Nomen est omen: Herr Reich warf Geld zum Fenster raus!

Stellen Sie sich einmal 50.000 Euro vor! So richtig schön in bar auf einem Haufen. Und dann überlegen Sie mal, was Sie mit so einem Batzen Geld alles machen könnten! Zum Beispiel eine Hypothek ablösen. Oder einen supergeilen Sportwagen kaufen! Oder eine laaange Weltreise machen. Oder oder oder.

Hätte die Stadt Ahrensburg diese 50.000 Euro zur freien Verfügung, dann hätte sie damit dem Kinderschutzbund eine Freude machen können. Oder dem Blauen Elefanten. Oder der Ahrensburger Tafel. Oder oder oder.

Bildschirmfoto 2013-08-05 um 16.08.49Die Stadt Ahrensburg hatte diese 50.000 Euro scheinbar übrig. Und was hat sie damit gemacht? Hierzu erreichte mich der Bericht von unserem Mitbürger Horst Hilt, der die Ahrensburger Stadtwerke (vormals GAG) im Auge hat, wo er uns bereits zum Kartellamtsverfahren berichtet hat. Und in der letzten Stadtverordneten-Versammlung wollte Horst Hilt in der Einwohner-Fragestunde fragen, welche Kosten denn nun nach dem unsinnigen Verfahren entstanden sind. Weil dieser Punkt jedoch von der Tagesordnung gefallen ist, hat der Bürger seine Anfrage an den Bürgermeister schriftlich gestellt und berichtet:

„Was ebenso überraschend war wie es anerkennenswert ist: Wenige Tage nach dem 17.06.2013 erhielt ich ein Schreiben von Bürgermeister Sarach, in dem er sehr detailliert auf meine Frage eingeht und die entstandenen Kosten nach den insgesamt 3 Verfahren aufschlüsselt. Rechnet man die 7.000 Euro Gebühren des Kartellamtes für das Verfahren einschließlich der Entscheidung, die in seiner Kostenaufstellung  fehlen, noch hinzu, so ergibt sich folgendes Bild:

Verfahren beim Bundeskartellamt:                                     rd. 20.000 €            Beschwerdeverfahren beim OLG Düsseldorf                   rd. 29.000 € Beschwerdeverfahren beim Bundesgerichtshof              rd. 21.000 €

Das ergibt summa summarum                                                 rd. 70.000 €

Selbst wenn man die Kosten des Verfahrens beim Kartellamt, dem sich die Stadt nicht entziehen konnte, abzieht, sind es also immer noch 50.000 Euro, die – offensichtlich vom städtischen Justiziar schlecht beraten – zum Fenster hinausgeworfen wurden. Wobei  sich auch die Stadtverordneten, die dem Aufsichtsrat der Stadtwerke angehören, nicht aus der Verantwortung stehlen können – denn ohne ihr Einverständnis dürften die beiden Einsprüche wohl nicht eingelegt worden sein. Wobei es zur damaligen Zeit fast ausschließlich die Vorsitzenden der Ahrensburger Fraktionen waren, die dem Aufsichtsrat angehörten!“

 Was sagt uns das, meine lieben Mitbürger? Es sagt uns zweierlei. Zum einen: Hier wurden mindestens 50.000 € aus dem Fenster geworfen. Und zum anderen: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 6. August 2013

Ein Gedanke zu „Nomen est omen: Herr Reich warf Geld zum Fenster raus!

  1. Horst Hilt

    Der guten Ordnung halber bzw. zum besseren Verständnis:

    a) Dieser TOP wurde nicht von der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung am 17.06.2013 genommen, sondern von Platz 1 auf Platz 21 verschoben. Weil für mich nicht absehbar war, ob und wenn ja zu welcher Uhrzeit dieser Punkt dann überhaupt noch zur Sprache kommt, hatte ich mich entschlossen, die Frage erst in der nächsten Sitzung zu stellen.

    b) Die beiden Beschwerdeverfahren vor dem OLG Düsseldorf und dem BGH sind „mit Pauken und Trompeten“ verloren worden.

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