Corona: Bürgermeister Michael Sarach, warum sorgen Sie nicht endlich dafür, dass der Lockdown auch in Ahrensburg ausnahmslos eingehalten wird?!

Meine lieben Mitbürger – wer in Ahrensburg ist eigentlich dafür zuständig und verantwortlich, dass die Regeln im Corona-Lockdown eingehalten werden? Klar, die städtische Verwaltung genauso wie die Beamten der örtlichen Polizei. Und wenn ein Bürger ohne Schutzmaske in der Innenstadt in der Maskenzeit erwischt wird und kann keine ärztlich ausgestellte Befreiung vorweisen, dann ist er dran. Und das kann richtig teuer werden.

Und was ist mit einem Laden in der Stadt, der im Lockdown öffnet, ohne dass er zu den privilegierten Geschäften gehört, die das gemäß der Anordnung dürfen? Dann bekommt der Geschäftsinhaber, der gegen die Auflagen verstoßen hat, von der Stadt mit Sicherheit erhebliches Ordnungsgeld aufgebrummt. Was allerdings nicht für die Drogerie Müller in Ahrensburg geht, denn hier schaut sowohl die Polizei als auch die Verwaltung einfach mal weg.

Die Firma Müller Drogeriemarkt verkauft auch im zweiten Lockdown wieder das gesamte Warensortiment, obwohl der Drogeriemarktanteil nur ca. 25% beträgt. Darüber hinaus werden Spielwaren, Schreibwaren, Haushaltswaren, Geschenkartikel, Tonträger, Parfümerieartikel, Wäsche, Strümpfe, etc. verkauft, als gäbe es in Ahrensburg weder Corona noch Lockdown geschweige denn irgendwelche Einschränkungen für den Handel.

Ich habe mal bei Google News nachgeschaut und festgestellt, dass Müller an anderen Standorten starke Einschränkungen hinnehmen muss. In Ahrensburg jedoch sind die Behörden großzügig, nach dem Motto: Müller ist gut, Nessler kann weg. 

Aber stimmt das wirklich, dass Erwin Müller vom Drogeriemarkt Müller der Gute ist? Auch darüber findet man Informationen via Google: Müller wehrt sich mit ruppigen Methoden gegen Betriebsräte und steuert sein Unternehmen über eine Holding in Lichtenstein. Sein Vermögen hat er in eine österreichische Stiftung eingebracht, und die österreichische Staatsbürgerschaft hat er auch (dort gibt es keine Erbschaftssteuer).

Fazit: Herr Müller macht in der Krise das Geschäft seines Lebens und danach wird Olaf Scholz auf Müllers starke Schultern nicht zugreifen können, da sich die Gesellschaft steuersparend nach Lichtenstein/Österreich abgesetzt hat. Ja, der Herr Müller ist eben ein Fuchs. Und vermutlich lacht er über die Beamten in Ahrensburg, die dort im Rathaus und Polizeiamt sitzen und ihrer Amtspflicht nicht nachkommen, den Laden von Müller im CCA zu kontrollieren.

Ich wundere mich, dass der Ahrensburger Einzelhandel das so regungslos hinnimmt. Wenn ich Geschäftsführer vom Stadtforum wäre, dann hätte ich schon längst eine Klage gegen den Bürgermeister in die Wege geleitet, denn letztlich ist Michael Sarach als Verwaltungshäuptling dafür verantwortlich, dass die Lockdown-Regeln auch in Ahrensburg eingehalten werden.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 10. Januar 2021

13 Gedanken zu „Corona: Bürgermeister Michael Sarach, warum sorgen Sie nicht endlich dafür, dass der Lockdown auch in Ahrensburg ausnahmslos eingehalten wird?!

  1. Coronator

    Müsste nicht auch die Verwaltung vom CCA dafür Sorge tragen, dass die Lockdownregeln im Center eingehalten werden? Wenn dort jemand ohne Maske erwischt wird, dann wird er vom Sicherheitspersonal angesprochen – falls der Herr dort überhaupt noch mal auftaucht. Und der Warenverkauf bei Dro-Müller verstößt zweifelsohne gegen die Beschlüsse der Regierung. Sonst könnten ja z.B. auch Douglas und Aurel öffnen.

    Ich habe den Bericht von Szene-Ahrensburg gleich mal weiterverbreitet, um die Diskussion anzuregen.

  2. Peter Holzer

    Es ist wohl richtig, dass es nicht darauf ankommt, was draußen am Laden dransteht, sondern auf das, was innen drin ist in den Regalen. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann arbeitet ein Ahrensburger Stadtverordneter im Kieler Gesundheitsministerium. Geht der Mann nicht durch die Ahrensburger Innenstadt, wenigstens am Sonnabend, und schaut sich hier mal um?

