Die Evangelisch-Lutherische Kirche von Ahrensburg hat eine Homepage – siehe die Abbildung! Auf dieser Seite ist auch die St. Johannes-Kirche abgebildet. Und damit niemand auf falsche Gedanken kommen soll, ist dazu unter der Überschrift “Aktuelles” angeführt: “Nach dem 30. 06. 2013 finden vorerst keine Gottesdienste mehr in der St. Johanneskirche statt.”
Haben Sie das mitbekommen, liebe Gemeinde: “vorerst” steht dort. Und “vorerst” bedeutet: “zunächst einmal” nicht. Was wiederum meint: Später schon möglich. Weiterlesen →
Na schau mal einer guck! Nachdem ich Ihnen schon seit endlos langer Zeit versichere, dass der Erlenhof für die Stadt noch ein dickes Ende nehmen wird, weil das ganze Unternehmen auf wackeligen Beinen steht und in der nun durchgeführten Form für uns Bürger so sinnvoll ist wie ein Blinddarm, da zieht jetzt auch die Stormarn-Beilage vorsichtshalber ihr Ruder aus dem Fahrwasser, um das redaktionelle Boot leichter nach achtern rudern zu können, wenn es denn so weit ist, dass das Blatt nicht mehr umhinkommt, den Bürgern die Tatsachen über dieses Projektes verkünden zu müssen.
Die Abendblatt-Beilage stellt die Frage: “Stormarn wächst – lohnt sich das?” Und im Beitrag kommt mehr oder weniger deutlich zum Ausdruck, dass es sich keineswegs lohnt. Weil der Aufwand um ein Vielfaches höher ist als die Erträge, die zudem heute noch kein Mensch endgültig errechnen kann. Hier wurde ein Prestige-Projekt angegraben, wo vor der Abstimmung durch die Stadtverordneten niemand klar durchgeblickt hat, was am Ende dabei herauskommen wird.
Postskriptum: Ahrensburg hat rund 41 Millionen Schulden – oder hat jemand von Ihnen gehört, dass sich diese Zahl verringert hat…?
An einigen Stellen in unserer Stadt sah ich ein Plakat mit der Aufschrift: „St. Johannes muss bleiben!“ und: „Unterstützen Sie den Förderverein St. Johannes“ – siehe die Abbildung! Verantwortlich dafür ist Dr. Klaus Tuch vom Förderverein St. Johannes.
Ich empfinde das als rührend. Ein Häuflein aufrechter Christen kämpft gegen die Hohen Priester ihrer Kirche. Und jeden Sonntag gestalten sie ihren Gottesdienst selber – nein, nicht in der Kirche von St. Johannes, sondern vor der Eingangstür. Das Gotteshaus selber ist verriegelt und verrammelt. Warum? Weil Diktator Buhl es so will. Oder die göttlichen Häupter, die über ihm richten, befehlen es.
Was kann der Förderverein St. Johannes maximal erreichen? Dass die Kirche erhalten bleibt, also nicht entwidmet wird, und Frau Botta oder das Ehepaar Weißmann dort wieder auf der Kanzel stehen? Aber wenn das möglich wäre: Wer will das denn wirklich…?
Ich will diese drei Pfaffen genauso wenig sehen und hören wie den Oberpriester Buhl – eher werde ich Zeuge Jehovas.
Schau an, schau an, die Stormarn-Beilage! Heute finden wir dort die Werbung eines Rentners, der Ayurveda-Therapie anbietet. Nein, die macht er nicht selbst, sondern er begleitet kranke Menschen zur Behandlung und fungiert als Dolmetscher.
Dolmetscher? Ja, denn die Behandlung findet nicht in Deutschland statt, sondern in Indien, dem Heimatland des Mannes. Auch die Kosten für so eine Heilbehandlung werden genannt: Mit 4.000 bis 4500 Euro ist man dabei, wovon die Krankenkassen nichts übernehmen. Und der begleitende Dolmetscher bekommt auch seinen Teil davon ab.
Was sehen Sie auf dem nebenstehenden Bild? Sie sehen Bäume. Und dahinter ahnen Sie ein Gebäude. Und wenn Sie sich in Ahrensburg auskennen, dann wissen Sie auch: Hinter diesen Bäumen steht unser Rathaus. Es ist also nicht total weg, sondern es ist sozusagen bloß zugewachsen. Nur im Winter, wenn das Laub von den Bäumen gefallen ist, dann ist es voll sichtbar, unser denkmalschutzwürdiger Verwaltungsbau.
