bürgermeisterwahl in Ahrensburg den derzeit amtierenden Bürgermeister Michael Sarach (SPD) unterstützen wird…? Und falls nein – warum nicht…?

Das Amt unseres Bürgermeisters ist kein politisches, das heißt, eine Parteizugehörigkeit ist nicht vonnöten. Und in meinen Augen eher hinder- als dienlich. Der Bürgermeister von Großhansdorf, Jannhinnerk Voß, zum Beispiel gehört keiner Partei an. Und alle (!)  Parteien der Gemeinde haben ihn bei seiner Wiederwahl unterstützt. Damit wurde er in seine dritte Amtszeit gewählt. Und das vermutlich nicht ohne Grund.

Bei der letzten Bürgermeisterwahl in Ahrensburg gab es im Grunde nur zwei ernsthafte Kandidaten um das Amt des Verwaltungschefs. Was bei der kommenden Wahl passiert, lässt sich heute noch nicht vorhersagen. Ich würde mich aber freuen, wenn es unter den Kandidaten keinen „politischen“ Wahlkampf gibt, sondern einen leistungsbezogenen. Was meint: Wer sind die Kandidaten? Was haben sie bis dato geleistet? Und: Passen Sie zu uns – persönlich, menschlich?

Es wäre schön, wenn wir eines Tages nicht mehr neidisch nach Bargteheide blicken müssen, der Stadt, die in diesem Jahr ihren 700. Geburtstag feiert.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 6. Februar 2014

Der Unterschied zwischen Norderstedt und Schwerin

Die Stormarn-Beilage berichtet heute, dass der Großhansdorfer Bürgermeister Janhinnerk Voß nach Norderstedt zieht. Der Grund ist ein familiärer und nachvollziehbar. So sehen es auch die Großhansdorfer Politiker.

Norderstedt - Großhansdorf

Norderstedt – Großhansdorf

Und nun könnte jemand in Ahrensburg kommen und sagen: Dann soll doch niemand den Ahrensburger Bürgermeister kritisieren, der seinen familiären Wohnsitz in Schwerin hat! Das aber, liebe Mitbürger, ist nicht zu vergleichen.

Zum einen ist Schwerin kein Vorort von Ahrensburg, wohingegen Norderstedt und Großhansdorf in rund 40 Autominuten verbunden sind. Aber nicht die Entfernung allein ist ausschlaggebend, sondern: Der Ahrensburger Bürgermeister hat im Wahlkampf 2009 auf Befragen nachdrücklich erklärt, dass er selbstverständlich mit seiner Familie nach Ahrensburg ziehen wird, und er hat das auch mit der Begründung untermauert, dass er sich bewusst in Ahrensburg bewirbt, um seinen Schwiegereltern, die in Hamburg leben, näher zu sein. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 7. Januar 2014

Ich habe meinen Vertrag mit den Stadtwerken Ahrensburg gekündigt. Nun spare ich im Jahr 700 bis 800 Euro!

Michael Sarach, Bürgermeister der Stadt Ahrensburg und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Stadtwerke Ahrensburg, äußerte unlängst in der Essener Stormarn-Beilage, dass er sehr dünnhäutig geworden wäre im Laufe seiner hiesigen Amtszeit. Was ich bezweifle. Im Gegenteil: Aus eigener Erfahrung halte ich Michael Sarach sogar für ziemlich dickfellig.

StadtwerkeEiner der Gründe für meine Meinung: Bürgermeister Sarach ist es schnurzpiepegal, ob ein Ahrensburger Bürger seine Energie von den Stadtwerken Ahrensburg bezieht oder sonst woher. Zur Erläuterung: Als langjähriger Kunde der Stadtwerke Ahrensburg wusste ich sehr wohl, dass ich mein Gas anderswo günstiger bekomme. Aber im Gegensatz zum Bürgermeister denke ich, dass es der Stadt gut tut, wenn wir Bürger die stadteigenen Betriebe unterstützen, auch, wenn wir dabei zuzahlen. Doch: Was zuviel ist, ist zuviel. 🙁

Zu Beginn des neuen Jahres habe ich meine Verträge mit den Stadtwerken gekündigt. Mit meinem zukünftigen Lieferanten werde ich – je nach Verbrauch – pro Jahr zwischen 700 und 800 Euro sparen.

Den Hintergrund dazu können Sie hier lesen, lieber Leser von Szene Ahrensburg. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 6. Januar 2014

Wussten Sie, dass unser Bürgermeister ein „roter Modezar“ ist?

