Schlagwort-Archiv: Ahrensburg

Ahrensburg: Verlotterte Homepage einer Stadt

Die Homepage einer Stadt ist zugleich ihre Visitenkarte. Deshalb sollte diese Homepage von den dafür Verantwortlichen gehegt und gepflegt werden wie Eltern das eigene Kind hegen und pflegen. Und das Gegenteil von hegen und pflegen ist verwahrlosen und verlottern lassen. Womit wir auch schon bei der Homepage der Stadt Ahrensburg sind.

BeförderungBereits in grauer Vorzeit habe ich darauf hingewiesen, dass Besucher der Homepage unter „Gastronomie“ die meisten Ahrensburger Restaurants nicht finden, sondern stattdessen Gaststätten in Delingsdorf, Hoisdorf und Bad Oldesloe. Ehrlich, liebe Mitbürger: Auf der Homepage der Stadt Ahrensburg wird auf Restaurants in anderen Orten aufmerksam gemacht! Das ist ähnlich, würde Aldi in seiner Werbung auf die Angebote von Lidl hinweisen.

Wenn Sie sich das einmal vor Augen führen, dann werden Sie vermutlich genauso wie ich denken: Derjenige, der dafür im Rathaus zuständig ist, sollte seinen Schreibtisch räumen und umziehen. Nach Delingsdorf zum Beispiel. Oder nach Hoisdorf bzw. Bad Oldesloe. Denn warum sollen wir in Ahrensburg einen Stadtbediensteten durchfüttern, der seinen Job nicht ernst nimmt, bzw. nicht weiß, was er überhaupt tut!

Und auf der Homepage der Stadt Ahrensburg gibt es unter „Veranstaltungen“ eine Veranstaltung im Rosenhof. Aber nicht im Rosenhof in Ahrensburg – oh nein, liebe Leser, sondern im Rosenhof in Großhansdorf. Dort hält am 14. 11. 2013 ein Professor einen Vortrag. Bildschirmfoto 2013-10-11 um 17.56.40Thema: „Macht Geld glücklich? Einkommen und Zufriedenheit“. Näheres über diesen Vortrag ist nur unvollständig zu erfahren, da der Text auf der Seite arg beschnitten ist – siehe die Abbildung! Der Eintritt beträgt € 5.00, der für die Schüler und Studenten im Rosenhof aber um 1 € ermäßigt ist.

Leider kann ich am 14. November nicht in den Rosenhof nach Großhansdorf fahren, weil ich just an diesem Tage einen Kongresstag in Frankfurt moderiere, auf den – Achtung, Scherz! – noch nicht auf der Homepage von Ahrensburg unter „Veranstaltungen“ hingewiesen wird. 😉 Gerne wäre ich in Großhansdorf dabei, um die Geld-und-Glück-Frage des Professors mit „ja“ zu beantworten. Das werden auch die Bewohner im Rosenhof tun, denn hätten die Damen und Herren kein Geld, wären sie auf keinen Fall glücklich in der dortigen Senioren-Wohnanlage.

Zurück zur Homepage von Ahrensburg: Selbst auf der Seite „Rathaus Journal“ stehen hier auf dem Titel immer noch zwei falsche Seitenangaben, auf die ich schon vor einer Woche hingewiesen habe. Das weiß man natürlich im Rathaus, aber dort kommt der verantwortliche Pressesprecher, der für die Redaktion der Bürgermeister-Postille verantwortlich zeichnet, nicht auf die nahe liegende Idee, das zu berichtigen. Klar, warum auch, ist ja mit Arbeit verbunden.

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 12. Oktober 2013

Vince Weber feiert seinen 60. Geburtstag in Ahrensburg

Eine Empfehlung für alle Musikfreunde: „Große Geburtstags-Gala 60 Jahre Vince Weber“, und zwar am 18. Oktober 2013 im und um den Marstall herum. Mit dabei: Inga Rumpf, Gottfried Böttger, Pfefferminz, Reiner Regel, Günther Brackmann und „30 weitere Musiker und Überraschungsgäste“. So steht es auf dem Plakat

2013-10-11 14.06.39Dazu muss man wissen: Es ist eine Benefiz-Veranstlatung für den Boogie-Pianisten Vince Weber, der nach einem Schlaganfall leider nicht mehr selber in die Tasten greifen kann. Dafür aber wird er singen zu seiner Geburtstags-Gala. Alle Künstler treten gratis auf, um ihrem Kollegen Vince unter die Arme zu greifen.

Das ist eine lobenswerte Session, liebe Mitbürger, die vorbildlich ist, um tatkräftig zu helfen, wo Hilfe vonnöten ist. Und wer dabei ist, wird auch noch Spaß haben.

Schade nur, dass das Plakat für diese Veranstaltung so amateurhaft gestaltet wurde!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 11. Oktober 2013

Ist das nicht eine Sauerei von Schweinske?

Heute bekommt der Konsument allerlei geschenkt von Läden und Firmen, häufig auch in Form von Gutscheinen. Meistens jedoch steckt in diesen „Geschenken“ ein Haken, was meint: Der Empfänger kommt nicht ungeschoren davon.

Unbenannt-3So fand ich gerade in meinem Briefkasten einen Flyer von Schweinske, dem Schweineladen im Bahnhofsgebäude, wo gaaanz früher mal ein „Wienerwald“ gewesen ist. Auf dem Flugblatt steht: „Morgens, mittags, abends: Schöner schlemmern!“  Was „schlemmern“ bedeutet, weiß ich nicht, denn ich kenne nur: schlemmen. Vielleicht soll „schlemmern“ eine Anlehnung sein an „Schlemmermeyer“, den Laden im AEZ, wo es eine sehr leckere Bratwurst mit genauso leckerem Kartoffelsalat (ohne Mayo) gibt?

Wie dem auch sein mag, es ist mir egal. Immerhin habe ich drei Gutscheine von Schweinske in der Hand. Über einen Becher Kaffee, einen 0,2l Softdrink und „für ein frisch gezapftes Bier 0,3l“. Und ich erkenne: Die symbolisierte Schweineschnauze steht bei Schweinske sowohl für ein ö als auch a, o und für eine 0. Sehr kreativ. Genauso wie das fröhliche Schweinchen im Schriftzug mit dem Hinweis: „…macht glücklich!“

Leider habe ich dann noch etwas erkennen müssen, und zwar schmerzhaft: Ich kann gar nicht zu Schweinske gehen und einfach bloß meine drei Gutscheine einlösen! Sondern: Zum Kaffee muss ich auch ein Frühstück bestellen. Und zu Softdrink und Bier eines der „Hauptgerichte aus der Speisekarte ab 18 Uhr“!

Das ist so ähnlich, als würde ein Autohändler mir einen Gutschein für eine Tankfüllung schicken, wo ich den Sprit aber nur in den Tank eines Autos füllen darf, das ich zuvor bei eben diesem Händler bestellen muss.

Und darum bekommt Schweinske von mir ein Sparschwein geschenkt mit 5 Euro Inhalt. Gilt aber nur in Verbindung mit einem Auftrages für drei Monate „Werbung auf einen Klick“ – siehe oben rechts!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 11. Oktober 2013

Neues aus der Praktikanten-Redaktion

Wenn einer Familie das Dach über dem Kopf abbrennt, dann ist das tragisch. Wenn es aber „nur“ Sachschaden ist und kein Familienmitglied dabei zu Schaden gekommen ist, dann ist das glücklich. So wie am vergangenen Wochenende in Ahrensburg geschehen.

Bildschirmfoto 2013-10-08 um 08.20.01Heute berichtet die Stormarn-Beilage über das Unglück als Aufmacher-Thema. Das Ehepaar stellt sich vor sein abgebranntes Haus und lässt sich fotografieren. Warum…? Ihren Namen wollen die beiden nicht nennen, bloß die Vornamen. Und „L.“ als Familienname. Vermutlich, damit die Nachbarn nicht erfahren sollen, wie sie heißen. Und die Schlagzeile darüber lautet: „Vor den Trümmern ihrer Existenz“.

Und was ist die erste Frage, die sich der Leser hier spontan stellt, nachdem die Frage zu körperlichen Schäden der Bewohner beantwortet ist…?

Die erste Frage, die ich mir als Leser stelle: Ist das abgebrannte Gebäude versichert? Und: Gibt es eine ausreichende Hausratsversicherung? Falls ja, dann ist die Überschrift falsch, denn dann stehen die Hauseigentümer nicht „vor den Trümmern ihrer Existenz“, sondern vor den Trümmern ihres Hauses. Und können dem lieben Gott danken, dass sie und ihre Kinder unverletzt sind.

Und die Stormarn-Beilage? Der Schreiberin Mira Frenzel ist es offensichtlich nicht in den Sinn gekommen, die Versicherungsfrage zu stellen. Warum nicht? Klar, würden die Abgebrannten bekennen: „Die Versicherung trägt alle Kosten“, dann hätte Frau Frenzel ihre dramatische Schlagzeile nicht formulieren können. Und deshalb vermutlich hat sie die Frage aller Fragen nicht gestellt.

Und sollte sie das doch getan haben, und die Familie hat erklärt: „Wir sind nicht versichert“, dann wäre das eine Gelegenheit für die Redaktion gewesen, einen Versicherungsexperten zu Wort kommen zu lassen und alle Hauseigentümer darauf hinzuweisen, wie wichtig ein solcher Versicherungsschutz sein kann.

Ja, ja, Journalismus geht schwer. Und der Redaktionsleiter hat wahrscheinlich vor dem Druck mal wieder nicht drauf geguckt.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 8. Oktober 2013

Oktoberfest Ahrensburg – letzter Teil

Karussell RondeelGestern am Nachmittag stand ich mal wieder eine Zeit lang am Kinderkarussell auf dem Rondeel. Genauer: 8 Fahrschips lang. Währenddessen traf ich dort einen Bürger, der sein Augenmerk genauso wie ich auf die Schwachstellen der Stadt richtet. Und fast gleichzeitig kamen wir auf folgende Idee:

Das Karussell auf dem Rondeel soll dort als feste Einrichtung stehen bleiben. Als Denkmal, und zwar zur Erinnerung an die Ahrensburger Stadtverwaltung und Politik: Alles dreht sich, aber nix kommt voran.

Vielleicht ist jemand von Ihnen so nett und fragt in der nächsten Stadtverordneten-Versammlung, ob das möglich wäre? Man könnte ja das Rondeel dadurch neu gestalten, was meint: An die Stelle, wo heute der Blaumann steht, wird morgen das Karussell aufgestellt. Das wird auch den Kindern mehr gefallen als der blaue Blödmann. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 6. Oktober 2013

Gastronomie-Probiertest: Räuberteller im RamRob

Ahrensburg steht in dieser Woche zwar ganz im Zeichen  bajuwarischer 2013-10-04 19.52.59Festlichkeit, aber deshalb muss es ja nicht jeden Tag eine Haxe im Festzelt sein. Gestern Abend bin ich mal zum Essen in das neue RamRob in der Hagener Allee gegangen, wo „finest drinks & taste food“ auf der Speisekarte stehen.

Ausstattung und Atmosphäre im RamRob gefallen mir. Das Lokal war am Abend gut besucht, die Gäste in mittlerer Altersklasse. Zu vergleichen ist das RamRob ein bisschen mit dem Zeitlos in der Hamburger Straße, allerdings ist es edler in der Ausstattung, wenn auch nicht so elegant, wie es von außen den Anschein hat. (Eine Homepage im Internet fand ich leider nicht.) Auf der Speisekarte stehen diverse Salate, Hamburger, Pizza, Currywürste und andere Curry-Gerichte sowie diverse „Sparerips“, womit Spareribs gemeint sind. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. Oktober 2013

Reifeprüfung im Rathaus? Weiß jemand Näheres…?

2013-10-02 18.49.35Ist es ein Zufall, dass vor dem Rathaus in der City-Light-Poster-Säule ein Plakat aushängt mit dem Hinweis auf eine „Reifeprüfung“…?

Es handelt sich dabei um das neue AXE für „Männer, die bereit sind für den nächsten Schritt“, und zwar: „Das AXE für Fortgeschrittene“. Ob es solche Männer im Rathaus der Stadt Ahensburg gibt, weiß ich nicht. Aber das soll ja wohl durch die angebotene „Reifeprüfung“ festgestellt werden, wenn ich das richtig verstehe.

Also, Herr Sarach, Herr Reich, Herr Kienel, Herr Dorow: Sind Sie bereit für den nächsten Schritt? Dann legen Sie bitte unverzüglich Ihre Reifeprüfung ab, damit wir Bürger Ihnen ein Zeugnis darüber ausstellen können … oder auch nicht!!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Oktober 2013

Möchten Sie Quecksilbersalz für „nur 13,95 €“ schlucken?

Es gibt Medikamente in der Apotheke, die helfen bei Krankheiten ähnlich wie ein Placebo zwecks Verhütung einer Schwangerschaft. Daneben gibt es auch Produkte, die schaden dem menschlichen Körper mehr als dass sie nutzen. Seit Jahrzehnten schon gibt es in unsren Buchhandlungen das Standardwerk  „Bittere Pillen“, das ständig aktualisiert wird, und wo der Leser erfährt, welche Medikamente er besser im Schrank lassen sollte, und zwar im Arzneimittelschrank der Apotheke.

Stern-BeitragApotheker wissen davon. Trotzdem verkaufen sie das Zeug hemmungslos, denn Geld kann schließlich jeder gebrauchen. Das Dumme ist nur: Mehr und mehr klären die Medien das „Volk der armen Schlucker“ auf, erzählen uns, von welchen Tabletten, Salben und Elixieren wir besser unsere Finger lassen sollten. Kürzlich brachte die Illustrierte „stern“ mal wieder eine Aufstellung von Produkten aus der Apotheke mit der Überschrift: „Das können Sie sich sparen“ und der Unterzeile: „Medikamente, die Apotheker nicht empfehlen sollten – und bessere Alternativen.“ (Ein ähnlicher Bericht stand auch in der BILD-Zeitung, die trotz geschrumpfter Auflage immer noch ein Massenmedium ist.) Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Oktober 2013

Die Gaudi zum Oktoberfest kommt von sky

Heute beginnt in Ahrensburg das Oktoberfest, und zwar um 18 Uhr im Festzelt in der Großen Straße, wo um 19 Uhr das Bierfass angestochen wird. Eine Maß Bier kostet 8 Bildschirmfoto 2013-10-02 um 11.47.59Euro, wobei es sich laut offizieller Angabe der Stormarn-Beilage um das „originale Oktoberfestbier Paulaner“ handelt. (Nicht, dass Sie etwa denken, dort wird das originale Hamburger Astra ausgeschenkt!)

Und nun kommt der sky-Markt und sorgt für „Oktoberfest-Gaudi“, und zwar am verkaufsoffenen Sonntag von 13.00 bis 18.00 Uhr. Auch hier gibt es das originale „Paulaner Oktoberfestbier vom Fass“, allerdings kostet die Maß bei sky keine 8 Euro, sondern bloß 5 Euro. Dafür gibt es aber auch keine Musi dazu wie im Festzelt, das am Sonntag von 12.00 bis 21.00 Uhr geöffnet ist. Und die Hax’n von sky sind nicht gegrillt, sondern gekocht, weshalb man sie als Eisbein verkauft.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 2. Oktober 2013

Ahrensburg: Wer verkauft hier eigentlich was an wen…?

Wieder einmal blicke ich als Bürger von Ahrensburg auf kommunalpolitischer Ebene nicht durch. Und deshalb stelle ich heute ein paar Fragezeichen in den Raum und frage: Verkauft Ahrensburg seine städtischen Grundstücke an den Erstbesten, der danach fragt? Und wer bestimmt den Preis für die Grundstücke? Und: Wer ist „Die Projektgesellschaft“, die einen Teil vom „Lindenhof“-Grundstück erwerben und bebauen will? Eine Ahrensburger Gesellschaft? Oder vielleicht ein auswärtiges Unternehmen aus Berlin? Oder sitzt „Die Projektgesellschaft“ womöglich gar in einem Briefkasten auf den Cayman-Islands…?

LindenhofHintergrund meiner Fragestellung: Am kommenden Mittwoch wird im Bauausschuss der Beschlussvorschlag des Bürgermeisters verhandelt, bei dem es um das städtische Grundstück „Lindenhof“ geht. Hierzu schreibt der Verwaltungschef an die Mitglieder vom Ausschuss:

Die Stadt Ahrensburg ist Eigentümerin des Flurstücks 394, Flur 9, dem „Lindenhof“. Das Grundstück befindet sich in zentraler Lage der Stadt Ahrensburg. Die Projektgesellschaft ist an die Stadt Ahrensburg herangetreten mit dem Wunsch, einen Teil dieses Flurstücks zu erwerben und zu bebauen.“ (Den kompletten Text des Antrages finden Sie am Fuße dieses Blogeintrages.) Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. September 2013