  3. Der Exilant

    Ich denke nicht, daß Herr Müller gegen die Lockdown Verordnung verstößt. Drogerien dürfen öffnen und das Warensortiment war ja schon vorher da. Rossmann, Budnikowski u.a. halten das ja genauso. Wenn Herr Müller allerdings anfangen würde, Damen und Herrenbekleidung, Heimwerkerartikel wie Schrauben, Tapeten und Farbe etc. in sein Sortiment aufzunehmen, ist das nicht erlaubt. Aldi , Lidl, Netto Rewe etc. verkaufen ja auch im Lockdown nicht nur Lebensmittel. Und was nun die Steuern betrifft. Ich denke Herr Müller nutzt nur die Gesetze aus. Da sollte man lieber Frau Dr. Merkel und Ihre Regierung mal in die Pflicht nehmen. Einfach ein Gesetz machen, das Gewinne, die in Deutschland erzielt werden, in Deutschland zu versteuern sind. Dumm nur, das viele deutsche Großkonzerne ihre Gewinne im Ausland erzielen, z.B. VW in China. Wenn deren Steuern dann im Ausland blieben, würde der Herr Finanzminister und Kanzlerkandidat Olaf Scholz wohl nicht begeistert sein. Und ob die EU Kommission, hier Frau Dr. von der Leyen, das genehmigen würde, glaube ich nicht. Wie man das Verhalten von Herrn Müller moralisch bewertet ist ein anderer Schuh. Aber letzlich hat das letzte Hemd keine Taschen und mitnehmen kann man nichts. Gut findet das wohl kein Bürger Deutschlands. Aber ein bißchen Geld zahlt Herr Müller schon. Lohnsteuer, Sozialabgaben, Strom und Wasser, darauf Mehrwertsteuer und vielleicht sogar Miete und Gewerbesteuer.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Ich glaube, Sie waren noch nie bei Müller im CCA. Das ist keine Drogerie mehr, das ist ein Gemischtwarenladen. Wenn Drogeriewaren nur rund 25 Prozent des Angebotes ausmachen, dann gibt es dort rund 75 Prozent an Waren, wegen der andere Läden geschlossen bleiben müssen.

  4. Observator

    Wer behauptet, dass Müller in Ahrensburg ein Drogeriemarkt ist, der lügt. Denn das ist doch genau der Punkt: Müller ist ein Gemischtwarenladen, in dem es auch Drogerieprodukte gibt. Genauso wie im 1-Euro-Laden in Ahrensburg und bei Woolworth. Und deshalb ist die Öffnung von Müller im Lockdown ein Betrug am Ahrensburger Einzelhandel, den die Behörde verhindern muss.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Bei der Darstellung auf Google wird Müller erkennbar als “Parfümerie in Ahrensburg” geführt. Genauso wie Douglas. Auch Douglas führt Artikel, die es ebenfalls in Drogerien gibt. Aber Douglas ist geschlossen.

  5. Der Exilant

    Sehr geehrter Herr Dzubilla, das ist schon richtig, daß Douglas seine Läden geschlossen hält. Aber ich meine mich zu erinnern, daß dies am Anfang des Lockdowns nicht so war und Douglas seine Geschäfte erst nach Protesten geschlossen hat und dies dann als Solidaraktion unters Volk gebracht hat. Es ist halt wie es ist, in einer Krise gibt es immer Gute und Böse, Gewinner und Verlierer, werfen Sie mal einen Blick auf den deutschen Aktienindex Dax, höchster Stand aller Zeiten und das in einer großen Krise. Damit muß man sich abfinden.
    Schon der römische Kaiser Vespasian sagte, und das gilt noch heute, ´´Pecunia non olet´´.
    Geld stinkt nicht

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Und damit, Herr Exilant, bringen Sie es auf den Punkt, nämlich auf die Fragen: Wo bleiben die Proteste gegen die Parfümerie Müller, die ich hier in Gang setzen möchte? Und wo die Solidaraktion dieser Firma, die Douglas mit seiner Schließung gezeigt hat?!

      Klar, Gewinner und Verlierer gibt es in jeder Krise. Aber wenn Politik und Behörden par ordre du mufti entscheiden, wer zu den Gewinnern und wer zu den Verlierern gehören soll, dann ist etwas faul im Staate Ahrensburg. Und das stinkt mir.

  6. j

    Lieber Herr Dzubilla, was soll das meckern. Der Corona Virus freut sich über jede Ausnahme und menschliche Schwäche. Wie soll er sich sonst weiter ausbreiten? Ach noch eine Frage, was ist das Stadtforum? Dieser Schlafwagen fährt von alleine aufs Abstellgleis, wenn es in Ahrensburg kaum noch Geschäfte gibt.

  7. Der Exilant

    Und jetzt möchte ich nochmal einen Gedanken zu diesem Geschäft Müller äußern. Ich kann mir gut vorstellen, daß xxxxxx xxxxxx xxxxxx xxxx xxx xxxx xxxxxxx xxxxx xxxxx xxxx

    Anmerkung Administrator: Der Kommentar wurde nicht veröffentlicht. Auf Szene Ahrensburg ist jeder Kommentar willkommen, aber Äußerungen in bestimmte Richtungen werden nicht veröffentlicht, wenn der Schreiber dabei anonym bleiben möchte. Merke: Auch der Blogger schreibt hier unter seinem richtigen Namen.

  8. Observator

    Ich kann mich nicht erinnern, jemals auf Szene Ahrensburg gelesen zu haben (jedenfalls nicht in den letzten fünf, sechs Jahren) dass hier vom Stadtforum mal ein Kommentar erschienen ist zu dem, was in der Ahrensburger Innenstadt und am Stadtrand an Negativem passiert. Kommunikation für den Bürger findet beim Stadtforum nicht statt, weshalb es eigentlich ein “Statt Forum” ist.

    Ja, Weinfest. Das ist für Herrn Westphal offenbar eine jährliche Herzensangelegenheit, wo er mit seinen Spezies sogar im Lockdown mal richtig schön kostenlos die Weine der Winzer im Holzland probieren kann. Und statt Aktionen mit den Läden am verkaufsoffenen Sonntag zu veranstalten, lässt er Jahr für Jahr die gleichen Oldtimer in die Stadt rollen, wo sie den Kunden die Parkplätze wegnehmen.

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