LaurelGerade las ich eine wunderschöne Persiflage auf unseren Bürgermeister. Das Stück stammt von Birgit Zeibig, die im Internet-Anzeigenblatt-Portal ahrensburg24 macht, das von der Ahrensburger Verwaltung finanziell unterstützt wird (via Stadtwerke Ahrensburg). Es ist ein Bericht über eine Modenacht  im Marstall, die vom Rotary-Club Großhansdorf als Benefiz –Veranstaltung durchgeführt wurde. Und unter den Gästen waren auch Ahrensburgs derzeit amtierender Bürgermeister Michael Sarach mit seiner Frau Sabine aus Schwerin. Hierzu schreibt Birgit Zeisig: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 11. November 2013

Schmierentheater im Marstall! Gespielt wurde das bekannte Stück: „Sterntaler fallen nicht vom Himmel“

27 Jahre ist es her, als Stephan Remmler gesungen hat: „Keine Sterne in Athen“ Und heute bekam der Song eine Fortsetzung mit dem neuen Refrain: „Keine Sterne in Ahrensburg“. Was meint: Die Weihnachtsbeleuchtung wird es in der Schlossstadt in diesem Jahr nicht geben – es sei denn, das Stadtforum finanziert die An- und Abmontage der Sterne, die von Bürgern und Kaufleuten gestiftet wurden.

120px-DBP_1959_324_Wohlfahrt_SterntalerWieder mal stand unser Schweriner Gastarbeiter in der Kritik während der Stadtverordneten-Versammlung am heutigen Abend  im Marstall. Michael Sarach hat nach eigenem Bekunden mit dem Stadtforum vom Frühjahr an bis noch vor kurzem verhandelt und erklärte zu seiner eigenen Entschuldigung: „Was nützt es, wenn die eine Seite (gemeint: die Stadt) sich bewegt, aber die andere Seite (gemeint: das Stadtforum) statisch bleibt?“ Wozu der Bürgermeister von Tobias Koch (CDU) gefragt wurde, ob er versehentlich seine Rede aus dem vergangenen Jahr noch einmal gehalten hat, und warum er denn nicht rechtzeitig den Mund aufgemacht hat sondern bis kurz vor Weihnachten gewartet hat.

Aus der Not heraus stellte Koch im Namen der CDU den Antrag, dass die Stadt in diesem Jahr erneut die Kosten für die Sterne übernehmen soll. Der Fraktionschef: „In Ahrensburg dürfen zu Weihnachten die Lichter nicht ausgehen!“ Und Thomas Bellizzi (FDP) pflichtete dem Antrag für seine Fraktion bei: „Erbärmlich, wenn eine Stadt wie Ahrensburg das nicht hinbekommt!“  

Aber keine Chance bei den übrigen Fraktionen! Christian Schubbert (Grüne): „Die Weihnachtsbeleuchtung ist keine städtische Aufgabe.“ Doris Unger (SPD): „Wir müssen für Vereine und Schulen um jeden Euro kämpfen!“ Dazu ihr Parteigenosse Achim Reuber: „Die Wirtschaft hatte ein Jahr Zeit, das Thema zu klären. Wir dürfen keine Steuergelder verschwenden!“ Und Hinrich Schmick von der WAB kritisierte den Bürgermeister („Herr Sarach, warum haben Sie uns nicht rechtzeitig informiert?!“), und meinte, dass die Stadt nicht wegen der Kosten geradezustehen hätte.

Das Tragikomische bei diesem Stück lag nicht zuletzt auch darin, dass kein Mensch genau sagen konnte, wie hoch die Kosten denn nun wirklich sind. Im letzten Jahr waren es angeblich 16.000 Euro, die von der Stadt getragen wurden. In diesem Jahr sprach der Sprecher Zimmermann des Rathauses von 20.000 Euro. Und auf die heutige Frage an den Bürgermeister erklärte dieser: „30.000 Euro“. Seine Begründung: Die Steckkontakte passen nicht, die Masten haben Schäden durch Korrosion, und das Stadtforum hätte sich bei der Anschaffung der Sterne nicht um die technischen Voraussetzungen gekümmert.

Das Stadtforum selber glänzte mit den Sternen um die Wette, nämlich durch Abwesenheit ihres Geschäftsführers. (Oder war Götz Westphal „sternhagelvoll“ unter seinen Stuhl gerutscht?) Das Abstimmungsergebnis über den Antrag von CDU-Koch, dass die Stadt die Kosten übernehmen soll: 11 x ja (CDU & FDP in seltener Koalition) und 16 x nein (Grüne, SPD und WAB).

Positive Ergebnisse am heutigen Abend: Die Einrichtung einer Oberstufe am Heimgarten: einstimmig ja. (Nun geht der Antrag samt Votum nach Kiel.) Zum Adventsmarkt vom Bürgerverein auf dem Rondeel: einstimmig ja. Zuschüsse für Theater-Vereine: einstimmig ja.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Oktober 2013

Ahrensburg: Schul-Probleme im Zusammenhang betrachtet

Eltern sind sauer, Schüler sind sauer. Der Grund: Die Grundschule Am Reesenbüttel „platzt aus allen Nähten, wir brauchen schnell eine Lösung des Problems“, so sagt es Elternbeirätin Anne-Katrin Koch heute in der Stormarn-Beilage, wo von der Kritik der Eltern an dem Stadtverordneten und Lehrer an der Stormarn-Schule, Mathias Stern (CDU), berichtet Bildschirmfoto 2013-10-26 um 09.29.18wird, auf den die Eltern nicht gut zu sprechen sind, weil er zur Beratung dieses Themas am vergangenen Donnerstag im Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss nicht vorbereitet gewesen ist, so dass dieser Punkt kurzerhand von der Tagesordnung gestrichen wurde und die 60 Eltern aufstanden und „mit Wut im Bauch“ die Sitzung verließen.

Was ich bei der Stormarn-Beilage so häufig vermisse, das ist die Darstellung von Zusammenhängen. So zum Beispiel ist bekannt, dass Anne-Katrin Koch nicht nur Elternsprecherin an dieser Schule ist, sondern sie ist auch die Ehefrau des Ahrensburger CDU-Fraktionsvorsitzenden Tobias Koch, der zufälligerweise auch „sein“ Wahllokal in der Schule Am Reesenbüttel hat. Und warum hat die Stadt kein Geld für die Schule Am Reesenbüttel? Weil Tobias Koch (CDU) vehement dafür eingetreten ist, dass das Erlenhof-Gelände bebaut wird. Und hier stopft die Stadt Ahrensburg nun das Geld für Schule und Kita rein (und zwar für Kinder und Schüler, die noch gar nicht vorhanden sind!), das an der Grundschule Am Reesenbüttel so dringend benötigt wird. Genauso wie an der Selma-Lagerlöf-Schule und anderswo.

Und wer hat die Schuld? Die Schuld haben alle Bürger in der Stadt, die Michael Sarach (SPD) zum Bürgermeister gewählt haben. Wir erinnern uns: In die Stichwahl kamen Michael Sarach aus Schwerin und der Bildschirmfoto 2013-10-26 um 10.08.21damalige Stadtverordnete Jörn Schade (CDU). Jörn Schade ist Ahrensburger, verheiratet, hat zwei Kinder, die in Ahrensburg zur Schule gehen. Und Jörn Schade hat sich ganz deutlich dafür ausgesprochen, das Projekt Erlenhof erst einmal zurückzustellen, was in meinen Augen eine vernünftige Entscheidung gewesen ist, die auch von den Grünen unterstützt wurde. Denn der „Erlenhof“ ist ein reines Prestige-Objekt und ein Geldautomat für die Investoren auf Kosten der Stadt.

Die Bürger haben sich mit denkbar knappster Mehrheit für Michael Sarach als Bürgermeister entschieden, der nicht nur von der SPD, sondern auch von der FDP unterstützt wurde. Und in der Stichwahl zusätzlich vom abgeschlagenen Komiker Kandidaten Klaus Schädel (parteilos), was letztendlich den Ausschlag  gegeben hatte für die minimale Stimmenmehrheit für Michael Sarach.

Nicht zu vergessen: Auch der dritte unterlegene Kandidat und vorherige Wahlkampfleiter, der Stadtjustiziar Thomas Reich, hat seinem heutigen Chef Sarach in das Amt verholfen, denn der Jurist Reich wusste genau, dass mit einem Bürgermeister Sarach auch rund 500.000 Euro Altersruhegeldbezüge auf die Stadtkasse zukommen würden, was der Kandidat Reich aus bestimmten Gründen im Wahlkampf verschwiegen hat, da wir sonst mit ziemlicher Sicherheit einen anderen Bürgermeister bekommen hätten. (Zur „Belohnung“ wurde Thomas Reich anschließend vom neuen Bürgermeister befördert.) Und last but not least: Michael Sarach war und ist ein glühender Befürworter der auswärtigen Investoren auf dem Erlenhof-Gelände.

Der heutige Bürgermeister ist kein Ahrensburger. Obwohl er uns Bürgern im Wahlkampf ganz unmissverständlich versprochen hatte, dass er mit seiner Familie so schnell wie möglich nach Ahrensburg ziehen würde, pendelt er heute noch als Gastarbeiter zwischen Ahrensburg und Schwerin, wo seine Frau mit den Kindern lebt, die auch dort zur Schule gehen. Zur Erinnerung: Auf seinem Wahlplakat stand damals: „Aufgeschlossen. Sachkundig. Zielstrebig.“ Wer ihm das heute bestätigen kann, der kann kein Ahrensburger Bürger sein.

Ja, das sollten sich die Eltern einmal deutlich vor Augen führen, die ihre Kinder auf die Grundschule Am Reesenbüttel schicken und auf die Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule! Damit sie wissen, auf wen sie noch alles sauer sein können.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. Oktober 2013