Heute wird auf der Storman-Seite vom Abendblatt die Tatsachenbehauptung veröffentlicht: „Ahrensburg bekommt einen eigenen Christopher-Street-Day“. Und, meine lieben Mitbürger (m/w/d), ist es nicht genau das, was uns im Schilda des Nordens noch gefehlt hat, wenn wir dort schon keinen Kinopalast bekamen und sozial geförderter Wohnraum auf der Alten Reitbahn in den Sternen steht?
Nein, ich habe nichts gegen einen Christopher-Street-Day, genauso wenig wie ich etwas gegen einen Karnevalsumzug habe oder gegen Helloween. Aber einen Karnevalsumzug in Ahrensburg würde ich auch nicht sonderlich lustig finden. Und ich bin nicht der Meinung, dass queere Menschen sich mit skurrilem Straßenumzug den Respekt verschaffen, den sie haben möchten und heutzutage bereits mehr bekommen als das noch in früheren Zeiten der Fall gewesen ist.
Natürlich sollen Menschen machen, was Menschen machen wollen, so lange es Sinn macht; und sei dieser Sinn auch nur ihre eigene Befriedigung und eine Unterhaltung ihrer Mitmenschen. Aber ich meine, dass Ahrensburg keinen eigenen Christopher-Street-Day nötig hat, sondern stattdessen einen Brot-für-Kinder-Tag. Und dieser Tag sollte nicht nur aus blauen Fähnchen bestehen, die für ein paar Stunden in die Schlosswiese gesteckt werden.
Womit ich darauf hinweise, dass immer mehr Kinder in unserer Stadt unterhalb der Armutsgrenze leben. Und mein Vorschlag, einen Auktionstag in Ahrensburg zu veranstalten, auf dem die Kunstwerke aus dem Keller der Stadt öffentlich versteigert werden zugunsten armer Kinder, dieser Vorschlag, den ich sowohl dem Alt-Bürgermeister Sarach als auch dem zur Zeit noch amtierenden Bürgermeister Boege gemacht habe, dieser Vorschlag ist bis heute negiert worden.
Aber, meine lieben Mitbürger, ich kann mir gut vorstellen, dass bei einem CSD im Schilda des Nordens unser Bürgermeister in der ersten Reihe durch die Straßen der Stadt mitlaufen würde mit einer Krawatte in den Regenbogenfarben.



Vielleicht ist es in Ahrensburg nicht bekannt, aber: