Prolog: Was ist das Typische an einer Boulevardzeitung? Es sind die Schlagzeilen, die Sensationen versprechen aber selten halten. Der Grund: Eine Boulevardzeitung wurde früher von Zeitungsverkäufern auf dem Boulevard der Großstädte angeboten, wobei die Verkäufer die Schlagzeilen ausgerufen haben, um die Kunden neugierig zu machen und zum Kauf zu animieren. Die bekannteste Boulevardzeitung in Deutschland ist die BILD-Zeitung, die heute allerdings so gut wie nur noch in Läden und am Kiosk zu haben ist.
Zum Thema: In Ahrensburg gibt es keinen Boulevard mit Zeitungsverkäufern – noch nicht. Denn so eine Prachtstraße soll es bald geben, und zwar die Hamburger Straße, die später vermutlich „Familie-Levenhagen-Boulevard“ heißen wird. Um diese Allee zu bauen, wurden im Frühjahr bereits die ersten Bäume zum Opfer der Kettensäge. Und nun sollen weitere Bäume das gleiche Schicksal erfahren.
Und damit komme ich zurück auf die eingangs erwähnte Boulevardzeitung. Diese Rolle wird auf dem Familie-Levenhagen-Boulevard das Hamburger Abendblatt mit ihrem 3. Buch, der Stormarn-Beilage, ausüben, das heute noch eine Abonnementszeitung mit schwindender Auflage ist. Wie ich zu dieser Prognose komme? Ganz einfach: Die Redaktion übt sich schon heute im Boulevard-Journalismus.
Schauen Sie auf den Beitrag von heute! Wir lesen: „Ahrensburg fällt alle Bäume an der Hamburger Straße“. Und jeder, der die Hamburger Straße kennt, der weiß auch, wie lang sie ist und wie viele Bäume dort stehen. Und die werden alle gefällt…? Weiterlesen