Merkwürdig: Noch gar nicht lange her, da war unser Rathaus das Thema der Stormarn-Beilage. Und man wollte die Leser befragen, was sie denn nun mit dem Rathaus machen würden – Denkmalschutz oder Abrissbirne? Ein paar Leser haben sich tatsächlich gemeldet. Und die einen sagen so, die anderen so. Eine einheitliche Meinung dazu, wie sie uns die Stormarn-Beilage suggeriert, gibt es in Ahrensburg nicht. Und die Stimmen ausserhalb unserer Stadt sind so entscheidend wie ein Blinddarm zur Verdauung.
Wer schon länger in Ahrensburg lebt, der kann sich auch an die Drogerie Beumer erinnern. Der Laden war an der Stelle, wo heute die Post ist, die auch damals schon dort gewesen ist – siehe Foto aus jener Zeit! Und Gerhard Beumer war nicht nur Drogist, sondern er war quasi der Haus- und Hoffotograf der Schlossstadt Ahrensburg.
Gerhard Beuer fotografierte alles: Hochzeiten, Familien- und Schützenfeste, Veranstaltungen und Beerdigungen. Und wenn ein Ereignis in Ahrensburg stattgefunden hatte, dann konnte man sich kurz darauf die bei Beumer ausgestellten Fotos anschauen und erwerben.
Da ich schon als kleiner Junge einen Fotoapparat hatte (Marke: Bilora Bella), war die Drogerie- und Fotohandlung Beumer in der Hagener Allee 24 von Kindesbeinen an meine Anlaufstation, und mit geschlossenen Augen sehe ich heute noch, wie es damals aussah in dieser Drogerie und Fotohandlung, wie sie heute in ihrer Art zur Nostalgie gehört.
In der Stormarn-Beilage steht an diesem Wochenende die Anzeige, dass Gerhard Beumer im Alter von 99 Jahren verstorben ist und ein “erfülltes Leben” geführt hat. Geboren ist er übrigens in Königsberg, also in Ostpreußen, wo auch die Wurzeln meiner Vorfahren liegen. Und um die Zeit seiner Geburt sah es in Ahrensburg so aus wie auf dem nebenstehenden Bild. Und noch etwas: Der Ostpreuße Gerhard Beumer war der Seefahrt verbunden und Gründungsmitglied der Marine-Kameradschaft Ahrensburg.
Tschüs, Gerhard Beumer! Mit Ihnen ist eine liebenswerte Person aus dem alten Ahrensburg gegangen, die Spuren hinterlassen hat – nicht nur fotografisch!
Und wer heute online nach der Drogerie und Fotohandlung Gerhard Beumer sucht, der findet sie immer noch in der Hagener Allee, und zwar via “meinestadt.de Ahrensburg”. Auf diese Weise gerät nichts aus der Vergangenheit in Vergessenheit. Und das ist ja auch was Nettes am Internet, oder?
Der Aufmacher der heutigen Stromern-Beilage lautet: “Post leert Briefkästen schon morgens”. Und um die Dramatik dieser Meldung zu unterstreichen, wird eine Postkundin groß vor einem Briefkasten abgelichtet, die erklärt…
…dass sie kein Problem hat mit einer morgendlichen Leerung der Briefkasten.
Erschreckt von der Meldung bin ich sofort zum Briefkasten in meiner Straße gerannt und habe gesehen, dass dieser nach wie vor um 16 Uhr geleert wird. Die Meldung: “Post leert Briefkästen schon morgens” ist also verallgemeinernd und trifft nur in Einzelfällen zu.
Und so steht es denn auch im Kleingedruckten des Beitrages. Dort werden Firmenstimmen zitiert, die sich darüber mokieren, dass ihre Rechnungen nun möglicherweise einen Tag später beim Kunden sind. Aber im Aufmacher des heutigen Tages steht auch, dass die meisten Firmen ihre Post ohnehin im Postamt anliefern. Briefkästen in Wohnstraßen sind eher für den privaten Postkunden gedacht. Und: Unweit eines Briefkastens mit früher Leerung ist in den meisen Fällen auch ein Briefkasten mit später Leerung zu finden, was sogar auf dem Hinweisschild am Kasten angezeigt wird.
Manchmal glaube ich, dass die Stadt Ahrensburg nicht im Kreis Stormarn liegt, sondern auf einem fremden Planeten. Was offensichtlich auch der Grund ist, dass die Redaktion der Stormarn-Beilage sich in Ahrensburg nicht so recht auskennt, will meinen, redaktionell sehr häufig einen Bogen um die Stadt macht.
Zum Beispiel heute. Wir lesen in der Stormarn-Beilage:“Stormarn schneidet gut ab im aktuellen Kommunalbericht” mit der Unterzeile: “Landesrechnungshof attestiert dem Kreis ausgeprägte Finanzkraft. Lage sei unkritisch”. Und wir lesen sehr viel Positives über den Kreis Stormarn – wenn Sie den Beitrag bitte mal selber studieren wollen! Und wenn Sie das gelesen haben, dann erkennen Sie: Die größte Schuldenstadt im Kreise, nämlich Ahrensburg, kommt dort nicht zum Ausdruck.
Nach dem Rückblick auf die gute Situation der Vergangenheit erfahren wir zur Gegenwart und Zukunft: “Allerdings seien die vorlegten (korrekt: vorgelegten) Zahlen zum Teil veraltet, bemängelt Krause. “Betrachtet man nämlich die neuesten Zahlen, stellt man fest, dass die Pro-Kopf-Verschuldung im Haushaltsplan 2013 auf 79,90 Euro gesunken ist.” Zum Abschluss 2013 wird sie nach Angaben des Kreises bei knapp 43 Euro liegen. Damit hätten sich die Zahlen im Vergleich zum Jahresende 2011 mehr als halbiert, so Krause.”
Ich wiederhole: “Zum Abschluss 2013 wird sie nach Angaben des Kreises bei knapp 43 Euro liegen.”
Wie häufig habe ich schon auf die Probleme beim Ahrensburger Wochenmarkt hingewiesen. Und? Hat jemand gehört, dass sich dort etwas verbessert hat? Im Gegenteil: Es wird immer trauriger auf diesem ehemaligen “Herzstück” der Innenstadt. Hierzu erreichte mich soeben ein Schreiben von Leserin Dagmar, die berichtet:
Jawohl: Hier ist gerade Wochenmarkt auf dem Rathausplatz von Ahrensburg!
Hallo, Herr Dzubilla, seit 1997 wohne ich in Ahrensburg und besuche regelmäßig Samstags den Ahrensburger Wochenmarkt. Langsam frage ich mich, ob die Stadt Ahrensburg den Wochenmarkt schließen möchte?????
Gestern, am Samstag den 13.07.2013, war ich morgens wieder auf dem Ahrensburger Wochenmarkt. Viele Markthändler suchten in den vergangenen Monaten und Wochen bekanntlich leider das Weite! Ich habe u. a. eine Marktverkäuferin aus Delingsdorf, bei der ich im Frühjahr Kräuter- und Saatpflanzen, im Sommer Tomaten, im Herbst Kürbisse und übers Jahr verteilt “bunte Hühnereier in grün, braun, beige und weiß” kaufe. Dieser Stand ist immer gut besucht. Meine Marktverkäuferin bekommt nur 4m Stand, obwohl sie 7 Meter gerne hätte. Sie führte Gespräche mit dem Marktmanagement in Barmbek, weil die Ahrensburger nicht in der Lage sind, ihr statt 4 Meter, 7 Meter Standfläche zu geben.
Stellen Sie sich bitte mal vor, Sie gehen in ein Bierzelt auf dem Münchner Oktoberfest, und es spielen dort drei Musiker klassische Flameno-Gitarre und singen dazu entsprechend!
Oder Sie gehen zu einer Trauerfeier, wo Florian Silbereisen mit seinen fröhlichen Volksmusikanten aufspielt. Oder stellen Sie sich vor, auf dem Schlager-Move würden Mozart und Händel gespielt werden!
Oder Sie gehen zum Ahrensburger Weinfest, wo Jailrock gespielt wird und Blues, Rock’n’Roll, Swing und Country-Musik.
Das 20. Ahrensburger Weinfest war sehr gut besucht. Ein Zeichen, dass Bürger und Gäste nach solchen Festen suchen und sich dort gern mit Freunden bei einem Glase treffen und sich ein paar fröhliche Stunden machen. Aber: Die Musik auf dem Weinfest bestand aus falschen Tönen.